Geminiden Meteoritenschauer vom 13. auf den 14. Dezember (Video)

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Unter den jährlichen Meteorschauern nehmen die Geminiden, deren Radiant im Sternbild Zwillinge nahe bei den hellen Sternen Castor und Pollux liegt, in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahmestellung ein. Der Anstieg zum Maximum erfolgt recht langsam über mehrere Tage hinweg, der Abfall dann aber ziemlich rasch.

Da der Radiant Mitte Dezember der Sonne am Himmel gegenübersteht, ist er während der gesamten Nacht über dem Horizont zu finden. Die Höchststellung wird kurz nach Mitternacht erreicht. Deshalb lassen sich die Geminiden im Gegensatz zu anderen Meteoren sehr gut in den Abendstunden beobachten. Die Geminiden sind besonders eindrucksvoll, weil Sie viele helle, typischerweise gelb-weiss leuchtende Meteore hervorbringen.

Die hellsten Meteore erscheinen erst nach dem Maximum, während davor die schwächeren Objekte dominieren. Innerhalb der Staubwolke ist demnach eine Sortierung der Partikelgrößen erfolgt (was auch bei anderen Meteorströmen beobachtet wird).

Als Verursacher der Geminiden gilt ein als Asteroid klassifizierter Himmelskörper namens Phaeton. Seine Bahn um die Sonne ähnelt stark der eines Kometen, einmal abgesehen von der kurzen Umlaufszeit von lediglich 1,4 Jahren. Es wurde verschiedent-lich vermutet, dass Phaeton ein „erloschener“ Komet ist, der seine flüchtigen Bestandteile (Gas und Staub) bereits vollständig verloren hat.

Die Entdeckung der Geminiden datiert auf das Jahr 1862; davor scheinen sie keine nennenswerte Aktivität entfaltet zu haben. In der 70er Jahren des 19. Jh. konnte man dann sicher sein, dass es sich bei den Geminiden um einen offenbar neuen, jährlich wiederkehrenden Meteorschauer handelt.

1877 wurde die ZHR (Abkürzung für ZENITHAL HOURLY RATE. Die ZHR gibt an, wieviel Meteore pro Stunde ein Beobachter bei absolut klarem und dunklem Himmel sehen würde) mit 14 angegeben, Anfang des 20. Jh. stellte man typischerweise Werte etwas über 20 fest, 30 Jahre später lag die ZHR  bereits um die 50, in den 70er-Jahren des 20. Jh. dann bei knapp 80; die aktuellen Angaben liegen bei über 100 (2009: ca. 120); damit sind die Geminiden der ergiebigste jährlich auftretende Meteorstrom.

Die Ursache für diese Zunahme fand man im Orbit der Geminiden-Meteore, dessen Schnittpunkt (Knoten) mit der Erdbahnebene sich durch die Schwerkraftwirkung von Jupiter und Erde verschiebt. Um das Jahr 1700 lag er noch rund 20 Millionen Kilometer innerhalb des Erdorbits, um 1900 aber nur noch knapp 3 Millionen Kilometer, im Jahr 2100 wird es sich bereits 16 Millionen Kilometer außerhalb der Erdbahn befinden. Damit ist klar, dass dieser Meteorschauer für uns erdgebundene Beobachter zum einen nur eine sehr vorübergehende Erscheinung ist und dass wir zum anderen gerade seine „goldenen Jahre“ erleben.

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Rätsel gab lange Zeit die Umlaufsperiode des Geminiden-Stroms um die Sonne auf, denn sie beträgt nur 1.65 Jahre. Einen Komet mit solch kurzer Umlaufsperiode konnte man sich nicht vorstellen, weshalb recht exotische Hypothesen zum Ursprung der Geminiden aufgestellt wurden. Erst im Jahr 1983 entdeckte man den Asteroiden 3200 Phaeton, der fast die gleiche Bahn um die Sonne zieht wie die Geminiden. Deren Herkunft war damit zwar ziemlich zweifelsfrei geklärt, doch stand man nun vor dem Problem, wie ein Asteroid einen Meteorstrom hervorbringen kann.

Heute wird daher vielfach die Auffassung vertreten, dass Phaeton ein „erloschener“ Komet ist, der alle seine flüchtigen Bestandteile verloren hat. Die vorher scheinbar so klare Abgrenzung zwischen Kometen und Asteroiden ist damit freilich recht unscharf geworden. Zu dieser Thematik gibt es einen lesenswerten Beitrag von Richard Fleet. Nach einer neueren Hypothese, die durch Beobachtungen mit den STEREO-Raumsonden gestützt wird, ist Phaeton ein „Steinkomet“. Da der Asteroid im Perihel dicht an die Sonne heran kommt, könnten durch die Aufheizung Risse im Fels entstehen, wodurch dann Staub und Steinbrocken freigesetzt werden.

Das Maximum der Geminiden wird kurz nach Mitternacht in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 2012 erwartet. Da der Radiant während der gesamten Nacht über dem Horizont steht und zudem noch Neumond ist, können wir der ergiebigsten Meteorstrom des Jahres diesmal unter perfekten Bedingungen beobachten. Nur das Wetter muss noch mitspielen…

Quellen: Gary W. Konk/Skyywatcher88/leoniden.net vom 10.12.2012

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