Vitamin-B12-Mangel ist weit verbreitet: Ursachen, Symptome und Therapie eines Mangels

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Wichtige Informationen für ältere Menschen, Vegetarier und Veganer: Vitamin B12 ist ein lebenswichtiges Vitamin, das eine zentrale Rolle in vielen körperlichen Prozessen einnimmt – jede einzelne Zelle benötigt ständig geringe Mengen an Vitamin B12, um optimal zu funktionieren, weshalb alle höheren Tiere und auch der Mensch dringend auf eine gute Versorgung mit Vitamin-B12 angewiesen sind.

Vitamin B12 ist wichtig für die Synthese von DNA, die Zellteilung, die Blutbildung, die Synthese von Hormonen und Neurotransmittern, den Schutz der Nervenstränge in Rückenmark und Gehirn (Myelinscheiden) und für den Abbau des Homocysteins. Fehlt Vitamin B12, kann die Gesundheit des Körpers langfristig nicht aufrecht erhalten werden und eine Reihe sich immer weiter verschlimmernder Symptome tritt auf (Vitamin B12 schützt Gehirn und Nerven).

Entstehung eines Vitamin-B12-Mangels

Vitamin-B12-Mangel entsteht meist durch Aufnahmestörungen und einen erhöhten Vitamin-B12-Bedarf. Beeinträchtigungen des Magen- und Darmstrakes und ein erhöhte Belastung mit Stress und Umweltgiften führen dazu, dass über die Ernährung keine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 sichergestellt werden kann. Dies ist natürlich besonders dann der Fall, wenn die Ernährung ohnehin wenig B12 bereitstellt – wie bei einer vegetarischen oder veganen Ernährungsweise (Vitamin B12: Essentielles Lebensmittel für Veganer!).

Die Ursachen für einen B12-Mangel sind aber vor allem in Magen- und Darmproblemen und einer übermäßigen Belastung mit Stress und Umweltgiften zu suchen. Sie sind Konsequenzen von weit verbreiteten schlechten Ernährungsgewohnheiten und einer generell ungesunden Lebensweise in der modernen Welt, die häufig zu einer Beeinträchtigung der Verdauungsorgane führt (Gesundheit: Vitamin B12 Tagesdosierung – von der Schwangerschaft bis ins hohe Alter).

Ob ein Vitamin-B12-Mangel vorliegt, kann am einfachsten über einen Vitamin-B12-Urintest bestimmt werden. Dabei wird die MMA-Säure im Urin gemessen, die sich bei einem Vitamin-B12-Mangel erhöht. Dies ist weit sicherer als die üblichen Bluttests, die sich immer mehr als wenig aussagekrätig herausstellen.

Prävention und Behandlung eines Vitamin-B12-Mangels

Aufgrund des komplizierten Aufnahmemechanismus des Vitamin B12 ist es in den genannten Fällen nur schwer möglich, den Vitamin-B12-Bedarf über die Ernährung zu decken, weshalb sowohl die Therapie als auch die Prävention eines Vitamin-B12-Mangels in der Einnahme von Vitamin-B12-Präparaten besteht.

Wirkstoffe

Lange Zeit wurde in der Therapie vor allem das künstliche Cyanocobalamin eingesetzt, welches einige deutliche Nachteile aufweist. Heute sind viele Präparate mit den natürlichen Vitamin-B12-Formen Methylcobalamin, Adenosylcobalamin  und Hydroxocobalamin erhältlich, die in exakt dieser Form auch in unserem Körper und Nahrungsmitteln zu finden sind.

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Dosierung

Eine übliche Präventionsdosis beträgt bei oraler Aufnahme 250 bis 500 µg pro Tag, bei bestehendem Mangel oder erhöhtem Bedarf werden 500 µg empfohlen, beim Vorliegen deutlicher Symptome 1000 µg.

Bei einem schweren Mangel wird eine hochdosierte Anfangstherapie empfohlen. Hier werden 5000µg pro Tag für eine Dauer von 4 Wochen eingenommen

Passende Präparate im Internet finden

500µg Methyl-, Adenosyl- und  Hydroxocobalamin B12 + Methylcobalamin + Adenosylcobalamin + Hydroxocobalamin + 500µg + Bioaktiv
1000µg Methyl-, Adenosyl- und  Hydroxocobalamin B12 + Methylcobalamin + Adenosylcobalamin + Hydroxocobalamin + 1000µg + Bioaktiv
Anfangstherapie 5000µg Hydroxocobalamin Hydroxocobalamin + hochdosiert + Depot + 5000µg 

Vitamin-B12-Mangel: Symptome

Vitamin B12 erfüllt 5 wesentliche Funktionen im Körper. Es steuert und beeinflusst:

  1. Die Synthese der DNA ( -> Zellteilung, Blutbildung)
  2. Den Energiestoffwechsel (->Energieproduktion in den Mitochondrien)
  3. Den Lipidstoffwechsel (Aufbau der Zellmembranen, Aufbau von Myelinscheiden, Schutz der Nerven im Zentralnervensystem und Gehirn)
  4. Die Synthese von Hormonen und Neurotransmittern
  5. Die Entgiftung (Homocystein, Cyanid, Stickstoffmonoxid uvm.)

Aufgrund dieser vielfältigen Funktionen des Vitamins kann ein Vitamin-B12-Mangel zu einer ganzen Vielzahl von teils schweren körperlichen und geistigen Symptomen führen, die von Müdigkeit und Depressionen bis zu schwerer Blutarmut und Nervenschäden reichen.

  • Die gestörte Bildung von Neurotransmittern und Hormonen kann zu Stimmungsschwankungen und psychischen und kognitiven Störungen führen.
  • Die Störung der Blutbildung und der DNA-Synthese kann zu perniziöser Anämie (Blutarmut) und schweren Beeinträchtigungen des Metabolismus führen.
  • Der Anstieg des Homocystein-Spiegels kann Herz- und Kreislauferkrankungen, Netzhautschäden und vaskuläre Demenz verursachen.
  • Nervenschäden rufen unerklärliche Schmerzen, Lähmungen und Koordinationsstörungen hervor.
  • Entmarkungsschäden des Rückenmarks führen zu Symptomen, die Multipler Sklerose ähneln.

Unten eine Auswahl typischer Symptome eines Vitamin-B12-Mangels. Die Symptome können dabei einzeln oder in Kombination auftreten.

  • Lustlosigkeit
  • Depression
  • Burn-out
  • Vergesslichkeit/Demenz
  • Schlafstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Benommenheit
  • Reizbarkeit
  • Nervosität
  • Verwirrung
  • Halluzinationen
  • Psychosen

 

  • Blasse Haut
  • Ständige Erschöpfung
  • körperliche Schwäche
  • Immunschwäche, Infektanfälligkeit
  • Kribbeln und Taubheit in Gliedmaßen
  • Entzündungen von Mund (Aphten), Magen und Darm
  • metallischer Geschmack im Mund
  • brennende Zuge
  • Verdauungsstörungen
  • Verstopfung, Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Muskelzittern
  • Ergrauen der Haare, Haarausfall (auch Frauen)
  • Blutarmut (Perniziöse Anämie)
  • Nervenschmerzen
  • Lähmungen
  • Koordinationsstörungen, Gangunsicherheit, Gestörte Feinmotorik
  • spastische Störungen
  • Netzhautschäden/Sehstörungen
  • Arteriosklerose
  • Herzinfarkt
  • Hirninfarkt
  • Inkontinenz
  • Unfruchtbarkeit

Übersicht typischer Symptome eines Vitamin-B12-Mangels. Bei einigen Symptomen können auch andere Ursachen vorliegen.

Verlauf des Vitamin-B12-Mangels

Obwohl ein Vitamin-B12-Mangel langfristig zu gravierenden Symptomen führt, kann es sehr lange dauern, bis er entdeckt wird. Denn vom Eintreten des Mangels bis zur Manifestation von schweren körperlichen oder psychischen Symptome können bis zu 20 Jahre vergehen, in denen der Körper bereits unter einer Unterversorgung leidet, die jedoch meist nicht als solche erkannt wird.

Der Grund hierfür ist, dass die frühen Symptome des Vitamin-B12-Mangels, wie Müdigkeit, Depression und leichte Entzündungen auch von Ärzten selten mit einem Vitamin-B12-Mangel in Verbindung gebracht werden. Vitamin-B12 Tests werden leider meist erst dann durchgeführt, wenn bereits die schweren Symptome der späten Stadien zu beobachten sind und der Patient schon unentdeckt viele Jahre unter den leichten Symptomen der frühen Stadien gelitten hat.

Generell verläuft ein Vitamin-B12-Mangel in folgenden Stadien:

1. Absinken des Vitamin-B12 im Blutserum Durch mangelnde Zufuhr oder eine Aufnahmestörung sinkt die Vitamin-B12-Konzentration im Blut ab. Der Körper mobilisiert das B12 aus den Körperspeichern.

2. Speicherentleerung/Zellentleerung Die Vitamin-B12-Speicher in der Leber und den Körperzellen erschöpfen sich, der Vitamin-B12-Spiegel im Blut sinkt dauerhaft ab. Hier kann es bereits zu ersten (unangenehmen) Symptomen und Folgen kommen (psychische Probleme, Depressionen, Leistungsschwäche, Müdigkeit, Immunkraft lässt nach, Entzündungen im Mund etc.).

3. Metabolisch-funktionelle Störung Der Vitamin-B12-Spiegel ist im unteren Bereich, zahlreiche Funktionen des Körpers sind deutlich beeinträchtigt. Die DNA-Synthese ist beeinträchtigt, der Homocystein-Spiegel im Blut steigt deutlich an, die Nerven werden angegriffen. Deutliche Verschlechterung des allgemeinen Befindens und der Leistungsfähigkeit, körperliche Symptome werden sichtbar.

4. Klinische Manifestation Auftreten starker Mangelerscheinungen. Diese können sehr ernst sein, schwere Nevenschäden sind teilweise nicht umkehrbar und die Folgen des Vitamin-B12-Mangels können – wie im Fall der perniziösen Anämie – sogar tödlich sein.

Wie schnell diese Stadien durchlaufen werden, hängt stark von der Ursache des Mangels ab. Bei einer gestörten Aufnahme von Vitamin B12 kann das vierte Stadium unter Umständen innerhalb weniger Jahre erreicht sein, während zum Beispiel Veganer bei ansonsten guter Ernährung und Gesundheit bis zu 20 Jahre mit den unscheinbaren Symptomen des zweiten und dritten Stadiums leben können, bevor schwere Symptome auftreten.

 

„Teufelskreislauf“ Vitamin-B12-Mangel

Der schleichende Verlauf des Vitamin-B12-Mangels hat lange zu dem Eindruck geführt, dass der Mensch auch mit wenig Vitamin B12 gut auskommen könne. Aktuelle Studien deuten jedoch eher darauf hin, dass ein latenter Vitamin-B12-Mangel extrem verbreitet ist, aber nur selten erkannt wird. Besonders die psychischen Symptome wie Depressionen können den schweren körperlichen Folgen oft um Jahre vorausgehen, werden aber leider oft nicht rechtzeitig mit einem Vitamin-B12-Mangel in Verbindung gebracht.

Durch die Zusammenhänge des Stoffwechselkreislaufs hat die Entwicklung eines Vitamin-B12-Mangels den Charakter eines Teufelkreises: Durch den Mangel treten zum Teil Symptome auf, welche die Aufnahmefähigkeit von Vitamin B12 zusätzlich erschweren – wodurch sich wiederum die Symptome verstärken und die Aufnahmefähigkeit in Folge immer mehr abnimmt.

Dieser Teufelkreis sollte bei einer Therapie möglichst schnell durchbrochen werden, was zum Beispiel durch sehr hohe Anfangsdosen erreicht wird, welche die Vitamin-B12-Speicher rasch wieder auffüllen sollen.

Zwischenfazit B12-Mangel – das ist wichtig:

  • Ein Vitamin-B12-Mangel kann ernste Folgen haben.
  • B12-Mangel entsteht meist durch Aufnahmestörungen – der Bedarf ist dann schwer über die Nahrung zu decken.
  • Viele Menschen weisen einen erhöhten Bedarf auf.
  • Prävention und Behandlung erfolgt über B12-Präparate – möglichst mit den natürlichen B12-Formen
  • Ein Mangel kann über einen einfachen Urintest nachgewiesen werden.

Ursachen für einen Vitamin-B12-Mangel

Die Ursachen für einen Vitamin-B12-Mangel können in drei große Bereiche aufgeteilt werden:

1. Ernährung und B12-Mangel

Der Tagesbedarf an Vitamin B12 aus Nahrungsmitteln wird auf 3 Mikrogramm geschätzt (je nach Alter, Geschlecht und Situation deutlich unterschiedlich). Eine unzureichende Zufuhr von Vitamin B12 mit der Nahrung, kann deshalb über die Zeit zu einem Vitamin-B12-Mangel führen – zum Beispiel aufgrund einer einseitigen oder rein vegetarischen oder veganen Ernährung.

Durch Darmbakterien wird Vitamin B12 zwar auch im menschlichen Verdauungstrakt hergestellt – zum Großteil leider aber an einer Stelle, an der das wertvolle Vitamin nicht mehr aufgenommen werden kann und darum ungenutzt mit dem Kot ausgeschieden wird. Eine Versorgung über körpereigene Bakterien ist nur unter sehr bestimmten Voraussetzungen möglich, weshalb fast alle Menschen auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 durch die Nahrung angewiesen sind.

Diese ist aber nicht bei jeder Form der Ernährung gegeben: Vitamin B12 wird ausschließlich durch Mikroorganismen gebildet und findet sich in unterschiedlicher Konzentration zwar in allen tierischen Nahrungsmitteln, ist dafür aber in pflanzlicher Nahrung fast gar nicht zu finden, weshalb besonders Veganer und Vegetarier dringend auf ihre Vitamin-B12-Zufuhr achten sollten.

Risikogruppen B12-Mangel und Ernährung:

  • Vegetarier
  • Veganer

2. Erhöhter Verbrauch von Vitamin B12 (z.B. Stress)

In Stresssituationen steigt der Bedarf an Vitamin-B12 stark an. Stress meint hier alle Phasen hoher körperlicher und geistiger Beanspruchung, wie schwere körperliche Arbeit, Lärm, Leistungssport, psychische und geistige Belastungssituationen, Angst, Sorge, Trauer, Liebeskummer spirituelle Veränderungen und Krisen oder starke Immuntätigkeit aufgrund von Infekten.

Der erhöhte Bedarf erklärt sich durch zwei Umstände. Zum einen wird in Stresssituationen die Aufnahme von B12 sehr erschwert, da die Verdauungsorgane schlecht durchblutet werden und das Verhältnis von Magensäure zu Enzymen sich verändert. Zum anderen wird Vitamin B12 für die Produktion von Noradrenalin und anderen Hormonen wie Serotonin benötigt. Aufgrund der hohen Ausschüttung von Noradrenalin in vielen Stresssituationen werden die Vitamin B-Reserven schnell aufgebraucht. Bei unzureichender Zufuhr entsteht so leicht ein Mangel.

Ein deutlich erhöhter Bedarf besteht auch während der Schwangerschaft und Stillzeit – hier ist eine ausreichende Versorgung besonders kritisch, da ein Mangel die Entwicklung des Kindes stark beeinflusst und bleibende Schäden auftreten können.

Auch Belastung mit Giften kann große Mengen Vitamin-B12 verbrauchen. Dies ist zum Beispiel der Fall beim Rauchen, da Vitamin B12 das im Rauch enthaltene Cyanid neutralisiert. Besonders gravierend ist es aber auch bei Vollnarkosen – bei der Entgiftung der verwendeten Stickstoffverbindungen wird so viel Vitamin B12 verbraucht, dass dies bei niedrigen Körperspeichern direkt in einem schweren Mangel resultieren kann. Auch eine Belastung mit Stickstoffradikalen – der sogenannte nitrosative Stress – führt zu einem erheblichen Verbrauch an Vitamin B12.

Risikogruppen Erhöhter Bedarf:

  • Schwangere und Stillende
  • Menschen mit hoher Stressbelastung
  • Sportler
  • Raucher
  • Nach Operationen
  • Belastungen durch Umweltgifte und Schwermetalle

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3. Gestörte Aufnahme von Vitamin B12

Bei einer Aufnahmestörung kann der Körper das Vitamin nicht aufnehmen, obwohl es in ausreichender Menge zugeführt wird. Gründe hierfür können zum Beispiel Infektionen und Entzündungen in Magen und Darm oder und Wechselwirkungen mit Medikamenten sein.

Vitamin B12 kann nur über die Mundschleimhaut und den unteren Abschnitt des Dünndarms, dem sogenannten Ileum aufgenommen werden. Dafür wird jedoch ein spezielles Glykoprotein, der sogenannte Intrinsic Factor gebraucht, der von den Belegzellen des Magens gebildet wird. Ohne diesen Intrinsic Factor werden nur sehr geringe Mengen Vitamin B12 über passive Diffusion aufgenommen, weshalb in diesen Fällen recht hohe Dosen Vitamin B12 notwendig sind, um eine Versorgung sicherzustellen.

Die Gesundheit von Magen und Darm ist daher von besonderer Bedeutung für die Aufnahme von Vitamin B12 und diverse Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes können die Aufnahme von Vitamin B12 stark behindern. Da solche Erkrankungen in den Industrieländern besonders aufgrund schlechter Ernährungsgewohnheiten sehr verbreitet sind, sind auch Vitamin-B12-Aufnahmestörungen entsprechend häufig.

Bemerkenswert ist dabei, dass bereits leichte Störungen der Schleimhäute die Aufnahmefähigkeit an Vitamin B12 offenbar deutlich reduzieren, was in der Folge leicht zu einer schleichenden Unterversorgung führt. Nach aktuellen Erkenntnissen handelt es sich beim Großteil der Vitamin-B12-Mangelerkrankungen um eine gestörte Aufnahme – etwa aufgrund einer Gastritis und gestörten Magen- und Darmschleimhäuten. Wie genau das Verhältnis von Ernährungs- und Aufnahmeursachen ist, kann derzeit nicht mit Bestimmtheit gesagt werden, da die Daten stark auseinandergehen.

Mögliche Ursachen für eine Aufnahmestörung:

  • Alkoholkonsum und Drogen
  • Einnahme von Säureblockern oder Medikamenten gegen Geschwüre
  • Einnahme von Diabetes-Mitteln
  • div. andere Medikamente (Antibiotika, Psychopharmaka, Aspirin, Chemotherapie, Östrogenhaltige Verhütungsmittel und Hormonpräparate (Protonenpumpenhemmer), Diabetes Medikamente (Metformin), Blutdrucksenker (ACE), Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen (Betablocker, Nitratsprays, Nitroglycerin), cholesterinsenkende Medikamente (Statine), Potenzmittel
  • Hohe Dosen Vitamin C
  • Mehr als 4 Tassen Kaffe
  • Starkes Rauchen
  • Hoher Zuckerkonsum
  • Zu scharfes Essen
  • Große Mengen Pseudovitamin B12

 

  • Gestörte und geschädigte Schleimhäute in Magen und Darm
  • Entzündungen im Magen / Gastritis
  • Schwächere Magenwand von älteren Menschen
  • Teilweise Entfernung des Darms oder Magens
  • Verminderte Bildung von Magensäure
  • Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
  • HIV-Infektion
  • Leberkrankheiten
  • Infektion mit Helicobacter pylori
  • Bandwurm / Wurmbefall
  • Nierenschäden

 

Wie häufig ist Vitamin-B12-Mangel?

Die Häufigkeit des Vitamin-B12-Mangels in der Bevölkerung ist bisher nicht erschöpfend untersucht. Dies liegt einerseits daran, dass es derzeit kein eindeutiges Messverfahren für einen Vitamin-B12-Mangel gibt, andererseits daran, dass die Auffassungen darüber, ab wann ein Vitamin B12-Mangel besteht, stark auseinandergehen.

Viele Forscher glauben, dass die gängigen Grenzwerte viel zu niedrig festgelegt wurden und die tatsächliche Verbreitung deshalb sehr viel höher liegt. Ein Mangel wird derzeit zumeist mit einem B12-Serumsspiegel (B12-Konzentration im Blut) unter 200 pg/mol definiert. Heute wird aber von vielen Wissenschaftlern davon ausgegangen, dass ein akuter Mangel bereits ab B12-Serumswerten unter 350 pg/mol vorliegt. Neue Studien fordern sogar, dass ein realistischer Wert etwa bei 500-600 pg/mol festzulegen wäre, wie es unter anderem die Arbeiten von Mitsuyama und Kogoh, Tiggelen und David Brownstein  empfehlen.

Gemäß der gängigen, niedrigen Definition eines Vitamin-B12-Mangels wird davon ausgegangen, dass etwa 2-7 Prozent der jüngeren und 14-40 Prozent der älteren Bevölkerung unter einem Vitamin-B12-Mangel leiden.

Besonders gefährdet sind dabei neben älteren Menschen vor allem Vegetarier und Veganer: Unterschiedliche Studien kamen zu dem Ergebnis, dass etwa 20-70 Prozent der Vegetarier und 60-90 Prozent der Veganer unter akutem Vitamin-B12-Mangel leiden.

Im Lichte der Diskussion um die Grenzwerte liegen all diese Angaben aber wohlmöglich weit unter der tatsächlichen Verbreitung eines Vitamin-B12-Mangels. Eine Studie der Tufts University, welche die Ergebnisse der Framingham Heart Study mit 3000 Probanden auswertete, stellte bei einem Grenzwert bei 350 pg/mol bei 39 Prozent der Probanden zu niedrige Vitamin-B12-Werte fest. (18) Ein Vitamin-B12-Mangel beträfe nach dieser Studie mehr als ein Drittel der gesamten Bevölkerung – das ist ein deutlich höherer Wert als die offiziell angenommenen 2-7 Prozent.

Studien aus den Jahren 2013 und 2014 fanden sogar bei über 80 Prozent der Probanden Vitamin-B12-Werte unterhalb von 300 ng/ml – was auf eine latente Unterversorgung weiter Teile der Bevölkerung hindeutet.

Risikogruppen Vitamin-B12-Mangel: Wer ist gefährdet?

Untersuchungen wie die oben erwähnte Studie haben gezeigt, dass Vitamin-B12-Mangel bei allen Altersgruppen und bei Fleischessern und Veganern/Vegetariern gleichermaßen auftreten kann. Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind jedoch besonders gefährdet, einen Vitamin-B12-Mangel zu erleiden:

  • Veganer und Vegetarier
  • Ältere Menschen ab 50 Jahre
  • Menschen mit Beeinträchtigungen von Magen und Darm
  • Starke Raucher und Kaffeetrinker
  • Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen (siehe oben)
  • Alkoholiker und Drogenabhängige

Vitamin-B12-Mangel: Test und Diagnose

Es gibt derzeit kein absolut verlässliches Verfahren zur Diagnose eines Vitamin-B12-Mangels. Folgende Verfahren werden eingesetzt, um den Vitamin-B12-Status zu bestimmen:

Serumtest Bis vor einigen Jahren wurde ein Vitamin-B12-Mangel über die Bestimmung des Vitamin-B12-Spiegels im Blut festgestellt. Dies hat sich jedoch als wenig aussagekräftig herausgestellt, da der Serumtest auch auf Formen von Vitamin-B12 anschlägt, die für den Körper gar nicht zu verwerten sind.

Interpretation der Testwerte in Deutschland:

starker Mangel Wert < 150 pg/ml
Mangel Wert < 200 pg/ml
leichte Unterversorgung Wert 200-300 pg/ml
normaler Status Wert 300-900 pg/ml
Hypervitaminose Wert > 1000 pg/ml

In jüngerer Zeit haben sich deshalb verschiedene andere Tests durchgesetzt:

Holo-TC-Test Misst zuverlässig das tatsächlich biologisch verwertbare Vitamin-B12 im Blut, gibt aber keinen Aufschluss über den Vitamin-B12-Spiegel in Zellen und Körperspeichern. Holo-TC ist der früheste Marker eines Mangels.

Mangel Wert < 35 pmol/l
Mangel möglich Wert 35 – 50 pmol/l
Mangel unwahrscheinlich Wert >50 pmol/l

Homocystein-Test Misst den Homocystein-Spiegel im Blut, der sich bei einem Vitamin-B12-Mangel erhöht. Da jedoch auch andere Faktoren den Homocystein-Spiegel erhöhen können, wird er meist in Kombination mit einem Serumtest ausgewertet.

Mangel wahrscheinlich  Wert > 12 µmol/l
Mangel unwahrscheinlich Werte 5 – 12 µmol/l

MMA-Urin-Test Bei einem zellulären Mangel an Vitamin-B12 produziert der Körper vermehrt Methylmalonsäure (MMA). Diese kann in Blut und Urin gemessen werden und gibt verlässlich Auskunft über einen vorliegenden Vitamin-B12-Mangel. Es ist der einfachste Test und wird heute von vielen Forschern als beste Methode empfohlen.

Mangel Wert > 3,6 mmol MMA/mol Kreatinin 2 mg MMA/g Kreatinin
kein Mangel Wert < 3,6 mmol MMA/mol Kreatinin 2 mg MMA/g Kreatinin

Atem-Test Forscher an der University of Florida haben einen Atem-Test entwickelt, welcher den Vitamin-B12-Spiegel über den CO2-Gehalt in der Atemluft bestimmt. Der Test ist derzeit noch in der Erprobung.

Vitamin-B12-Mangel: Therapie

Sowohl bei einer Aufnahmestörung, mangelnder Zufuhr über die Ernährung als auch bei stressbedingtem Mangel, besteht die Therapie eines Vitamin-B12-Mangels in der Verabreichung von Vitamin-B12-Präparaten. Je nach Schwere den Mangels folgt die Therapie etwa folgendem Schema.

Mangelnde Zufuhr (leicht niedrige Werte, keine Symptome) 250 µg /Tag (oral) Kombination der natürlichen Formen
(Methyl, Hydroxo, Adenosyl)
Leichter Mangel (Niedrige Werte, leichte Symptome) 500-1000 µg /Tag (oral) Kombination der natürlichen Formen
(Methyl, Hydroxo, Adenosyl)
Schwerer Mangel (Sehr niedrige Werte, deutliche Symptome Aufbaukur:
Injektion: 4-8 Wochen 1000µg/Woche
Oral: 4-6 Wochen 5000µg/WocheDanach Erhaltungstherapie wie oben.
Hydroxocobalamin

Vitamin-B12-Präparate können verschiedene Formen von Vitamin-B12 als Wirkstoffe enthalten, die jeweils spezifische Vor- und Nachteile aufweisen. Generell ist zu empfehlen, dass synthetische Cyanocobalamin zu meiden und stattdessen die natürlichen Formen Hydroxocobalamin, Adenosylcobalamin und Methylcobalamin zu verwenden.

Vitamin-B12-Mangel – sind Injektionen nötig?

Eine Aufbaukur mit Injektionen oder Infusionen ist bei stark niedrigen Werten oder starken Symptomen gängig, um den Mangel rasch zu beseitigen und die Körperspeicher zu füllen. Die Aufnahme auf diesem Wege ist höher, als bei oralen Präparaten, so dass die B12-Vorräte sich auf diesem Wege schneller erholen.

Bei entsprechend hoher Dosis (1000-5000µg) können mit oralen Präparaten aber in etwa die gleichen Ergebnisse wie mit Injektionen erreicht werden. Orale Präparate sind daher absolut ausreichend und werden heute sogar für Fälle ausgeprägter Blutarmut empfohlen, da die Wirksamkeit bei hohen Dosierungen an die der Injektionen fast heranreichen kann.

Bei der Auswahl des Präparats sollten mehrere Kritierien Beachtung finden:

  1. Der Wirkstoff,
  2. Die Dosierung,
  3. Die Darreichungsform (Tablette, Kapsel, Spray),
  4. Die Zusatzstoffe.

Welcher Wirkstoff bei B12-Mangel?

Vitamin B12 existiert in verschiedenen Formen, die im Körper auf völlig verschiedenen Stoffwechselwegen wirken und darum unterschiedliche Wirkung entfalten.Insbesondere sind die beiden bioaktiven Coenzyme von Vitamin B12 von großer Bedeutung. Dies sind die Formen von Vitamin B12, die im Körper lebenswichtige Funktionen in verschiedenen Reaktionen erfüllen: Methylcobalamin und Adenosylcobalamin.

Beide Coenzym-Formen haben eine völlig unabhängige Wirkung und wirken auch an verschiedenen Orten im Körper: Methylcobalamin wirkt im Methylierungszyklus im Zellplasma, Adenosylcobalamin im Citrat-Zyklus in den Mitochondrien. Der Mensch braucht beide Coenzyme, um gesund zu bleiben.

Natürlicherweise nimmt der Mensch drei verschiedene Cobalamine mit der Nahrung auf: Die Coenzyme Methylcobalamin und Adenosylcobalamin und ihre natürliche Vorstufe Hydroxocobalamin. Hydroxocobalamin ist selbst nicht direkt an körperlichen Stoffwechselprozessen beteiligt, kann aber einerseits in die beiden Coenzyme umgewandelt werden und ist andererseits ein wichtiger Entgifter. Zudem wird diese Form besonders lange im Blut gespeichert.

Theoretisch können zwar alle Formen von Vitamin B12 ineinander umgewandelt werden. Idealerweise orientiert sich die Zusammensetzung von Vitamin-B12-Präparaten jedoch an der natürlichen Zusammensetzung des B12 in Lebensmitteln und liefert eine Mischung aller wichtigen Formen von Vitamin B12.

Ein Test und Vergleich gängiger Vitamin-B12-Präparate findet sich in unserem Vitamin-B12-Präparate-Test.

Vitamin B12 Mangel und die richtige Dosierung

Eine grobe Orientierung zur Dosierung findet sich bereits in oben stehender Tabelle zur Vitamin-B12-Therapie. Hier noch einige Erläuterungen:

Bei unzureichender Aufnahme – zum Beispiel aufgrund einer veganen Ernährung – sollten zunächst größere Dosen (~ 1000 µg) eingenommen werden, um die Körperspeicher wieder aufzufüllen. Danach kann zu einer Deckung des Tagesbedarfs übergegangen werden, wobei auch hier das Vitamin stets überdosiert werden sollte, da nicht alles eingenommene Vitamin-B12 auch aufgenommen wird. Die empfohlene Basisdosis zur Deckung des Vitamin-B12-Bedarfs mit einer einzelnen Dosis liegt bei normalem Bedarf bei 250 µg und bei leicht erhöhtem Bedarf um die 500 µg.

Bei einer Aufnahmestörung ist gleichzeitig zur Einnahme von Vitamin-B12-Präparaten natürlich die Suche nach den Gründen der Aufnahmestörung wichtigster Teil der Therapie. Bis dieser gefunden ist, sollte B12 in recht hohen Dosen eingenommen werden. Bei oraler Einnahme von Vitamin-B12-Tabletten oder -Kapseln liegt dieser etwa bei 500 – 1000 µg/Tag.

Bei erhöhtem Bedarf und im hohen Alter sind ebenfalls 500 – 1000 µg als Tagesdosis zu empfehlen (Vitamin B12 Selbsttest).

Literatur:

Vitamin-C-Hochdosistherapie: Leitfaden für die therapeutische Praxis

Gesund in sieben Tagen: Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie

Vitamin K2 und das Calcium-Paradoxon

Hochdosiert: Die wundersamen Auswirkungen extrem hoher Dosen von Vitamin D3, dem Sonnenscheinhormon – Mein 1 Jahr dauerndes Experiment mit 100000 IE/Tag

Quellen: PublicDomain/vitaminb12.de am 24.05.2019

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3 comments on “Vitamin-B12-Mangel ist weit verbreitet: Ursachen, Symptome und Therapie eines Mangels

  1. Ja ja, die armen Veganer, immer das B12.
    Dass die sogenannten Omni-und Carnivoren zu wenige Vitamine und Mikronährstoffe zu sich nehmen, ob deren einseitigen Ernährung oder auch durch die Monokultur bei pflanzlichen Lebensmitteln,wird doch gern mal geflissentlich verschwiegen. Fakt ist doch, dass jeder Vitamine suplementieren sollte, egal welche Ernährung er bevorzugt. Da ist doch wohl B12-Mangel nur eine von vielen Baustellen.

  2. Selbst eingefleischte Carnivoren können sich nicht sicher sein,
    Vitamin B 12 über tierische Kost aufzunehmen. Das kommt ganz auf das Tierfutter an.
    Als essentieller Vitaminkomplex handelt es sich nicht um einen körpereigenen Wirkstoff, soweit ich es noch weiß.
    Er wird von Kleinstlebewesen (Insekten, Maden, Larven…) gebildet und wird unter Umständen von Pflanzenfressern mit aufgenommen.
    Die Liste von Mangelerscheinungen durch fehlendes Vitamin B12 läßt sich auch auf andere, nicht zur Genüge aufgenommener Nährstoffe übertragen.
    Deshalb empfinde ich den besprochenen Vitamin B 12 Mangel als Alleinursache nicht ganz so aussagekräftig.

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