Was ist los? Erstmals seit 30 Jahren wieder ein bundesweiter Warntag

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Unter der Überschrift „Warntag 2020“ wird am 10. September um 11.00 Uhr erstmals seit der Wiedervereinigung wieder ein Probealarm auf Bundesebene stattfinden und künftig an jedem zweiten Donnerstag im September.

An dem gemeinsamen Aktionstag von Bund und Ländern werden in Deutschland sämtliche Warnmittel, also Sirene, Radio, Fernseher und soziale Medien, erstmals gemeinsam erprobt. Ziel dieser Aktion ist es, die Bevölkerung auf die Warnung von Notlagen zu sensibilisieren. Von Frank Schwede

In Zeiten des Kalten Kriegs war der Probealarm zweimal im Jahr gängige Praxis. Dieser fand jeweils an einem Mittwoch im März und an einem weiteren im September statt. Wenn pünktlich um 10:00 Uhr ein einminütiger Sirenenheulton erklang, wusste man, es ist heute wieder mal soweit.

Ein Heulton von einer Minute heißt, dass eine schwerwiegende Gefahr droht und man auf Rundfunkdurchsagen zu achten hat, danach folgte der Luft- oder ABC-Alarm und zum Abschluss noch mal eine Minute Dauerton.

Organisiert wurde das Ganze vom Zivil- und Katastrophenschutz, der fünf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland eingerichtet wurde  – in Verbindung dazu Warnämtern und eine flächendeckende Installation von Sirenen.

Seit der Wiedervereinigung im Jahre 1989 hat sich vieles verändert. Das Sirenennetz, das einmal bundesweit rund 80.000 Sirenen umfasst hat, wurde aus Kostengründen durch den Wegfall der Warnämter des Zivilschutzwarndienstes auf rund 40.000 Sirenen reduziert.

Teilweise übernahmen die Städte und Kommunen die Sirenen vom Bund und müssen seither selbst für die Kosten des Unterhalts aufkommen. Heute dienen sie meistens nur noch der Alarmierung der Feuerwehr. Das heißt, dass es kein flächendeckendes System zur Alarmierung der Bevölkerung im Katastrophenfall mehr gibt.

Aktuell sucht das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nach Alternativen. Ganz anders sieht das im Nachbarland Österreich aus. Hier verfügen sämtliche Gemeinden und Großstädte bis heute über ein flächendeckendes und gut funktionierendes Sirenennetz.

Die Alarmierung per Sirene ist schneller und effizienter als über Rundfunk, Fernsehen oder Warn-App auf dem Smartphone. Und noch ein wichtiger Aspekt kommt hinzu: bei Stromausfall sind Rundfunk und Fernsehen faktisch nutzlos, da bis heute nur sehr wenige Haushalte mit netzunabhängigen Empfangsgeräten ausgerüstet sind (Krisenvorsorge: Prepper – Sie haben recht behalten!).

 

Nach der Wiedervereinigung wurde das Sirenennetz reduziert

In ganz Deutschland gibt es aktuell noch rund 15.000 Sirenen, über die es möglich ist, ein Heulton von einer Minute zu senden. Bisher wurde ein Funktionstest der Sirenen von den Städten und Kommunen unterschiedlich gehandhabt.

Inzwischen aber installieren zahlreiche Kommunen wieder ein Sirenensystem, um ihre Bürger im Ernstfall schnell zu erreichen. Nach Meinung vieler Experten ist der laute und fast überall hörbare Ton einer Sirene immer noch das effektivste und vor allem das schnellste Mittel, das auf eine unmittelbare Gefahr aufmerksam macht.

Bundeseinheitliche Sirenensignale gibt es seit dem Rückbau des alten Zivilschutznetzes allerdings nicht mehr, denn die Katastrophenschutzbehörden der einzelnen Bundesländer entscheiden selbst darüber.

Im Katastrophenfall gilt seit 1975 ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton, der vormals als Luftalarm verwendet wurde. Das Signal bedeutet, unverzüglich Rundfunkgeräte einschalten und auf Durchsagen achten.

Hier erhält die Bevölkerung bei einer akuten Notlage genaue Informationen über die richtige Verhaltenshinweise. Da aber das Signal bisher nicht bundeseinheitlich gilt, hat es teilweise eine örtlich unterschiedliche Bedeutung, wie etwa geschlossene Räume aufsuchen oder Fenster und Türen geschlossen halten. Als zweites Sirenensignal ist ein Dauerton von einer Minute zu hören, der auf das Ende der Gefahrenlage hinweist.

Mittlerweile gibt es eine Menge hochtechnologische Alternativen, doch die Praxis hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass es hier noch Schwachstellen auszumerzen gilt – etwa beim Massen-Kurznachrichtendienst.

Zwar ist die Mobilfunktechnik in den meisten Ländern auf eine flächendeckende Alarmierung ausgelegt, jedoch haben Tests in Deutschland gezeigt, dass es oft bis zu 24 Stunden dauern kann, bis 50.000 Einwohner einer Stadt per SMS gewarnt sind.

Die größte Reichweite ist, abgesehen von der klassischen Sirene, noch immer über das Festnetz zu erzielen, weil es üblicherweise über eine Weckruf-Funktion verfügt und weil es dazu in der Lage ist, mehrere tausend Gespräche gleichzeitig zu stemmen.

Allerdings ist hierzu die Installation sogenannter Alarmrechner in den Vermittlungsstellen notwendig. Auf ganz Deutschland bezogen hätte dies Kosten von rund 200 Millionen Euro zur Folge, was sich heute kaum noch rechnen würde, da die Zahl der Festnetzanschlüsse seit Jahren schon rückläufig ist.

Die einzige wirkliche Alternative zur klassischen Sirene ist die die Warn-App NINA vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, die seit 2015 auf dem Markt ist.

Zusätzlich wird vom Frauenhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme seit 2012 die Smartphone-App  KATWARN angeboten, die ihre Informationen unter anderem ebenfalls vom Deutschen Wetterdienst und auch von den Katastrophenschutzstäben der angeschlossenen Städte, Landkreise und Stadtstaaten bezieht (Sind Prepper die modernen Hippies? Zivilisation adé – immer mehr Menschen suchen ihr Glück auf dem Land!).

 

Sirene und Warn App warnen am schnellsten

Zu beachten ist aber, dass es bisher keine bundesweit einheitliche Warn-App gibt. Während einige Städte, Landkreise und Bundesländer NINA unterstützen, favorisieren andere KATWARN. Dass heißt, wer viel unterwegs ist, ist gezwungen, beide Apps auf seinem Smartphone zu installieren.

Der Warntag hat zum Ziel, der Bevölkerung zu zeigen, dass auch ohne Krieg eine Menge Gefahren lauern, die eine schnelle und flächendeckende Alarmierung notwendig machen – etwa Extremwetterlagen wie Sturm, Schnee oder Hochwasser oder giftige Substanzen in der Atemluft bei einem Unfall in chemischen Betrieben, um nur zwei typische Beispiele zu nennen.

Vorrangiges Ziel aber ist, die Funktion und den Ablauf einer Warnung verständlich zu machen und auf die verfügbaren oben genannten Warnmittel hinzuweisen, die möglicherweise viele überhaupt noch nicht kennen, weil die junge Bevölkerung, anders als noch die Kriegs- und Nachkriegsgeneration, nie mit wirklichen ernsten Gefahrenlage konfrontiert wurde.

Und so wird der Warntag ablaufen: Um 11:00 Uhr wird eine Probewarnung an alle Warnmultiplikatoren wie Rundfunksender und App-Server geschickt, die am Modularen Warnsystem MoWaS des Bundes angeschlossen sind.

Die Warnmultiplikatoren versenden die Probewarnung in ihren Systemen beziehungsweise Programmen an Endgeräte wie Radios und Warn-Apps, auf denen jeder Bürger die Warnung lesen, hören und wahrnehmen kann.

Parallel dazu werden auf Ebene der jeweiligen Bundesländer in den einzelnen Landkreisen und Kommunen verfügbare kommunale Warnmittel wie Sirenen ausgelöst (Die Superreichen sind Prepper, fliehen jetzt zu ihren gesicherten Luxuseinrichtungen und Bunkern (Videos)).

Zuständig für den Warntag sind auf Bundesebene das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, auf Länderebene die jeweiligen Innenministerien und auf Ebene der Kommunen die für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden.

Auf was soll das Warnsystem und die Bevölkerung vorbereitet werden? Ein 3. Weltkrieg? Eine False-Flag-Alien-Invasion vom Tiefen Staat? Ein Asteroiden-Regen Ende September bzw. Anfang Oktober? Generell gilt, dass jeder Haushalt ein gewisses Maß an Wasser- und Nahrungsmittelvorräten im Krisenfall als Reserve haben sollte.

Literatur:

Selbstverteidigung im Straßenkampf: Hocheffektive Techniken für Mann und Frau, um den Angriff eines Straßenschlägers erfolgreich abzuwehren

Bushcraft: Survivalwissen Wildpflanzen Europas

Handbuch für das Überleben in Krisenzeiten

Überleben in Krisen- und Katastrophenfällen: Ein Handbuch für jedermann. Das Survival-Wissen der Spezialeinheiten

Quellen: PublicDomain/Frank Schwede für PRAVDA TV am 03.09.2020

About aikos2309

5 comments on “Was ist los? Erstmals seit 30 Jahren wieder ein bundesweiter Warntag

  1. Wiedervereinigung
    Was kqwatzt ihr hier ständig von Wiedervereinigung
    es gab bis heute keine Wiedervereinigung Deutschlands
    Es wurden nur Westdeutschland und Mitteldeutschland zusamengelägt.
    Als die Trizone und die Teil-SBZ Mitteldeutschland,wo bitte ist da eine Wiedervereinigung
    von Deutschland.?

    1. Wohl Wahr wana !
      Es gibt keine richtige Wiedervereinigung, denn wenn es eine wäre, dann würde es auch kein alliiertes BRD-Konstrukt geben.
      Die BRD hat damals die ehemalige DDR einfach politisch annektiert !
      Also ist die BRD immer noch unter der Knute der Alliierten und somit kein bißchen souverän.
      Denn es gelten hier die Shaef-Gesetze und die Haagerlandkriegsordnung (HLKO) was beweist das wir in einem Waffenstillstand leben und somit für uns die Menschenrechte nicht gelten der UNO nach !
      Auf Deutsch:
      Wir sind weniger Wert als Vieh bei der UNO !!!

      1. Nachtrag:
        Hätten damals die mutigen DDR-Bürger das gewußt, dann hätten die sich nicht der BRD freiwilig angeschlossen !
        Ich habe damals manchen Leute mitgeteilt das hier nicht das gelobte Paradies ist und unsere Politdarsteller und die Leidmedien auch nur Lug und Trug verbreiten.
        Kohl und Genscher haben diese Leute und auch uns Wessis verraten und verkauft, denn beide haben von Gorbatschow ein Friedensangebot abgelehnt der auch die ehemaligen Ländereien beinhaltet hat !!!
        Aber solche Angebote haben die vorigen Kanzler und auch die folgenden Kanzler auch abgelehnt.

    2. De facto hat die ehemalige (?) DDR die ehemalige BRD geschluckt – nicht umgekehrt.

      War meines Erachtens alles geplant inklusive dieser vermeintlich friedlichen Revolution.

      Wir brauchen ja nur zu schauen, WER heute die Regierung von Gesamtdeutschland bildet.

  2. Naja, ehrlich gesagt sind Sirenen eventuell nur für Brände tauglich, aber im Kriegsfall haben die keinen Sinn mehr.
    Die Vorwarnzeit der Sirenen sind zukurz bei Überschallflugzeugen und Raketen heutzutage !
    Wenn die losfliegen dann ist beim letzten Ton der Sirene schon alles zerbombt.

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