Krise, welche Krise? Russische Devisenreserven erreichen neuen Rekord

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Die russischen Gold- und Devisenreserven haben einen neuen Rekord gebrochen. Während der Westen immer neue Rekorde bei der Verschuldung macht, hat Russland einen Haushaltsüberschuss und so hohe Reserven wie nie zuvor. Von Thomas Röper

Der bisherige Rekord bei den Reserven der russischen Zentralbank lag bei 589,8 Milliarden US-Dollar, darüber habe ich im Oktober 2020 berichtet. Nun hat die russische Zentralbank einen neuen Rekord gemeldet, die Reserven liegen jetzt bei 618,181 Milliarden US-Dollar, wie das russische Fernsehen gemeldet hat.

Während der Westen Schulden in Billionenhöhe macht, um mit den selbstverschuldeten Folgen der Lockdown-Maßnahmen fertig zu werden, wachsen in Russland nicht nur die Reserven, sondern auch etwas, was man im Westen gar nicht kennt, nämlich die Haushaltsüberschüsse. Im ersten Halbjahr 2021 hat Russland einen Haushaltsüberschuss in Höhe von zehn Milliarden Euro erwirtschaftet.

Russlands Devisenreserven sind übrigens größer, als die Devisenreserven von Deutschland, Frankreich und Italien zusammen.

Der Westen tut wirtschaftlich de facto genau das, was – der herrschenden Meinung zufolge – die DDR und die Länder des damaligen Ostblocks getan haben und was schließlich zu ihrem Zusammenbruch geführt hat:

Sie leben auf Pump und ein Ende ist nicht absehbar. Den gigantischen und immer schneller wachsenden Staatsschulden der westlichen Staaten stehen nur vergleichbar geringe Reserven gegenüber.

Irgendwann wird also das böse Erwachen im Westen kommen, denn die Schulden sind nicht mehr rückzahlbar. Entweder wird es im Westen früher oder später eine hohe Inflation geben, um die Schulden abzuwerten, oder es wird irgendwann eine Geldreform, vielleicht sogar ein neues Finanzsystem, geben, bei dem die Schulden verschwinden. Eines von beidem wird irgendwann kommen, die Frage ist nur was und wann es passiert.

In den Geschichtsbüchern kann man lesen, wie frühere Geldreformen ausgesehen haben: Das alte Geld wurde über Nacht entwertet und jeder bekam eine kleine Summe des neuen Geldes für den Neustart in die Hand gedrückt. Gewinner sind dabei nicht die Sparer, die verlieren alles, sondern die reichen Leute, die ihr Geld in Gold, Immobilien und Firmen angelegt haben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein ähnliches Szenario auf uns zukommt.

Wenn man in diesem Zusammenhang selbsternannte westliche Experten hört, die ständig behaupten, Russland stehe das Wasser bis Oberkante Unterlippe und es fehle nicht mehr viel bis zum Zusammenbruch der russischen Wirtschaft oder einem Staatsbankrott, dann frage ich mich, was solche Berichte sollen.(„Russische“ Opposition: Wie Russland sich gegen ausländische Wahleinmischungen wehrt)

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Wozu lügt man die Leser so dreist an? Oder glauben die selbsternannten Russlandexperten, die meist weder Russisch verstehen, noch irgendwann mal in Russland gewesen sind, tatsächlich das, was sie schreiben?

Ich habe vor einem Jahr mal ein solches „journalistisches Meisterwerk“ auseinandergenommen, das damals im Focus veröffentlicht worden ist, den Artikel finden Sie hier.

Anmerkung in eigener Sache: Da mir immer vorgeworfen wird, ich würde in Sachen Russland alles schönreden, will ich es hier nochmal ausdrücklich anmerken: Natürlich wurde auch Russland von den wirtschaftlichen Folgen von Corona getroffen und viele mussten den Gürtel enger schnallen.

Aber offensichtlich hat die russische Regierung insgesamt bessere Entscheidungen getroffen, als die westlichen Regierungen, denn die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Russland kommt mit der Krise weitaus besser zurecht, als die Staaten des Westens.

Und das trotz aller Sanktionen und anderer Maßnahmen, mit denen der Westen versucht, Russland wirtschaftlich zu erdrosseln.

Ticktes für lau: Wie der russische Staat Jugendlichen Kultur näher bringen will

Der russische Staat hat ein Programm aufgelegt, das jedem Jugendlichen eine Summe für Kulturveranstaltungen, also Museen, Konzerte, Theater, Filmvorführungen und so weiter, zur Verfügung stellt.

Kultur ist ein streitbares Thema. Während in Deutschland die klassische Kultur immer mehr in den Hintergrund rückt und im Westen Dinge als Kultur angesehen werden, über die man trefflich streiten kann, setzt Russland auf die klassische Kultur, die auch im Schulunterricht noch viel Raum einnimmt. Ich bin in Gesprächen mit jungen Russen immer wieder erstaunt, wie viel sie über Malerei, klassische Literatur und Musik wissen.

Der russische Staat will dieses Wissen um die eigene Kultur und Geschichte fördern, da die russische Regierung der Meinung ist, dass das Wissen um die Wurzeln des eigenen Landes wichtig ist. Dazu wurde nun ein Programm aufgelegt, bei dem jeder Jugendliche in Russland eine bestimmte Summe erhält, die er für derartige Veranstaltungen ausgegeben kann, ohne die Eltern darum bitten oder sein Taschengeld einsetzen zu müssen.

Darüber hat das russische Fernsehen am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ am Sonntag berichtet und ich habe den Bericht aus der Sendung übersetzt, weil viele Leser mir schreiben, dass sie sich für solche Berichte aus Russland interessieren.

Beginn der Übersetzung:

In dieser Woche erhielten Russen, die ihre Rente mit einer Bankkarte beziehen, eine Pauschalzahlung von 10.000 Rubel (ca. 115 Euro). Insgesamt werden mehr als 42 Millionen Rentner im September dieses Geld erhalten.

Russische aktive Militärangehörige, Strafverfolgungsbeamte und Kadetten von Militärschulen erhalten demnächst eine Zahlung von 15.000 Rubel (ca. 240 Euro). Die entsprechenden Dekrete wurden am Dienstag vom russischen Präsidenten Wladimir Putin unterzeichnet.

Am 1. September wurde das Programm „Puschkin-Karte“ zur Förderung der Kultur bei Jugendlichen gestartet. Jeder Einwohner des Landes im Alter von 14 bis 22 Jahren kann die Karte auf der Website des öffentlichen Dienstes ausfüllen und 3.000 Rubel (ca. 33 Euro) für den Kauf von Eintrittskarten in Museen und Theatern erhalten. Im nächsten Jahr wird der Betrag 5.000 Rubel (ca. 55 Euro) betragen.

Das Projekt hat sich schon als sehr populär erwiesen. Bereits in den ersten drei Tagen nach dem Start des Programms haben mehr als eine Million Menschen die Karte beantragt. (Anm. d. Übers.: Der öffentliche Dienst ist in Russland weitgehend digitalisiert, weshalb man in Russland nur noch selten zum Amt muss, sondern sehr viel über sein persönliches Log-in online erledigen kann. So ist es auch mit dieser Karte)

Der berühmte Theatersaal, die pistazienfarbenen Wände, das Jugendstildekor und die einzigartige Atmosphäre. Und die beliebten und berühmten Philip Yankovsky, Alexei Kravchenko und Irina Pegova. Die Eintrittskarten für das Moskauer Tschechow-Kunsttheater sind schnell verkauft, wobei „Ein Monat auf dem Lande“, „In den Schützengräben von Stalingrad“ und „Die Flucht“ ganz oben auf der Liste stehen.

Die stellvertretende künstlerische Leiterin Marina Andreykina sagt, dass Karten sich für die Klassiker gut verkaufen, und zwar nicht nur das Schulprogramm. Die erste Inhaberin der Puschkin-Karte war Nastja aus Omsk, sie hat eine Eintrittskarte für das Moskauer Satiretheater gekauft.

„Wir haben auch den durchschnittlichen Ticketpreis analysiert, er beträgt 1500 Rubel (ca. 17 Euro). Bisher haben wir gesehen, dass die Leute versuchen, Tickets zu kaufen, die in unserem Land als teuer gelten. Ab 500 Rubel (ca. 4,5 Euro) gilt ein Ticket als teuer. Mit anderen Worten, die Kinder müssen ihre Eltern nicht um Geld bitten, brauchen auf nichts zu verzichten, sondern können einfach die App nutzen“, sagte Kulturministerin Olga Ljubimowa.

(Anm. d. Übers.: Theater und andere Kulturveranstaltungen werden in Russland sehr stark vom Staat subventioniert, weshalb die Preise aus deutscher Sicht geradezu lächerlich sind. Das gilt jedoch nur für Menschen, die in Russland leben, also dort steuerpflichtig sind. Für Touristen aus dem Ausland sind die Preise höher)

Das noch nie dagewesene Projekt hat enormes Interesse geweckt, aber noch nicht jeder weiß davon. Es wurde in nur zwei Monaten konzipiert und organisiert.

„Das hat sich unser Präsident ausgedacht und Sie wissen, wie oft der Präsident öffentlich gesagt hat, wie wichtig die Kultur für Formung der Persönlichkeit eines Menschen ist. Und das zu bestreiten, ist sehr schwierig“, sagte Tatjana Golikowa, stellvertretende Ministerpräsidentin der Russischen Föderation.

Jeder Junge und jedes Mädchen im Alter von 14 bis einschließlich 22 Jahren kann Karteninhaber werden. Die Karte ist mit 3.000 Rubel ausgestattet, die bis zum 31. Dezember dieses Jahres ausgegeben werden können. Die Liste der Veranstaltungen und Programme, für die man das Geld einsetzen kann, ist auf dem Portal culture.ru zu finden.

(Anm. d. Übers.: Die Liste der Angebote ist wirklich umfangreich. Man kann dort zwischen 1.826 Filmen, 1.118 Theateraufführungen, 1.255 Konzerten, 1.755 Kursen, 4.204 Museen, 722 Büchern und noch einigem mehr wählen, die alle von dem Programm abgedeckt sind)

Auch private Einrichtungen nehmen an dem Projekt teil. Das Museum „In der Stille“ ist eines davon. Hier geht es um Menschen mit einer Hörbehinderung oder Gehörlosigkeit, um ihre Probleme und ihre Inklusion.

Das Museum hat spezielle Programme für den so genannten unvorbereiteten Besucher vorbereitet. Das Staatliche Historische Museum und das Museum des Krieges von 1812 bieten einen Kurs für Inhaber der Puschkin-Karte an – das sind 69 Unterrichtseinheiten im Jahr. Daniil Anikin, der am Staatlichen Historischen Museum Kurse für Studienanfänger leitet, ist sich sicher, dass der Übergang von der Theorie zur Praxis und umgekehrt für Sozialkunde als eines der wichtigsten Fächer im Lehrplan der Schule wichtig ist.

Das Nördliche Schifffahrtsmuseum in Archangelsk bietet den Inhabern der Puschkin Karten ein interessantes Multimediaspiel, das nach dem Prinzip von Computerspielen entwickelt wurde. Die Schülerin Dascha Vydrina wurde Kommandantin eines virtuellen Konvois, der 1941 von Schottland zum Hafen von Archangelsk fuhr. Dieses Spiel ist der legendären Geschichte der Nordsee-Konvois gewidmet, die während des Zweiten Weltkriegs die Lend-Lease-Ladungen an die UdSSR lieferten.

Und nachdem sie das Thema spielerisch kennengelernt hat, erfährt sie das wahre Schicksal des Konvois, den sie kommandiert hat. Das Arsenjew-Museum für die Geschichte des Fernen Ostens bietet jungen Menschen Eintrittskarten für Filmabende. Dort spricht vor jedem Film ein Lektor.

Im Jahr 2022 werden bereits 5.000 Rubel auf der Puschkin-Karte sein.

Ende der Übersetzung

Am 28. April 2020 erschien „Der Hollywood-Code: Kult, Satanismus und Symbolik – Wie Filme und Stars die Menschheit manipulieren“ (auch bei Amazon verfügbar), mit einem spannenden Kapitel: „Die Rache der 12 Monkeys, Contagion und das Coronavirus, oder wie aus Fiktion Realität wird“.

Am 15. Dezember 2020 erschien „Der Musik-Code: Frequenzen, Agenden und Geheimdienste: Zwischen Bewusstsein und Sex, Drugs & Mind Control“ (auch bei Amazon verfügbar), mit einem spannenden Kapitel: „Popstars als Elite-Marionetten im Dienste der Neuen Corona-Weltordnung“.

Am 10. Mai 2021 erschien „DUMBs: Geheime Bunker, unterirdische Städte und Experimente: Was die Eliten verheimlichen“ (auch bei Amazon verfügbar), mit einem spannenden Kapitel Adrenochrom und befreite Kinder aus den DUMBs“.

Ein handsigniertes Buch erhalten Sie für Euro 30,- (alle drei Bücher für Euro 90,-) inkl. Versand bei Zusendung einer Bestellung an: info@pravda-tv.com.

Literatur:

Codex Humanus – Das Buch der Menschlichkeit

Weltverschwörung: Wer sind die wahren Herrscher der Erde?

Whistleblower

Quellen: PublicDomain/anti-spiegel.ru am 08.09.2021

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About aikos2309

3 comments on “Krise, welche Krise? Russische Devisenreserven erreichen neuen Rekord

  1. ist das eine neue form sich in die privatsphäre einer familie ein zu mischen?
    wer hat wohl diesen überschuß auf kosten wessen erwirtschaftet?
    so verlieren nun auch die kleinsten ihre privatsphäre und laufen digitalisiert rum.
    die ki läßt grüßen.

    im übrigen, wenn ich das richtig deute, ist der rubel was ????

    Genormt sind die Angaben, die ein Wertpapier- Geldsurrogat aufweisen muß, damit es als solches anerkannt wird. Die Grundlage bildet hierbei das Abkommen über die Vereinheitlichung des Wechselrechts vom 7. Juni 1930 zu Genf. Heut zu tage ist Geld allenfalls Tauschmittel ohne Wert, da keine Haftung für diese Papiere hinterlegt ist.
    Nur Geld, welches einen intrinsischen Wert aufweist, ist Geld. Alles andere sind Geldersatzmittel, Geldsurrogate.
    Der gezogene Wechsel enthält:
    1.die Bezeichnung als Wechsel im Texte der Urkunde, und zwar in der Sprache, in der sie ausgestellt ist;
    2.die unbedingte Anweisung, eine bestimmte Geldsumme zu zahlen;
    3.den Namen dessen, der zahlen soll (Bezogener);
    4.die Angabe der Verfallzeit;
    5.die Angabe des Zahlungsortes;
    6.den Namen dessen, an den oder an dessen Order gezahlt werden soll;
    7.die Angabe des Tages und des Ortes der Ausstellung,
    8.die Unterschrift des Ausstellers.

    schau sich mal wer die alten geldscheine an und vergleich sie mit aktuellen.

    1. Ungeniessbar ist die Zensur von Google und Facebook. Alle wollen kostenfreie Inhalte, aber Werbung nicht akzeptieren aber zum Glück gibt es Menschen
      die uns Helfen und spenden. Was für ein Genuß…

      Wir sagen Danke.

      Gruß
      PRAVDA TV

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