Frost-Schäden nach Blackout: Strom wieder da – Heizungen bleiben trotzdem aus

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Nach dem Blackout sind alle Haushalte in Berlin wieder ans Stromnetz angeschlossen, doch in Zehlendorf bleiben in ganzen Straßenzügen die Heizungen immer noch außer Betrieb: Der tagelange Frost hat viele Heizungen soweit beschädigt, dass sie nicht in Betrieb genommen werden können.

Ohne Strom standen Pumpen und Regelungen still und viele Gebäude kühlten komplett aus. Zahlreiche Wärmepumpen froren ein, in mehreren Häusern platzten Leitungen und es kam zu Rohrbrüchen.

Dazu zerstörten Spannungsspitzen beim Wiederhochfahren die Elektronik, auch bei Gas- und Ölheizungen. Heizungstechniker arbeiten seither im Ausnahmebetrieb, weil viele Defekte zeitgleich auftreten müssen sie die Fälle priorisieren und teilen sie wie bei einer Triage im Krankenhaus entsprechend ein (berliner-zeitung: 09.01.26).

Frost im Blackout-Gebiet: Telefonlawine und Einsätze nach Dringlichkeit

Im Umfeld des S-Bahnhofs Schlachtensee zählt nicht der normale Terminplan, sondern die akute Lage vor Ort. Diplom-Ingenieur Alexander Dobriloff (51), Chef von RO-DO Wärmedienst, beschreibt den Andrang so: „Das Telefon klingelt bei uns ohne Unterlass“. Viele Anrufer melden Totalausfälle.

Dobriloff organisiert die Einsätze nach einem klaren Raster, denn dir Kapazitäten vor Ort sind begrenzt. „Wir kanalisieren, ähnlich wie im Krankenhaus“, sagt er und sein Betrieb verschiebt Termine, die nicht sofort nötig sind.

Statt etwa 25 schafft das Team laut Dobriloff rund 45 Hausbesuche pro Tag, deshalb prüft zunächst häufig ein Installateur, welche Adresse zuerst angefahren wird. (Neue Drohung gegen Berlins Stromnetz: Linksterroristen kündigen Anschlag in Berlin-Marzahn an)

Wärmepumpe und Frost: Einfrieren, Leitungsrisse und teure Totalschäden

Am häufigsten sieht Dobriloff Schäden an Anlagen, die ohne Strom in der Kälte standen, weil Stillstand und Minusgrade wasserführende Teile gefährden. „Ganz akut sind eingefrorene Wärmepumpen“, sagt er und er nennt die Folgen: „Die Sondersituation Kälte und kein Strom führte bei einigen Geräten zum Totalschaden.

Leitungen sind geplatzt, Armaturen defekt.“ In solchen Fällen endet die Reparatur oft beim Austausch, denn die Anlagen sind wirtschaftlich nicht mehr zu retten. Für eine neue Wärmepumpe nennt Dobriloff 10.000 bis 15.000 Euro, zudem kommen Arbeiten an Leitungen und Armaturen hinzu.

Auch die Fernhilfe nimmt zu, denn nach dem Stromausfall müssen Zeit- und Temperatureinstellungen häufig neu programmiert werden. Dobriloff spricht von rund 50 Anrufern pro Tag und er sagt: „Teilweise können wir ihnen am Telefon Hilfe zur Selbsthilfe geben.“

Manchmal genügt eine korrekte Programmierung, doch bei gehäuften Rohrbruch-Meldungen hilft nur der Einsatz vor Ort. Wer eine Wärmepumpe betreibt, spürt die Folgen besonders schnell, weil Frostschäden oft mehrere Komponenten betreffen. Der Frost bleibt dabei der zentrale Auslöser, weil gefrorenes Wasser Leitungen von innen belastet.

Spannungsspitzen nach dem Wiederhochfahren: Gas- und Ölheizungen außer Betrieb

Neben Kälteschäden trifft es auch Gas- und Ölheizungen, denn die Rückkehr des Stroms kann technisch ruppig verlaufen. Dobriloff berichtet, dass Spannungsspitzen beim Wiedereinschalten zahlreiche eingeschaltete Geräte außer Betrieb setzten. „Elektronik und Steuerung der Sicherheitseinrichtungen sind kaputt“, sagt er.

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Schon eine kurze Überspannung kann Platinen und Schutzfunktionen beschädigen, während der Nutzer nur merkt, dass die Heizung nicht startet. Für die Betriebe bedeutet das zusätzliche Diagnosezeit, weil Fehlerbilder ähnlich wirken.

Auch Woermann & Söhne in Zehlendorf-Mitte registriert seit dem Ereignis viele Ausfälle, während vier Teams täglich etwa zwanzig Aufträge abarbeiten. Christiane Woermann (71) sagt: „Die meisten Anrufer berichten, dass ihre Heizung nicht mehr anspringt“. Mehrere Rohrbruch-Fälle binden besonders viele Ressourcen, denn Wasser kann Dämmung, Ventile und Bauteile in kurzer Zeit schädigen.

Ein Leitungsriss tritt dabei oft als Folgeschaden auf, weil gefrorenes Wasser Rohre aufsprengt. Die Spannungsspitzen bleiben zugleich ein zweiter Schadenspfad, weil sie Elektronik erst nach der Rückkehr des Stroms ausfallen lassen.

Heizungstechniker warnen vor Eigenreparaturen: Priorität für Blackout-Fälle

Die Sanitär-Innung SHK setzt klare Leitplanken, denn Eigenversuche an Heizungen bergen Risiken. Geschäftsführer Andreas Koch-Martin sagt:

„Kunden, die vom Stromausfall betroffen sind, behandeln wir prioritär!“ Er warnt Eigentümer zugleich, weil Sicherheitseinrichtungen sensibel reagieren. Wenn der Entstörungs-Schalter nicht funktioniert oder etwas ungewöhnlich wirkt, solle man „nicht selbst daran herumwerkeln!“

Für Betroffene zählt jetzt eine saubere Prüfung, denn jede Anlage zeigt ein anderes Fehlerbild. Ein Heizungstechniker erkennt, ob nur Einstellungen fehlen oder ob Spannungsspitzen Bauteile beschädigt haben.

Er prüft außerdem, ob nach Frost weiterer Rohrbruch droht, damit aus Kälte nicht zusätzlich ein Wasserschaden wird.

Vulkangruppe kündigt weiteren Angriff auf Berlins Stromnetz an

Die linksradikale Vulkangruppe kündigte online einen weiteren Angriff auf das Berliner Stromnetz an. Der Hinweis kursierte auf der Internetplattform Indymedia kurz nach dem Blackout in Berlin. Der Text verschwand später wieder, doch die Behörden behandelten ihn als konkreten Prüfauftrag. Der Generalbundesanwalt ermittelt, weil es um mögliche extremistische Strukturen geht (ntv: 08.01.26).

Wenige Tage nach dem Blackoutin Berlin löste die Ankündigung einen Einsatz in Marzahn-Hellersdorf aus. Die Polizei arbeitete dabei mit Stromnetz Berlin zusammen. Ein Sprecher sagte, die Kräfte hätten „alle wichtigen, infrage kommenden Bereiche vorsichtshalber“ überprüft. „Dabei ist nichts festgestellt worden.“ Die Polizei setzte laut Sprecher eine niedrige zweistellige Zahl an Einsatzkräften ein, und die Innenverwaltung bestätigte den Ablauf.

Der Indymedia-Text zielte auf Leitungen in den östlichen Bezirken und genau das erhöht die Relevanz für die Einsatzplanung. Ermittler prüfen nun die Authentizität, weil sie zwischen Propaganda und realer Vorbereitung unterscheiden müssen. Außerdem suchen sie nach technischen Spuren, damit sich der Urheberkreis eingrenzen lässt. Das Netzportal Indymedia spielt dabei als Verbreitungskanal eine zentrale Rolle, jedoch zählen am Ende belastbare Anhaltspunkte.

Indymedia als Bühne, aber Ermittler suchen Belege statt Schlagworte

Die Innenverwaltung betonte auch diesmal: „Es gab keine Feststellungen“. Damit blieb der Einsatz ohne konkrete Funde. Trotzdem endet die Arbeit nicht, weil sich digitale Drohungen oft erst im Rückblick einordnen lassen.

Ermittler gleichen deshalb Formulierungen, Zeitmuster und Veröffentlichungswege ab und sie prüfen mögliche Überschneidungen zu früheren Texten. Für das Stromnetz zählen solche Analysen, weil Angriffe auf Knotenpunkte die Energieversorgung großer Gebiete treffen können.

Gleichzeitig rückt der Generalbundesanwalt stärker in den Vordergrund, weil bundesweite Zuständigkeiten schnellere Zusammenführung von Informationen erlauben. Die Bundesankläger prüfen, ob die Indymedia-Ankündigung in eine Serie passt und ob Unterstützerstrukturen existieren.

Dabei schauen die Ermittler auch auf Risiken für weitere Blackout-Lagen, denn schon die jüngste Störung zeigte die Reichweite. Das Energienetz braucht deshalb Schutzkonzepte, die technische und polizeiliche Maßnahmen verbinden.

Blackout nach Brandanschlag – Zahlen, Folgen, politischer Druck auf Sicherheit

Der aktuelle Alarm gewinnt Gewicht, weil ein Brandanschlag im Südwesten Berlins zuvor einen massiven Blackout auslöste. Am 03. Januar waren zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom und der Netzbetreiber schaltete erst Tage später schrittweise wieder zu.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sprach später von 100.000 betroffenen Menschen und die Stadt rief am 04. Januar eine Großschadenslage aus. Dieser Stromausfall bleibt der Bezugspunkt, weil er zeigt, wie schnell das Stromnetz kippen kann.

Nach diesem Feueranschlag tauchte ein Schreiben auf, das Ermittler als authentisch einstuften, und darin reklamierte die Vulkangruppe die Tat für sich. Genau deshalb prüfen die Behörden nun, ob der neue Indymedia-Text aus demselben Umfeld stammt.

Wenn die Vulkangruppe erneut plant, dann droht eine Wiederholung des Blackout-Szenarios, nur diesmal womöglich in anderen Bezirken. Zudem richten Ermittler ihren Blick auf Hochspannungsbereiche und Betriebsabläufe, weil Sabotageakte meist gezielt an Schwachstellen ansetzen.

Stromnetz unter Beobachtung: Was die Ermittler jetzt priorisieren

Für die Bewertung zählen drei Punkte und diese bestimmen die nächsten Schritte. Erstens: Ist der Indymedia-Text technisch einer Quelle zuzuordnen, oder streut jemand bewusst falsche Signale.

Zweitens: Gibt es Hinweise auf Vorbereitung, etwa Ausspähung oder Materialbeschaffung, die zu einem Brandanschlag passen. Drittens: Welche Schutzlücken zeigen die Blackout-Erfahrungen und wie lässt sich das Stromnetz schneller stabilisieren.

Die Behörden setzen dabei auf engere Abstimmung, und der Generalbundesanwalt bündelt Erkenntnisse aus Bund und Land. Parallel analysiert der Netzbetreiber die betroffenen Systeme, damit das Energienetz resilienter wird.

Der Blackout bleibt damit nicht nur ein Rückblick, sondern ein operativer Maßstab für die Gefahrenlage. Die Vulkangruppe bleibt im Fokus der Ermittler.

Quellen: PublicDomain/blackout-news.de am 14.01.2026

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