USA: Clinton und Obama – Marionetten der Wall Street – Ecuador dreht Assange das Internet ab

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Wikileaks-Enthüllung räumt letzte Zweifel aus: Obamas Wahlkampf war vorsätzliche Täuschung der US-Öffentlichkeit. Fast das gesamte Kabinett von Obama wurde nach den expliziten Wünschen der Wall Street zusammengestellt.

Das Politik-Magazin New Republic hat am 14. Oktober eine von WikiLeaks enthüllte E-Mail veröffentlicht, deren Inhalt auch den letzten Zweifel daran beseitigt, um was für eine Farce es sich bei amerikanischen Wahlen handelt und wer das Land in Wahrheit regiert.

Die E-Mail wurde am 6. Oktober 2008 – also ca. einen Monat vor der Wahl am 04. November 2008 – von Michael Froman verfasst. Froman, zurzeit US-Handelsbeauftragter und Verhandlungsführer der USA bei der Vorbereitung des Transatlantischen Handelsabkommens TTIP, arbeitete damals in leitender Funktion für Citigroup, eines der größten und einflussreichsten Bankenkonsortien an der Wall Street.

Die E-Mail war an John Podesta gerichtet, von 1998 bis 2001 unter Bill Clinton Stabschef des Weißen Hauses und im Oktober 2008 als Leiter des „Transition Teams“ („Übergangsteams“) zuständig für die Vorbereitung von Barack Obamas Amtsübernahme im Januar 2009 und die damit zusammenhängende Personalauswahl.

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Unter dem Betreff „Listen“ enthält Fromans E-Mail folgenden Wortlaut:

„John – anbei drei Dokumente – eine Liste afro-amerikanischer, hispanischer und asiatisch-amerikanischer Kandidaten, aufgeführt nach Kabinetts- oder Stellvertreterrang oder auf Staatssekretärsebene, plus einer Liste von indianischen, arabisch / muslimischen und Kandidaten mit Behinderungen. Für die meisten Gruppen haben wir noch wesentlich ausführlichere Listen, und sie werden noch länger werden, wenn wir weiter und öffentlicher suchen, aber das sind bis jetzt die Namen, die immer wieder von verschiedenen Quellen für Führungspositionen vorgeschlagen werden. (Ich habe versucht, Namen aus Baracks Wahlkampfteam und seinem Senats-Politikstab mit einzufügen, außerdem angemessener Weise auch solche aus dem Übergangsprojekt.)“

„Zwar hast du nicht danach gefragt, aber ich habe auch eine entsprechende Liste über Frauen vorbereitet und angehängt.“

„Auf die Gefahr hin, anmaßend zu klingen, hab ich mich auch mal etwas gründlicher damit befasst, wie die Ernennungen auf Kabinettsebene aussehen könnten und wie die Chancen für diesen oder jenen Kandidaten auf die verschiedenen Posten stehen (mit einem Blick auf die kurze Liste)… (Offensichtlich sind verschiedene Kombinationen denkbar. Dies soll nur ein Beispiel sein, um zu zeigen, wie sich die Sache entwickeln könnte.)“

„Lass mich wissen, wann wir darüber diskutieren können. Ich bin heute früh bis um 11:30 Uhr erreichbar. Mike“

Bei der Dreistigkeit und dem Zynismus, die sich hier offenbaren, reibt man sich die Augen: Während Barack Obama noch vier Wochen damit beschäftigt sein wird, dem amerikanischen Wahlvolk vorzugaukeln, dass er als erster afro-amerikanischer Präsident einen Politikwechsel herbeiführen und als Main-Street-Präsident (Volkspräsident) ein für die unteren Bevölkerungsschichten neues Zeitalter einläuten wird, schickt ein hoher Vertreter der Wall Street dem Manager, der Obamas Übernahme der Präsidentschaft organisieren soll, eine Liste mit Personalvorschlägen für dessen Kabinett zu und achtet dabei darauf, dass diese Liste – entsprechend Obamas Strategie – mit Angehörigen von ethnischen Minderheiten und Behinderten gespickt wird.

Und das mit Erfolg: Anfang 2009 ernennt Obama diverse der ihm vorgeschlagenen Kandidaten: Timothy Geithner wird Finanzminister, Eric Holder Justizminister, Janet Napolitano Heimatschutzministerin, Robert Gates Verteidigungsminister, Arne Duncan Erziehungsminister, Arne Duncan wird Minister für Bildung, Erziehung und Wissenschaft, Eric Shinseki wird Kriegsveteranenminister, Kathleen Sebelius ersetzt Robert Daschle als Gesundheitsministerin und der vorgeschlagene Rahm Emanuel wird Stabschef im Weißen Haus.

Fast das gesamte Kabinett von Barack Obama wurde auf diese Weise im Januar 2009 nach den expliziten Wünschen der Wall Street zusammengestellt. Und das nach einem Wahlkampf, der im Zeichen des „kleinen Mannes“, der Abkehr vom großen Geld und des Einsatzes für ethnische Minderheiten gestanden hatte.

Kein Wunder also, dass der Öffentlichkeit damals unterschlagen wurde, wer diesen Wahlkampf hinter ihrem Rücken finanziert hatte: Goldman Sachs, JP Morgan Chase, Citigroup, UBS, Google und Microsoft (in der Reihenfolge des Umfangs ihrer Spenden).

Wundert sich vor diesem Hintergrund noch jemand, dass Obama im Zuge des drohenden Finanzkollapses von 2008 alles getan hat, um die, die ihn bezahlt und ihm ihre Anweisungen in Personalfragen mit auf den Weg gegeben haben, zu retten?

Dass er die Kosten der Rettung der arbeitenden Bevölkerung aufgebürdet und während seiner gesamten Amtszeit nicht einen einzigen kriminellen Banker für die angerichteten Schäden hat zur Rechenschaft ziehen lassen? Und wundert es vielleicht noch irgend jemanden, dass ausgerechnet Citigroup, aus deren Reihen die Personalvorschläge kamen, beim Bail-out 2008 mit $ 476,2 Mrd. von allen US-Banken die höchste Summe erhielt…?

 

Warum die Reichen laut Clintons Geheimreden bei Goldman Sachs die Macht haben sollten

Am 24. Oktober 2013 gab Hillary Clinton, die aktuelle Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, in einer Geheimrede vor Topbankern und Milliardären eine aufschlussreiche Antwort.

Vor lauter Wall Street-Bankern und in Anwesenheit des Goldman Sachs Vorstandschefs Lloyd Blankfein beantwortete Clinton folgende Frage eines Teilnehmers: „Mike Bloomberg hatte dreißig Milliarden Gründe, sein Amt nicht zu übernehmen. Brauchen wir in Washington nicht einen gründlichen Wandel, damit es künftig mehr um Menschen geht, die nicht auf den Posten angewiesen sind?“

Clinton gab darauf eine aufschlussreiche Antwort: „Das ist eine wirklich interessante Frage. Wissen Sie, ich würde es vorziehen, wenn mehr erfolgreiche Geschäftsleute für politische Ämter kandidierten. Es ist mir wirklich viel daran gelegen. Ich glaube, man muss keine dreißig Milliarden haben, aber man muss eine gewisse Freiheit haben. Und ein ehemaliges Mitglied des Senats hat einen denkwürdigen Ausspruch geprägt: ‚Man darf sich vielleicht anheuern, aber niemals kaufen lassen.‘ Und ich halte es für wichtig, dass wir Leute mit solchen Erfahrungen haben.“

Clinton verteidigt mit ihrer Antwort ganz offen das aristokratische Prinzip, dass die Reichen die Macht ausüben sollten. Weil sie so wohlhabend sind, haben sie genug freie Zeit für eine politische Karriere. Und weil sie bereits so reich sind, sind sie angeblich auch gegenüber Bestechungsversuchen immun. Außerdem haben sie die notwendige „Geschäftserfahrung“, um über ein Sozialsystem zu bestimmen, von dem jene Gesellschaftsschicht profitiert, die sämtliche Profite aus Unternehmen und Finanzgeschäften mit Beschlag belegt. Ein Aristokrat des achtzehnten oder neunzehnten Jahrhunderts würde diesen Ansichten uneingeschränkt zustimmen.

Clinton gibt hier nur auf simple Weise den Standesdünkel von einem Robert Gascoyne-Cecil, dem dritten Marquis von Salisbury (1830-1903), wieder. Die Historikerin Barabara Tuchman fasste die Ansichten dieses einstigen britischen Außen- und Premierministers folgendermaßen zusammen:

„Er glaubte nicht an die politische Gleichheit. Er sagte, auf der einen Seite sei die Masse, und auf der anderen die ‚geborenen‘ Anführer. Wen die Gemeinschaft unter gesunden Verhältnissen zum Herrscher bestimmt, der zeichne sich immer durch Reichtum aus, in einigen Ländern durch Herkunft, doch in allen Ländern durch intellektuelle Kraft und Kultur.“ Solche Männer hätten die notwendige Freizeit und genug Vermögen, damit „der Kampf um ihren Ehrgeiz nicht durch den Makel niederer Gier befleckt wird … Sie sind die Aristokratie eines Landes im ursprünglichen und besten Sinn des Wortes … Wichtig ist, dass sich die Herrscher eines Landes aus ihren Reihen rekrutieren.“ Sie sollten als Klasse die „politische Vorherrschaft“ innehaben, „die ihnen durch ihre überlegene Eignung zusteht“.

Nicht nur Clinton argumentiert, ihr eigener Reichtum verschaffe ihr das Recht, Amerika zu regieren. Auch Donald Trump behauptet immer wieder, er wäre aufgrund seines eigenen Milliardenvermögens gegenüber „Einzelinteressen“ unempfänglich.

Als Clinton sich auf „ein ehemaliges Mitglied des Senats“ bezog, meinte sie offenbar ihr Vorbild, den Demokraten John Breaux. Dieser hatte von 1987 bis 2005 das Amt des Senators des Staates Louisiana inne und gilt als einer der konservativsten Demokraten, die je ein politisches Amt bekleidet haben. Nach dem Ende seiner Amtszeit begann er eine erfolgreiche Karriere als Lobbyist für das Unternehmen Squire Patton Biggs. Er gilt als Musterbeispiel für das korrupte „Drehtür“-System in Washington.

Am 15. Oktober veröffentlichte WikiLeaks die Abschriften von drei Reden, für welche Clinton fürstlich bezahlt wurde. Sie hielt sie bei Versammlungen von Goldman Sachs am 4. Juni und am 24. und 29. Oktober 2013. In allen drei Reden umschmeichelte sie die Verbrecher aus der Hochfinanz, die sie als Rednerin engagiert hatten, und prahlte mit ihrem eigenen Reichtum.

In einer dieser Geheimreden vor Wall Street-Bankern gab Clinton offen zu, dass sie eine „öffentliche Meinung“ und eine „private Meinung“ habe. Ihre private Meinung äußert sie in Hinterzimmer-Gesprächen, und ihre „öffentliche Meinung“ besteht aus den Lügen, die sie dem Rest der Bevölkerung auftischt.

Allein der Umstand, dass Clinton Reden bei der berüchtigten Investmentbank hält, macht deutlich, wie tief die etablierten Unternehmen, Finanzhäuser und das politische Establishment in Korruption und Kriminalität verstrickt sind. Im April 2011 veröffentlichte das Permanent Subcommittee on Investigations des US-Senats (PSI) einen Bericht mit dem Titel „Die Wall Street und die Finanzkrise: Anatomie eines finanziellen Zusammenbruchs“. In diesem Bericht wurde ausführlich dokumentiert, dass der Zusammenbruch des Finanzmarkts von 2008 und die darauffolgende Rezession das Ergebnis von Betrug und rechtswidrigem Verhalten von Hypothekengebern wie Goldman Sachs waren. Staatliche Regulierungsbehörden und Kreditratingagenturen haben sich der Beihilfe schuldig gemacht.

 

In diesem Bericht waren 240 der 639 Seiten, das heißt vierzig Prozent, den betrügerischen Praktiken von Goldman Sachs gewidmet. Der Bericht enthält Dokumente, E-Mails, interne Mitteilungen und andere Beweise, laut denen die größte Investmentbank Amerikas ihren Investoren von Subprime-Hypotheken gestützte Wertpapiere im Wert von Milliarden Dollar verkaufte und für ihren Wert garantierte, obwohl sie selbst gleichzeitig gegen diese Investitionen gewettet hatte. Goldman hat auf diese Weise Milliarden eingenommen, Vorstandschef Blankfein und andere Spitzenkräfte erhielten Boni in Millionenhöhe. Gleichzeitig hat sich jedoch der Zusammenbruch des Finanzsystems beschleunigt.

Von dem Vorsitzenden des PSI, Senator Carl Levin aus Michigan, stammt der bekannte Ausspruch, die Untersuchung habe eine „Schlangengrube von Gier, Interessenkonflikten und Fehlverhalten“ aufgedeckt.

Levin erklärte: „Der Bericht enthüllt, unter Berufung auf den Wortlaut von Dokumenten, die dem Unterausschuss vorlagen, wie Finanzunternehmen vorsätzlich ihre Kunden und Investoren ausgenutzt haben, wie Kreditratingagenturen hochriskanten Wertpapieren Bestnoten verliehen, und wie die Regulierungsbehörden untätig zusahen, statt die unsicheren und schädlichen Praktiken zu stoppen, die mit Händen zu greifen waren. Schwere Interessenkonflikte ziehen sich wie ein roter Faden durch jedes Kapitel dieser düsteren Geschichte.“

Während das Fehlverhalten von Goldman und den anderen Wall Street-Banken untersucht wurde, stand Clinton im Jahr 2013 mit Vorstandschef Blankfein von Goldman Sachs auf Du und Du. Sie bewegte sich in Gesellschaft des Mannes, der eigentlich ins Gefängnis gehört hätte. Im Jahr 2011 hatte Levin dem Justizministerium empfohlen, Blankfein wegen seines betrügerischen Verhaltens anzuklagen. Der Unterausschuss des Senats warf Blankfein außerdem vor, einen Meineid begangen zu haben, als er im Jahr 2010 über die Rolle seiner Bank aussagte. Dennoch wurde keine Anklage erhoben, und 2013 nahm Clinton von Blankfein bis zu 225.000 Dollar für eine Rede in seinem Unternehmen an.

Hillary und Bill Clinton haben seit Bill Clintons Auszug aus dem Weißen Haus Redehonorare in einer Gesamthöhe von 153 Millionen Dollar eingenommen. Es wäre naiv zu glauben, diese immense Summe sei lediglich für die Reden selbst gezahlt worden. Die Gelder waren eine Gegenleistung für die Dienste, die das Paar der amerikanischen Finanzaristokratie seit vielen Jahren erweist („Spendenbetrug im grossen Stil“: Analyst untersucht Clinton-Stiftung und kommt zu vernichtendem Urteil (Nachtrag & Videos)).

Clintons Reden an die Wall Street Banker verdienen es, so weit wie möglich verbreitet zu werden. Sie erlauben einen unverschleierten Blick auf den Zynismus der amerikanischen herrschenden Klasse. Die Obama-Regierung hatte den Dodd Frank Act von 2010 öffentlich als „strenges Regulierungssystem“ bezeichnet, das sicherstellen würde, dass ein Zusammenbruch wie im Jahr 2008 sich „niemals wiederholen“ würde.

Zur gleichen Zeit versicherte Clinton ihrem Publikum bei Goldman Sachs im privaten Rahmen, sie bräuchten sich keine Sorgen zu machen. Diese oberflächlichen Reformen seien nur aus „politischen Gründen“ durchgeführt worden, um den Anschein zu erwecken, die Regierung stehe „nicht nur untätig daneben“, während die Bevölkerung die Arbeitsplätze, die Wohnungen und die Ersparnisse ihres Lebens verliere.

Blankfein fragte damals spöttisch, wie er selbst wohl seinen Wahlkampf führen sollte, vorausgesetzt, er würde als Präsidentschaftskandidat antreten. Clinton antwortete mit einem zynischen Witz: „Ich glaube, Sie würden bei Goldman aufhören und irgendwo eine Suppenküche aufmachen.“ Darauf reagierten die versammelten Gäste mit freundlicher Belustigung.

 

Was den selbst ernannten „Sozialisten“ Bernie Sanders betrifft, so besteht seine Reaktion auf die Veröffentlichung dieser Reden in Schweigen. Das zeigt klar, dass sein ganzer Wahlkampf nichts als Betrug war. Im Vorwahlkampf der Demokraten hatte er sich für eine „politische Revolution“ gegen die „Milliardärsklasse“ ausgesprochen, aber heute macht er sich zum Nebendarsteller von Clintons Wahlkampf und nötigt sein (stark geschrumpftes) Publikum, die Wunschkandidatin der „Milliardärsklasse“ zu wählen, gegen die er angeblich kämpfen wollte.

Als er sich noch um den Posten als Demokratischer Präsidentschaftskandidat bewarb, hatte Sanders Clinton mehrfach aufgefordert, die Abschriften ihrer Wall Street-Reden zu veröffentlichen; doch sie weigerte sich. Er behauptete damals, die Reden würden zeigen, in welchem Ausmaß sie sich den Bankern unterwerfe. Die Abschriften, die jetzt veröffentlicht worden sind, bestätigen seine Vorwürfe in vollem Umfang. Sein Schweigen dagegen verdeutlicht das Ausmaß seines politischen Betrugs und seiner Unehrlichkeit.

WikiLeaks hat derweil E-Mails von und an Clintons Wahlkampfleiter John Podesta veröffentlicht. Diese Mails zeigen, dass Hillary Clintons Versuche, sich als Kämpferin für den „einfachen Amerikaner“, für die Kleinunternehmer, die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter, die Minderheiten und die Frauen zu inszenieren, nichts weiter sind als zynische Heuchelei. Sie hat nicht den geringsten Bezug zu einer Massenbewegung und ist weit von einer Politik entfernt, die den unteren neunzig Prozent der amerikanischen Gesellschaft irgendeinen Vorteil bringen würde. Deshalb verlässt sich Clinton auf ein Netzwerk von Vertretern der „communities“, von Gewerkschaftsbürokraten, Akademikern, Prominenten und den Medienjournalisten, die ihre leere Demagogie und Identitätspolitik den Wählern schmackhaft machen sollen.

In einer E-Mail, die stark nach Machiavelli klingt, schlägt ein Berater vor, Clinton solle in einer Rede vor der Deutschen Bank im Jahr 2015 eine „Flutwelle“ demagogischer Anschuldigungen gegen die Wall Street äußern, „damit wir den Leuten etwas zeigen können, wenn wir je gefragt werden, was sie die ganzen Jahre zu diesen Bonzen hinter verschlossenen Türen gesagt habe.“

Der Berater schrieb: „Ich habe ihr eine lange Tirade über wirtschaftliche Gerechtigkeit geschrieben, und darüber, wie die Finanzbranche vom rechten Weg abgekommen ist. Vielleicht wird es irgendwann nützlich sein, einen Reporter einzubeziehen, damit er etwas darüber schreibt. Der Vorteil davon wäre: Wenn die Leute sagen, sie stehe der Wall Street zu nahe und habe zu viel Geld von den Bankern genommen, dann können wir beweisen, dass sie sich getraut hat, den Mächtigen die Wahrheit zu sagen.“

In einer anderen E-Mail gab Podesta ganz offen zu, dass Clinton die Redewendung der „einfachen Amerikaner“ hasse. Er dränge sie aber dazu, sie trotzdem zu benutzen: „Ich weiß, sie fängt an, die einfachen Amerikaner zu hassen, aber ich denke, diese Phrase kann uns noch einmal nützlich sein, wenn sie sagt: ‚Ich kandidiere als Präsidentin, weil ihr und die einfachen Amerikaner jemanden brauchen, der für euch kämpft‘.“

Clintons Wahlkampf ist von grenzenlosem Zynismus geprägt. Ihr Wahlkampfteam hat sogar geholfen, Donald Trump zum Kandidaten der Republikaner zu machen. Das Kalkül dahinter war, dass Clinton ein Wahlsieg gegen Trump leichter fallen würde als gegen einen konventionelleren Kandidaten. Die Medien wurden dazu angehalten, ihn „ernst zu nehmen“. Clinton selbst wurde dazu gedrängt, ihre Kritik auf Trump zu konzentrieren, um seinen „Status als Spitzenkandidat“ unter den Republikanischen Vorwahlkandidaten zu festigen (Weder Trump, noch Clinton: Die US-Politik wird von der Wall Street entschieden).

WikiLeaks hat bisher etwa 11.000 der 50.000 E-Mails veröffentlicht, über die die Plattform verfügt. Clintons Wahlkampfteam gab Russland die Schuld an diesen Enthüllungen und unterstützte damit das Säbelrasseln der Obama-Regierung gegen die Regierung Putin. Letzte Woche deutete Podesta in einem Interview mit Fox News an, die E-Mails seien nicht authentisch. Gleichzeitig widersprach er sich jedoch durch die Behauptung, „die Russen“ hätten sich der E-Mails bemächtigt, um Trump den Wahlsieg zu ermöglichen.

Am Freitag verhöhnte Podesta den WikiLeaks-Chefredakteur Julian Assange über Twitter mit einem Bild, auf dem mehrere Chefköche ein luxuriöses Privatessen für den Hillary Victory Fund zubereiten, und die Bildunterschrift lautet: „Ich wette, das Hummer-Risotto schmeckt besser als das Essen in der ecuadorianischen Botschaft.“ Damit spielt er auf die Tatsache an, dass Assange faktisch als Gefangener in der ecuadorianischen Botschaft in London lebt, seit er im Juni 2012 dort Asyl erhalten hat. Assange schrieb sofort zurück: „Ja, wir haben es begriffen: Die Elite isst besser als die Bauern, die sie ausbeuten.“

 

Ecuador drehte Assange das Internet ab

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat nach Angaben der Enthüllungsplattform keinen Internetzugang mehr. Ecuador habe Assange, der Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London gefunden hat, am Samstag die Leitung gekappt, erklärte Wikileaks am Montag auf Twitter. Details dazu gab es nicht.

Ecuadorianische Regierungskreise wollten sich dazu im Gespräch mit der britischen Agentur PA nicht äußern. „Ecuador wird Julian Assange weiter schützen und das 2012 gewährte politische Asyl aufrechterhalten“, hieß es lediglich. „Wir können bestätigen, dass Ecuador die Internetverbindung von Herrn Assange am Samstag um 17 Uhr GMT gekappt hat, kurz nach Veröffentlichung der Reden von Frau Clinton bei Goldman Sachs“, heißt es in dem Twitter-Eintrag von Wikileaks.

In einer getwitterten Stellungnahme hat Wikileaks seine eigene Kausalkette vorgetragen. Danach sollen „mehrere Quellen“ den Hinweis gegeben haben, dass US-Außenminister John Kerry die Regierung von Ecuador gebeten habe, Julian Assange an der Veröffentlichung von „Clinton-Dokumenten“ zu hindern, solange die Friedensverhandlungen mit der kolumbianischen FARC-Guerilla laufen

Ecuador hatte im Jahr 2014 einen spektakulären Deal mit Goldman geschlossen: Wie Bloomberg damals berichtete, hatte die Regierung die Goldreserven an Goldman verpfändet, um an Cash zu kommen.

Literatur:

Amerikas Krieg gegen die Welt: …und gegen seine eigenen Ideale von Paul Craig Roberts

Amerikas ungeschriebene Geschichte: Die Schattenseiten der Weltmacht von Oliver Stone

Amerikas Schattenkrieger: Wie uns die USA seit Jahrzehnten ausspionieren und manipulieren von Eva C. Schweitzer

Quellen: PublicDomain/Deutsche-Wirtschafts-Nachrichten/mmnews.de/wsws.org/heise.de am 18.10.2016

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3 comments on “USA: Clinton und Obama – Marionetten der Wall Street – Ecuador dreht Assange das Internet ab

  1. In der BRD ist es doch kein Stück anders!
    Merkel ist „Frau“ und kommt aus „Ostdeutschland“ bzw. der DDR. Und sie steckte schon zu Ackermanns Zeiten in der Tasche der Banker. Und die Wallstreet-Zerstörungskriege macht sie auch alle mit (sie wollte schon 2004, daß die Bundeswehr in den Irak einmarschiert!). Gabriel-Steinmeier sind Für Merkel das, was für Obama die Außenministerin Clinton war.
    Auch hier ist doch alles wie in denUSA – nur daß Wikileaks die BRD für ein „leaken“ einfach für zu unbedeutend hält.

    Zu den Wahlen der heutigen „Demokratien“:
    1.)“Mouseland“ – http://www.informationclearinghouse.info/article23132.htm
    und
    2.) aus Douglas Adams‘ „Per Anhalter druch die Galaxis:
    https://pbs.twimg.com/media/CufJj1NWYAEymGg.jpg

    Wenn die equadorianische Botschaft dem Assange das Internet sperrt, dann natürlich nur auf Druck aus den USA: „Unfreundlicher Akt“ und so, wissen schon.
    .

  2. Also wenn ich herr Assange wäre, würde ich mich langsam wo anders verstecken. Vielleicht in Russland (Die haben hja schon gute Erfahrungen mit dem unterbringen von Whistleblowern).
    Ich denke daß ihm, wo er jetzt ist, bald etwas zustoßen wird, falls sie ihn nicht sogar offiziell rauswerfen.

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