Griechenland kommt nach Amerika

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16.084.425.792.391,00 oder ausgeschrieben  sechzehn Billionen, vierundachtzig Milliarden, vierhundertfünfundzwanzig Millionen, siebenhundertzweiundneunzig Tausend und dreihundertundeinundneunzig US-Dollar, eine wirklich beeindruckende Zahl. Und genau so hoch ist nach der letzten Zählung die Staatsschuld in den Vereinigten Staaten. Somit ist die Fiskal- und Verschuldungssituation der USA nicht weniger dramatisch als die von Griechenland – mit vielleicht etwas mehr politischer Halluzinogene, was dem Wahnsinn der Verleugnung dieser Zahlen Vorschub leistet.

Es ist der gleiche Wahnsinn, der die Märkte kürzlich beflügelte, als 30 % der griechischen Wähler einer politischen Partei ihr “Vertrauen” aussprach, die für den Erhalt des Wirtschaftssystem und die regelmäßigen Zahlungen der so genannten griechischen Verpflichtungen garantierte.

Trotz der allgemeinen Auffassung, das Ergebnis der griechischen Wahlen haben die Befürchtungen, Griechenland könne die Euro-Zone verlassen, ausgeräumt, sind immer noch nicht wenige politische Analysten der Ansicht, dass aus dem Traum Europa sehr bald ein Alptraum werden könnte. Mit Spanien, Italien und möglicherweise sogar Frankreich kurz vor dem Abgrund muss eine reale Bedrohung wirtschaftlicher Ansteckung, vielleicht des Untergangs des Euro sowie der EU selbst, mit aller Macht Einhalt geboten werden.

Im Jahre 2009 betrug das Brutto-Inlands-Produkt BIP in Griechenland nur 0,40 % des Welt BIP. Griechischen BIP- Prognosen zufolge soll es im Jahre 2015 bei 0,41% liegen. Wenn das, was derzeit in Griechenland passiert, also die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Landes sind, das weniger als 1 % am Welt-BIP hat, welche Folgen zieht dann ein Einbruch der US-Wirtschaft erst nach sich? Die Wirtschaft der USA ist mit einem Anteil von 22% des Welt-BIP die größte. Während Griechenland durch „Nachbarschaftshilfe“ überleben kann, wären diese aufgewendeten finanziellen Mittel als Unterstützung für die US-Wirtschaft nicht mal in der Lage, die Portokasse zu füllen.

Das Staatsdefizit der USA hat nun 16 Billionen US Dollar erreicht. Das sind insgesamt 104% des BIP. Aufgrund von unendlich vielen ungedeckten und in der Zukunft liegenden Anwartschaften dürften die wahren Schulden bei etwa 130% des BIP liegen.

Die Ökonomen Kenneth Rogoff und Carmen Reinhart kommen nach einer Analyse von Daten aus 200 Jahren Geschichte aus der ganzen Welt zu dem Schluss, dass sobald die Verschuldung eines Landes 90 % des BIP erreicht ein Wendepunkt eintritt, auf dem Krise und Zusammenbruch zwangsweise folgen müssen. Und “Wir schulden es uns nicht selbst” wie die keynesianischen Ökonomen wissen. Die meisten Schulden liegen bei ausländischen Gläubigern. Interessanterweise der größte Anteil der US Schulden beim kommunistischen China.

Wenn also China, Singapur und andere Investoren das Interesse an der “amerikanischen” Führung verlieren, ist der Tag der Abrechnung gekommen. Das ist das Ende des “American way of life” und ein klarer Absturz. Wer wird dann dem verschwenderischen Amerika aus der Patsche helfen?

Experten betonen immer wieder, dass die Zeche vom Steuerzahler bezahlt werden muss. Dabei bezahlen doch etwa 50 % der amerikanischen Haushalte keine Steuern. Die meisten Steuern bezahlen die Top 20% der Haushalte – jene reichen Leute, deren Steuern Mister “Faire Share” Obama anheben möchte, damit Sie noch etwas “patriotischer” werden können. In der Zwischenzeit wird die Obama-Regierung so viel Geld drucken, wie sie kann. Die Vermögenswerte der Regierung bestehen nicht aus Gold und Silber, sondern aus Stapeln von bunten Papieren. Und wenn alle Stricke reisen, kauft die Regierung von der US-Notenbank noch mehr dieser bunten Scheine – gegen noch mehr Staatsverschuldung. Ein weiteres Beispiel für den “Wir schulden es ja nur uns selbst” Illusionswahnsinn der Politik-Elite auf Kosten des Steuerzahlers.

Eingeritzt in die Wand des National-Archivs in Washington stehen die Worte des verstorbenen George Santayana: “Jene, die sich nicht an die Vergangenheit erinnern wollen, sind dazu verdammt, sie zu wiederholen”. Man braucht weder eine Kristallkugel oder sonstige Wahrsagekünste um das Ende dieses Wirtschaftssystems vorherzusagen. Wer klar denkt und ein wenig zählen kann, der weiß, das Griechenland nach Amerika kommt – auch wenn die Politelite das Gegenteil behauptet.

Quelle: theintelligence.de vom 23.06.2012

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