USA verlegen Kriegsschiffe vor die libysche Küste

Nach dem Angriff auf das US-Konsulat in der ostlibyschen Stadt Benghazi verlegt das US-Verteidigungsministerium zwei Kriegsschiffe vor die Küste des Landes. Aus US-Regierungskreisen hieß es, der Zerstörer USS Laboon habe seine Position bereits am Mittwoch erreicht. Die USS McFaul sei auf dem Weg und werde innerhalb weniger Tage ihr Ziel erreichen.

Die Schiffe hätten keine konkrete Aufgabe, hieß es. Sie gäben den Kommandanten jedoch die Möglichkeit, flexibel auf jeden Einsatz zu reagieren, den US-Präsident Barack Obama anordne. Bei dem Angriff in Benghazi waren am Dienstag der US-Botschafter in Libyen, Chris Stevens, und drei weitere Amerikaner getötet worden. Auslöser des Angriffs soll ein Film gewesen sein, in dem der Prophet Mohammed herabgewürdigt wird. Auch in Kairo gibt es seit Dienstag deswegen Proteste vor der US-Botschaft.

Google sperrt Film in Ägypten und Libyen

Zu dem umstrittenen Film gibt es einen 14-minütigen Trailer, der auf dem zum US-Internetkonzern Google gehörenden Videoportal Youtube zu sehen ist. Google sperrte den Trailer zwar in Ägypten und Libyen wegen der besonderen Umstände in diesen Ländern. Ansonsten sind die Filmausschnitte aber frei zugänglich. Google will das Video nach eigener Auskunft nicht vom Netz nehmen, da es nicht gegen die eigenen Richtlinien verstoße. Der Film stellt Mohammed als Betrüger und Schürzenjäger dar.

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Spekulationen über Al-Kaida-Angriff

In den USA wurden unterdessen Spekulationen über eine Verwicklung des Terror-netzwerks Al-Kaida (ein Ableger der CIA) in die Angriffe in Libyen laut. Es könne sich um einen gezielten Anschlag der Gruppe am 11. September gehandelt haben, dem elften Jahrestag ihrer Terrorangriffe auf die USA, sagte der Vorsitzende des Geheim-dienstausschusses im US-Abgeordnetenhaus, Mike Rogers, am Mittwoch in einem Fernsehinterview.

„Das war ein sehr gut durchdachtes, koordiniertes Ereignis. Ich glaube, es war geplant, dass es zu diesem Datum passiert“, meinte der Republikaner. Ähnlich äußerte sich der Islam-Experte Fouad Ajami von der Universität Stanford im TV-Sender CNN: Es gebe immer noch viele aktive Al-Kaida-Kämpfer in Libyen. Ein hochrangiger Pentagon-Mitarbeiter wollte die Spekulationen über einen  Al-Kaida-Angriff nicht bestätigen. Es sei aber ein „komplexer Angriff“ gewesen.

Die Angreifer setzten Brandbomben und Panzerfäuste ein. Sie hätten das Hauptgebäude und später auch die Nebengebäude mehr als vier Stunden lang beschossen, sagte eine Beamtin des US-Außenministeriums. Das Konsulat habe erst nach großer Gegenwehr amerikanischer und libyscher Sicherheitskräfte evakuiert werden können.

Botschaftsmitarbeiter und auch die Leichname seien nach Deutschland auf die US-Militärbasis in Ramstein gebracht worden. Die Vertretung in Tripolis arbeite nur noch im Notbetrieb.

50 US-Marines in Libyen eingetroffen

CNN berichtete, dass rund 50 US-Marines in Libyen eingetroffen seien, um amerikanische Staatsbürger in dem Land zu schützen. Zudem wolle Obama Drohnen schicken, um mögliche Islamisten-Camps aufzuspüren. Auch zwei Kriegsschiffe seien an die libysche Küste verlegt worden. Die US-Bundespolizei FBI habe Ermittlungen aufgenommen. Obama hatte am Mittwoch angekündigt, die „Mörder“ zur Verantwortung zu ziehen.

Der Vorfall löste mitten im US-Wahlkampf auch eine innenpolitische Debatte aus. Obama kritisierte seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney dafür, dem Weißen Haus vorschnell Vorwürfe gemacht zu haben. Romney hatte seinem Kontrahenten zuvor mangelnde Führungskraft in der Außenpolitik vorgeworfen. „Romney scheint die Tendenz zu haben, erst zu schießen und später zu zielen“, sagte Obama in einem Interview mit dem TV-Sender CBS.

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Leidtragende in diesem Konflikt sind die Menschen in Libyen.

Quellen: PRAVDA-TV/APA/derStandard.at vom 13.09.2012

 

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