Drohnen-Hacking für Amateure und Fortgeschrittene

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Der Texander George Bliss demonstrierte bei der “Drone-Mob”-Protestveranstaltung in Austin, wie einfach es ist, nichtmilitärische Drohnen mit kostenloser, frei verfügbarer Software zu hacken. Mit wenigen Klicks gelang es innerhalb von Sekunden, sich in das Wi-Fi-Signal einzuklinken und die Kontrolle über das Gerät zu übernehmen.

Studenten der University gelang im Juni das Kapern und Steuern mehrerer komplexerer Drohnen vor den Augen des US-Heimatschutzministeriums. Mit rund 1000 $ an Teilen baute man einen Signalfäscher (“Spoofer”) für das GPS-System des Geräts.

Der Iran fing vergangenes Jahr eine streng geheime Drohne der CIA vom Typ RQ-170 ab und kündigte an, man sei nun in der Lage, das Gerät selbst herzustellen.

Der Youtube-Star Kyle Lamar Myers demonstrierte in seiner Show “FPS Russia” mit Hilfe von visueller Tricktechnik, wie eine kompakte Drohne mit einer vollautomatischen Waffe in der näheren Zukunft aussehen könnte:

US-Präsident Obama unterzeichnete im Februar das Gesetz für die Federal Aviation Administration (FAA), welches das Testen und Lizensieren von Drohnen im ganzen Land bis 2015 vereinfachen soll. Die FAA schätzt dass im nächsten Jahrzehnt rund 30.000 Drohnen im amerikanischen Luftraum unterwegs sein werden. Die Drohnenpiloten an ihren Steuergeräten am Boden hätten allerdings wenig Einschränkungen hinsichtlich der Rechte der Bevölkerung auf Datenschutz.

Die Europäische Union will den Luftraum der Mitgliedsstaaten vereinheitlichen und für Drohnen unterhalb eines bestimmten Gewichts eine Blanko-Erlaubnis erteilen. Geworben werden soll in der Öffentlichkeit laut den Plandokumenten mit “hippen” Einsatzzwecken, sodass die Geräte in der Luft möglichst genausowenig Argwohn wecken wie Smartphones heute.

Tausende Seiten der US-Flugverkehrsbehörde FAA wurden nach einem Antrag unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz von der Geheimhaltung befreit und enthüllen, dass das Militär Überwachungsdrohnen im ganzen Land einsetzt. Die Akten wurden veröffentlicht von der Organisation Electronic Frontier Foundation (EFF). Drei Zweige der Streitkräfte, die Luftwaffe, die Marines und die Pentagon-Forschungs-abteilung DARPA nutzen Drohnen im zivilen Luftraum.

Diverse unbemannte Flugobjekte sind im Einsatz, von Minidrohenn bis hin zu Modellen wie Reaper und Predator die in Afghanistan oder Pakistan auch Raketen verschießen. EFF beklagt insbesondere die Verwendung der Spionagetechnik. Jüngere Berichte zeigen, dass die Luftwaffe Testverfolgungen von Privatfahrzeugen in der Nähe von Militärbasen durchführt. Desweiteren existieren Leitfäden zur Umgehung von Gesetzen für Datenschutz.

DARPA setzt ausgewachsene Reaperdrohnen ein in Nevada, Kalifornien und Utah mit modernster Kameratechnologie namens “Gorgon Stare” zur Erfassung von ganzen Städten. Das Signal der Drohnen kann in die “Mind’s Eye”-Software von DARPA integriert und in Echtzeit ausgewertet werden. Die Programme der nächsten Generation sollen hunderte Kameras in eine einzige Drohne packen.

Die FAA hat acht Blöcke Luftraum in North Dakota sperren lassen für die Predator-Drohnen der Nationalgarde, um mit Lasern und Bodenzielen zu üben. Das U.S. Special Operations Command (USSOCOM) leugnete kürzlich Überwachungsdrohnen in zwei unterschiedlichen Bundesstaaten, wurde jedoch dahingehend inzwischen widerlegt.

Quellen: FPSRussia/infowars.com/recentr.com vom 13.12.2012

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