Google Maps: Jetzt mit Nordkoreas Arbeitslagern

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Google hat am Dienstag die bislang weiße Fläche von Nordkorea mit vielen Detailangaben gefüllt. Neben genauen Angaben über Straßen, U-Bahn-Stationen und das Eisenbahnnetz, sind auch die Arbeitslager eingezeichnet, die vielfach die Dimension einer mittelgroßen Stadt erreichen. Nordkorea war praktisch das letzte Land, das bei den Google-Maps nur ein weißer Fleck war.

Laut einem Blogposting entstand die neue Karte durch jahrelange Kooperation von „Bürger-Kartographen“, die in diesem Fall aber alle außerhalb Nordkoreas leben. Hierzu nutzten sie den „Google Map Maker“, eine Art Wikipedia für die Kartographie. Wer Informationen hat, speichert sie in diesem System ein und dann werden diese von anderen Projektmitarbeitern gegengeprüft. Nach diesem Verfahren wurden auch die Karten für Afghanistan und Burma erstellt.

Die Arbeiten an der neuen Nordkorea-Karte begannen bereits 2009 und das, was jetzt veröffentlicht wurde, ist auch nur ein Zwischenergebnis, da noch immer an vielen Detailinformationen gearbeitet wird.

Die neue Landkarte mit sehr viel Hinweisen auf Nordkoreas Arbeitslager, Straflager, Raketenabschussanlagen und ähnlichen geheimen Projekten erfolgte nur wenige Wochen nach dem Besuch von Google-Chairman Eric Schmidt. Gemäß einem Google-Statement handelte es sich dabei um zwei unabhängige Ereignisse, doch das ist wohl höchst unwahrscheinlich.

Google will sein Geschäft in so vielen Ländern wie möglich betreiben – und Nordkorea hat den am schärfsten kontrollierten Internetzugang der Welt. Da schadet es nicht, wenn man die dortigen Machthaber ein wenig mit dem überrascht, was man schon alles in der Datenbank hat.

Quelle: ChipOnline vom 30.01.2013

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