Saturn: Riesenwirbel auf dem Ringplaneten (Video)

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Auf dem Saturn wütet ein gigantischer Hurrikan, das Auge des Sturms erstreckt sich über 2000 Kilometer. Forscher vermuten, dass der Wirbelwind seit Jahren an derselben Stelle tobt. Er ist am Nordpol inmitten einer seltsamen sechseckigen Wolkenstruktur gefangen.

Was bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von rund 540 Kilometern pro Stunde und bleibt doch an derselben Stelle? Die Antwort findet sich auf dem Saturn, am Nordpol des Ringplaneten.

(Foto: Das Falschfarbenbild zeigt den riesigen Hurrikan, der auf dem Saturn wahr-scheinlich seit Jahren tobt. Niedrige Wolken sind auf der Aufnahme rot gefärbt, hohe Wolken grün)

Die Raumsonde „Cassini“ hat dort einen Hurrikan fotografiert, der irdische Wirbel-stürme in den Schatten stellt. Rund 2000 Kilometer breit ist das Auge des Sturms. Selbst bei großen Hurrikanen auf der Erde ist die windstille Zone im Zentrum selten größer als hundert Kilometer. Auch die Windgeschwindigkeiten am Rand des Wirbels übertreffen die irdischer Hurrikane deutlich.

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(Foto: Wirbel im Herzen des Hexagons: Rund um den Nordpol des Saturn liegt ein seltsames Wolkenmuster, das schon während des Vorbeiflugs der „Voyager“-Sonden in den achtziger Jahren entdeckt wurde. Der nun fotografierte Wirbelsturm (rot) liegt im Zentrum des Hexagons direkt über dem Nordpol des Planeten. Im Hintergrund sind einige Saturnringe (blau) zu sehen)

Trotzdem sind die Gemeinsamkeiten deutlich zu sehen. „Wir haben zweimal hingeschaut, als wir den Wirbel entdeckten, weil er so stark einem Hurrikan auf der Erde ähnelt“, sagt der an der „Cassini“-Mission beteiligte Forscher Andrew Ingersoll. „Aber da ist dieser Sturm auf dem Saturn – in einem viel größeren Maßstab. Und er kommt irgendwie mit den kleinen Mengen von Wasserdampf in Saturns Wasserstoff-Atmosphäre über die Runden.“

Auf der Erde beinhaltet das Rezept für einen Hurrikan warmes Meerwasser, über dem sich der Wirbel auflädt. Wie sich der Sturm über dem Saturn zusammenbraute, können die Forscher noch nicht sagen.

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(Foto: Muster in den Wolken: Dieses Bild zeigt das Hexagon und den Wirbel in den Farben, in denen ein menschlicher Betrachter sie wahrnehmen würde, schreibt die Nasa)

Fester Platz am Nordpol

Während Hurrikane auf der Erde wandern – und zwar mit Tendenz nach Norden -, scheint der Monstersturm auf dem Saturn seinen festen Platz gefunden zu haben: den Nordpol. „Er hat keinen Ort mehr, zu dem er sich bewegen kann, wahrscheinlich sitzt er deswegen am Pol fest“, sagt Kunio Sayanagi vom „Cassini“-Team.

Der Sturm bildet das Zentrum einer seit längerem bekannten, aber immer noch mysteriösen Wolkenstruktur auf dem Saturn, dem sogenannten Hexagon. Entdeckt wurde es bereits in den achtziger Jahren, als die Voyager-Sonden am Saturn vorbeiflogen – doch warum die Wolken in diesem auffälligen Muster bleiben, lässt sich noch nicht sagen. Am Südpol findet sich die Struktur nicht.

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(Foto: Wirbel in Nahaufnahme: Die Wolken am Rand des Wirbels bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von rund 540 Kilometern pro Stunde)

Die „Cassini“-Forscher vermuten, dass der Wirbel im Hexagon-Zentrum schon seit Jahren existiert. Als die Sonde 2004 den Planeten erreichte, lag der Nordpol zwar im Dunkeln, doch schon Infrarot-Aufnahmen deuteten auf den großen Wirbel hin – der sich nun auch in Aufnahmen im sichtbaren Licht zeigt.

Video der NASA zu Cassini und dem Hurrikane:

Quellen: PRAVDA-TV/NASA/SpiegelOnline vom 30.04.2013

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19 comments on “Saturn: Riesenwirbel auf dem Ringplaneten (Video)

  1. Der Bericht stimmt nicht ganz… Hier wird leider Nord- und Südpol vertauscht.
    Am Nordpol befindet sich der hexagon-förmige Sturm, welcher sich vom Pol aus über 25.000 km erstreckt. Am Südpol ist der im Artikel genannte Hurricane-ähnliche Sturm, welcher mit 550 km/h sein unwesen treibt.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Joshua

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