Antibiotika bei Massentierhaltung: Alarmierende Ergebnisse neuer Studie

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Ergebnisse neuer Studie machen die Abschaffung der Massentierhaltung noch dringlicher. In einer Studie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover haben Wissenschaftler ermittelt, in welchem Umfang in Deutschland in der Massentierhaltung Antibiotika eingesetzt werden.

Und sie haben ausserdem in einem Schlachthaus untersucht, ob, und in welchem Umfang, im Darm und Knochengerüst geschlachteter gesunder Hähnchen aus der Massentier-haltung sich multiresistente Bakterien finden lassen.

Alarmierende Ergebnisse

Von Kälbern erhält rechnerisch jedes dritte Tier pro Jahr eine dreitägige Behandlung mit Antibiotika, bei Schweinen sind es durchschnittlich vier Tage während seiner 115 Tage dauernden Mast.

Am schlimmsten sieht es jedoch bei den Geflügeltieren aus: So bekommt ein Hähnchen, während seines kurzen Lebens von 39 Tagen, an immerhin 10 Tagen Antibiotika, wird also, statistisch gesehen, jeden vierten Tag seiner kurzen Lebenszeit mit Antibiotika vollgepumpt.

Die Folgen: Multiresistenz

Die gefährlichen Folgen davon stellten die Wissenschaftler ebenfalls fest: In jedem zweiten Tier von insgesamt 120 fanden sich multiresistente Keime, davon waren rund 89 Prozent der Proben aus dem Knochengerüst, und rund 72 Prozent der Blinddarmproben ESBL-positiv. Vorwiegend handelte es sich um E-Coli, welche die Enzyme AmpC bzw. Extended Spectrum Betalactamase (ESBL) produzieren, und damit hochpotente Antibiotika aufzuknacken und wirkungslos zu machen in der Lage sind.

Diese Fähigkeit können diese Bakterien dann per Info-Transfer, z. B. durch Plasmide, an andere Bakterien und Bakterienklassen übertragen.

Vom Tier zum Menschen

Die multiresistenten Bakterien finden ihren Weg zum Menschen z.B. direkt beim Ver-zehr, und tauschen im Darm die Information mit anderen Bakterien aus. Damit verbreitet sich diese apokalyptische Info dann auch noch auf ein weit grösseres Spektrum von Bakterien.

Ein anderer Weg ist über die Gülle in die Umwelt: Entweder als Felddünger und dann in die Nahrungskette, oder in Abwässer, wo die Info an andere Bakterien weitergegeben werden kann. Schliesslich landen sie wieder beim Menschen.

Gegenwärtiger Wissensstand

Der gegenwärtige Wissensstand stellt sich so dar:

– Der übermässige Gebrauch von Antibiotika in der Medizin und in der Massen-tierhaltung hat besonders bei gram-negativen Bakterien zu komplexen Resistenzen geführt, die sich rasch verbreiten.

– Hierbei spielt der Austausch mobiler, Resistenzinformationen tragender Gene von Bakterium zu Bakterium (hotizontaler Austausch) eine entscheidende Rolle.

– Diese spezielle Form der Resistenzentwicklung findet in unserer Umwelt zunehmend dort statt, wo Bakterien aus medizinischen Einrichtungen und aus der Massentierhaltung mit anderen Bakterien zusammentreffen, z.B. in Kläranlagen und Gewässern.

– Insbesondere die ESBL (Extended Spectrum Betalactamases) und die Carbapenem-Resistenzen sind auf diesem Weg entstanden. Infektionen mit diesen Erregern nehmen zu und sind zum Teil schwer zu behandeln.

Wir hatten immer wieder darauf hingewiesen, und auch die Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover bestätigt dies erneut: Insbesondere in der Geflügelaufzucht sind die Antibiotika notwendiger Bestandteil der Massentierhaltung. Sobald ein Tier er-krankt, kann es andere anstecken, müssen deshalb Antibiotika für die gesamte Mast zum Einsatz kommen.

Das ist der Grund, warum auch nach dem Verbot der prophylaktischen Verfütterung im Jahre 2006, der Verbrauch an Antibiotika in der Tiermast keineswegs gefallen, sondern weiter angestiegen ist.

Ein Trugschluss

Die Forscher aus Hannover ziehen den Schluss:

Es sei müsse das Ziel sein, den Antibiotioka-Verbrauch zu vermindern, verzichten könne man auf Medikamente aber nicht. Wenn es medizinisch notwendig ist, müssen Anti-biotika gegeben werden.

Ein Trugschluss: Der Verbrauch ist es, der sich gerade in der Geflügelaufzucht, aber nicht nur dort, eben nicht drastisch vermindern lässt und zwar so weit, dass es nicht mehr zur Resistenzentwicklung von Bakterien kommt.

Aber das Geflügel in der Massentierhaltung ist durch die unnatürliche Aufzucht auf engstem Raum, und den daraus folgenden permanenten Stress, bereits erheblich immun-geschwächt, also ohnehin anfälliger für Infektionen. Oft genug sitzen die Tiere im Kot. Infektionen sind da vorprogrammiert.

Anders als bei Grosstieren wie Schweinen und Kälbern kommt eine Individualtherapie der erkrankten Tiere ohnehin nicht in Frage. Hat ein Tier den Katarrh (Durchfall) müssen alle anderen Tiere zwangsläufig mitbehandelt werden.

Einziger Ausweg

Es gibt nur einen Ausweg, um dessen Benennung sich diese Forscher wieder einmal drücken: wegen der unabsehbaren Konsequenzen der Resistenzentwicklung von Bakterien gegen Antibiotika muss die Massentierhaltung abgeschafft werden. Die Abschaffung der Massentierhaltung bei Geflügel ist dabei besonders dringlich.

Doch diese Forderung wird nicht einmal von der Partei erhoben, von der man es eigentlich erwarten müsste: den Grünen. Stattdessen schwafeln ihre Spitzenleute wie Trittin nebulös von „Zurückdrangung der Massentierhaltung“, ohne wirklich konkret zu werden.

Nicht besser die Obergrüne Renate Künast auf einer von der Geflügelwirtschaft gesponserten Konferenz am 13. Juni in Berlin unter dem Thema:

Ist Fleischkonsum heute noch zu verantworten?

Stattdessen hätte das Thema lauten müssen:

Ist Massentierhaltung heute noch zu verantworten.

Verständlich, dass daher das Thema Antibiotika-Apokalypse keine Rolle spielte. Statt-dessen wurde vor allem ethisch moralisch diskutiert. Die grossen Gefahren, die aus der Antibiotika-Resistenz drohen, wurden erst gar nicht thematisiert.

Quellen: schnanky.wordpress.com/Dr. Alexander von Paleske für oraclesyndicate.twoday.net vom 13.07.2013

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35 comments on “Antibiotika bei Massentierhaltung: Alarmierende Ergebnisse neuer Studie

  1. Da müßte wichtige Pionierarbeit in der Forschung betrieben werden, welche Nutztierhaltung am effizientesten (nicht profitabelsten) ist. Ein bischen mehr Propagande für mehr pflanzliche Kost wäre auch sehr sinnvoll. D.h. eine breite Kampagne zur Essumstellung ist da ein richtiger Weg weg vom Fleisch hin zum besseren Pflanzenkonsum. (Da hab ich sogar selbst noch tiefe Lücken)

  2. Tja, was soll man da noch sagen? Anscheinend wird sich dieses Problem von selbst lösen. Wenn durch übermässigen Fleischkonsum die Menschheit dahingerafft wird, durch die Pharma und ihren Chemiewahn unterstüzt, womöglich die Hälfte der Menschen ausradiert worden ist, dann werden wohl anhand stark rückgängiger Profite alles getan werden, um den Rest der Menschheit zu retten, sprich die Notbremse gezogen. Aber ich denke die meisten werden die Erfahrung machen so wie sie die Hopi prophezeit haben, am Ende werden sie merken das man Geld nicht essen kann!

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