Türkei und Russland: Kampf um die Plätze (Videos)

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Tränengas und Gummigeschosse: NATO-Mitglied Türkei attackiert Mai-Demonstration zum Taksim. Beim NATO-Gegner Rußland ziehen 100000 unbehelligt vor den Regierungssitz.

Die türkische Regierung hat mit aller Gewalt den 1.-Mai-Marsch von Gewerkschaften zum symbolträchtigen Taksim-Platz in Istanbul verhindern lassen. Die Polizei des NATO-Mitgliedslands ging mit Wasserwerfern, Tränengas und Gummigeschossen gegen Demonstranten vor. In der Nähe des Platzes und in mehreren Vierteln der Metropole am Bosporus kam es zu Auseinandersetzungen. Demonstranten errichteten Barrikaden, warfen mit Pflastersteinen und Feuerwerkskörpern. Gegen die Übermacht von 40000 bestens ausgerüsteten Polizisten kamen sie jedoch nicht an.

Die Behörden hatten die Mai-Demonstrationen im Herzen der Stadt verboten. Der Taksim-Platz und der angrenzende Gezi-Park, wo im vergangenen Jahr Tausende wochenlang gegen den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan protestiert hatten, wurden mit Absperrgittern abgeriegelt und Teile des Nahverkehrs in der Millionenstadt lahmgelegt. Die Stadtverwaltung machte Stimmung und behauptete, sie hätte Informationen, daß »Terrororganisationen und ihre Ableger« Gewalt anzetteln wollten, um Unruhe zu schüren.

Gewerkschaften und linke Parteien riefen zum Marsch im Stadtzentrum auf. »Wir werden auf dem Taksim-Platz sein – trotz des unsinnigen und gesetzwidrigen Verbots«, erklärten die Arbeiterorganisationen DISK und KESK in einer gemeinsamen Stellung-nahme. Der Kampf für Arbeit, Gleichheit, Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden werde fortgesetzt. Nach Angaben der Veranstalter wurden beim Versuch, zum Platz durchzu-kommen, Dutzende Demonstranten verletzt und Dutzende weitere verhaftet. Im Stadtteil Besiktas flohen Menschen wegen des massiven Tränengaseinsatzes der Polizei aus ihren Häusern. Der CHP-Abgeordnete Mahmut Tanal warf der Polizei vor, neben Gummi- geschossen auch mit scharfer Munition gefeuert zu haben.

Vollkommen gegenteilige Bilder aus Moskau, das seit Wochen in der Kritik der NATO-Staaten steht: Erstmals seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion sind dort mehr als 100 000 Menschen bei der traditionellen Parade der Gewerkschaften zum 1. Mai über den Roten Platz direkt am Kreml marschiert.

Angeführt von Bürgermeister Sergej Sobjanin zogen die Demonstranten mit der Forderung »Faire Löhne für anständige Arbeit« durch das Zentrum der russischen Hauptstadt, unbehelligt und friedlich. Der Marsch war patriotisch eingefärbt, weiß-blau-rote Fahnen und Luftballons bestimmten das Bild, aber auch sowjetische Fahnen.

»Ein Wind der Freiheit weht über der Krim«, feierte ein Redner die Eingliederung
der Schwarzmeerhalbinsel im März. Gewerkschaftschef Alexander Tschertschukow hatte im Vorfeld angekündigt, die Kundgebung werde »wegen der Lage an unseren Grenzen
antifaschistisch« werden. Rußlands Präsident Wladimir Putin zeichnete im Kreml fünf Bürger als »Helden der Arbeit« aus. Der Ehrentitel aus Sowjetzeiten war 2013 wieder
eingeführt worden.

Der russische Präsident unterzeichnete am Donnerstag ein Gesetz über das Verbot der Leiharbeit, wie der Staatschef bei einem Treffen mit führenden Vertretern der Gewerk-schaften mitteilte, berichtet Itar-Tass. Dieses Dokument ziele auf die Einhaltung von Menschenrechten ab, erläuterte Putin.

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Quellen: AFP/Stimme Russlands/jungewelt.de vom 02.05.2014

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