Tschechen und Slowaken im Gulag

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Am diesjährigen 8. Mai werden viele Länder Europas den 70. Jahrestag der Befreiung von den deutschen Besatzern begehen. Beim Gedenken an die vielen Millionen Opfer des Zweiten Weltkriegs werden in Tschechien einige auch an jene Menschen erinnern, für die der offizielle Feiertag keine Befreiung war. Tausende Bewohner der Tschechoslowakei waren zur Zwangsarbeit in Lager in Sibirien verschleppt worden. Sie starben dort oder wurden auch nach 1945 an diesen Orten weiter gefangen gehalten. Mit ihrem Schicksal befassen sich hierzulande nicht nur Historiker. Vieles erkundet haben auch Mitarbeiter des Vereins „Gulag.cz“.

Die Bürgerinitiative „Gulag.cz“ entstand 2009. Im selben Jahr begab sich ein siebenköpfiges Team um den Russisten und Publizisten Štěpán Černoušek auf die Spuren der so genannten Todesbahn in Nordsibirien, diese ist auch als Stalineisenbahn bekannt. In der Taiga nahe des Flusses Jenissej suchte man zudem nach ehemaligen Arbeitslagern der Stalin-Ära. Die Gesamtzahl der Tschechen beziehungsweise tschechoslowakischen Staatsbürger, die in die dortigen Straf-, Verbannungs- und Gefangenenlager verschleppt wurden, belief sich aufgrund offizieller Schätzungen auf ungefähr 25.000. Sie wurden allerdings im Laufe einiger Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts nach Sibirien deportiert. Es gab drei Phasen. Štěpán Černoušek:

„Die erste Phase lag in der Zwischenkriegszeit. Es handelte sich vor allem um Wolhynien-Tschechen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus den Böhmischen Ländern in die Ukraine ausgewandert waren. Betroffen waren aber auch die auf der damals russischen Krim niedergelassenen Tschechen, die als sogenannte Kulaken die Repressionen der Sowjetmacht ertragen mussten. Dazukamen viele Emigranten aus der Tschechoslowakei, die der Illusion eines besseren Lebens in der kommunistischen Sowjetunion erlegen waren. Nach der Gründung der Tschechoslowakei 1918 zog des Weiteren eine ganze Reihe tschechischer Lehrer freiwillig in tschechische Dörfer in der Ukraine. 1931 wurden Dutzende von ihnen in einem Gerichtsprozess zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt und in das erste Zwangsarbeiterlager auf den Solowezki-Inseln im Weißen Meer deportiert.“

Die Repressionen gegen die in der Sowjetunion lebenden Minderheiten erreichten in den Jahren 1937/38 ihren Höhepunkt. Während des sogenannten Großen Terrors wurden in der Sowjetunion Hunderte tschechoslowakische Staatsbürger erschossen beziehungsweise hingerichtet. Bekannt ist zum Beispiel die Hinrichtung von rund 70 ČSR-Bürgern im ukrainischen Schitomir an einem einzigen Tag.

Die Wolhynien-Tschechen waren die Ersten

Die Deportationen setzten sich nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs fort:

„Tausende Tschechoslowaken flüchteten vor allem aus dem Gebiet der Karpato-Ukraine (unteres Bild), die seit 1919 Teil der ČSR gewesen war. Es waren vor allem dort lebende Rusinen, Juden und Slowaken, die sich vor den ungarischen Besatzern in die Sowjetunion retten wollten. Viele von ihnen wurden dort jedoch wegen illegaler Grenzüberschreitung, angeblicher Spionage oder Sabotage verhaftet und mit drei bis fünf Jahren Zwangsarbeit bestraft. Die meisten rettete eine Amnestie, die Moskau nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion erließ. Viele von ihnen, aber auch Freiwillige aus Wolhynien, meldeten sich zum Eintritt in die tschechoslowakische Militäreinheit in der UdSSR, deren Gründung der spätere Staatspräsident Ludvík Svoboda organisierte“, so Černoušek.

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Der Beginn der dritten Verhaftungs- und Deportationswelle wird gewöhnlich in den ersten Tagen unmittelbar nach Kriegsende datiert. In Wirklichkeit begann sie aber bald, nachdem die Rote Armee Ende 1944 das Gebiet der Slowakei, damals des sogenannten Slowakischen Staates, erreicht hatte. In der Regie der sowjetischen Geheimpolizei NKWD wurden dort viele Menschen festgenommen. Štěpán Černoušek behauptet:

„Eine sehr hohe Zahl an Opfern in der Nachkriegszeit kam aus der Slowakei. Das NKWD bekam zum Beispiel den Befehl, 100 Menschen in einem Dorf für die Zwangsarbeit festzunehmen und auf LKWs abzutransportieren. Vielen gelang es aber zu flüchten, und deshalb wurden unterwegs zusätzlich ahnungslose Passanten geschnappt, um die angeordnete Menschenquote zu erfüllen. Alle mussten mehrere Jahre Zwangsarbeit in der Sowjetunion leisten. Dabei hatte sich die absolute Mehrheit von ihnen durch nichts schuldig gemacht.“

Der NKWD klopft an die Tür

Deutlich anders ging es gleich in den ersten Tagen nach der Befreiung der Böhmischen Länder von den Nazis zu, damals allerdings bereits offiziell auf dem Gebiet der Tschechoslowakei:

„NKWD-Organe verhafteten viele Personen nach im Vorhinein erstellten Listen. Insbesondere handelte es sich um russische und ukrainische Immigranten aus der Vorkriegszeit, die mittlerweile tschechoslowakische Staatsbürger waren. Der Großteil von ihnen war nach der Machtergreifung durch die russischen Bolschewiki im Oktober 1917 geflohen. Nach ihrer Verhaftung durch die sowjetische Geheimpolizei wurden sie zurück in die UdSSR deportiert“, sagt Štěpán Černoušek.

Dieses Vorgehen des Sowjetstaates war offenbar vorrangig politisch motiviert. Doch es gab auch ökonomische Gründe. Die im Krieg schwer zerstörte Sowjetunion brauchte unter anderem Experten für die Erneuerung der Wirtschaft, und die ließen sich eben unter den Ex-Emigranten und ihren Nachkommen finden. In der Vorkriegstschechoslowakei hatten viele von ihnen eine gute Ausbildung genossen.

Die Verhaftungen verliefen in der Regel auf ähnliche Weise. Der Historiker Jan Hradílek vom Prager Institut zum Studium der totalitären Regime:

„Gleich in den ersten Tagen nach der Befreiung der Tschechoslowakei im Mai 1945 pochten die NKWD-Leute an den Türen der Opfer und sagten, man wolle den Vater, den Sohn oder den Bruder sprechen. Diese Menschen kamen nicht mehr nach Hause zurück, und ihre Verwandten hatten keine Ahnung, wohin sie verschwunden waren. Viele baten die zuständigen tschechoslowakischen Behörden um Hilfe. Zur selben Zeit befassten sich einige Diplomaten in Moskau mit dem Thema, wie aus ihrer Korrespondenz im Archiv des tschechischen Außenministeriums zu lesen ist.“

Hilfe für die Betroffenen kam allerdings nicht. Die Tschechoslowakei blieb untätig. Kopien von den Ermittlungsakten der sowjetischen Geheimpolizei konnten tschechische Historiker erst nach der politischen Wende von 1989 einsehen. Die meisten fanden sie in ukrainischen Archiven.

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Bis in die 1950er Jahre befanden sich in der Sowjetunion auch viele Gefangenenlager. Rund 70.000 der Insassen stammten aus der Tschechoslowakei. Štěpán Černoušek:

„Als Kriegsgefangene wurden sie in den Internierungslagern festgehalten, weil sie zuvor in feindlichen Armeen gekämpft hatten – viele von ihnen allerdings nicht freiwillig. Dies war zum Beispiel der Fall der tschechoslowakischen Bürger aus den schlesischen Regionen Hlučín (Hultschiner Ländchen, Anm. d. Red.) und Tešín (Teschen, Anm. d. Red.), die 1938 beziehungsweise 1939 vom Deutschen Reich annektiert worden waren. Viele Männer wurden anschließend zwangsweise in verschiedene Militäreinheiten oder halbmilitärische Formationen eingezogen. Das Leben in den sowjetischen Gefangenenlagern unterschied sich kaum von jenen im Gulag.“

Wer im Gulag überlebte, kam in der Regel nach Stalins Tod im Jahr 1953 frei, die Letzten aber erst 1955.

Das Team vom Verein „Gulag.cz“ hat seit 2009 bereits drei Fahrten an die Orte der früheren Arbeitslager unternommen. Dabei bahnten sich die Teilnehmer wiederholt kilometerweit mit Macheten einen Weg durch die Wildnis abseits jeglicher Zivilisation. Mit nach Hause brachten sie eine ganze Menge Dokumentarmaterial.

Auf Fotos und Filmaufnahmen haben sie dort hinterlassene persönliche Gegenstände, Briefe oder Tagebücher von Gefangenen wie auch die Orte der Lager festgehalten. Vieles davon ist auf der Webseite des Vereins veröffentlicht. Dort lässt sich auch ein Online-Rundgang in einem 3-D-Gulag-Modell unternehmen. Die 360-Grad-Panorama-Aufnahmen bieten Einblicke in verschiedene Teile eines ehemaligen sowjetischen Straflagers.

Quellen: gulag.cz/radio.cz vom 14.02.2015

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