Mysteriöses radioaktives Partikel nahe Russland entdeckt – Forscher ratlos

In einer Höhe von 7000 Metern in der Nähe der Aleuten-Inseln im US-Bundesstaat Alaska sind Forscher auf ein „höchst ungewöhnliches“ Aerosolpartikel gestoßen. Es soll eine geringe Menge an angereichertem Uran enthalten, der bei Kernbrennstoff und Bomben verwendet wird.

Dies geht aus der Studie einer Forschergruppe der US National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hervor, die im „Journal of Environmental Radioactivity“ veröffentlicht wurde. Demnach ist das das erste Mal seit Beginn der Beobachtung vor zwanzig Jahren, dass ein Partikel mit dem Uran-Isotop U-235 entdeckt worden sei.

„Die Analyse der Windrichtung und das Modell der Verbreitung von Luftpartikeln zeigen, dass dieses Partikel in einem asiatischen Land entstanden sein könnte: China, Nordkorea oder Japan“, hieß es.

Zwar können die Forscher die genau Herkunft des Partikels nicht nennen, doch sind sie davon überzeugt, dass es sich nicht um eine „natürliche Quelle“ handelt.

Da das ungewöhnliche Partikel im August 2016 entdeckt worden sei, könne die Atomkraftwerk-Katastrophe auf Fukushima 2011 als Quelle ausgeschlossen werden.

„Diese Studie wurde veröffentlicht, weil wir herausfinden wollten, ob jemand, der mehr über Uran weiß als wir, die Quelle des Partikels nennen kann“, sagte Dan Murphy, einer der Wissenschaftler bei der NOAA, gegenüber dem Portal „Gizmodo“ (Geheime Superwaffen im Einsatz: Der wahre Grund von Tschernobyl (Video)).

Radioaktivität über Europa: Ruthenium kam laut Ermittlern aus All

Im Streit um die Ursache erhöhter Radioaktivität in der Luft hat eine russische Regierungskommission Ende Dezember 2017 eine völlig neue Version präsentiert. Nach Angaben der Ermittler stammt die radioaktive Substanz Ruthenium, die sowohl in Europa als auch in Russland gemessen wurde, sehr wahrscheinlich aus dem All.

Nach mehr als zwei Wochen langen Ermittlungen kam die Kommission zu dem Schluss, dass die erhöhte Konzentration des Isotops Ruthenium-106 (Ru-106) über Russland und einigen europäischen Ländern nicht von einem Leck auf dem Boden habe verursacht werden können.

Die Vermutung, dass die Emissionsquelle irgendwo zwischen dem Ural und Osteuropa liege, könne angesichts der großen Entfernung unmöglich stimmen. „Dass diese Gebiete mehr als 2500 Kilometer voneinander entfernt sind, könnte auf eine auswärtige Quelle schließen lassen“, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht der Kommission.

Unter anderem könnte ein in der Erdatmosphäre verglühter Satellit mit Ruthenium-106 an Bord die Ursache gewesen sein (Fukushima: Forscher machen eine beunruhigende Entdeckung – Million Tonnen belastetes Wasser soll ins Meer abgeleitet werden (Video)).

Die Kommission zeigte sich zudem besorgt über mangelnde Informationen aus Rumänien. In diesem osteuropäischen Land wurden nach russischen Angaben Ruthenium-Werte gemessen, die „um ein Zehnfaches höher als in den Nachbarstaaten und in Russland“ seien.

Die Ermittler verwiesen darauf, dass es in diesem Land mehrere Atomanlagen gebe, darunter die Forschungsanstalt Horia Hulubei. „Das Fehlen von Informationen zur Ursache der extrem hohen Ruthenium-Konzentration in Rumänien erregt Besorgnis.“

Anfang Oktober hatte das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) von ungefährlich geringen Mengen von Ruthenium-106 in Deutschland, aber auch in Italien und Österreich berichtet. BfS-Fachleute vermuteten, dass die Quelle im südlichen Ural liegen könnte. Die russische Atomenergiebehörde Rosatom wies diese Mutmaßung als falsch zurück.

Ende November berichtete der russische Wetterdienst Rosgidromet von einem „extremen Anstieg der Ruthenium-Werte“ in mehreren Landesteilen. Nach Angaben der Behörde war die Konzentration jedoch geringer als in der EU und ungefährlich gewesen.

Ruthenium-106 wird hauptsächlich als Strahlenquelle in der Krebstherapie genutzt, seltener auch in Isotopengeneratoren zur Energieversorgung von Satelliten.

Inside Fukushima Kriegswaffe Planet Erde

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Literatur:

Reaktor 1F – Ein Bericht aus Fukushima 1

Grüße aus Fukushima

Fukushima: Vom Erdbeben zur atomaren Katastrophe

Quellen: PublicDomain/de.sputniknews.com am 17.02.2018

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