Neue Stonehenge-Theorie besagt, dass die Steine überhaupt nicht von Menschen transportiert wurden (Videos)

Stonehenge bleibt eines der am meisten diskutierten prähistorischen Monumente der Welt. Archäologen gehen davon aus, dass die Ringe aus aufrecht stehenden Steinen zwischen 3.000 bis 2.000 v. Chr. errichtet wurden, aber da die Kultur, die sie erschuf, keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterließ, bleibt ihr endgültiger Zweck unbekannt.

Die meisten Theorien postulieren, dass das Bauwerk eine Art von astronomischer Bedeutung hatte, aber darüber ist man sich noch nicht einig geworden. Und was vielleicht noch mysteriöser ist als der Sinn und Zweck des Bauwerks, ist die Art und Weise, wie die Menschen des Altertums das Monument mit den ihnen zur Verfügung stehenden Technologie überhaupt erbauen konnten, indem sich die Wissenschaftler darüber immer noch nicht ganz sicher sind.

Eine seit Langem existierendeTheorie über die Steine ​​besteht darin, dass sie irgendwie aus Wales zu ihrem jetzigen Standort transportiert wurden. Die besondere Art des Gesteins (d.h. die Blausteine), das teilweise für den Bau des Denkmals verwendet wurde, ist in diesem Gebiet nicht leicht zu finden.

Anfang dieses Jahres veröffentlichte der britische Archäologe Mike Pitts eine radikal neue Theorie, in der behauptet wurde, dass einige der Steine von Stonehenge bereits seit ​​Millionen von Jahren vor dem Eintreffen der Menschen in der Gegend vorhanden waren.

Pitts behauptet, dass die bei der Sonnenwende zu beobachtende Ausrichtung der zwei größten Steine ​​an der Sonne zufällig ist, aber dass diese Ausrichtung von den Menschen des Altertums bemerkt wurde, woraufhin sie dann den Rest des Monuments um diese zwei Steine ​​herum erbauten.

Nun wurde eine umstrittene neue Theorie veröffentlicht, die im Unterschied dazu behauptet, dass die Steine von weit weg aus Wales transportiert wurden, aber entgegen der allgemeinen Annahme nicht von Menschen, sondern ​​von einem Gletscher.

Die Theorie wurde vom Geologen Brian John in seinem neuen, selbstveröffentlichten Buch The Stonehenge Bluestones vorgestellt, das am 1. Juni veröffentlicht wurde. John sagt, dass ein großer Teil der derzeitigen Vorstellung rund um Stonehenge auf der Idee beruht, dass Menschen die Steine ​​transportierten, und nicht Mutter Natur.

John hält dies jedoch für Selbstüberschätzung: Archäologen haben im Allgemeinen angenommen, dass wenn das Eis nicht in der Lage war, sie zu transportieren, sie daher von Menschen transportiert worden sein müssen. Die Menschen haben diese Geschichte geliebt: Alle heroischen Vorfahren haben sich an die Arbeit gemacht, diese Steine ​​aus Westwales gesammelt und sie dann bis nach Stonehenge transportiert.

Wir alle lieben heroische Geschichten, und ich denke, deshalb haben die Menschen das mehr oder weniger einfach akzeptiert, ohne die zugrundeliegenden Belege zu hinterfragen.

Johns Theorie basiert auf seiner Analyse der Steine ​​selbst, die er für „ziemlich klumpige Steintrümmer“ hält, und die charakteristisch für die Steine ​​seien, die typischerweise von Gletschern transportiert und zermahlen werden. Es gebe keine Beweise dafür, dass Menschen die Steine ​​zu ihrem gegenwärtigen Standort transportierten, fügt er hinzu (Arkaim: Das russische Stonehenge – stärkste Anomaliezone Russlands (Video)).

Die Aktivität von Gletschern kann eine Ansammlung von breiten, flachen Steinen hervorbringen, die in der Regel nicht mit menschlichen Aktivitäten des Altertums in Verbindung gebracht werden. John geht sogar so weit, diese Theorie der Bewegung der Steine ​​mythologisch zu nennen.

Er erklärt: In den letzten 50 Jahren gab es bei den Stonehenge-Studien eine Verlagerung weg von der Wissenschaft hin zur Mythologie. Dies wurde teilweise durch die ständige Forderung der Medien nach neuen und spektakulären Geschichten über das Monument angekurbelt … So beobachten wir eine Obsession mit Erzählungen auf Kosten von Beweisen und eine Vielzahl von neu fabrizierten Mythen, die noch verrückter als die alten sind. Es ist Zeit für eine nüchterne Neubewertung.

John ist ein langjähriger Skeptiker gegenüber der Vorstellung des menschlichen Transportes der Steine. Er ist auch Co-Autor eines Berichts aus dem Jahr 2015, in dem argumentiert wird, dass das, was als Beweis für die jungsteinzeitliche Gewinnung von Blausteinen in Wales angesehen wurde, in Wirklichkeit ein ganz natürlicher Prozess war. 

Da die früheren Theorien nahelegen, dass die Blausteine zur Errichtung von Stonehenge mühsam herangeschleppt werden mussten, wurde diesen schweren Steinen eine große Bedeutung beigemessen, aber laut John gab es an diesen Steinen eigentlich nichts Besonderes, abgesehen von der Tatsache, dass Sie von Anfang an da waren.

Das untenstehende Bild zeigt genau, bei welchen Steinen es sich um ​​die Blausteine handelt, die vermutlich aus Wales stammen. Johns Theorie besagt, dass ein Gletscher sich vor etwa einer halben Million Jahren quer durch Wales schlängelte und schließlich entlang des Weges lose Blausteine ​​mit sich führte.

Schließlich ließ dieser Gletscher diese Steine demnach ​​auf der Ebene von Salisbury, dem genauen Stonehenge-Standort, zurück. Als sich der Planet im Laufe der Zeit wieder erwärmte – als Ergebnis einer natürlichen Temperaturschwankung des Planeten -, schmolz das Eis weg, und siehe da: Es kamen walisische Blausteine ​​auf der Salisbury-Ebene zum Vorschein!

(Rot: stehende Sarsen-Steine, Gelb: umgestürzte Sarsen-Steine, Weiß: Quersteine, Dunkelblau: stehende Blausteine, Hellblau: umgestürzte Blausteine, Grün: Altarstein)

John glaubt, dass es bis heute keine überzeugenden Beweise dafür gibt, die irgendwelche Steinbrucharbeiten bei den Blausteinaufschlüssen von Pembrokeshire in der Jungsteinzeit erklären könnten. Er beharrt vielmehr darauf, dass das, was als Beweise dafür hergenommen und präsentiert wird, auch einfach nur das Ergebnis natürlicher Prozesse sein könne.

Demnach hätten die jungsteinzeitlichen Bauerngemeinschaften, die vor Jahrtausenden beschlossen, gigantische Sonnenuhren zu bauen, um den Jahreswechsel und die verschiedenen Stufen der Bodenbearbeitung zu markieren, nur das verwenden müssen, was bereits verfügbar war.

Allerdings erklärt dies immer noch nicht, wie sie diese Steine aufrichten konnten. Zudem stimmen viele andere Archäologen nicht mit John überein. So zum Beispiel Josh Pollard, ein Archäologe von der Universität Southampton, der gegenüber LiveScience.com sagte, dass die Gletscherhypothese „zunehmend unhaltbar aussieht“.

Pollard fügt hinzu, dass nahegelegene Felsvorsprünge Hinweise auf alte Steinbruchaktivitäten sowie die gleiche Zusammensetzung wie die Steine ​​in Stonehenge aufweisen. Pollard ist Teil des Stonehenge Riverside Project, eines Forschungsvorhabens, das in der Nähe freigelegte Felsvorsprünge untersucht, um eine lokale Quelle für die Stonehenge-Steine ​​zu finden.

Bei diesem Wissenschaftsstreit könnte es sich vielleicht nur um Grabenkämpfe handeln, aber er zeigt auf, wie geheimnisvoll Stonehenge heute immer noch ist. Trotz all unserer Bemühungen können wir immer noch nicht die Geheimnisse darüber entschlüsseln, wie oder warum das Monument erbaut wurde (Die Bilder von Stonehenge, die Sie nicht zu sehen bekommen sollten (Video)).

Werden wir je die Wahrheit erfahren? Vielleicht ist die Wahrheit darüber, wie Stonehenge und viele andere antiken Mysterien entstanden ist, weit magischer und geheimnisvoller, als wir uns jemals vorstellen können.

Um die Wahrheit zu verstehen, ist es vielleicht notwendig, dass wir unseren Geist gegenüber neuen Konzepten öffnen, wie die Realität überhaupt beschaffen ist.

Literatur:

Höhlen. Verborgene Welten

Die Botschaft der Megalithen: Wer erbaute die steinernen Wunder?

Verwunschene Orte: Atlas der unheimlichen Orte. Eine düstere Reise um die Welt. Über 40 verfluchte Plätze der Welt und ihre geheimnisvollen Geschichten, illustriert mit historischen Karten.

Videos:

Quellen: PublicDomain/collective-evolution.com/mysteriousuniverse.org/maki72 für PRAVDA TV am 11.07.2018

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