Iran, Russland, Türkei: Vereint in neuem Goldstandard?

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Geld so gut wie Gold: Im klassischen Goldstandard gibt es feste Wechselkurse unter den angeschlossenen Währungsräumen.

Die USA haben Sanktionen gegen zahlreiche Länder verhängt, die dem Gold nahestehen. Diese Staaten könnten sich zu einem neuen Goldstandard vereinen, um ihre Währung zu stärken und sich dem Druck der Vereinigten Staaten zu entziehen.

Iran, Russland und die Türkei haben derzeit eine Sache ganz sicher gemeinsam. Sie sind Ziel US-amerikanischer Sanktionen. Die Gründe sind vielfältig, das Resultat ist das gleiche: Die Währungen dieser Staaten stehen massiv unter Druck.

Vor allem im Iran und in der Türkei steigt die Inflation massiv an. Es drohen ähnliche Zustände wie in Venezuela, wo Staatspräsident Nicolas Madura die Hyperinflation zuletzt mit einer Währungsreform zu bekämpfen versuchte.

Was alle der genannten Länder ebenfalls vereint ist ihre Nähe zum Gold. Russlands Goldreserven befinden sich an der 2.000-Tonnen-Schwelle. Die Bank of Russia kauft systematisch Edelmetall auf. Die Türkei gehört zu den weltweit größten Goldkonsumenten und Umschlagplätzen für das Edelmetall an der Grenze zu Asien (Russland: Putin als kluger Goldkäufer – Finanzwelt erwartet große Erschütterungen – endgültig den US-Dollar los werden)

Das Land diente lange als Lieferant für den Iran. Das Tauschgeschäft Gold gegen Öl hatte im Rahmen der letzten Sanktionsphase gegen Teheran Hochkonjunktur. Und mit einer anderen Gold-Großmacht gibt es politische Annäherung: China.

Die USA sind faktische Gegner aller genannten Länder – wirtschaftlich, politisch und auch zuletzt auch wieder zunehmend militärisch. Was liegt also näher, als sich gegen den gemeinsamen Feind zu verbünden?

Der US-Ökonom Steve Hanke hat sich in jüngster Zeit wiederholt zur Lage in Venezuela, im Iran und in der Türkei geäußert. Er empfahl den Ländern, ihre Währung ans Gold zu binden. In seinem jüngsten Artikel für das Forbes-Magazin weitet er seine Idee aus (Russland will zweitgrößter Goldproduzent werden).

Der schlägt vor, die Länder könnten eine gemeinsame Währungsbehörde etablieren (Currency Board), wie in früheren Zeiten des Goldstandards. Dabei würden die Währungen der jeweiligen Länder in einem festen Verhältnis aneinandergeknüpft und gleichzeitig ans Gold gebunden (Neue Weltordnung: Zentralbanker lässt Finanz-Reset durchblicken!).

Er schreibt: „Die Bildung goldgedeckter Currency Boards würden Iran, Russland und der Türkei das große Entkommen aus den US-Finanzsanktionen ermöglichen. Wenn man dies täte, wären Rial, Rubel und Lira so gut wie Gold. Und von einem Tag zum anderen, wäre ein bedeutender Gold-Block etabliert.“

Literatur:

Die Unersättlichen: Ein Goldman-Sachs-Banker rechnet ab

Wehrt Euch, Bürger!: Wie die Europäische Zentralbank unser Geld zerstört

Der Weg ins Verderben: Wie die Eliten die nächste Krise vorbereiten und wie Sie sich davor schützen können

Wer regiert das Geld?: Banken, Demokratie und Täuschung

Quellen: PublicDomain/goldreporter.de am 29.08.2018

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