Krisenvorsorge: Schneesturm, Eiszeit und Dauerfrost

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Krisenvorsorge Schneesturm: Einen schweren Schneesturm halten viele für ein abwegiges Krisenszenario. Sie denken das ein Schneesturm nur Sibirien und Alaska betrifft. Doch wer so denkt irrt. Das sogenannte Münsterländer Schneechaos traf ab dem 25. November 2005 das Münsterland.

Auch das Tecklenburger Land und weite Teile des Ruhrgebietes. Den gesamten Osten von Holland. Das westliche Osnabrücker Land. Das Bergische Land und das südliche Emsland. Das extreme Winterwetter dauerte mehrere Tage. Weite Gebiete waren von der Stromversorgung abgeschnitten.

Örtlich vielen in nur 6 Stunden bis zu 50cm extrem nasser und schwerer Neuschnee. Durch das Gewicht des Schnees brachen etliche Strommasten und Hochspannungsleitungen ein. Extremes Winterwetter betrifft also nicht nur den hohen Norden und die Gebirge.

Krisenszenario Schneesturm & Dauerforst – Im Würgegriff von Väterchen Frost

Im besagten Schneesturm waren mehr als 250.000 Menschen viele Tage lang ohne Strom und Heizung. Viele Hundert Menschen waren in Ihren Fahrzeugen auf der Autobahn 31 gefangen. Die Behörden öffneten erstmalig Atomschutzbunker um die gestrandeten Personen unterzubringen und zu versorgen.

In Ochtrub waren 18.000 Menschen ohne Strom und Wärme eingeschlossen. Mehr als 50 Masten der Hochspannungsleitung nach Ochtrup waren zusammen gebrochen. Auch im Jahr 2010 gab es einen extremen Winter. Über Weihnachten war die Insel Fehmarn unpassierbar. Sie war für mehrere Tage komplett von der Außenwelt abgeschnitten.

Anders als Norddeutschland ist Österreich Schnee und harte Winter gewohnt. Doch am 1.2.2014 hat es in Osttirol und Oberkärnten bis zu eineinhalb Meter geschneit. In der Folge waren viele Ortschaften für Tage nur aus der Luft erreichbar. Gut das die Bewohner dieser Region stets für einen Schneesturm vorsorgen. So sind die in der Lage bis zu zwei Wochen autark zu leben (Krisenvorsorge: Schutz vor Naturkatastrophen).

Ein Schneesturm ist auch auch in Millionenstädten heftig

Was geschieht wenn ein starker Schneesturm eine Millionenstadt einfriert und in Kälte erstarren lässt, zeigt New York. Die New Yorker wissen das Sie von extrem Schneesturm betroffen sein können. Dennoch sterben bei jedem Blizzard etliche Menschen durch die Kälte und ihre Folgen.

Extremes Winterwetter ist real und nicht nur in Nordamerika an der Tagesordnung. Sie kommen zudem viel häufiger vor als man denkt. Da Schneestürme meist zusammen mit Stromausfällen auftreten, sind sie sehr tückisch. Extremes Schneewetter ist ein sehr ernst zunehmendes Krisenszenario. Man sollte sich unbedingt darauf vorbereiten. So schützt man sich und seine Familie zuhause, aber auch im Fahrzeug.

 

Basisregeln Krisenvorsorge Schneesturm und Schneekatastrophe

Bewahren sie stets Ruhe.

Schalten Sie das Radio ein. Bleiben Sie über die Wetterlage und die Prognose für Ihre Region informiert.
Extremer Schneefall tritt selten allein auf. Ein klassisches Folgeereignis ist ein Stromausfall. Richten Sie sich also auch auf einen Blackout ein!

Bedeutend ist wo Sie sich zum Beginn des Schneechaos aufhalten!

Wenn Sie im freien sind suchen Sie das nächste Gebäude auf. Bitten sie um Unterschlupf.

Sind Sie im Auto Unterwegs, fahren Sie weiter solange es geht. Versuchen sie jedoch sofort das nächste Gebäude zu erreichen.

Bleiben Sie mit Ihrem Fahrzeug im Schnee stecken, verlassen Sie ihr Fahrzeug nicht! Solange sie Kraftstoff haben, verfügen Sie über Licht, Radio und Heizung. Aber Vorsicht! Der Auspuff Ihres Fahrzeuges muss dabei immer frei sein. Nur so können die Abgase ungehindert abziehen. Ist das nicht der Fall besteht bei laufendem Motor Lebensgefahr durch Erstickung! Daher sollten Sie immer eine Klappschaufel im Fahrzeug haben. Gut gerüstet sind sie im Fahrzeug wenn sie immer Ihren Fluchtrucksack oder die Vorbereitung für Ihr Fluchtfahrzeug im Kofferraum haben.

Sie sind sicher wenn sie sich zuhause aufhalten.

Kommt zur Schneekatastrophe noch ein Stromausfall wird es jedoch kalt. Denn die stationären Heizungen fallen aus. Für den Fall sollten Sie unbedingt über einen mobilen Gasheizer verfügen.

Verhaltensregeln Blizzard, Schneesturm und Dauerkälte

Vermeiden Sie Ihr Zuhause zu verlassen.

Gehen sie nicht ins Freie. Es sei denn Hilfe erreicht Sie von außen.

Nutzen Sie zudem ihre Vorräte und Utensilien um sich mit Wärme und Nahrung zu versorgen. Seien Sie sparsam mit dem Verbrauch von Brennstoffen. Sparsamkeit mit Gaskartuschen und Kerzen ist ratsam. Ein Schneesturm mit Schneechaos kann durchaus fünf oder mehr Tage anhalten. Nutzen Sie Kleidung, einen Schlafsack und Decken um sich warm zu halten.

Heizen sie nur einen Raum und nur auf 15°C um Brennstoff zu sparen. Nutzen Sie zudem einen Schlafsack um sich warm zu halten.

Lüften Sie trotz Kälte ausreichend. Besonders wenn sie z.B. Gaskocher in geschlossenen Räumen verwenden.

Denn ohne Lüftung droht Erstickungsgefahr! Das gilt für die Verbrennung aller Brennstoffe. Lüften und frieren ist besser als heizen und ersticken! Ein CO Warnmelder rettet leben!

Kerzen und Feuerzeuge gehören immer in jeden Haushalt.

Wenn Sie für einen Schneesturm vorgesorgt haben, ist ihr Haus ein sicherer Ort. Besonders wenn Sie über einen Kaminofen und ausreichend Brennstoff verfügen. Bei guter Bevorratung mit Wasser und Lebensmitteln sind Sie auf der sicheren Seite. So können Sie und Ihre Familie den Schneesturm zuhause gut überstehen.

Krisenvorsorge Schneesturm – das Wichtigste in Kürze

Im Schneesturm gilt, Radio einschalten und informiert bleiben. Fenster und Türen schließen. In den geheizten Raum oder Bereich des Hauses zurückziehen. Mit Energie und Heizmaterial sparsam haushalten. Das Haus im Schneesturm zudem nur im absoluten Notfall verlassen! Nicht rausgehen. Eigene Vorräte nutzen. Auf Anweisungen bzw. Hilfe von Außen warten (Ratgeber Einbruchschutz und Heimverteidigung).

Krisenvorsorge Schneesturm – Kinder und Haustiere

Bei einen Schneesturm können sich besonders alte Menschen und Kinder schnell unterkühlen. Achten Sie darauf das Kinder immer angemessen gekleidet sind. Das selbe gilt für Schwangere und zudem für Kranke. Bei extremer Kälte verbrauchen Körper sehr viel Kalorien um sich selbst warm zuhalten.

Stellen Sie daher sicher das alle Personen reichlich, kalorienreich und warm Essen. Haustiere reagieren sehr unterschiedlich auf Eis und Schnee. Reptilien und einige Vögel sind höchst empfindlich. Robuste Hunde, viele Kaninchen und einige Katzen sind bestens gegen Kälte gerüstet. Informieren Sie sich dennoch genau über die Bedürfnisse Ihres Tieres. Auf Nummer sicher gehen Sie wenn Ihr Haustier der extremen Kälte im geheizten Bereich Ihres vorbereiteten Zuhauses trotzt (Krisenvorsorge: Mit dem Solarkocher können Sie energieunabhängig kochen, grillen und backen (Videos)).

Krisenvorsorge Schneesturm & extreme Kälte

Je nachdem wie ein Schneesturm verläuft kann es sein das sie viele Tage von der Außenwelt abgeschnitten sind. Es ist zudem nicht ratsam ihr schützendes Heim zu verlassen! Igeln Sie sich daheim ein. Wichtig ist jedoch das Sie immer über die Möglichkeit zur Information und Kommunikation verfügen.

Lassen Sie das Radio dauerhaft eingeschaltet. So sind sie immer über aktuelle Entwicklungen informiert. Zudem ist wichtig das Sie über Ausrüstung sowie über Vorräte verfügen. So können Sie einen Schneesturm einige Tage autark überstehen (Vorsorge für die Krisenzeit: Von Genussmitteln bis zu Selbstverteidigung).

Literatur:

Selbstverteidigung im Straßenkampf: Hocheffektive Techniken für Mann und Frau, um den Angriff eines Straßenschlägers erfolgreich abzuwehren

Bushcraft: Survivalwissen Wildpflanzen Europas

Handbuch für das Überleben in Krisenzeiten

Überleben in Krisen- und Katastrophenfällen: Ein Handbuch für jedermann. Das Survival-Wissen der Spezialeinheiten

Quellen: PublicDomain/krisenszenario.de am 04.12.2018

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2 comments on “Krisenvorsorge: Schneesturm, Eiszeit und Dauerfrost

  1. An den Winter 78/79 kann ich mich gut erinnern. Da war die Rohbraunkohle, auf Grund ihrer natürlichen Feuchtigkeit, nicht aus den Güterwagons gekippt werden. Dann wurde die NVA zur Hilfe geholt, welche das mit Preßlufthämmern hinbekommen hat.
    Es gab einige Tage keinen Strom und kein Wasser, was jedoch zu diesen Zeiten nicht als große Katastrophe empfunden wurde. Die meisten Haushalte wurden noch mit Kohleöfen oder Kachelöfen beheizt und Braunkohlenbriketts hatte man überwiegend bereits im Keller. Für die Wasserversorgung fuhren damals Tankwagen durch die Straßen und man konnte sich das Wasser mit Eimern abholen. Das war in solchen Zeiten vollkommen ausreichend. Ein kleines Kofferradio hatten auch die meisten Menschen, also dudelte auch etwas Musik.
    Unter heutigen Bedingungen wären die Folgen sehr viel gravierender gewesen. Keine Heizungsanlage wäre gelaufen und für die ganz leichtfertigen, welche nur noch ein Dunströhrchen, statt einer vernünftigen Esse, im Hause haben, wäre es tragisch geworden.

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