Die rätselhafte Tabula Smaragdina: Welches Geheimnis hat Thoth der Atlanter der Nachwelt wirklich hinterlassen? (Video)

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Die Tabula Smaragdina des Hermes Trismegistos gilt als eines der bedeutendsten Dokumente der alten Wissenschaft. Trismegistos könnte man als den Urvater der Alchemie bezeichnen. Die Tafel aus reinem grünfarbigem Smaragdstein umfasst rund 14 (die Angaben variieren) geheimnisvolle Sätze in alt-phönizischen Lettern.

Eine Schriftart, von der alle Alphabete abstammen. Die Sätze spiegeln auch die Vorstellung einer möglichen Kausalität zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos wider; sie wurden vor rund 2.300 Jahren im ägyptischen Alexandria übersetzt und gehörten bald schon zu den am meisten interpretierten Texten.

Lange Zeit blieb die Tafel ein Rätsel für die Wissenschaft. Viele Gelehrte haben mehr als zwei Jahrtausende gerätselt, welche Botschaft in diesen geheimnisvollen Texten steckt. Man sagt sogar, dass die Zeilen entstanden seien, als auch die biblische Genesis ihren Anfang nahm. Von Frank Schwede

Eine Legende sagt noch heute, dass die Tafel unter einer Hermesstatue im Grab des Hermes in der Cheopspyramide aufgefunden wurde. Das aber ist nicht die einzige, doch dazu später mehr. Tatsache ist: die Tabula war in den Augen der alten Wissenschaft von unschätzbarem Wert, da die Texte von astrologischer, magischer, medizinischer und religiös-philosophischer Bedeutung waren.

Alchemisten Im Altertum gründeten auf diese 14 Verse Schriften die Fundamente ihres Wissens. So trägt beispielsweise das 14. Arkanum des Thoth-Tarot (Golden Dawn) den Titel Kunst als eine Anspielung auf die hohe Kunst der Alchemie.

Unzählige Male wurden die Texte in der Vergangenheit interpretiert und veröffentlicht, unter anderem auch von Isaac Newton, der die Schriften als erster ins Englische übersetzt hat, doch bis heute ist der Inhalt ein Mysterium geblieben, wie so viele Artefakte und Texte aus der Zeit vor Christus, weil so gut wie nichts aus dieser Epoche wirklich bekannt ist und die moderne Wissenschaft so ganz nebenbei noch immer ein Geheimnis aus der wahren Entstehungsgeschichte der Erde und Menschheit macht.

Auf den smaragdgrünen Tafeln sollen Buchstaben in alter atlantischer Sprache eingraviert sein, die auf speziell gestimmte Gedankenwellen reagieren, um auf diese Weise die entsprechenden mentalen Schwingungen im Bewusstsein des Lesers auszulösen. Die Frage, ob auch das nur eine von vielen Legenden ist, bleibt bis heute ebenfalls unbeantwortet.

Die hermetischen Geheimlehren sagen, dass die Smaragdtafel von Thoth, einem atlantischen Priesterkönig, verfasst und anschließend von Atlantis nach Ägypten gebracht wurde. Sie soll sogar Opfer der biblischen Sintflut vor rund 11.500 Jahren geworden sein, aus der man sie schließlich retten konnte (Die angeblichen „Thoth-Smaragdtafeln“ von Doreal).

Wer sich mit der Tabula verbindet erlangt die Macht von Thoth dem Atlanter

Die Geheimlehren sagen auch, dass Thoth derselbe ist, wie Hermes Trismegistos, der Dreimalgroße Hermes, Herrscher der drei Welten, von dem erzählt wird, dass er ein Sohn des biblischen Adam sei, und dass er ein Unsterblicher war, der den Tod überwunden hatte und dadurch sich aus freiem Willen zwischen den Ebenen bewegen konnte, ohne dabei durch den Tod zu gehen.

Man sagt über Thoth auch, dass allein seine große Weisheit ihn zum Herrscher über die verschiedenen atlantischen Kolonien und Süd- und Mittelamerika macht und dass dem Besitzer dieser Tafeln die Autorität Thoth verliehen würde.

Wie uns in der Vergangenheit die Geschichte immer wieder gelehrt hat, ist das mit den „Götter-Figuren“ schon immer so eine Sache gewesen, weil bis heute niemand weiß, ob diese Götter und Sagenhelden auch tatsächlich existiert haben oder tatsächlich nur eine Legende sind.

Auch mit Hermes Trismegistos ist das so. Einer Legende zufolge soll er mehr als zehntausend Bücher verfasst haben, kaum ein sterblicher Mensch wäre dazu in der Lage. Das heißt, dass es sich auch bei Trismegistos um ein Mythos handeln könnte, dass es ihn nie wirklich gegeben hat.

Auch Thoth war einer vom selben Schlage, in der ägyptischen Mythologie galt Thoth als alt-ägyptischer Gott, der der Menschheit die Sprache, Mathematik, Magie und die Wissenschaft lehrte, was auch aus den Inhalten der Smaragdtafel in der einen oder anderen Form deutlich hervor geht.

Aber nicht nur die Tabula selbst gibt bis heute Rätsel auf, auch über die Entdeckung erzählt man sich unterschiedliche Geschichte. So heißt es hier weiter, dass Hermes Trismegistos die Smaragdtafel auf einer Reise auf die indische Insel Ceylon gefunden habe, eine andere Erzählung berichtet davon, dass die Tafel in einer verborgenen Kammer unterhalb der Großen Pyramide von Gizeh aufbewahrt worden sei.

Und schließlich erzählt man sich auch, dass Abrahams Frau Sarah im Tal Hebron im Grab des Hermes die Tafel in dessen Händen entdeckt hat. Albertus Magnus hingegen glaubt, dass es Alexander der Große war, der die Tafel in Phönizien entdeckt hat.

Die Aufzeichnung der jüngeren Geschichte beginnt in der Tabula in Ägypten um 300 v. Chr. als zum ersten Mal im ägyptischen Alexandria der Originaltext ins Griechische übersetzt wurde.

Der Grund dafür war, dass sich die Gelehrten zu jener Zeit uneinig waren über die wahren Lehren der Alchemie, denn ägyptische, jüdische und griechische Alchemisten hatten damals so ihre eigene Version von der Hohen Kunst, die Schriften der Tabula sollten endlich Klarheit bringen.

 

Die Alchemie ist einem engen Kreis auserwählter Priester vorbehalten

Es heißt, dass bis Anfang des 20. Jahrhunderts nur lateinische Übersetzungen bekannt waren und dass erst der britische Historiker Eric John Holmyard und der Orientalist Julius Ruska erste Fassungen der Tabula entdeckt hätten.

Die Übersetzung der Tabula war am Ende für alle ein Segen und läutete tatsächlich eine neue Ära für die Alchemie ein, sodass die Schriften noch heute den Ausgangspunkt einer gemeinsamen Weisheitslehre symbolisieren.

Man muss dazu auch wissen, dass die Alchemie zu jener Zeit eine hohe Kunst war, eine durch Gott inspirierte Begabung, denn immerhin basiert auf die alte Alchemie die Grundlage aller Weltreligionen und die Wissenschaft. Erst im europäischen Mittelalter wurden Alchemisten allerorts als Scharlatane verschrien.

Und noch etwas ist in diesem Punkt wichtig zu verstehen: die Lehren und Praktiken der Alchemisten ist seit alters her geheim und nur einem sehr engen Kreis von auserwählten Priestern vorbehalten, was sicherlich einer der Gründe dafür ist, weshalb Alchemisten im Mittelalter von der Kirche als Teufelsanbeter und Ketzer verfolgt wurden.

Mag sein, dass hier auch der Grund für die Verschwiegenheit zu finden ist. Die Alchemie gilt als ein abgeschlossenes, hermetisches System. Das heißt, Alchemisten geben Fremden gegenüber niemals die Geheimnisse der Alchemie preis, weil dieses Wissen auch gewisse Gefahren birgt.

Jedoch sind bis zum heutigen Tage die Lehren und Praktiken der Alchemie erhalten geblieben und werden noch immer in okkulten Zirkeln über Generationen vom Meister an seine Schüler weitergereicht.

Für die Wissenschaft ist die Tabula von unschätzbarem Wert, denn schließlich hat sie das uralte Wissen der westlichen Zivilisation bis zum heutigen Tag bewahrt, auch wenn der Inhalt der Schriften aufgrund seiner okkulten Prägung nur sehr schwer zugänglich und zu verstehen sein mag, so steht in diesem Schriften geschrieben, was unser naturwissenschaftliches Weltbild ganz wesentlich beeinflusst hat, dasselbe gilt natürlich auch für die Religionen und für den Okkultismus. Der Alchemist und Buchautor Heinrich Kunrath bezeichnet die Tabula in seinem Buch Amphitheatrum Sapientiae Aeternae sogar als Monument für die ganze Menschheit.

Bis heute weiß niemand, wo sich das Original befindet, geschweige, ob es überhaupt noch existiert, das einzige, was erhalten geblieben ist, sind die drei alten lateinischen Übersetzungen, die in Alexandria aus der griechischen Übersetzung angefertigt worden sind.

Es wird vermutete, dass das Wissen der Tabula im 8. Jahrhundert über Marokko nach Spanien und schließlich auch auf den europäischen Kontinent kam, wo die Alchemie in den darauf folgenden tausend Jahren schon bald einen wichtigen Stellenwert innerhalb der alten Wissenschaft eingenommen hat, bis sie gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch die moderne Wissenschaft aus dem Feld gedrängt wurde.

Die Geschichte der Tabula hat viele Facetten, auch solche, die wir noch nicht kennen, doch eines sollte man auf keinen Fall: jede Information darüber ungefiltert übernehmen. Denn hinter vermeintlichen wahren Informationen verbergen sich oft auch krude und vor allem erfunden Geschichten, mit denen der Verfasser eine Menge Geld verdienen will. Auch über die Tabula existiert eine solche Legende.

Der US amerikanische Autor Doreal, der mit bürgerlichem Namen Claude D. Dodgin heißt und bereits schon 1963 verstarb, war ein begeisterter Anhänger der New-Age-Szene. In seinen zahlreichen Büchern hat er immer wieder behauptet, Originalschauplätze aufgesucht zu haben.

So behauptet Doreal unterirdische Städte im Tibet besucht zu haben, in der Wüste Gobi will er gewesen sein und auch auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko, wo er die Smaragdtafeln des Thoth entdeckt haben will, jedoch konnte der Autor nie irgendwelche Beweise dafür vorlegen.

Geschichte ist so spannend, doch nur solange sie tatsächlich wahr ist, schließlich kommt die Wahrheit doch eines Tages ans Licht – so oder so.

Bleiben Sie aufmerksam!

Übersetzung der Tabula Smaragdina, Genf 1702
Eygendliche Obersetzung

Der Hermetischen Smaragd=Tafel ins Deutsche auß dem Phönicischen.
Verfaßung der geheimen Künste des Hermes Trismegistens

1. Warhafftig / außer aller Vnwarheit / gewiß und warlich sage ich:
2. Die Geschöpf hie nieden gesellen sich zu denen dort oben / und diese hinwiederumb zu jenen / auf daß sie mit gesambter Hand ein Ding herfür bringen mögen / so voller Wunder steckt.
3. Vnd gleich wie alles auß einem durch deß einigen Schöpffers Wort entstanden: Also werden auch alle Ding nunmehr auß diesem einzigen ding durch anordnung der Natur gebohren.
4. Sein Vatter ist die Sonne / und seine Mutter der Mond; die Lufft träget es gleich als in Ihrer Bärmutter; seine Säugamme aber ist die Erde.
5. Diß Ding ist der Vrsprung aller Vollkommenheit der Sachen so in der Welt sind.
6. Seine Krafft ist am vollkommensten / wann es wiederumb in die Erde eingekehret ist.
7. Scheide alsdann die Erde fein von einander / so sie im Fewer gewesen / und mache ihre Dicke je subtiler und subtiler durch Hülffe des allerlieblichsten Dinges in der Welt.
8. In Summa. Steige durch großen Verstand von der Erden gen Himmel / und von dannen wiederumb in die Erde / und bringe die Krafft der öbern und untern Geschöpff zusammen / so wirst du aller Welt Herrlichkeit erlangen: Dannenhero auch kein verächtlicher Zustand mehr umb dich sein wird.
9. Diß Ding ist in allen starcken Sachen zu starck; dann es so wol die subtilste Ding überwinden als auch die härteste und dichteste durchdringen kan.
10. Auf diesen Schlag ist alles geschaffen was die Welt begreifft.
11. Dannenhero können wundersame Dinge gewircket werden / wann es auff solche Weise angestellet wird.
12. Und mir hat man deßwegen den Namen Hermes Trismegistus gegeben / weil ich alle drey Theil der Weißheit dieser gantzen Welt besitze.
13. Diß sey gesagt von dem Meisterstück der chemischen Kunst.

Neuübersetzung von Hans-Dieter Leuenberger, 2006

1. Wahr, wahr, kein Zweifel darin, sicher, zuverlässig!
2. Siehe, das Oberste kommt vom Untersten, und das Unterste vom Obersten; ein Werk der Wunder von einem Einzigen.
3. Wie die Dinge alle von diesem Grundstoff durch ein einziges Verfahren entstanden sind.
4. Sein Vater ist die Sonne, seine Mutter der Mond; der Wind hat ihn in seinem Bauch getragen, die Erde hat ihn ernährt.
5. Er ist der Vater der Zauberwerke, der Behüter der Wunder, vollkommen an Kräften; der Beleber der Lichter.
6. Ein Feuer, das zu Erde wird.
7. Nimm hinweg die Erde von dem Feuer, das Feine von dem Groben, mit Vorsicht und Kunst.
8. Und in ihm ist die Kraft des Obersten und des Untersten. So wirst du zum Herrscher über das Oberste und das Unterste.
Weil mit dir ist das Licht der Lichter, darum flieht vor dir die Finsternis.
9. Mit der Kraft der Kräfte wirst du jegliches feine Ding bewältigen, wirst du in jegliches grobe Ding eindringen.
10. Gemäß der Entstehung der großen Welt entsteht die kleine Welt, und das ist mein Ruhm.
11. Das ist die Entstehung der kleinen Welt, und danach verfahren die Gelehrten.
12. Darum bin ich Hermes der Dreifache genannt worden

Literatur:

Kolumbus kam als Letzter: Als Grönland grün war. Wie Kelten und Wikinger Amerika besiedelten. Fakten, Funde, neue Theorien

Welten im Zusammenstoss

Die Erde im Umbruch: Katastrophen form(t)en diese Welt. Beweise aus historischer Zeit

Video:

Quellen: PublicDomain/Frank Schwede am 21.02.2020

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