
terra-mystica.jimdofree.com berichtet: Eine von der US-Weltraumbehörde NASA und Europäischen Weltraumagentur ESA am Wochenende durchgeführte Übung zur Planetaren Verteidigung endete mit der »Zerstörung« eines etwa 100 km breiten Gebiets in Europa durch einen Asteroiden.
Das gegenwärtige Risiko eines Asteroideneinschlags mag zwar gering sein aber es könnte dennoch jederzeit geschehen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass die Erde eines fernen Tages katastrophal getroffen wird, beträgt sogar 100 Prozent und Astronomen sind sich alle darin einig:
Die Frage ist nicht, OB uns ein Asteroid treffen wird, sondern WANN. Kein Wunder also, dass die Wissenschaftler der NASA und ESA zusammen mit den verschiedensten Rettungsdiensten im Rahmen eines fiktiven Bedrohungsszenarios alle zwei Jahre ihre Bemühungen diesbezüglich koordinieren und in einer Simulation üben, wie unsere Zivilisation mit einem solchen Katastrophenfall umgehen würde, sollte es tatsächlich eintreten.
Im Rahmen der Planetary Defense Conference der International Academy of Astronautics wurde in diesem Jahr ein Asteroid simuliert, der sich nur noch sechs Monate vor einer Kollision mit der Erde entfernt befindet.
Die meisten Methoden, die uns vor einem großen Asteroideneinschlag bewahren sollen, sehen vor, dass das Weltraumgestein noch rechtzeitig entdeckt wird, wenn es sich noch fern im All befindet, so dass uns genügend Zeit bleibt, etwas dagegen zu unternehmen.
Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, eine Raumsonde in den Asteroiden zu entsenden, die mit ihrer Anziehungskraft eine kleine, aber dennoch signifikante Änderung seiner Flugbahn zur Folge hätte, die den feinen Unterschied zwischen einem Volltreffer und einer Verfehlung ausmachen könnte. Wenn der Asteroid jedoch bereits sehr erdnah ist, könnte die Zeit für eine solche Mission nicht ausreichen.
„Die beste Lösung für dieses Szenario wäre, gar nicht erst in die Flugbahn des Asteroiden hineinzufliegen“, wird Lindley Johnson, Koordinatorin für planetare Verteidigung bei der NASA, auf Space.com zitiert.
Im Fall der diesjährigen Planetenverteidigungsübung ging es um einen Asteroiden, der am 19. April entdeckt wurde und mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:2500 Mitte Oktober auf der Erde einschlagen könnte. Im Verlauf des ersten Simulationstages stieg die Wahrscheinlichkeit dann auf 5 Prozent an und umfasste ein potenzielles Einschlagsgebiet, das zwei Drittel der Erdoberfläche betrug.(Wissenschaftler behauptet, Oumuamua sei kein Asteroid sondern ein Raumschiff)



Vier Monate vor dem hypothetischen Impakt stellte sich heraus, dass der Asteroid am 20. Oktober in Zentraleuropa einschlägt würde und je nachdem wo er einschlägt, es zwischen 500.000 und 6.000.000 Menschen nicht überleben würden.
Allerdings war den Experten nicht das Ergebnis wichtig (schließlich konnte an dem theoretischen Ausgang des Szenarios sowieso nichts geändert werden), sondern vielmehr die das Ganze drumherum – also die Diskussionen und die Pläne, die erstellt wurden, sowie die Arbeit, die geleistet wurde, um vorherzusagen, was passieren würde.
Wenn wir in der Realität mit einer solchen Situation konfrontiert würden, wäre es für die Behörden von entscheidender Bedeutung, ihre Bemühungen zu koordinieren und Übungen wie diese können dazu beitragen, sicherzustellen, dass jeder so gut wie möglich vorbereitet ist.
© Fernando Calvo für terra-mystica.jimdofree.com am 04.05.2021
Tag 1 der Übung: Der Asteroid wird entdeckt
Das Spiel beginnt mit der Entdeckung des Asteroiden am 19. April 2021. Die Sichtung wird von offizieller Seite bestätigt. Der Asteroid erhält den Namen 2021PDC. Seine Entfernung zur Erde wird auf 57 Millionen Kilometer geschätzt.
Berechnungen zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags, der um den 20. Oktober 2021 erfolgen wird, bei fünf Prozent. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben also sechs Monate Zeit, bis der Asteroid da ist. (Fragment eines Asteroiden? „Feuerkugel“ über Deutschland gesichtet (Videos))

Tag 2 der Übung: Wahrscheinlichkeit eines Einschlags liegt bei 100 Prozent
Das Spiel springt zum 2. Mai. In der vergangenen Woche haben Astronomen daran gearbeitet, die Flugbahn des Asteroiden und die Wahrscheinlichkeit seines Einschlags genau zu berechnen. Sie stellen fest, dass 2021PDC der Erde bereits sieben Jahre zuvor nahe gekommen ist. Die Berechnungen lassen keinen Zweifel: Er wird zu 100 Prozent einschlagen. Europa oder Nordafrika werden davon betroffen sein.
In den kommenden Monaten wird die Region, in die der Asteroid einschlagen wird, immer konkreter werden. Die Größe von 2021PDC aber – und damit auch die Auswirkungen eines Einschlags – bleiben ungewiss. Erst, wenn der Asteroid näher kommt, kann er analysiert werden.
Aber wie kann er aufgehalten werden? Aufgrund des kurzen Zeitraums schließt das Team eine seriöse Weltraummission beim jetzigen Stand der Technik aus.
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Tag 3 der Übung: Vom Einschlag betroffene Region wird konkreter
Das Spiel geht am 30. Juni weiter. Es sind nur noch vier Monate bis zum Einschlag. Das Forscherteam kann die Einschlagsregion einschränken: Deutschland, Tschechien, Österreich, Slowenien und Kroatien werden direkt betroffen sein.
Die Größe von 2021PDC ist weiterhin ungewiss, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können diese bisher nur eingrenzen. Demnach hat er einen Durchmesser von maximal 500 und minimal 35 Metern. Je mehr Daten sie auslesen, desto mehr werden auch ihre Analysen hinsichtlich Gefahr und Schaden des Einschlags erweitert. Diese helfen dabei, Notfallmaßnahmen und Evakuierungspläne für die betroffenen Regionen auszuarbeiten.


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Tag 4 der Übung: Die Größe des Asteroiden wird ermittelt
Der letzte Tag der Übung findet am 14. Oktober statt, sechs Tage vor dem Asteroideneinschlag. 2021PDC ist noch 6,3 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Endlich kann das Forscherteam seine Größe bestimmen. Es stellt sich heraus, dass der Asteroid viel kleiner ist als bisher angenommen wurde.
Dadurch verkleinert sich auch die betroffene Region. Diese beschränkt sich nun auf Tschechien und Österreich, außerdem ist ein Gebiet in der Nähe der deutschen Grenze betroffen – mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent. Weiterhin gibt es Gespräche rund um die Katastrophenhilfe, damit alle betroffenen Menschen sicher evakuiert werden können.
Literatur:
Die geheime Raumfahrt
UFOs: Sichtungen seit 1945 (Typenkompass)
DAS OMNIVERSUM: Transdimensionale Intelligenz, hyperdimensionale Zivilisationen und die geheime Marskolonie
Verschlusssache UFOs
Quellen: PublicDomain/web.de/NASA am 04.05.2021
