Blackout-Vorsorge: Sichere Insel-Lösungen statt Planwirtschaft

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Zur Stabilität des Netzes muss die Energie, die gerade von den Konsumenten bezogen wird, auch im SELBEN Augenblick produziert und in das Netz geliefert werden. Dies stellt immer größere Herausforderungen an die Machbarkeit der Netzstabilität. Der NÖ Energy Globe Award Sieger 2021, Dr. Martin J.F. Steiner sprach mit Wochenblick über sein Projekt, der erneuerbaren Energiebereitstellung und Blackout-Sicherheit für Ortszentren.

Der Experte für erneuerbare Energie, Dr. Steiner, meint, dass die Räume der Bereitstellung von Energie mit den Räumen des Konsums so weit wie möglich zusammengelegt werden sollten.

Grundsätzlich könne man in Österreich aufgrund der geografischen Lage und Größe in der Lage sein, den Strombedarf aus regionalen erneuerbaren Quellen auch zu decken. Der Zukauf von Strom führe zu einer Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten und externen Einflussfaktoren wie Rohstoff- und Strompreisschwankungen an den Börsen. Zudem könnten überregionale Liefer- und Lastschwankungsprobleme regionale Auswirkungen zeigen.

Der europäische Netzverbund sei die letzten Jahrzehnte zwar ein Garant für Netzstabilität gewesen. Dieser internationale Netzverbund stelle sich nun aber auch als mögliche Bedrohung dar, da ein abrupter Lastzufall oder Bereitstellungsausfall überregional das gesamte (auch regionale Netz) zum Zusammenbruch bringen könne, so Martin Steiner.

Grundsätzlich könnte man zwar bei einem Ausfall von  Kraftwerkskapazitäten mit Lastabschaltungen gegensteuern (in D sollen atomare Kraftwerke 2021, 2022 und 2023 vom Netz genommen werden). Für Steiner stellt sich dabei aber die Frage, ob diese Maßnahmen wirklich von der Energie-Politik so gewünscht sind?

„Wer möchte schon eine plötzliche Stromabschaltung – oder Strom-Rationierung haben? Und wer wird darüber bestimmen, wer wie oft und für wie lange rationiert wird?“

Lokale Energie-Inseln

Steiner sieht einen Lösungsweg in der Übernahme von Eigenverantwortung der Bürger und Gemeinden vor Ort – die Pro-Sumer Gesellschaft (eine Verschmelzung von PROduzent und KonSUMENT): „Wenn ich nur ein System habe (EU-Netz) und das fällt aus – so ist der Strom für alle weg (Blackout). Wenn ich aber viele Tausende lokale Energie-Inseln habe, die sich vom Netz trennen können, können zumindest diese Inseln bis zu einem gewissen Grad eine Grundversorgung bereitstellen, auch ohne Netz.

Es gilt, einen Weg aus dem zentralistisch gedachten System in dezentrale lokale Systeme zu gehen. Dass viele Tausend Systeme gleichzeitig ausfallen, ist so gut wie unmöglich. Dass ein System ausfällt, ist nicht unmöglich.“(Vorzeichen eines Blackouts? Stromausfall in Österreich – wie könnte sich so ein Blackout-Szenario in etwa abspielen? (Video))

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Bürgermeister als Verantwortliche

Auf den Bürgermeistern der Gemeinden liege große Verantwortung. Sie seien im Krisenfall die Verantwortlichen und hätten dann vor Ort die Krise zu managen (siehe Kasten) und zu koordinieren. Vielen sei dies in der enormen Tragweite nicht bewusst.

„Ich kann nur daran appellieren, dass jede Gemeinde Notfallpläne für ein Blackout oder einen Krisenfall ausarbeitet. Der Ortskern muss im Krisenfall als Anlaufstelle für die Bürger zur Verfügung stehen. Um dies gewährleisten zu können, müssen die wichtigsten Gebäude blackoutsicher und teilautark gemacht werden.“, so der Experte.

Laut ihm brauche es mindestens eine Vorbereitungszeit von zwei Jahren, um für den extremen Krisenfall Konzepte vorbereitet zu haben und eine gewisse Notversorgung der Bürger für die erste Zeit sicherzustellen zu können.

Vorzeigeprojekte einzelner Gemeinden

Wie es gelingen könnte, die Gemeinden unabhängig und krisenfest zu machen, ist für den Niederösterreicher klar. Das sei auch ein Schwerpunkt in seinem Projekt Ortszentrum 2030 gewesen.

„Anhand eines realen Bauprojektes in der niederösterreichischen Gemeinde Obergrafendorf haben mein Kollege und ich umfassende Zukunftskonzepte für die Kombination von technischen und sozialen Innovationen in kommunalen Bauten unter Einbeziehung einer optimalen Versorgungssicherheit entwickelt.“, für Steiner besteht dringender Handlungsbedarf.

„Im Blackoutfall wird es keinen Strom, kein Wasser, keine Versorgung und kein Handy geben. Deswegen ist es extrem wichtig, im Ortskern geeignete Gebäude zur Versorgung der Menschen bereitzustellen.

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Wir haben uns überlegt, wo die Menschen im Krisenfall hingehen werden. Das werden ihnen bekannte und zentral gelegene Gebäude sein, wie das Rathaus, der Gemeindesaal, aber auch das Ärztezentrum oder Polizei, Feuerwehr und Rettung. Es muss daher dort an eine Grundversorgung mit Nahrung und eventuell auch an Not-Unterkünfte gedacht werden.“

Zusammenhalt gegen Spaltung

Die Sportvereine sollten mit einbezogen werden, im Falle des Netzausfalls könnten die Radfahrer und Läufer als Kuriere eingesetzt werden und für die Verständigung im Ort zuständig sein.

Das gemeinsame Üben aller Akteure nach einem gemeinsam entwickelten Plan sei enorm wichtig. Um im Notfall gerüstet zu sein, müssten regelmäßige Übungen, etwa alle 2 Jahre, stattfinden.

Martin Steiner appelliert:

„Gerade in der jetzigen Zeit ist der Zusammenhalt so wichtig. Die gemeinsame Vorbereitung auf einen Katastrophenfall und die Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel kann der Spaltung unserer Gemeinschaft entgegenwirken. Die Weisheit der Vielen, die Schwarmintelligenz, ist die Lösung und Antwort auf zentrale Bedrohungen!“

Literatur:

Freie Energie – Die Revolution des 21. Jahrhunderts

Nikola Tesla. Seine Patente

Das Freie-Energie-Handbuch: Eine Sammlung von Patenten und Informationen (Edition Neue Energien)

Quanten Äther: Die Raumenergie wird nutzbar. Wege zur Energiewandlung im 21. Jahrhundert

Quellen: PublicDomain/wochenblick.at am 05.12.2021

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2 comments on “Blackout-Vorsorge: Sichere Insel-Lösungen statt Planwirtschaft

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