Ist die Mutter aller Finanzblasen kurz vorm Platzen?

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Der Finanzmarkt ist seit Wochen sichtlich in Aufruhr, manche seiner Zweige sogar im freien Fall. Die Erregung hat bereits einige unabhängige Experten weltweit ins Rampenlicht gerückt, die sogar von einer US-gespeisten “Superblase“ sprechen.

Der Begriff der „Superblase“ – zur Beschreibung des gegenwärtigen Stadiums der Weltwirtschaft – stammt vom Co-Gründer der Finanzberatungsfirma GMO („Grantham, Mayo, & van Otterloo“), Jeremy Grantham.

Der gelernte, britische Ökonom hat am 20. Januar auf seiner Firmenwebsite einen umfangreichen Essay, mit dem Titel „Let the wild rumpus begin“ (zu Deutsch: „Lasst den wilden Tumult beginnen“), veröffentlicht. Die Publikation hat bereits einige Wellen in der Branche geschlagen.

Die Blasen der Vergangenheit

Zum Verständnis der Lage, in der sich der weltweite Finanzsektor vermeintlich befindet, zieht Grantham Geschichtsvergleiche heran. Laut dem Experten gab es lediglich fünf ähnlich prägnante Phasen in den letzten 100 Jahren. Dazu gehören der „New Yorker Börsencrash“ aus dem Jahr 1929 sowie die „Dotcom-Blase“ (auch genannt: „Internetblase“) aus dem Jahr 2000.

Zu dieser kurzen Liste gehört außerdem die 2006er US-„Immobilienblase“. Wobei die japanische „Immobilienblase“ wiederum grob auf das Jahr 1989 festgelegt werden kann. Diese war aber nur ein Unterkapitel in einer viel größeren, umfassenderen Blase, die in Japan das letztendliche Platzen der „Blasen-Wirtschaft“ nach sich zog. Preise für praktisch alles wurden künstlich hochgehalten und geschützt, da Japans Wirtschaft per Staatserlass von Importen abgeschirmt war.

Als Mitte der 1980er Jahre eine Deregulierung begann, traf der plötzliche, flächendeckende Preisverfall ein. Ab dem Jahr 1990 zählt der Beginn des sogenannten Zeitalters der „zwei verlorenen Dekaden“. Mit dem Jahr 2010 gilt der Ausklang dieser wirtschaftlichen Epoche in Japan.

Der Begriff „Superblase“

Grantham ist vollkommen überzeugt, dass sich die Weltwirtschaft mittlerweile in einer sogenannten „Superblase“ befindet. Mit der Einführung dieses Begriffs will der Experte auch einen Akzent zu den oben genannten, historischen Präzedenzfällen setzen.

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Er gibt in seinem Aufruf zu verstehen, dass nur die wenigsten seiner Warnung folgen werden, da Blasen und „Superblasen“ üblicherweise von einer hoch-euphorischen Marktbeteiligung definiert sind, in der das Sentiment eines ewigen Aufwärtstrends und der Unglaube an ein Ende des Wirtschaftswachstums herrscht. Deshalb ist für die meisten Beobachter und Teilnehmer der Kollaps dann auch verheerend, so Grantham.

Warum handelt es sich konkret um eine „Superblase“? Heute vor einem Jahr war noch die Rede von einer singulären Blase, die sich allein auf den Aktienmarkt bezog. Diese wurde verursacht und weitergetrieben durch staatlich verordnete, hohe Anleihekurse sowie niedrige Zinsen. Stichwort: Regulation.

Wäre es dabei verblieben, so gäbe es dem nichts weiter hinzuzufügen und die Wirtschaft hätte zwar die „die üblichen Schmerzen“ (Grantham) zu verkraften, aber eine Stabilisierung wäre noch zustande gekommen. Mittlerweile haben sich aber zwei weitere Blasen dazu gesellt, nämlich die im Rohstoff- und Immobilien-Sektor.

Grantham erklärt, dass dieser facettenreiche Ansturm mehrerer Wirtschaftsblasen, die sich zu einer einzigen zusammenschließen, Folgen von außerordentlichem Ausmaß haben werden. (Crash? Pfizer-Gate: „Black Swan“-Event an den Aktienmärkten)

  

Weshalb könnte die Expertise Granthams relevant sein?

Er spricht von Überschätzung, die zwar erst von den Entscheidern in der US Federal Reserve (US-amerikanische Zentralbank) und der US-Regierung praktiziert und verordnet wurde, dann aber im Folgenden ausgeweitet wird auf den Rest der Gesellschaft und den freien Markt. Das Konsumverhalten ändert sich, genauso wie die Bewertung der Dienstleistungen.

Menschen verfolgen eine extrem verzerrte Vorstellung von einem illusorisch hohen Wohlstand, der kosmetisch aufrechterhalten wird von einer vorsätzlich schlechten Wirtschaftspolitik, wie Grantham beteuert.

Jede wirtschaftliche Blase, besonders „Superblasen“, müssen früher oder später deflationieren, konstatiert der britische Ökonom. Sobald diese ruckartige Schrumpfung erfolgt, sind die Konsequenzen für den Großteil der Bevölkerung – sogar für die, die versuchten vorzusorgen – fatal. Sie können sich in einer schnell steigenden Arbeitslosigkeit, einem steil abfallenden Bruttoinlandsprodukt und einem Einbruch von Produktion und Dienstleistungen äußern.

Letzteres auch deswegen, weil Verdienende aufgrund der wirtschaftlichen Ungewissheit ihr Konsumverhalten signifikant zurückdrehen. Auf diese Weise wird auch seitens der Bevölkerung die Zirkulation der Wirtschaft weiter abgebremst. In Zeiten einer solchen Rezession wollen Menschen, die zumindest etwas Geld besitzen, es nicht ausgeben. Diejenigen jedoch, die schon fast gar kein Geld besitzen, müssen alles davon ausgeben.

Alle Vermögenswerte steigen weiterhin im Preis (z.B. Immobilien) und das mit einer außerordentlichen Rasanz, die die meisten Menschen in der Disziplin der Kapitalsicherung völlig disqualifiziert. Auch wird die US-amerikanische Einkommensschere von Grantham angeführt, die als Schablone auch repräsentativ für andere westliche Staaten ist.(Die Fed bereitet sich auf den Crash der globalen Finanzsysteme vor, um den „Great Reset“ umzusetzen)

 

Demnach sei nun das Gehalt eines durchschnittlichen Vorstandsvorsitzenden heute das 250-fache seiner Angestellten, wohingegen es vor wenigen Jahrzehnten noch das 25-fache gewesen sei. Ein Prozess, der seit mindestens dem Jahr 1997 klar zu beobachten sei.

Jegliche Angriffe auf und Brüche innerhalb der repräsentativen US-Demokratie in der Zukunft seien direkt zurückzuführen auf die erhebliche Schlucht im Einkommen und Wohlstand, verursacht durch die jetzige „Superblase“, legt Grantham dar.

Da die meisten Menschen sowieso auf Basis von geliehenem Geld leben und deren Kreditverträge in der Regel zu einer Zeit abgeschlossen wurden, die ewiges Wirtschaftswachstum voraussetzen, wird diese enorme, demografische Gruppe besonders von dieser Überschätzung betroffen sein. Vor allem, wenn die inflationäre Geldschöpfung, die Teil der – von Grantham genannten – „schlechten Wirtschaftspolitik“ ist, in den letzten zwei Jahren nie dagewesene Proportionen erreicht.

Wie von uns bereits in einer früheren Publikation darauf hingewiesen, hat die US-Zentralbank bis Januar 2020 das Drucken von vier Billionen (Anmerkung der Red.: nicht „Milliarden“) neuer US-Dollar-Einheiten veranlasst. Bis Oktober 2021 wuchs dies durch diesen hastigen Prozess auf zwanzig Billionen US-Dollar.

Grantham lässt auch eine Beobachtung massenpsychologischer Natur, die eine Endphase von großen Wirtschaftsblasen illustriert, nicht missen:

„Die wichtigste und am schwersten zu definierende Eigenschaft einer Blase im Spätstadium ist das rührselige Merkmal des verrückten Investor-Verhaltens. Aber in den letzten zweieinhalb Jahren haben wir zweifellos verrücktes Investor-Verhalten in Hülle und Fülle gesehen – mehr sogar als im Jahr 2000 – vor allem bei Meme-Aktien und Aktien aus dem Bereich der Elektrofahrzeuge, bei Kryptowährungen und NFTs.

Es sollte angemerkt werden, dass diese Einschätzung im Lichte des Versuches unternommen worden ist, die Klienten der privaten Finanzberatungsfirma GMO zu warnen. Es ist auch eine politische Positionierung, die explizit die Wirtschaftsentscheidungen Washingtons  der letzten Jahre wie auch Dekaden, sichtlich an den Pranger stellt.(Crash voraus? Marktstratege sieht ähnliche Warnsignale wie vor dem Platzen der Dotcom-Blase)

  

Bitcoins Schicksal gekoppelt an eine „Dotcom-Blase 2.0“?

Der Bitcoin erscheint mittelfristig viele der oben genannten Prozesse einer „Superblase“ widergespiegelt zu haben. Spekulationen über den wahrhaftigen, langfristigen Wert vom Bitcoin sind weiterhin im Gange: in einem Spektrum von 5.000 US-Dollar bis 150.000 US-Dollar und sogar 1.000.000 US-Dollar wird weiterhin alles besprochen. Jedoch sollte diese Gegenüberstellung auch stets die laufende Entwertung des US-Dollars berücksichtigen, die unabhängig voranschreitet.

Ähnlich wie zu Zeiten der „Dotcom-Blase“ gibt es auch nun einen Überschuss an Firmen und Projekten, die alle behaupten, dem innovativen Blockchain-Markt einzigartigen Wert und einmalige Anwendungsmöglichkeiten zu bieten. Den Sturm aber, der dem Platzen der „Superblase“ folgen wird, überdauern nur die wenigsten.

Der Gründer und Vorstandsvorsitzende von Galaxy Digital Holdings, Mike Novogratz, verbrachte den Januar mit pragmatischen Prognosen, die einen stetigen Fall des Bitcoins annahmen. Da der Abwärtstrend seit dem Allzeithoch Anfang November 2021 (67.566 US-Dollar) zu beobachten ist, sind diese Aussagen keine große Enthüllung. Wichtig sind aber die Tiefs, die von Novogratz genannt wurden und die bei jeder späteren Äußerung noch niedriger angesetzt wurden.

Die letzte Schätzung Novogratzs betrug sich auf den Bereich 38.000 – 40.000 US-Dollar (34.150 Euro – 35.950 Euro).

Das Januartief von 33.240 US-Dollar (29.814 Euro) stellte einen Abfall von 43,34 Prozent beziehungsweise 27,26 Prozent gegenüber dem Vormonat (Dezember-Hoch: 58.667 US-Dollar; Dezember-Tief: 45.697 US-Dollar) dar. Der Bitcoin schließt den ersten Monat des neuen Jahres mit einem Preis von 37.900 US-Dollar ab. (Stand: 30. Januar 2022)

Ob der Bitcoin einen Ausnahmeweg eingeschlagen hat oder passives Subjekt der Makroprozesse der von Grantham prognostizierten, weltwirtschaftlichen „Superblase“ verbleibt, ist unklar.

Jeremy Grantham schließt seinen vermeintlichen Appell unter anderem damit ab, dass er eingesteht, derzeit zu wenig von Kryptowährungen zu verstehen, als dass er diese bereits in diesem Wirtschaftszyklus schon als glaubwürdige und verlässliche Krisen- oder Inflationsabsicherung betrachten könne. Aber der britische Experte würde sich auch in jedem Fall von US-Aktien fernhalten. Er bevorzugt klassische Vermögenswerte, wie Gold, Silber oder Bargeld.

Am 28. April 2020 erschien „Der Hollywood-Code: Kult, Satanismus und Symbolik – Wie Filme und Stars die Menschheit manipulieren“ (auch bei Amazon verfügbar), mit einem spannenden Kapitel: „Die Rache der 12 Monkeys, Contagion und das Coronavirus, oder wie aus Fiktion Realität wird“.

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Ein handsigniertes Buch erhalten Sie für Euro 30,- (alle drei Bücher für Euro 90,-) inkl. Versand bei Zusendung einer Bestellung an: info@pravda-tv.com.

Quellen: PublicDomain/de.rt.com am 31.01.2022

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7 comments on “Ist die Mutter aller Finanzblasen kurz vorm Platzen?

  1. Pingback: La madre di tutte le bolle finanziarie sta per scoppiare? ⋆ Green Pass News
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  3. Ist das Zufall, oder Teil des Experiments, oder bewusste Schädigung der Impflinge bis hin zu Tod, oder wie soll man das einordnen?

    1. @Ketzerlehrling

      Wiedervereinigung, ÄU, Äuro, Finanzkrise, Massenm.gration, Corina – alles sat-AN-ische Agenda – hängt alles miteinander zusammen – ich verweise auf meinen ausführlichen Kommentar inkl. Screenshots vom von mir sogenannten sat-AN-ischen Anti-Leben-Baum zu diesem Pravda-Artikel:

      https://www.pravda-tv.com/2022/01/die-rothschilds-die-wahren-herrscher-der-welt/

      Ich empfehle Dir, Dir die Zeit zu nehmen, Dir diese Screenshots anzuschauen und die Analyse dazu zu lesen – und dann verbreite es bitte und sag‘ es weiter.

      Sie wollen die totale finale Menschenopferung, denn damit endet bei diesem sat-AN-ischen Anti-Leben-Baum deren Agenda – m. E..

    2. @Ketzerlehrling/alle

      Aus meinem Fundus zur damaligen Situation der m. E. inszenierten Finanzkrise, wo es um den ESM ging – bitte alles lesen und verbreiten, weitersagen:

      „Mysteriös: Warum hat Angela Merkel bei Euro-Krisensitzung geweint?
      Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 13.05.14, 01:31 Uhr | 296 Kommentare
      Der Euro-Gipfel in Cannes im Herbst 2011 muss ein Horror-Trip gewesen sein: EU-Präsident Barroso lancierte einen Putsch gegen den Griechen Papandreou, nachdem dieser von Nicolas Sarkozy gepeinigt worden war. Barack Obama demütigte die Europäer und übernahm offiziell das Kommando. Angela Merkel soll in Tränen ausgebrochen sein, als die Amerikaner die Enteignung von deutschem Volksvermögen als Sicherheit verlangt hatten. Nach diesem Gipfel waren der Euro gerettet und die Euro-Politiker zu Lakaien degradiert.

      Präsident Barack Obama tröstet Merkel unmittelbar nach ihrem Tränen-Ausbruch in Cannes. Dieses offizielle Foto hing danach wochenlang öffentlich im Weißen Haus, als Trophäe. (Foto: White House)
      Die Financial Times hat in einer äußerst lesenswerten Reportage die Ereignisse beim G 20-Gipfel im November 2011 in Cannes rekonstruiert.
      Die Geschichte liest sich wie Shakespeares Macbeth.
      Die FT hat von Teilnehmern des Gipfels erfahren, dass sich die EU-Staatschefs unter Anleitung von Nicolas Sarkozy darauf geeinigt hatten, den griechischen Staatschef Papandreou zu erpressen: Der wollte ein Referendum über das Rettungspaket. Die EU-Führer sagten Nein, Sarkozy demütigte den Griechen in bespielloser Weise. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso soll in der Zwischenzeit ein Intrige gestartet haben und den Oppositionsführer Samaras auf die Installierung einer Regierung der nationalen Einheit vorbereitet haben. Barrosos Kandidat: Der ehemalige Zentralbanker Lucas Papademos. Der Plan gelang. Es war ein eiskalter Putsch, in dem Technokraten aus Brüssel einen gewählten Regierungschef zu Fall brachten. Nicht in offener Feldschlacht, sondern mit dem Messer von hinten. Es muss ein ekelhaftes Zusammentreffen gewesen sein.
      Schließlich ging es bei dem Treffen um Italien: Die Italiener waren am Ende. IWF-Chefin Christine Lagarde versprach, Italien mit 80 Milliarden Euro zu retten, um den Crash zu verhindern. Dafür müsste die Troika ins Land. Statt der Troika kam schließlich der Goldman Mario Monti.
      Die Amerikaner wollten in Cannes eigentlich den Durchbruch bei der Euro-Rettung erreichen. Präsident Barack Obama übernahm die Leitung der Sitzung, nachdem Sarkozy ihm Platz gemacht hatte. Gemeinsam mit seinem Finanzminister Timothy Geithner präsentierte Obama einen Plan: Wie in den USA sollte auch in Europa ein Rettungsschirm eine Brandmauer aus Steuergeldern errichtet werden, um das Finanzsystem zu stabilisieren. Die Europäer sollten unbegrenzt Geld drucken, um eine Panik an den Finanzmärkten zu verhindern. Weil Deutschland sich immer gegen die verbotenen Staatsfinanzierung durch die EZB gewandt hatte, legte Obama einen neuen Vorschlag vor: Die Europäer sollten ihre Speziellen Ziehungsrechte (Special Drawing Rights, eine Art Papiergold, das der IWF für die Mitgliedsländer hält) für die Euro-Rettung verpfänden.
      Hier soll sich nun der FT zufolge die bemerkenswerte Szene abgespielt haben: Angela Merkel soll empört gewesen sein und gesagt haben, dass sie das deutsche Tafelsilber nicht verpfänden könne, weil EZB-Chef Jens Weidmann sein Veto eingelegt habe.
      Die FT schreibt, Merkel sei in „Tränen ausgebrochen“ (tearful breakdown). Sie habe gesagt: „Das ist nicht fair. Ich kann nicht gegen die Bundesbank entscheiden. Das kann ich nicht machen.“
      Die FT wörtlich:
      „,Das ist nicht fair.’ That is not fair, the German chancellor said angrily, tears welling in her eyes. ,Ich bringe mich nicht selbst um.’ I am not going to commit suicide.“
      Merkel soll vor allem erbost gewesen sein, dass die Euro-Retter offenbar die deutschen SDRs kassieren wollten, ohne Italien die Troika zu schicken. Merkel soll gesagt haben: „Ich werde ein solch großes Risiko nicht eingehen, ohne etwas von Italien zu bekommen. Ich werde nicht Selbstmord begehen.“
      Laut FT hätten die Amerikaner und Franzosen an dieser Stelle gemerkt, dass sie zu weit gegangen waren. Eine Entscheidung wurde auf den nächsten Morgen vertagt, an dem nichts mehr geschah.
      Ein Kommentator auf ft.com zweifelt an der Version der FT. Er erinnert an die Memoiren des spanischen Premiers Zapatero: Dieser hatte geschrieben, dass der IWF bei der Sitzung auch den Spaniern Geld + Troika angeboten habe – 50 Milliarden Euro. In den Memoiren sei auch zu lesen, dass der italienische Finanzminister Tremonti als erster von „Selbstmord“ gesprochen haben soll: Die Troika in Italien, das wäre das Todesurteil für das Berlusconi-Kabinett gewesen. Der Kommentator bezeichnet die Tränen Merkels als „Show eines Clowns“.
      Unabhängig von der Frage, warum Merkel geweint hat und ob die Tränen nicht tatsächlich ein gigantisches Theater waren, ist die Schilderung der FT aus einem anderen Grund aufschlussreich: In Cannes wurde den Europäern offenbar klargemacht, dass sie den Euro durch eine Schuldengemeinschaft zu retten haben. Der erste Versuch mit den IWF-Ziehungsrechten wurde nicht verwirklicht – doch Merkel und den anderen war klar, dass sie durch Inflation und Gelddrucken dafür zu sorgen haben, dass die Dinge in der Euro-Zone wieder ins Lot kommen.
      Wenig später wurde der ESM beschlossen, noch etwas später verkündete Mario Draghi, die EZB werde den Euro mit allen Mitteln retten. Das heißt also: Die EZB wird den Euro auf Kosten der europäischen Sparer durch Inflation oder OMT-Programme oder der Bazooka retten. Vermögensabgaben und Ähnliches sind seit dieser Sitzung unausweichlich.
      Nach dieser Sitzung war die demokratische Entscheidungsfindung in Europa abschafft. Ab da wurde alternativlos durchregiert.
      Der Euro war gerettet. Die Zahlen sind heute genauso schlecht wie damals. Doch die europäischen Politiker sind anders: Ein einziger Ritualmord genügte, um sie gefügig zu machen.
      Der Grieche Papandreou hatte als letzter in Europa versucht, sein Volk an der Entscheidung über die Zukunft zu beteiligen. Er wurde eiskalt gemeuchelt.
      Seither muckt keiner mehr auf in Europa.
      Lady Macbeth in Cannes, Merkel in Tränen.

      Großes Theater.
      Verheerende Folgen.“

      Mehr zum Thema:
      Die große Plünderung: Der Weg Europas von der Demokratie zur Feudal-Herrschaft

  4. Der Crash kommt alle Jahr wieder zur angstmacherei da passiert nix .ausser wieder Mal ein Thema zur Angst in euren Köpfen .was bewirkt so ne panikmachereier auch das mit Knappheit ihr konsumiert mehr das ist schon alles was die wollen .Angst und konsum damit ihr immer wahre Sklaven bleib .

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