Wer profitiert eigentlich von dem Krieg in der Ukraine?

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Jeder Kriminalist weiß, dass eine zentrale Frage bei der Suche nach einem Schuldigen die Frage des Motivs ist. Also kann man diese Frage auch mal im Bezug auf die Ukraine stellen: Wer profitiert eigentlich von dem Krieg? Von Thomas Röper

Wieder einmal hat Andrej Schitow, ein Analyst der TASS, dessen Analysen ich sehr schätze und von denen ich schon einige übersetzt habe, eine Analyse veröffentlicht.

Dieses Mal geht es um die Frage, wer eigentlich vom Krieg in der Ukraine profitiert und wie immer beruft sich Schitow, der viele Jahre in den USA gearbeitet hat, auf amerikanische Quellen. Daher habe ich seine Analyse übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Wer von Stellvertreterkriegen profitiert: Wer den bewaffneten Konflikt in der Ukraine warum verlängert

„Es ist für jeden offensichtlich, wer davon profitiert. Wer davon profitiert, der hat es natürlich getan“, sagte der russische Präsident Wladimir Putin nach den Bombenanschlägen auf die Nord-Stream-Gaspipelines im September. „Den Angelsachsen reichen die Sanktionen nicht, sie sind zu Sabotage übergegangen“, um die europäische Energieinfrastruktur zu zerstören, erklärte der russische Staatschef.

Der lateinische Ausspruch, den er auf Russisch zitierte – fecit, cui prodest („getan von dem, dem es nützt“) – ist seit alten, vorchristlichen Zeiten bekannt. Schon im alten Rom ließen sich Juristen bei der Untersuchung von Verbrechen von diesem Grundsatz leiten. Und heutzutage hilft er, die Logik der Ereignisse im totalen hybriden Krieg nachzuvollziehen, der von denselben Angelsachsen, also den USA, Großbritannien und ihren engsten „Freunden und Verbündeten“, gegen Russland entfesselt wurde.

Der Einfachheit halber werden sie oft einfach als der kollektive Westen bezeichnet, aber in Wirklichkeit ist derselbe Grundsatz – cui prodest oder, wie er manchmal formuliert wird, cui bono – auch eine Erinnerung daran, dass, wie das russische Sprichwort sagt, Freundschaft Freundschaft, aber Tabak Tabak ist. (Anm. d. Übers.: Die deutsche Entsprechung des russischen Sprichwortes ist „Beim Geld hört die Freundschaft auf“)

„Am Krieg verdienen“

Vor einigen Tagen veröffentlichte die europäische Ausgabe der amerikanischen Zeitung Politico einen Artikel darüber, dass man das auch in der Alten Welt immer deutlicher versteht. „Europa wirft den USA Kriegsprofite vor“, lautete die Überschrift. (Anm. d. Übers.: Weil das in der Tat ein sensationeller Artikel war, habe ich ihn übersetzt, Sie finden ihn hier)

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Im Prinzip ist es natürlich nur ein halber Schritt von der Behauptung, jemand verdiene am Krieg, zu der Frage, durch wessen Schuld die bewaffnete Konfrontation in der Ukraine verlängert wird.

Der Zeitung zufolge sind „europäische Spitzenbeamte wütend auf die Regierung von Joe Biden und werfen den Amerikanern vor, mit dem Krieg ein Vermögen zu verdienen, während die EU-Länder leiden.“ „Tatsache ist, wenn man es nüchtern betrachtet, dass die USA das Land sind, das am meisten von diesem Krieg profitiert, weil sie mehr Gas zu höheren Preisen verkaufen und weil sie mehr Waffen verkaufen“, so ein hoher EU-Offizieller gegenüber Politico.(Kriegsgefahr: USA erwägen Lieferung von Raketen an Kiew, die Russlands Hinterland treffen können)

Auf dem jüngsten G20-Gipfel in Bali hätten die Staats- und Regierungschefs der EU übrigens versucht, sich bei Biden persönlich über die überhöhten Kosten für Gas aus Übersee zu beschweren, was ihnen aber nicht gelungen sei, weil „dem amerikanischen Präsidenten das Problem einfach nicht bewusst zu sein schien.“ Ob er sich des Problems wirklich nicht bewusst ist, bleibt unklar, aber die Europäer hat das Vorgehen sicher nicht erfreut.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat öffentlich darauf hingewiesen, dass er die Preise für amerikanisches Gas für „unfreundlich“ hält; der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck hat Washington zu mehr „Solidarität“ mit den Verbündeten aufgerufen, um deren Kosten zu senken; der für den Binnenmarkt zuständige EU-Kommissar Thierry Breton hat daran erinnert, dass „die USA uns ihr Gas mit einem Multiplikatoreffekt von vier verkaufen, wenn es den Atlantik überquert“, und hinzugefügt: „Natürlich sind die Amerikaner unsere Verbündeten … aber wenn etwas schief läuft, muss man es auch unter Verbündeten sagen.“

Mal sehen, ob Macron das in Washington erreicht, wo er gerade zu einem Staatsbesuch, also einem besonders ehrenvollen, eingetroffen ist. (Anm. d. Übers.: Ein offizieller Staatsbesuch findet mit allen Ehren statt und hat diplomatisch und politisch wesentlich mehr Gewicht, als ein einfacher „Arbeitsbesuch“, der diplomatisch und politisch nicht so hoch angesiedelt ist.)

„Totaler Panikmodus“

Warum die Europäer so durchdrehen, ist klar. Laut der Zeitung ist „billigere Energie auch für amerikanische Unternehmen schnell zu einem großen Wettbewerbsvorteil geworden. Die Unternehmen planen neue Investitionen in den USA oder verlagern sogar ihre bestehenden Produktionen von Europa in amerikanische Fabriken.“

Eine entsprechende Ankündigung des multinationalen Chemiekonzerns Solvay, „die jüngste in einer Reihe solcher Ankündigungen wichtiger EU-Industriekonzerne“, wird als Bestätigung angeführt. Im Übrigen hatte das belgische Unternehmen Solvay im Frühjahr angekündigt, seine Aktivitäten und Investitionen in Russland im Zuge der Ukraine-Krise einzustellen; nun stellt sich heraus, dass es sich in die USA umorientiert.

Und es geht nicht nur um amerikanisches Gas, das für amerikanische Verbraucher relativ billig und für ausländische Verbraucher sehr teuer ist. Nach Angaben von Politico „ist Brüssel erst in Panik geraten“, nachdem Washington das neue Gesetz zur Verringerung der Inflation (Inflation Reduction Act) vorgestellt hatte, das ein Paket von protektionistischen Subventionen und Steuererleichterungen für „grüne“ Unternehmen und Industrien in den USA im Wert von 369 Milliarden Dollar enthält!

In den USA gilt dieses Gesetz, das Biden im August dieses Jahres im Vorfeld der Zwischenwahlen zum Kongress im November unterzeichnet hat, als großer politischer Erfolg des Weißen Hauses und des Präsidenten persönlich im Kampf gegen den Klimawandel. Aber der Hinweis auf die panische Reaktion darauf in Europa ist keine Übertreibung; dort werden sogar die Grundlagen der transatlantischen Beziehungen in Frage gestellt. „Der Inflation Reduction Act hat alles verändert“, sagte ein EU-Diplomat. „Ist Washington noch unser Verbündeter oder nicht?“

In der Öffentlichkeit äußern sich Offizielle vorsichtiger, aber nicht weniger besorgt. „Der Inflation Reduction Act ist sehr besorgniserregend“, sagte die niederländische Außenhandelsministerin Lise Schreinemacher. „Die möglichen Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft sind sehr groß.“

„Die USA verfolgen eine innenpolitische Agenda“, sagte der Europaabgeordnete Tonino Picula, der als „Beauftragter des Europäischen Parlaments für die transatlantischen Beziehungen“ bezeichnet wird, „die bedauerlicherweise protektionistisch ist und die Verbündeten der USA diskriminiert.“

Wie man in Moskau sagen würde: Wie jetzt, haben die es endlich begriffen? Nun, besser spät als nie.

Der Chef der EU-Diplomatie, Josep Borrell, äußerte sich gegenüber Politico direkt zu der Situation und forderte Washington auf, auf die Befürchtungen der Europäer einzugehen. „Die Amerikaner – unsere Freunde – treffen Entscheidungen, die wirtschaftliche Auswirkungen auf uns haben“, betonte er. Mich erinnert das an ein anderes Sprichwort aus der Antike: „Plato ist mein Freund, aber die Wahrheit ist wertvoller.“

Natürlich geht es mir nicht darum, Borrell mit Sokrates zu vergleichen, sondern ich will sagen, dass die Europäer wirklich verärgert sind. Der eingangs erwähnte hochrangige EU-Funktionär sagte: „Wir sind wirklich an einem historischen Punkt angelangt. Amerika muss erkennen, dass sich die öffentliche Meinung in vielen EU-Ländern ändert.“

 

Begründete Ängste?

Es ist jedoch an der Zeit, sich dem für uns wichtigsten, dem ukrainischen Thema zuzuwenden. Nach Angaben von Politico „wächst hinter den Kulissen auch die Verärgerung über das Geld, das in den amerikanischen Verteidigungssektor fließt.“

Wie die Zeitung erinnert, haben die USA seit Beginn der Kämpfe Waffen und militärische Ausrüstung im Wert von über 15,2 Milliarden Dollar an die Ukraine geliefert; niemand kommt ihnen in dieser Hinsicht nahe. Für die EU belaufen sich die Schätzungen für dieselben Lieferungen laut Borrell auf etwa acht Milliarden Euro.

In was für ein Feuer all diese Waffen geworfen werden, können wir im Fernsehen sehen. Und die amerikanische Zeitung zitiert einen „hochrangigen Offiziellen aus einer europäischen Hauptstadt“, der darauf hinweist, dass „die Wiederbeschaffung einiger hochentwickelter Waffen aufgrund von Problemen in der Lieferkette und bei der Herstellung von Chips „Jahre“ dauern könnte.“

Der Zeitung zufolge „verstärkt dies die Ängste, dass die US-Rüstungsindustrie noch mehr von diesem Konflikt profitieren könnte.“ Man beachte übrigens das Wort „Ängste“ (fears)! Ich habe sie auch…

Der Preis der Mahnungen

Ein europäischer Diplomat hat wohl versucht, Washington über Politico mitzuteilen, dass die USA angesichts ihrer Rüstungseinnahmen den Gaspreis für ihre Verbündeten hätten senken können. „Es ist optisch nicht gut, den Eindruck zu erwecken, dass der beste Verbündete in Wirklichkeit riesige Profite aus Ihren Problemen zieht“, warnte er.

Aber Russland kennt den Wert solcher Mahnungen aus der Fabel von der Katze Waska, die „hört, aber frisst“. Und das Pentagon, so die amerikanische Zeitung, „arbeitet bereits an einem Fahrplan zur Beschleunigung der Waffenverkäufe“ – als Reaktion auf die „gestiegene Nachfrage“, wie es heißt. Auch der Nationale Sicherheitsrat des Weißen Hauses erklärte den Journalisten, dass der Markt die Preise bestimme und die Regierung in Washington nichts damit zu tun habe.

Die Moral dieser Fabel ist, wie wir uns alle erinnern, dass die Schandtaten nicht aufhören werden, wenn nicht endlich jemand „Macht ausübt“, also ihnen mit Gewalt ein Ende setzt. Und das versucht Russland ja auch zu tun. Und zwar nicht aus Profitgier: Wer daran zweifelt, den verweise ich auf das jüngste Treffen Putins mit den Müttern von Soldaten, die an der Militäroperation teilnehmen.

Das bestätigen im übrigen auch die amerikanischen Medien. In letzter Zeit haben sie mit offensichtlicher Freude darüber geklatscht, dass Russland von den Ereignissen in der Ukraine nicht profitiert. Und was folgt nun daraus, wenn wir von dem uralten und unantastbaren Prinzip cui bono ausgehen?

„Langfristige Strategie“

Aber die Angelsachsen machen im Großen und Ganzen keinen Hehl daraus, dass sie es für äußerst profitabel halten, gegen Russland Krieg zu führen – nicht nur auf fremde Kosten, wie oben beschrieben, sondern vor allem mit fremden Händen, „bis zum letzten Ukrainer“. Es wurde schon viel darüber geschrieben, aber das Thema weckt weiterhin Interesse.

Neulich stellte ein britischer Forscher in einem von Johnson’s Russia List abgedruckten Kommentar erneut die Frage, „ob es in der Ukraine einen Stellvertreterkrieg (proxy war)“ zwischen der NATO und Russland gebe, da Biden das seiner Meinung nach seinerzeit verneint habe und das offizielle Kiew diese These sogar als ein „Narrativ der russischen Propaganda“ betrachte. Das englische Wort „proxy“ hat viele Bedeutungen, ursprünglich bedeutete es Vermittler oder Stellvertreter.

Ein „proxy war“ ist ein Krieg mit fremden Händen, ein klassisches Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit war die Organisation des bewaffneten Widerstands gegen die sowjetischen Truppen in Afghanistan durch westliche Geheimdienste in den Jahren 1979 bis 1989.

Jetzt wird derselbe Begriff verwendet, um die Ereignisse in der Ukraine zu beschreiben – und, wie Briton anmerkt, „keineswegs nur von Kritikern der US-Politik.“

Das bestätigen auch die Aussagen des ehemaligen Beraters des US-Außenministeriums und prominenten Politikwissenschaftlers Eliot Cohen, des pensionierten Vier-Sterne-Generals Philip Breedlove, des ehemaligen Befehlshabers der Gemeinsamen Streitkräfte der NATO in Europa, und des ehemaligen Verteidigungsministers und ehemaligen CIA-Direktors Leon Panetta.

Letzterer sagte beispielsweise in Bezug auf die ukrainischen Ereignisse: „Hier sind wir in einen Konflikt verwickelt. Das ist ein Stellvertreterkrieg mit Russland, ob wir es zugeben oder nicht.“

Im Prinzip ist es natürlich nicht nötig, nach Beweisen die Einmischung der USA in der Ukraine zu suchen. Es genügt, an die ganz offizielle Erklärung des derzeitigen Pentagon-Chefs Lloyd Austin zu den Zielen Washingtons in der Auseinandersetzung mit Moskau zu erinnern. Er begann mit der banalen These der Unterstützung der ukrainischen „Souveränität“, fügte dann aber hinzu: „Wir wollen, dass Russland so weit geschwächt wird, dass es nicht mehr in der Lage ist, solche Dinge zu tun, wie es sie beim Einmarsch in die Ukraine getan hat.“

Der New York Times zufolge „schimpfte“ Biden damals über seinen Minister, weil er zu offen war, aber seinen Worten wurde nicht widersprochen und hinter den Kulissen „bestätigten Offizielle, dass das tatsächlich die langfristige Strategie ist.“

 

„Dort, und nicht hier bei uns“

Außerdem wurde der Satz von Austin in einem bestimmten Kontext geäußert. Wie der Autor in Erinnerung ruft, veröffentlichte die RAND Corporation, ein strategischer Think Tank, der fast vollständig von der US-Regierung finanziert wird und größtenteils im Auftrag des Pentagon arbeitet, im Jahr 2019 einen Bericht darüber, wie man Russland „überfordern und aus dem Gleichgewicht bringen“ kann; als eine der Schlüsselstrategien, die auf die „größte externe Verwundbarkeit“ Russlands abzielt, wurde „tödliche Hilfe für die Ukraine“ bezeichnet.

Und während des Amtsenthebungsverfahrens gegen den republikanischen Präsidenten Donald Trump 2020 erklärte der einflussreiche demokratische Kongressabgeordnete Adam Schiff: „Die USA helfen der Ukraine und ihrer Bevölkerung, damit wir dort gegen Russland kämpfen können, und nicht hier gegen Russland kämpfen müssen.“

Und das ist keineswegs eine einsame oder gar isolierte Meinung im Capitol Hill. Ein anderer demokratischer Kongressabgeordneter, Seth Moulton, erklärte in einem Interview mit dem konservativen Sender Fox News: „Letztendlich müssen wir uns bewusst werden, dass wir uns im Krieg befinden. Und nicht nur in einem Krieg zur Unterstützung der Ukrainer. Wir befinden uns im Grunde genommen – wenn auch teilweise durch fremde Hände (through a proxy) – im Krieg mit Russland. Und es ist wichtig, dass wir gewinnen.“

Der Republikaner Dan Crenshaw, ein einäugiger Veteran der US Navy Special Forces, der einen Bezirk von Texas im Unterhaus des Kongresses vertritt, twitterte: Die Hilfe für Kiew sei gerechtfertigt, denn „in die Zerstörung der militärischen Macht des Feindes zu investieren, ohne einen einzigen amerikanischen Soldaten zu verlieren, ist meiner Meinung nach eine gute Idee.“ Das war die Antwort auf Trumps Parteifreunde, die das Prinzip „America First“ vertreten.

Schließlich äußerte sich auch der prominente republikanische Senator Lindsey Graham zu diesem Thema: „Solange wir der Ukraine mit den nötigen Waffen helfen und sie wirtschaftlich unterstützen, wird sie bis zum letzten Mann kämpfen.“

Der Autor des Artikels weist zu Recht darauf hin, dass das im Grunde nichts anderes ist als die von vielen bestrittene These, dass die USA beabsichtigen, „bis zum letzten Ukrainer“ zu kämpfen.

Es bleibt noch hinzuzufügen, dass alle genannten Abgeordneten auch im neuen US-Kongress weiterarbeiten werden. Die Zeit wird zeigen, welche Stimmung im Unterhaus, wo die neue republikanische Mehrheitsfraktion hauptsächlich aus Trump-Anhängern bestehen wird, vorherrschen wird.

 

Standardwerkzeug

Jedenfalls ist es auch erwähnenswert, dass schon die Praxis, Stellvertreterkriege zu führen, ein Standardinstrument der amerikanischen Außenpolitik ist. Daran erinnerte Anfang November ein neuer Bericht des Brennan Center for Justice der New York University mit dem Titel „Secret War: How the U.S. Uses Partnerships and Proxy Forces to Wage War Under the Radar“ (Geheimer Krieg: Wie die USA Partnerschaften und Stellvertreter bei der Kriegführung nutzen, um unter dem Radar zu bleiben)

„Afghanistan, Irak, möglicherweise Libyen. Wenn man den Durchschnittsamerikaner fragt, wo die USA in den letzten zwei Jahrzehnten gekämpft haben, wird die Antwort wahrscheinlich diese kurze Liste sein“, heißt es in der Einleitung des Berichts.

„Aber die Liste ist falsch: Sie lässt mindestens 17 andere Länder aus, in denen die USA mit Bodentruppen, Stellvertretern oder Luftangriffen in bewaffnete Konflikte verwickelt waren.“

Laut seinem Profil ist das Brennan Centers eine juristische Organisation. Der 39-seitige Bericht befasst sich mit den rechtlichen Mechanismen, die es den Streitkräften ermöglichen, all diese subversive Arbeit in einer Weise durchzuführen, dass sie nicht einmal die Aufmerksamkeit der eigenen Abgeordneten, geschweige denn der amerikanischen Öffentlichkeit auf sich zieht.

In der US-Gesetzgebung ist das vor allem die so genannte Section 333 (10 U.S.C. §333), die als Rechtsgrundlage für militärische Kooperationsprogramme („train and equip“) dient. Mitte 2018 hatten die USA mit mehr als 50 Ländern, darunter die Ukraine sowie Georgien, Kasachstan, Tadschikistan und Usbekistan, solche Programme.

Für Kiew wurden auch andere Projekte genehmigt, darunter die 2015 vom Kongress genehmigte Sicherheitsunterstützungsinitiative für die Ukraine.

Ich möchte gleich klarstellen, dass in dem Bericht kein besonderer Schwerpunkt auf die Ukraine und andere postsowjetische Staaten gelegt wird; die Beispiele für verdeckte Operationen des US-Militärs und Geheimdienste stammen hauptsächlich aus den Erfahrungen afrikanischer Länder, darunter Somalia, Kamerun und Niger. Ich konnte keine vollständige Liste der 17 Staaten finden, die in der Einleitung erwähnt werden.

Das Spiel mit dem Feuer

Das unterstreicht jedoch nur ein weiteres Mal die Tatsache, dass das Dokument nicht auf das aktuelle Geschehen zugeschnitten und keineswegs für ein internationales Publikum politisiert ist. Sein Pathos und seine wichtigste Schlussfolgerung ist, dass die US-Regierung in ihrem eigenen nationalen Interesse Lücken und Schlupflöcher in den Gesetzen schließen sollten, die zu ernsthaften Problemen führen könnten, einschließlich der Provokation bewaffneter Konflikte und des Todes von US-Soldaten im Ausland.

Besonders gefährlich ist laut der Studie die sogenannte Section 1202 des US National Defence Authorisation Act, die ursprünglich 2018 verabschiedet wurde, aber seitdem beibehalten und erweitert wurde und nun bis 2025 in Kraft bleiben soll. Im Wesentlichen geht es darum, dass der US-Verteidigungsminister bis zu 15 Millionen Dollar pro Jahr ausgeben darf, um „ausländische Streitkräfte, irreguläre Kräfte, Gruppen oder Einzelpersonen“ zu unterstützen, die von US-Spezialkräften in „irregulären Kriegseinsätzen“ eingesetzt werden.

Die Verfasserin des Berichts erklärt, dass sich diese Operationen nicht gegen bestimmte Terrorgruppen richten, wie in einem ähnlichen Abschnitt des Gesetzes, aus dem die Vorschrift übernommen wurde, sondern gegen ganze Staaten – und zwar „sowohl gegen Schurkenstaaten wie Iran oder Nordkorea als auch gegen beinahe gleichstarke Gegner (near-peers) wie Russland und China.“

Mit anderen Worten, die Sektion „könnte im Prinzip für einen Konflikt niedriger Intensität mit mächtigen, sogar nuklear bewaffneten Staaten genutzt werden“, heißt es in dem Dokument.

Es handelt sich um eine Art „Catch-1202“, fast wie in Joseph Hellers berühmtem Antikriegsroman („Catch-22“). Wenn man das amerikanische Gesetz umsetzt, das angeblich die Sicherheit stärken soll, kann man in einen atomaren Konflikt geraten.

Wie man sagt, beißen die Autorin der Studie und ich uns auf unsere Zungen. So Gott will, wird die Studie die Schöpfer der Washingtoner Politik dazu bringen, zweimal darüber nachzudenken, mit welchem Feuer sie spielen, wenn sie versuchen, die militärische Flamme zu entfachen – selbst wenn das durch fremde Hände geschieht.

Ende der Übersetzung

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Quellen: PublicDomain/anti-spiegel.ru am 02.12.2022

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2 comments on “Wer profitiert eigentlich von dem Krieg in der Ukraine?

  1. wie immer eine sehr einseitige sicht der dinge. also laut medien profitiert noch jemand ganz gewaltig an den kampfhandlungen und dessen nebenwirkungen , nähmlich wer ganz im osten.
    man beachte …. meine formulierung….kampfhandlungen und nicht westformulierung dazu, nähmlich krieg( aber nicht drüber nachdenken).
    also laut den medien verdienen die russen ganz furchtbar viel daran, das der westen kein gas mehr abnimmt, aber trotzden bezahlen muß und aus der not heraus an andere zum deutlich höheren preis verschleudert wird. welche dann natürlich zum deutlich höheren preis wieder vom westen gekauft wird. weil zb aus norwegen/ finnland kann man ja gas kaufen, das die das von den russen haben…psssssst
    und das der westen sich mit der sogenannten unterstützung der ukraine übernimmt, ist natürlich im interesse des westen..oder doch nicht ?!
    alles theater und mummenchanc auf kosten der manipulierten und ferngesteuerten kleinen leute.

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