Energiesparen: Über die Kunst, einen Wohnraum zu beheizen

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Energiesparen ist das beherrschende Thema. Mehr oder weniger untaugliche Ratschläge kursieren dazu. Jetzt können wir Ihnen eine ausführliche Betrachtung eines Fachmanns vorstellen, die alle Fragen dazu beantwortet, die Sie noch gar nicht gestellt haben. Schon vorab kann festgestellt werden: Kurzes intensives Lüften kostet kaum Energie.  Von Uwe Klaus

Grundgedanken zum Thema „energiesparendes Heizen in Wohn- und wohnähnlich genutzten Räumen“:

Als Ausgangspunkt benenne ich zunächst einige „Binsenweisheiten“:

Wärme (wie auch jede andere Erscheinungsform von Energie) „wandert“ bzw. „fließt“ stets bis zu dessen Ausgleich vom höheren zum niederen Niveau, die „Wanderungs“- bzw. „Fließgeschwindigkeit“ folgt der Größenordnung des jeweiligen Energiedeltas direkt proportional. Bei ausgeglichenem Delta weisen zwei Körper keinen Temperaturunterschied mehr auf, demzufolge erfolgt weder Energieabgabe noch Energieaufnahme. Das ist eine „Binsenweisheit“ aus dem Physikunterricht früherer Jahre, an die ich hier erinnern möchte.

Eine weitere „Binsenweisheit“: Solange der Mensch lebt, muss er zu seinem Wohlbefinden von seiner Hautoberfläche mit typischer Hautoberflächentemperatur von ~35°C stets und ständig – mit geringer „Wanderungs“- bzw. „Fließgeschwindigkeit“ – aus der Verstoffwechslung seiner Nahrung, plus gegebenenfalls aus physischer und/oder aus psychischer Belastung herrührende „Abwärme“ an seine unmittelbare Umgebung abgeben.

In Physiologie-Lehrbüchern findet man u.a. für den Menschen zwei physiologische Temperaturschwellen à 7°C … diese addiert (=14°C) und von der typischen Hautoberflächentemperatur von ~35°C subtrahiert, erklärt das rätselhafte „Wunder“, warum sich Menschen üblicherweise bei einer unmittelbaren Umgebungstemperatur von ~21°C wohl fühlen.

Bei zu großem Temperatur-Delta zwischen Hautoberfläche und unmittelbarer Umgebungsluft (>>14°C) erfolgt die Wärmeabgabe mit großer „Wanderungs“- bzw. „Fließgeschwindigkeit“, das empfindet der Mensch als unangenehm, ihm wird kalt oder er friert.

Beträgt die Temperatur der den Menschen unmittelbar umgebenden Luft ~21°C, gewährleistet das physiologische Delta von 2*7°C = 14°C eine außerordentlich langsame Wärmeabgabe von der Hautoberfläche an die unmittelbare Umgebungsluft – der Mensch fühlt sich wohl.

Zu warme Umgebungsluft hingegen (siehe z.B. tropische Nächte) verhindert ein ausgeglichenes physiologisches Delta, der Mensch kann nicht genug „Abwärme“ abgeben – Schwitzen beeinträchtigt unser Wohlfühlempfinden negativ (ein ähnliches Phänomen kann man bei Bettlägerigkeit als Folge von Fieber beobachten).

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Auf diese uns allen eigentlich im Grundsatz bekannten Erscheinungen komme ich später zurück, wenn wir uns fragen: Wieviel Wärme benötige ich denn, um mich in der kalten Jahreszeit in Wohn- und wohnähnlich genutzten Räumen wohlzufühlen?

Nun zu den Wohn- und wohnähnlich genutzten Räumen, die in aller Regel Bestandteil wie auch Sinn und Zweck mehr oder minder großer Bauwerke sind … von so genannten Tiny-Häusern über Beton-Fertigteilhäusern oder auch Plattenbau-Siedlungen bis hin zu mehr oder minder großen Ein- oder gar Mehrfamilienhäusern, wobei zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Ansichten und / oder Zwänge (z.B. nach Kriegen) das Präferenz-Pendel mehr in diese oder jene Richtung neigen ließ.

Alle Wohn- bzw. wohnähnlich genutzten Räume dienen mehr oder minder intensivem Aufenthalt von Menschen mit mehr oder weniger Komfort, angefangen vom Grundbedürfnis, unter einem sicheren Dach schlafen zu können bis zu Villen oder auch Luxusherbergen, in denen alle Wünsche im Voraus schon erfüllt zu sein scheinen. Zudem beeinflussen Zeitgeist, regionale Traditionen wie auch individuelle Vorlieben bzw. Abneigungen diese oder jene bauliche Ausführung Wohn- bzw. wohnähnlich genutzter Räume / Gebäude.

Wie schon der Volksmund sagt, widerspiegeln „unsere vier Wände samt Dach überm Kopf“ schlichtweg das Grundverständnis für Wohn- und wohnähnlich genutzte Räume.

 

Beschränken wir dabei unseren Fokus zunächst auf den Begriff „Wärmedämmung“.

Je besser die Ausführung der Wärmedämmung, umso weniger immer teurer werdende Wärme dringt in das und durch das Mauerwerk vom Rauminneren zur Wandaußenseite – ein Verlust, der zur Aufrechterhaltung einer individuell gewählten Raumtemperatur stets und ständig und mit entsprechendem Kostenaufwand „nachgefüllt“ werden muss!

Zu geeigneten oder ungeeigneten Maßnahmen der Optimierung der Wärmedämmung streiten sich viele Experten … zum Teil ganz unerbittlich. Daran will ich mich mit meinen Darlegungen nicht beteiligen. Mir sei nur die Frage gestattet: Warum ziehen sich Menschen bei entsprechend frostigen Außentemperaturen mehrere Schichten besonders für die kalte Jahreszeit geeigneter Kleidung an, bevor sie sich nach „draußen“ begeben? Je tiefer Außentemperaturen sinken (erst recht in Erwartung eisigen Windes), umso dicker/wärmer ziehen wir uns vorm Verlassen von Gebäuden an – das gilt in besonderem Maße, nähern wir uns polaren Regionen (UND: wohl kein ernst zu nehmender Mitbürger passt nur die äußere Kleidungshülle eisigen Temperaturen an).

Übertragen wir diese Erfahrung in das Sachgebiet der „Wärmedämmung“. Auch hier gilt: Je weiter sich die Koordinaten zu errichtender oder bestehender Gebäude weg vom Äquator in Richtung sub- bzw. polare Regionen nähern, desto intensiver müssen die Bauwerke wärmegedämmt werden.

Wir erinnern uns:

Das Delta zwischen (vergleichsweise) hoher Rauminnen- und (in aller Regel signifikant) niedrigerer Außentemperatur generiert die Wanderung der Raumwärme von innen nach außen. Ziel der Wärmedämmung ist es, die Wärmewanderung von innen nach außen gerade im Zeitraum größten Wärmebedarfes mit marginaler Wanderungsgeschwindigkeit für die Raumnutzer so gering wie nur möglich, d.h., im Wohlfühlbereich zu halten.

Nun – haben wir uns auf optimale Wärmedämmung der den Raum/die Räume umgebenden Wände verständigt, wenden wir uns dem Medium zu, das uns in Wohn- und wohnähnlich genutzten Räumen unmittelbar umgibt und bei ca. 21°C Wohlfühlen vermittelt – der Raumluft.

Dafür gestatte ich mir zum Einstieg in eine andere Form des Nachdenkens in Sachen Heizung ein simples und die Vielfalt von Wohn- bzw. wohnähnlich genutzten Räumen stark vereinfachendes Rechenmodell.

Nehmen wir einen „Muster-Raum“ mit 4m * 5m = 20m² Grundfläche an; bei einer Raumhöhe von 2,50m betrüge das Volumen des „Musterraumes“ 50m³, die ca. 65 kg „auf die Waage bringen“. Zur Vereinfachung lasse ich ganz bewusst alle Einrichtungsgegenstände usw. weg – wer Spaß daran findet, kann den Rauminhalt „seines“ Muster-Zimmers unter Einbeziehung seiner Einrichtungsgegenstände durchrechnen.

Fragen wir uns einfach: Wieviel Wärmeenergie muss ich aufwenden, um die 65 kg Raumluft in meinem „Musterraum“ nach kräftigem Durchlüften von frischen 16°C auf angenehme 21°C aufzuheizen?

Das Formelbuch sagt dazu w = m * k * [kJ/(K*kg)] wobei statt kJ auch kWs (kiloWattsekunde) gilt.

Den Wert der spezifischen Wärme für Luft k entnehme ich meiner Zahlentafel mit 1,015 kJ·kg-1·K-1 für nicht getrocknete Luft – der Kontrollblick auf die Maßeinheiten zeigt den richtigen Rechenansatz, die Maßeinheiten Kg für die Masse und K für das Temperaturdelta kürzen sich weg – übrig bleibt nur w = 65 * 5 * 1,015 KJ bzw. kWs.

Tippen wir die Zahlen in den Taschenrechner erhalten wir gerundet 330 kJ bzw. 330 kWs = 330 000 Ws.

Rechnen wir diesen Wert auf gebräuchlichere Wattstunden bzw. Kilowattstunden um (in dem wir die 330 000 Wattsekunden durch 3600 Sekunden einer Stunde teilen, erhalten wir ~92 Wh oder auch rund 0,1 kWh!!! Das verblüfft … so wenig Wärmeenergie …?

Egal, wie oft wir die Rechnung wiederholen – es kommt nix anderes dabei raus, auch wenn wir noch so verdutzt den Kopf schütteln. Mehr als diese unglaublich geringe Wärmemenge von weniger als einer Zehntel Kilowattstunde ist nicht zur Erwärmung der 50m³ Luft unseres Musterraumes von 16°C auf 21°C nötig!

Wow!!!

Gibt diese verblüffend geringe Wärmemenge nicht Anlass zu der Frage:

Wie erkläre ich mir den unfassbar großen Mehrverbrauch im ganz normalen Heizungsalltag, zumal ich – unsere „Musterrechnung“ vereinfachend – die das Raumluft-Volumen deutlich vermindernden Einrichtungsgegenstände nicht berücksichtigte, d.h., im realen Heizungsalltag harren deutlich weniger als ~65 kg Raumluft der Erwärmung von 16°C auf wohlige 21°C!

Es bleibt es dabei:

Die uns in Wohn- bzw. wohnähnlich genutzten Räumen umgebende Luft benötigt zu ihrer Erwärmung nur einen erstaunlich geringe Menge Heizenergie.

Woran liegt es, dass sich die uns umgebende Raumluft mit so außerordentlich geringem Heizaufwand auf Wohlfühltemperatur erwärmen lässt – unser Heizalltag aber in dieser Frage eine ganz andere „Sprache“ zu sprechen scheint???

Nun, vereinfachend ließ ich in unserem hypothetischen „Musterraum“ nicht nur die Einrichtungsgegenstände unbeachtet, sondern auch die unsere Raumluft umhüllenden Flächen – die Fußboden- und die Deckenflächen sowie die Wände inklusive Verschlüsse der Bautenöffnungen (Fenster, Balkon- und auch Zimmertüren).

Schauen wir uns nun in unserem „Musterraum“ um … wo könnten sich die Verlustquellen finden lassen? Balkontür und Fenster kommen wohl eher nicht in Frage, die wurden erst kürzlich mit viel Geld erneuert. Nehmen wir uns also als nächstes die Wände unseres Musterraumes vor.

Wer über ein Infrarot-Thermometer verfügt, den erstaunen gewiss die Messwerte nicht nur von der Innenseite der Außenwände, sondern an ganz vielen verschiedenen Wandregionen mit Anzeigewerten deutlich unter 21°C … ähnliche Wahrnehmungen vermittelt sanftes Berühren der Wand-Innenseiten mit unserem Handrücken … hier nicht mit Zahlen, aber mit nicht weniger eindrucksvoller Wahrnehmung deutlicher Wandkühle!

Einschub: Sorgt in diesem Raum ein Kamin / ein herkömmlicher / ein mit Pellets betriebener oder gar ein Kachelofen mit nahe zur oder in der Wand angeordneter Abgasführung für wohlige Wärme, hilft die Thermometer- oder „Handrücken-Wahrnehmung“ mit ca. 1,5m Abstand zum Ofen.

 

Die Thermometer- oder „Handrücken-Wahrnehmung“ vermittelt uns auf simple Weise die Erkenntnis:

Besonders in der Heizperiode sind nicht nur die unseren Musterraum umgebenden Wände (wie in quasi allen anderen Wohn- bzw. wohnähnlich genutzten Räumen) in aller Regel mehr oder minder deutlich kühler als ~21°C! Erinnern wir uns an die im Text schon erwähnte Eigenschaft von Energie: Sie wandert stets vom höheren zum niederen Niveau, wobei die Wanderungsgeschwindigkeit dem Energiedelta direkt proportional ist … ein ausgeglichenes Energiedelta führt zur Wanderungsgeschwindigkeit NULL.

Kommt also unsere auf ~21°C  erwärmte Raumluft mit mehr oder minder deutlich kälteren Wänden in Kontakt, wandert – mit Heizaufwand in die Raumluft eingetragene – Wärme aus unserer warmen Raumluft so lange in die stets kälteren Wände, bis zwischen der Raumluft und den sie umgebenden Wänden kein Temperaturdelta herrscht … nach aller Erfahrung registrieren wir eher abgekühlte Raumluft, als dass sich die Temperatur der Wandflächen merklich in Richtung der von uns als angenehm empfundenen Raumlufttemperatur von ~21°C bewegt … deshalb müssen wir – wollen wir uns in unseren Wohn.- bzw. wohnähnlich genutzten Räumen wohl fühlen, die aus der Raumluft in die Wände abwandernde Wärme durch ständiges Nachheizen ergänzen.

Wer es mag, ergänze die obige „Musterrechnung“ zum Wärmebedarf der 50m³ Raumluft zur Temperaturerhöhung um 5K mit dem „ersten Zentimeter“ der die Luft umgebenden Wandflächen (beispielsweise aus Beton mit k = 850 mit kJ·kg-1·K-1 … bitte nicht vergessen, nach dem ersten Zentimeter Mauerwerk folgt ein zweiter Zentimeter, der auch nur Wärme von seinem wärmeren „Nachbarzentimeter aufnimmt und an seinen kälteren Nachbarzentimeter „weiter reicht“ … usw. … bis wir die Außenwand bzw. die andere Seite einer Innenwand erreichen …

Schon der reine Zahlenunterschied zwischen dem Koeffizienten für die spezifische Wärme von LUFT [um den Wert „1“] gegenüber Beton mit einem Wert um die „850“ gibt dem aufmerksamen Leser einen Fingerzeig zu unvergleichlich höherem Wärme-Aufwand zur Erwärmung von Mauerwerk im Vergleich zur Raumluft UND auch DAS gilt es tunlichst zu beachten – die Wände „führen es uns gerade vor“: Je mehr Masse am Heizprozess beteiligte Komponenten aufweisen, desto träger verhält sich das Heizungssystem gegenüber Veränderungen des Wärmebedarfes, sei es, dass zusätzlich Mitbürger den Raum betreten oder die Sonne strahlende Wärme durch die Fenster schickt oder niemand mehr den Raum und die darin zum Wohlfühlen eingetragene Raumwärme nutzt!

Klassische Wand- bzw. Fußbodenheizungen reagieren deshalb sehr träge auf jegliche Änderungen des Wärmebedarfs. Oft wird auch der Gedanke verdrängt, dass Wand- bzw. Fußbodenheizungen üblicherweise nicht nur die wunschgemäß dem Raumnutzer zugewandte „wärmende Seite“ aufweisen, sondern auch eine zweite wärmende Fläche, deren Wärmeabgabe ganz und gar nicht dem eigentlich zu beheizenden Wohn- bzw. wohnähnlich genutzten Raum zugutekommt. Zudem ist die mit Heizenergie zu wärmende Fläche mit nicht unerheblicher Masse verbunden … Masse, die mit signifikanter Trägheit einher geht.

Davon inspiriert frage ich ketzerisch:

Was könnten wir wohl an Heizenergie-Aufwand sparen, müssten wir nicht einen recht ordentlichen Anteil teuer erzeugter Wärme an die Wände unserer Wohn- bzw. wohnähnlich genutzten Räumen „abgeben“ und diese Wärmemenge stets und ständig „nachspeisen“, wollen wir uns in diesem Raum wohl fühlen, ohne dass dadurch die Temperatur der Wandoberfläche spürbar Richtung „Wohlfühltemperatur“ steigt?

Wer daran Freude findet, kann gern den Energiebedarf des schon strapazierten (leeren) Musterraumes unter Einbeziehung der ERSTEN 5 oder 10 Zentimeter der den Musterraum umgebenden Wandflächen berechnen (der Differenzialrechnung mächtige Mitbürger können dies mit mathematischer Exaktheit) … das Rechenergebnis wird heftig erstaunen … und doch nur mehr oder weniger die Empfindung bestätigen: Dieser Wert kommt dem üblichen Heizalltag deutlich näher, als der zuvor hypothetisch ermittelte Wärmeaufwand für die reine Luftmenge von 50m³! Dabei umhüllt uns zu unserem Wohlfühlen kein Beton, kein Mauerwerk, sondern Raum-LUFT mit angenehmen 21°C – die, wie ich vorstehend darlegte, mit erstaunlich wenig Heizenergie Wohlfühltemperatur erreicht … darauf werde ich später zurückkommen!

Einschub:

Ich denke, ein jeder von uns besuchte auch in der Winterszeit schon so genannte Einkaufstempel. Was – bitte – kommt uns im Eingangs- / Schleusenbereich entgegen?

Richtig – warme Luft!

Diese Luft ist signifikant wärmer als die Außenluft … aber auch deutlich wärmer als die schier unfassbar große Luftmenge mit Wohlfühltemperatur im Inneren des Einkaufstempels.

Wir erinnern uns: Energie wandert „freiwillig“ stets nur vom höheren zum niederen Niveau, deshalb wandert die große Menge angenehm erwärmter Luft im Inneren des Gebäudes nicht über die „Warmluftschleuse“ nach außen, als befände sich zwischen winterlich kalter Außenluft und wohltemperierte drinnen eine „Wand“ … richtig – die Warmluftschleuse.

Könnte man diesen Effekt nicht so adaptieren, dass – wie festgestellt – die stets kälteren Wände mit vertretbarem Aufwand von der Raumluft „entkoppelt sind?

Anfang der 2010er Jahre gelang mir mit meiner alle Wände umlaufenden, in relativer Fußbodennähe angeordneten, mit herkömmlichen Rohrschellen befestigten Rohrschleife aus üblichem Kupfer-Heizungsrohr die spürbare Entkopplung des Einflusses der Innenwandflächen auf die Raumluft.

Ich schreibe es hier schon auf:

Meine alle Wände umlaufende Rohrschleife hat absolut nichts mit „Heizleiste“ oder „Sockelheizung“ zu tun – dagegen spricht allein ihre geringe, Wärme an den Raum als solche abgebende Rohr-Oberfläche (von weniger als 0,4m² in meinem „Musterraum)! Damit ist meine alle Wände umlaufende Rohrschleife – bestimmungsgemäß – gar nicht in der Lage, den Raum zu beheizen! Diese Feststellung bestätigt das geringe Temperaturdelta von 1,8 … 2 K zwischen Vor- und Rücklauftemperatur (im „eingeschwungenen“ Zustand) … dagegen weisen klassische Heizkörper eine mehrfache an Wärme an den Raum abgebende Heizfläche und ein typisches Vor-/Rücklaufdelta von 15 … 20 K auf). Ich meine, diese Zahlen sprechen eindeutig gegen die Interpretation meiner Rohrschleife als „Heizleiste“ oder „Sockelheizung“!

Zu den weiteren Ausführungen strapaziere ich noch einmal unseren „Musterraum“ mit 20 m². Die Länge der in Fußbodennähe angeordneten, alle Wände umlaufenden Rohrschleife beträgt rund 18m, bei 22er Cu-Rohr bedeutet das einen Heizwasserinhalt von knapp 6 Liter (fünf derartige Heizkreise beinhalten dann <30 Liter Heizwasser)!

Die Rohrschleife wird – wie üblich – mit Vorlauf-Regel- und Rücklauf-Absperr-Ventil an einen herkömmlichen Heizkreis angeschlossen. Nach aller Erfahrung eignen sich viele der heute am Markt angebotenen elektronischen Regelaufsätze, manche davon steuerbar per Smartphone-App, andere mit eigener Funkfernbedienung.

Durchfließt nun Heizwasser die alle Wände umlaufende Rohrschleife, erwärmt sie die kleine Menge Raumluft im unmittelbaren Kontakt mit der erwärmten Rohrschleife. Konvektion lässt die kleine Menge von der Rohrschleife erwärmter Luft aufsteigen – das runde Rohr sorgt dafür, dass die aufsteigende Luft sozusagen vor der Wand „empor rollt“, dabei „entnimmt“ die Wand dem mit ihr in Kontakt kommenden Warmluftschleier Energie und bremst so dessen Aufstiegsenergie. In aller Regel hat sich in Wohn- und wohnähnlich genutzten Räumen eine Aufsteigehöhe von 1,10m … 1,20 m bewährt, sie entspricht der Kopfhöhe eines sitzenden Erwachsenen.

Die dafür notwendige Vorlauftemperatur ist direkt abhängig vom Wärmewiderstand / der Oberflächentemperatur der jeweiligen Wände. Wie schon festgestellt: Optimale Wärmedämmung ist das A und O energiesparenden Heizens.

Salopp charakterisiere ich das folgendermaßen: Weder der beste Kachelofen noch meine Rohrschleife wirken auf freiem Feld sinngebend! Je „wärmefressender“ die Wandausführung, desto widersinniger sind unter derartigen Bedingungen jegliche Anstrengungen zum sparsamen Heizen, es kommt dem vielzitierten zweiten Schritt vor dem ersten gleich!

Gehen wir weiter und fragen (ketzerisch anmutend): Interessiert mich eigentlich die Temperatur der Raumluft unter der Raumdecke? Für mein Wohlbefinden klar und deutlich: NEIN, schließlich halten sich nach aller Wahrnehmung dort oben die wenigsten Mitbürger auf.

Kommen wir zur nächsten ketzerischen Frage: Interessiert mich – im Wohnzimmer sitzend und Fernsehen schauend oder Literatur zugewandt – eigentlich die Temperatur der Raumluft diagonal am anderen „Wohnzimmer-Zipfel“? Auch hier lautet die Antwort NEIN!

Das führt zu der Frage:

Welcher Teil der Raumluftmenge ist es denn, der zu meinem Wohlfühlbefinden um die ~21°C aufweisen soll/muss???

Nun, etwas scherzhaft gesagt handelt es sich um die ~2m³ der Raumluft, die unseren Körper unmittelbar umgeben – vorausgesetzt, dass diese mich unmittelbar umgebenden ~2m³ Raumluft nicht ihrerseits von signifikant kühlerer Luft umgeben werden.

Bevor wir bei der Wärmewanderung im „Musterraum“ beim vor der Wand emporsteigenden Warmluftschleier ankommen, frage ich provokativ: Woher soll denn eigentlich die Wärme kommen, die die mich unmittelbar umgebenden ~2m³ auf mir angenehme 21°C erwärmt?

Nun, eingangs dieses Textes verwies ich auf den Fakt, dass der lebende Mensch zu seinem Wohlbefinden stets und ständig aus der Verstoffwechslung seiner Nahrung, aus psychischer wie auch physischer Belastung entspringende Wärme in die ihn unmittelbar umgebende Luft mit geringer Wanderungsgeschwindigkeit abgeben muss.

Erinnern wir uns nun an die verschwindend geringe Wärmemenge zur Erwärmung von 50m³, die wir in unserer Musterrechnung ermittelten hatten, können wir diesen durch 25 teilen und erhalten eine Vorstellung dafür, inwieweit allein unsere Körperabwärme ausreicht, die uns umgebenden ~2m³ auf Wohlfühltemperatur zu bringen … rechnen wir: für 50m³ reichten 0,1 kWh für die Temperatur-Erhöhung der Raumluft- von 16°C auf 21°C. Dividieren wir diesen Wert durch 25 (50 /25=2), erhalten wir 0,004kWh … die für Erwachsene typische Körperabwärme bewegt sich um die 75W … also locker ausreichend, selbst beim Betrachten langweiliger Fernsehsendung temperaturbedingtes Wohlfühlen zu empfinden.

Zur Veranschaulichung verweise ich auf ein Phänomen, dass wir in der kalten Jahreszeit vorwiegend in ländlichen Regionen in Kirchen ohne Fußbodenheizung beobachten können:

Wer im Winter als einer der ersten Gläubigen seine Kirche betritt, der empfindet die Temperatur im Gotteshaus als sehr ungemütlich kalt. Jedoch in dem Maße, wie sich das Gotteshaus füllt, verschwindet das Gefühl ungemütlicher Kälte. Selbst wenn in der Kirche noch gar nicht alle Plätze belegt sind, öffnen die ersten Gläubigen zunächst nur ein wenig, aber zunehmend immer weiter ihre winterliche Oberbekleidung. Wie erklärt sich dieses Phänomen?

Nun – das Thema Wärmewanderung vom hohen zum niederen Niveau betrachteten wir schon ausgiebig. Befinden sich anfangs nur wenige Gläubige in der winterlich kalten Kirche, dann umgibt sie unmittelbar nur winterlich kalte Luft, kein Sitz- oder Stehnachbar davor, dahinter und auch kein Nachbar rechts oder links. Ist die Kirche aber voll, begegnet der vom Kirchenbesucher abgegebenen Wärme mehr oder weniger ringsum auf „halber Strecke“ die von den unmittelbaren Nachbarn ihrerseits abgegeben Wärme. Das zunächst als stark unangenehm empfundene Kälteempfinden verliert an Dominanz, die Gläubigen fühlen sich im (vollen) Gotteshaus wohl, auch ohne zusätzliche Heizung. Beziehen wir auch diese Erfahrung zur vom Körper an die ihn umgebende Luft abgegebenen Wärme – anders als zuvor – in unsere Energiespar-Überlegungen mit ein.

Ein nicht unähnliches Phänomen „erfühlen“ wir „im winterlichen Schlafzimmer“. Anfangs – unmittelbar beim Einkuscheln unter die winterliche Bettdecke – empfinden wir das uns unter der Bettdecke umgebende kalte Bettzeug als außerordentlich unangenehm kalt. …. doch schon nach kurzer Zeit weicht unangenehme Kälte immer wohligerer Wärme unter unserer Zudecke … und woher entspringt die Quelle wohliger Wärme? Nicht wenige werden einwerfen, ihnen spende ein elektrisch beheiztes Unterbett Wohlfühlwärme … andere schwören auf die Wunderwirkung der althergebrachten Wärmflasche … nun, das möge bitte auch ein jeder nach seiner Fasson handhaben … wichtig aber bleibt die Feststellung: der menschliche Körper hört nicht deshalb auf, Wärme von seiner Hautoberfläche an seine Umgebung abzugeben, weil es inzwischen – mit welchen Hilfsmitteln auch immer – angenehm warm unter der Bettdecke geworden ist … eine gute Bettdecke zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie die sonst als unangenehm warm empfundene Wärme (die ja unablässig weiter vom menschlichen Körper abgegeben wird) mit geringer Wanderungsgeschwindigkeit durch die Bettdecke hindurch ins üblicherweise winterkalte Schlafzimmer diffundieren lässt!

An dieser Stelle beende ich meine gewiss von manchem als überlang empfundenen Ausführungen mit unbescheidener Hoffnung, sie könnten dem einen oder anderen Anregungen für eigene Betrachtungen zum Thema energiesparendes Heizen „in unseren vier Wänden“ bieten.

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Quellen: PublicDomain/anderweltonline.com am 04.01.2023

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