
Menschen lösen sich plötzlich in Luft auf oder werden über Hunderte von Jahre in die Zeit zurückversetzt. Parapsychologen sprechen hier vom Time Slip-Phänomen. Ist unsere Matrix fragil oder sind Menschen mit einem hohen Bewusstsein dazu in der Lage, Mini-Schwarze-Löcher, zu erzeugen? Von Frank Schwede
Zwischen den Jahren 1940 und 1950 verschwanden in der Nähe der Kleinstadt Mt. Glastonbury im US Bundesstaat Vermont Menschen auf bislang ungeklärte Weise. Trotz groß angelegter Suchaktion fehlt bis heute jede Spur von ihnen.
Ortswechsel: 24. Juli 1928, ein Dienstag. Der belgische Großfinanzier Alfred Loewenstein steigt auf dem Londoner Flugplatz Croydon in eine dreimotorige Fokker VII, die ihn nach Brüssel bringen soll.
Als die Maschine die Reiseflughöhe von 1.000 Meter erreicht hat, betritt Loewenstein die Bordtoilette. Als er nach zehn Minuten noch immer nicht herauskommt, öffnet Loewensteins Sekretär die Tür. Erstaunt stellt er fest, dass die Kabine leer ist und von Loewenstein jede Spur fehlt. Was ist geschehen?
Schließt man alle natürlichen Möglichkeiten aus, bleibt nur die Erklärung, dass diese Menschen durch eine Laune der Natur im Strom der Zeit verschwunden sind und möglicherweise in eine andere Realität versetzt wurden. Parapsychologen bezeichnen das Phänomen als Time Slip.
Ein weiteres Beispiel aus Großbritannien, wo dieses Phänomen offenbar häufiger aufzutreten scheint als in anderen Ländern. An einem Spätsommerabend im Jahr 2002 befindet sich ein Geschäftsmann auf einer Landstraße im Großraum London von Tadworth auf den Weg nach Westhumb.
Die Strecke führt durch ländliches Gebiet. Außer Wald und Wiesen gibt es dort nichts. Plötzlich ist die Landschaft in dichtem Nebel gehüllt, was für die Jahreszeit ungewöhnlich ist.
Das gespenstische Schauspiel dauert nur wenige Minuten. Als sich der Nebel wieder lichtet, schaukelte und rumpelte der Wagen des Geschäftsmannes über einen unbefestigten Feldweg. (Die Zeitlinie: der Antichrist, die sieben Jahre der Trübsal und die „Endzeit“-Simulation (Videos))

Augenblicklich stoppt der Mann seinen Wagen, öffnet die Fahrertür und steigt aus. Zunächst denkt er, dass er im Nebel von der Straße abgekommen ist, dann bemerkt er aus dem rechten Augenwinkel heraus eine Reihe von Häusern, die nicht in die Landschaften passten.
Die Häuser sind in einem sehr schlechten Zustand, so, als gehörten sie nicht in die heutige Zeit. Alles hat sich im Bruchteil weniger Minuten verändert. Während der Mann so da steht und nicht weiß, wo er ist, sieht er, dass von links etwas auf ihn zukommt – eine weitere Nebelwand, die sich immer schneller bewegt.
Der Augenzeuge bekommt es mit der Angst zu tun und steigt in seinen Wagen. Als die Sicht wieder klar ist, befindet sich der Geschäftsmann wieder auf der asphaltierten Straße.
Blicke in die Vergangenheit
Ist es möglich, dass Menschen an bestimmten Orten im Raum-Zeit-Kontinuum verschoben werden? Das Gebiet, in dem sich der Vorfall ereignet hat, gehört zur Grafschaft Surrey, wo es in der Vergangenheit offenbar häufig derartige Vorkommnisse gab.
Im Jahr 1973 hat das Ehepaar Benson (Name geändert) ein ähnlich seltsamen Erlebnis. Diesmal in Wotton Hatch, das sich nur wenige Kilometer von Surrey entfernt befindet. Nachdem das Ehepaar im Ort zu Mittag gegessen hat, bricht es zu einer Wanderung in die Hügel von Wotton Hatch auf.
Müde vom langen Wandern, legen die Bensons nach einer Weile eine Rast auf einer Bank ein, von wo aus sie einen herrlichen Blick über die Landschaft haben. Obwohl es ein herrlicher Frühlingstag ist, fühlen sich die Bensons nicht wohl, wofür sie keine Erklärung haben.
Dann geschieht etwas Unheimliches. Zunächst ist es nur ein knisterndes Geräusch, das von irgendwoher zu kommen scheint, dann erscheint vor den Augen der Eheleute ein Loch in der Matrix.

Das Loch wird immer größer und die Bensons können sogar hineinblicken, wie in einen Fernseher. Die Eheleute sehen drei Geistliche in mittelalterlicher Kleidung auf einer hügeligen Weidelandschaft. An der Kirche erkennt das Ehepaar, dass es sich um Wotton Hatch handelt.
Das Paar ist wie gelähmt, kann sich nicht bewegen und die drei finsteren Gestalten kommen immer näher. Gerade noch rechtzeitig schließt sich nach wenigen Sekunden die Öffnung wieder und die Gestalten verschwinden samt der Landschaft.
Merkwürdig ist, dass die Erinnerung erst am späten Abend wieder einsetzt, als das Paar daheim nach einem langen Schlaft wieder erwacht. Der Mann in einem Sessel, die Frau auf dem Sofa.
Wie sie heim gekommen sind, wissen die Bensons nicht. Ihnen fehlt jegliche Erinnerung an diesem Tag. Sie hört auf, als sich das Zeitfenster vor ihren Augen schließt.
Das Ehepaar ist vollkommen verwirrt und braucht ein paar Tage, um das Geschehen zu verarbeiten. Hätten sie nicht ein paar Ansichtskarten in Wotton Hatch gekauft, hätten die beide sogar daran gezweifelt, den Ort jemals besucht zu haben.
Wenig später wenden sich die Eheleute an das Society for Psychical Research Institut in London. Die Mitarbeiter führen einige Recherchen vor Ort durch, um die Echtheit der Geschichte zu prüfen.

Unter anderem erinnern sich die Mitarbeiter des Restaurants an den Besuch des Paares und auch dem Busfahrer sind die Bensons noch in guter Erinnerung. Vor allem aber ist dem Fahrer aufgefallen, dass das Paar nahezu die gesamte Zeit der Fahrt geradeaus geschaut hat, statt aus dem Fenster.
Er sagt, dass die Eheleute im Grunde genommen ganz normal gewirkt hätten. Das Fate Magazine für paranormale Phänomene berichtete darüber im Jahr 1985 in seiner Oktoberausgabe.
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Hyperraum vereint
Bemerkenswert ist, dass der Vorfall ganz in der Nähe von Suerrey stattgefunden hat, wo die Bensons ursprünglich wandern wollten, allerdings hatten sie verpasst, am Haltepunkt auszusteigen, weshalb sie in das wenige Kilometer entfernt gelegen Wotton Hatch fuhren.
Ist es tatsächlich möglich, dass es Orte gibt, an denen Menschen und Gegenstände an einen anderen Punkt im Raum-Zeit-Kontinuum verschoben werden? Wissenschaftler der „Neuen Physik“ schließen das nicht aus. Zumindest theoretisch halten sie eine spontane Versetzung von Personen und Gegenständen für möglich.
Auffällig bei solchen Ereignissen sind häufig ein ungewöhnlicher Nebel, Leuchterscheinungen oder seltsam geformte Wolken. Soldaten einer in Korea stationierten Eliteeinheit beobachten im Koreakrieg, wie ein Jagdflugzeug in eine seltsam geformte Wolke hineinfliegt und nicht wieder herauskommt.
Das plötzliche Auftauchen und Verschwinden von Materie lässt eigentlich nur eine Erklärung zu, dass sie nicht zerstört wurde und sich auch nicht in Luft aufgelöst hat, sondern dass sie aus unserer dreidimensionalen Matrix in eine höher dimensionale Realität übergetreten ist.

In der modernen Physik wird diese Realität auch als Hyperraum bezeichnet. Hier scheinen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vereint zu sein – ein neutraler Raum sozusagen.
Ein weiteres Beispiel: In der rumänischen Kleinstadt Klausenburg sieht der Biologe Alexander Sift eine grell leuchtende Kugel vom Himmel herabfallen. Zunächst denkt er an einen Meteorit. Als er sich der vermuteten Einschlagstelle nahe einer Waldlichtung nähert, muss er zu seiner Verwunderung feststellen, dass von dem Objekt jede Spur fehlt.
Während Shift mit seinem Stock vorsichtig einen Zweig beiseite schiebt, wird der Stock und Teile seiner Hand unsichtbar. Gleichzeitig verspürt der Biologe eine Erwärmung seiner Fußsohlen und einen unangenehm kalten Druck auf seinem Körper.
Erschrocken ergreift Shift die Flucht und rennt davon. Er scheint Glück gehabt zu haben. Wäre er auch nur einen Schritt weitergegangen, hätte ihn möglicherweise das gleiche Schicksal ereilt, wie all die vielen anderen Vermissten im Niemandsland zwischen den Dimensionen.
Da Teile des Stocks und die Hand des Mannes für einen Moment unsichtbar waren, kann dies bedeuten, dass sie in eine höhere Dimension übergetreten sind, in einen Hyperraum.
Andersrum kann es auch passieren, dass Menschen oder Gegenstände aus einer anderen Dimension für Bruchteile von Minuten oder Sekunden in unsere Realität eintreten, weshalb viele Forscher vermuten, dass UFOs nicht von fernen Planeten oder aus anderen Sonnensystemen kommen, sondern aus einer höheren Dimension oder aus der Zukunft, wenn wir davon ausgehen, dass die Zeit variabel ist.

Sind Time Slips real?
In diesem Fall könnte das bedeuten, dass wir unter bestimmten Umständen Zeitanomalien erleben können, die möglicherweise durch Mini-Schwarze-Löcher ausgelöst werden, die sich an bestimmten Orten auf der Erde bilden.
Von dieser Theorie ist auch der US Wissenschaftstheoretiker Bob Toben überzeugt. Toben glaubt, dass vor allem Personen, die über ein hohes Bewusstsein verfügen, in ihren Biogravitationsfeldern künstlich diese Löcher erzeugen können.
Diese Menschen sind nach Meinung Tobens dazu in der Lage, starke gravitative Krümmungen hervorzurufen, die zu erheblichen Verzerrungen in ihrer lokalen Raumzeitumgebung führen können.
Das würde beispielsweise erklären, warum nicht alle Menschen dazu in der Lage sind, UFOs und andere paranormale Phänomene zu beobachten. Das heißt, dass Time Slips real sind, allerdings nur für Menschen, die fähig sind, Mini-Schwarze-Löcher zu erzeugen – möglicherweise aber ist das nur bestimmten Orten möglich, wo es beispielsweise häufig zu Unregelmäßigkeiten im Zeitablauf kommt.

Viele von Ihnen liebe Leser werden vielleicht das Gemälde „Le Blanc Seign“ des belgischen Malers René Magritte kennen. Es zeigt einen Reiter hoch zu Ross im Galopp inmitten eines Waldes.
Der Kopf des Pferdes samt Vorderbeine ist zum Körper hin an einer Stelle unterbrochen. Dieses Bild drückt auf geradezu ideale Weise den Gedanken aus, der uns bei den oben geschilderten Fällen in den Kopf kommt.
Unsere schöne Welt hat Risse, in denen Menschen und Gegenstände spurlos verschwinden oder plötzlich aus dem Nichts auftauchen können.
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Quellen: PublicDomain/Frank Schwede für PRAVDA TV am 20.04.2023
