Droht der Blackout? Gasspeicher auf kritischem Niveau

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Die Warnzeichen sind unübersehbar, doch die politische Klasse scheint sie geflissentlich zu ignorieren. Während in den sozialen Medien die Alarmglocken schrillen, unterschritt der Füllstand der deutschen Erdgasspeicher am 21. Januar 2026 die kritische Marke von 40 Prozent.

Ein Szenario, das noch vor wenigen Jahren als undenkbar galt, rückt damit in greifbare Nähe – und die Konsequenzen wären verheerend.

Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Die Daten der AGSI, der europäischen Meldestelle für Gasspeicherstände, zeichnen ein beunruhigendes Bild. Normalerweise erreichen die deutschen Speicher im Herbst Füllstände zwischen 90 und 100 Prozent.

Im Herbst 2025 jedoch lag das Maximum bei mageren 77 Prozent – ein Wert, der nur noch vom desaströsen Herbst 2021 mit 72 Prozent unterboten wurde. Die Kurve für 2026 bewegt sich seit Jahresbeginn beharrlich im unteren Bereich der historischen Spanne.

Was bedeutet das konkret? Laut Mikrozensus 2022 heizen 51 Prozent aller deutschen Haushalte mit Gas. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist also unmittelbar von einer stabilen Gasversorgung abhängig. Doch die Probleme würden weit über kalte Wohnzimmer hinausgehen.

Prognosen: Zwei von fünfzehn Szenarien enden im Desaster

Analysiert man die Kurvenverläufe der vergangenen fünfzehn Jahre und projiziert diese auf die aktuelle Situation, ergibt sich ein ernüchterndes Bild.

In zwei von fünfzehn Fällen – bei Anwendung der Verläufe von 2013 und 2018 – würden die Gasspeicher vollständig leerlaufen. In einem weiteren Szenario fiele der Füllstand unter fünf Prozent, was zwangsläufig drastische Eingriffe der Bundesnetzagentur nach sich ziehen würde.

Eine Wahrscheinlichkeit von rund 13 Prozent für einen kompletten Zusammenbruch der Gasversorgung mag manchem gering erscheinen. Doch wer würde schon in ein Flugzeug steigen, wenn jeder achte Flug abstürzt?

Das Dominoprinzip: Wenn Gas fehlt, bricht alles zusammen

Die Vorstellung, ein Gasengpass betreffe lediglich die Heizung, ist naiv. Die Realität sähe weitaus düsterer aus. Fallen in Millionen Haushalten die Heizungen aus, würden die Menschen innerhalb kürzester Zeit auf elektrische Alternativen ausweichen – Heizstrahler, Heizlüfter, Kochfelder, selbst Föhne.

Das Stromnetz, ohnehin durch die ideologisch getriebene Energiewende geschwächt, könnte diese zusätzliche Last unmöglich tragen.

Der Zusammenbruch des Stromnetzes wäre die logische Konsequenz, zumal auch die Gaskraftwerke ausfallen würden. Und dann beginnt die eigentliche Katastrophe.

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Kein Strom bedeutet kein Wasser – und keine Zivilisation

Was vielen Bürgern nicht bewusst ist: Ohne Strom funktioniert auch die Wasserversorgung nicht. Elektrische Pumpen befördern das Trinkwasser in unsere Haushalte. Ohne sie versiegt der Hahn – und mit ihm die Toilettenspülung. Ein Detail, das in seiner Tragweite kaum zu überschätzen ist.

„Wenn in einer Stadt mit 10.000 Einwohnern die Menschen ihre Exkremente nicht mehr auf dem gewohnten Weg entsorgen können, entsteht ein Epidemieproblem. Cholera, Typhus, Ruhr, Hepatitis.“

Die Geschichte lehrt uns, dass sanitäre Verhältnisse über Aufstieg und Fall von Zivilisationen entscheiden. Erfahrungsgemäß suchen Menschen für ihre Notdurft die Nähe von Gewässern – wo sie sich die Hände waschen können. Stromabwärts trinken andere Menschen eben dieses Wasser. Die Ironie könnte nicht bitterer sein.

Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Die Daten der Initiative Energie Speichern zeichnen ein beunruhigendes Bild. Der Gasspeicher Wolfersberg, den Ministerpräsident Markus Söder und sein Stellvertreter Hubert Aiwanger noch 2022 medienwirksam besichtigten, weist einen Füllstand von unter sechs Prozent auf. Er ist damit praktisch leer.

In Inzenham-West sieht es mit weniger als 19 Prozent kaum besser aus. Selbst Breitbrunn, der größte Speicher Bayerns, fasst nur noch etwa 20 Prozent seiner Kapazität.

Die rechtlichen Vorgaben der Bundesregierung, festgelegt in der „Verordnung zur Anpassung der Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen“ vom 5. Mai 2025, werden damit krachend verfehlt.

Einzig der Porenspeicher Bierwang könnte die 40-Prozent-Marke noch einhalten. Doch selbst dort wäre bei maximaler Ausspeicherung der Nullpunkt in weniger als zwei Wochen erreicht.

Warum Bayern besonders wichtig ist

Die geografische Lage macht die bayerischen Speicher zu einem neuralgischen Punkt der deutschen Gasversorgung. Die größten Speicherkapazitäten Deutschlands befinden sich zwar aus geologischen Gründen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, wo ehemalige natürliche Gaslagerstätten als Speicher genutzt werden. Diese liegen jedoch fernab der industriellen Zentren Süddeutschlands.

Oberbayern beherbergt etwa ein Achtel der gesamtdeutschen Erdgasspeicherkapazität. Für die Versorgung der wirtschaftsstarken Region südlich von München sind diese Speicher von herausragender Bedeutung.

Genau deshalb schreibt die Verordnung für die vier großen bayerischen Speicher einen höheren Mindestfüllstand vor als für jene im Nordwesten, wo lediglich 30 Prozent gefordert werden.

Kritische Lage offiziell bestätigt

Der Notfallplan Erdgas kennt verschiedene Warnstufen. Ein angepeilter Füllstand von weniger als 55 Prozent am 1. Februar gilt als „angespannt“. Unter 40 Prozent wird die Lage als „kritisch“ eingestuft. Deutschlandweit wurde diese kritische Marke bereits mehr als eine Woche vor dem Monatswechsel unterschritten – der Gesamtfüllstand lag am Samstag bei unter 38 Prozent.

In Bayern präsentiert sich die Situation noch dramatischer: Mit einem durchschnittlichen Füllstand von etwa 25 Prozent liegen vier der fünf bayerischen Speicher bereits unter der 30-Prozent-Marke. Die besonderen rechtlichen Verpflichtungen für die Speicherbetreiber im äußersten Süden haben damit keinerlei Wirkung entfaltet.

Anarchie in wenigen Tagen

Ohne Strom funktioniert kein Telefon. Wer ausgeraubt wird, kann keine Polizei rufen. Plünderungen werden zur Normalität – auch bei jenen, die vorausschauend Brennholz gelagert haben.

Und dann sind da noch die tragischen Fälle von Menschen, die in ihrer Verzweiflung den Automotor in der geschlossenen Garage laufen lassen oder den Holzkohlegrill ins Wohnzimmer stellen. Kohlenmonoxidvergiftung – ein stiller, aber tödlicher Begleiter der Krise.

Experten warnen seit Jahren: Ein längerer Stromausfall in dicht besiedelten Gebieten würde sich binnen weniger Tage zu einer humanitären Katastrophe auswachsen, vergleichbar mit Zuständen, die man sonst nur aus Kriegszeiten kennt.

Das Versagen der Politik

Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort liegt in Jahren ideologiegetriebener Energiepolitik. Der überstürzte Atomausstieg, die Abhängigkeit von russischem Gas, die naive Hoffnung auf Wind und Sonne – all dies rächt sich nun bitter. Die Ampelregierung hat das Land in eine energiepolitische Sackgasse manövriert, aus der es keinen einfachen Ausweg gibt.

Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz steht vor einem Scherbenhaufen. Das angekündigte 500-Milliarden-Sondervermögen mag für Infrastruktur gedacht sein, doch was nützt die schönste Brücke, wenn die Lichter ausgehen? Die Prioritäten scheinen nach wie vor falsch gesetzt.

Gold als Krisenvorsorge

In Zeiten derartiger Unsicherheit gewinnen physische Werte an Bedeutung. Während Papiergeld und digitale Vermögenswerte im Krisenfall wertlos werden können, behält Gold seinen Wert – unabhängig von Stromnetzen und politischen Entscheidungen. Eine Beimischung von Edelmetallen zum Anlageportfolio erscheint angesichts solcher Szenarien mehr als vernünftig.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Deutschland noch einmal mit einem blauen Auge davonkommt. Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür – aber die Risiken sind real.

Und die nächste Krise kommt bestimmt.

Quellen: PublicDomain/kettner-edelmetalle.de am 26.01.2026

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