
Man muss kein Landwirt sein, um zu spüren, dass hier gerade etwas Grundsätzliches geschieht. Es reicht, morgens durch ein Dorf zu fahren, in dem der Hofladen geschlossen ist, der Stall leersteht und das Ortsschild mehr Geschichte trägt als Zukunft. Währenddessen klatscht man in Brüssel, Berlin und in den Redaktionsstuben großer Leitmedien höflich Beifall: Das EU-MERCOSUR-Abkommen ist unterzeichnet. Nach 25 Jahren!!! Endlich 😉.
Die Europäische Union spricht von Wachstum.
Die „Zeit“ jubelt über 39 Prozent mehr Exporte.
Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ versichert, Deutschland profitiere am meisten.
Und der Bauer? Der zählt seine Kühe, Hühner und Kartoffeln. … zumindest noch!!!
Das Abkommen mit MERCOSUR – Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay – wird als Fortschritt verkauft. Als Brücke zwischen Kontinenten. Als ökonomischer Ritterschlag der Globalisierung. Doch wie so oft steht auf dem Etikett „Chancen“, während im Inhalt „Verlust“ gärt.
Denn dieses Abkommen ist kein Handel unter Gleichen. Es ist ein Tauschgeschäft, das man höflich „Kühe gegen Autos“ nennt – und zynischer kaum formulieren könnte. Billige Agrarimporte aus Südamerika treffen auf eine europäische Landwirtschaft, die seit Jahren stranguliert wird: durch Auflagen, Preise, Bürokratie, Ideologie.
Und während man dem Bürger erzählt, das alles diene dem Klima, der Nachhaltigkeit und der Zukunft, verschwindet im Hintergrund etwas sehr Altes und sehr Stabiles: die bäuerliche Struktur Europas.
Was hier geschieht, ist kein Unfall.
Es ist ein Plan!!!
Der politische und ideologische Transformationsprozess von Alfred-Walter von Staufen
MERCOSUR – Freihandel als Beruhigungstablette
Beginnen wir mit der offiziellen Erzählung:
MERCOSUR soll Wachstum bringen. Arbeitsplätze. Absatzmärkte. Wettbewerbsfähigkeit. Das klingt vertraut, fast nostalgisch – wie ein Werbeprospekt aus den 1990er-Jahren, als Globalisierung noch als Heilsversprechen verkauft wurde und nicht als Diagnose.
Doch wer glaubt ernsthaft, dass südamerikanische Staaten in großem Stil deutsche Premium-Industriegüter kaufen werden, ignoriert eine Realität, die selbst auf Weltkarten nicht mehr zu übersehen ist: China.
Warum sollte Brasilien deutsche Maschinen kaufen, wenn chinesische Varianten:
- günstiger sind,
- schneller geliefert werden,
- politisch weniger konditioniert auftreten?
Der vermeintliche Exportboom ist daher weniger realwirtschaftliche Erwartung als statistische Beruhigung. Ein Placebo für Regierungen, die ihren Wählern erklären müssen, warum sie ein Abkommen unterschreiben, dessen Kosten im Inland anfallen – und dessen Nutzen bestenfalls abstrakt bleibt.
Die stille Opferliste: Kleine und mittlere Bauernbetriebe
Während Konzerne rechnen, rechnen Bauern ums Überleben. Schon heute arbeiten viele Höfe:
- unter Produktionskosten,
- mit erzwungenen Umweltauflagen,
- ohne echte Preissetzungsmacht gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel.
Nun kommen zusätzlich:
- Rindfleisch aus Mega-Ranches,
- Soja aus gerodetem Regenwald,
- Geflügel aus industrieller Massenhaltung,
zu Preisen, mit denen kein europäischer Familienbetrieb konkurrieren kann – und auch nicht konkurrieren soll.
Denn Wettbewerb setzt Gleichheit voraus. Und die existiert hier nicht:
- keine vergleichbaren Umweltstandards,
- keine vergleichbaren Sozialstandards,
- keine vergleichbaren Produktionskosten.
Das Ergebnis ist kein Markt. Es ist ein Verdrängungsmechanismus.
Erst Deindustrialisierung, jetzt Deagrarisierung
Europa hat bereits einen Weg eingeschlagen:
- energieintensive Industrie wird ausgelagert,
- Wertschöpfungsketten zerlegt,
- Produktion moralisiert, statt organisiert.
Nun folgt der nächste Schritt: die Landwirtschaft.
Was übrig bleibt, ist eine Versorgung, die:
- importabhängig ist,
- politisch erpressbar wird,
- strategisch verwundbar ist.
Man nennt das Fortschritt. Früher nannte man es Abhängigkeit.
„Der grüne Kommunismus“ – Das Buch als Bauplan der Entwicklung
In meinem investigativen Werk „Der grüne Kommunismus“ beschreibe ich diese Entwicklung nicht als Verkettung unglücklicher Entscheidungen, sondern als ideologisch getriebenen Transformationsprozess.
Ich zeichne nach, wie aus einer ursprünglich berechtigten Umwelt- und Wachstumskritik eine politische Doktrin wurde, die heute unter wohlklingenden Begriffen firmiert:
- Nachhaltigkeit
- Transformation
- Postwachstum
- Degrowth
Was einst als Denkmodell begann, wird nun exekutiert.
Besonders präzise arbeitete ich heraus, wie der Club of Rome die geistige Grundlage lieferte: Nicht als Verschwörung, sondern als Ideenquelle, deren Thesen politisch selektiv übernommen wurden – vor allem dort, wo sie Machtverschiebungen legitimieren.
Das Buch „Der grüne Kommunismus“ zeigt:
- wie Verzicht moralisch aufgeladen wird,
- wie Schrumpfung als Tugend verkauft wird,
- wie Wohlstand nicht mehr verteilt, sondern abgebaut werden soll.
Und genau hier schließt MERCOSUR nahtlos an: Nicht als Widerspruch, sondern als Werkzeug!
Denn Degrowth bedeutet nicht weniger Konsum für alle. Nein, es ist in meinen Augen viel perverser, denn es bedeutet weniger Selbstbestimmung für viele – und mehr Steuerung für wenige.
Degrowth in der Praxis: Schrumpfung als politische Methode
Was in Sonntagsreden als „nachhaltige Transformation“ verkauft wird, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als politisch organisierter Rückbau. Nicht zufällig, nicht chaotisch, sondern schrittweise, planvoll und kommunikativ weichgezeichnet.
Degrowth – oder auch Postwachstum genannt – wird offiziell als freiwillige Umorientierung beschrieben: weniger Ressourcenverbrauch, mehr Lebensqualität und Entschleunigung. In der Theorie klingt das nach Achtsamkeit. In der Praxis klingt es nach Stilllegung.
Denn was tatsächlich schrumpft, sind nicht:
- Lobbyapparate,
- politische Verwaltungen,
- internationale Institutionen,
- Finanzströme oder Subventionssysteme.
Was schrumpft, sind:
- mittelständische Betriebe,
- bäuerliche Familienunternehmen,
- regionale Wirtschaftskreisläufe,
- energie- und ernährungspolitische Eigenständigkeit.
Degrowth trifft nicht die, die wachsen müssen, sondern die, die nicht ausweichen können.
Landwirtschaft als ideales Experimentierfeld
In meinem Buch „Der grüne Kommunismus“ zeige und beweise ich, warum gerade die Landwirtschaft zum perfekten Testfeld dieser Ideologie wurde:
- Emotionale Angreifbarkeit
Bauern lassen sich leicht moralisch unter Druck setzen: Tierwohl, Nitrat, Klima, Biodiversität. Jede Kuh wird zum CO₂-Sünder, jeder Traktor zum Symbol der Rückständigkeit.
- Geringe mediale Verteidigungsmacht
Der Landwirt sitzt nicht in Talkshows. Er steht im Stall. Während NGOs, Thinktanks und Ministerien die Narrative prägen, verteidigt sich der Hof allein – wenn überhaupt.
- Strukturelle Zermürbung
Steigende Auflagen bei gleichzeitigem Preisdruck erzeugen einen Zustand, in dem Aufgabe als „vernünftige Entscheidung“ erscheint. Kein Enteignungsbescheid. Nur Erschöpfung.
MERCOSUR wirkt hier wie ein Brandbeschleuniger.
Man öffnet die Schleusen für Billigimporte – und erklärt gleichzeitig, dass heimische Betriebe „nicht wettbewerbsfähig“ seien. Das ist kein Marktversagen. Das ist politisch hergestellte Aussichtslosigkeit.
„Kühe gegen Autos“ – ein Tausch, der keiner ist
Der berühmte Satz vom „Kühe-gegen-Autos-Abkommen“ ist bereits eine Verharmlosung. Denn er suggeriert Gegenseitigkeit. Doch diese existiert nur auf dem Papier.
Die Realität:
- Südamerikanische Agrargüter drängen in einen hochregulierten EU-Markt.
- Europäische Industriegüter treffen auf Märkte, die längst von asiatischen Produzenten dominiert werden.
- Umwelt- und Sozialstandards werden nicht harmonisiert, sondern asymmetrisch ignoriert.
Das Abkommen institutionalisiert Ungleichheit – und tarnt sie als Freihandel.
In meinem Buch beschreibe ich diesen Mechanismus als Externalisierung der eigenen Ideologie: Europa erklärt sich selbst zum moralischen Vorreiter – und lagert die schmutzige Realität aus. Abholzung, Massentierhaltung, Pestizideinsatz: alles moralisch empörend, solange es nicht vor der eigenen Haustür geschieht.
So entsteht ein paradoxes System:
- Der deutsche Bauer darf nicht produzieren,
- der deutsche Verbraucher darf aber konsumieren,
- nur eben importiert.
Das ist kein Klimaschutz. Das ist moralischer Kolonialismus!!!
Wer profitiert wirklich?
Eine der zentralen Stärken meines neuen Buches ist, dass ich nicht mit abstrakten Schuldzuweisungen begnüge. Nein, ich nenne Interessenlagen, Strukturen und Profiteure.
Profiteure sind nicht:
- Verbraucher,
- Bauern,
- ländliche Räume,
- demokratische Souveränität.
Profiteure sind:
- globale Agrarkonzerne,
- Handelsketten mit Einkaufsmacht,
- Zertifizierungsindustrien,
- Beratungs- und Kontrollapparate,
- politische Institutionen mit wachsender Regulierungskompetenz.
Degrowth bedeutet nicht weniger Wirtschaft.
Degrowth bedeutet andere Gewinner.
Und genau hier liegt die eigentliche Brisanz: „Der grüne Kommunismus“, wie ich ihn in meinem Buch beschreibe, ist kein System des Mangels für alle – sondern ein System der Lenkung für viele und des Komforts für wenige.
Der ideologische Trick: Verzicht als Moralprüfung
Ein besonders scharf analysierter Punkt deines Buches ist die Moralisierung des Verzichts. Verzicht wird nicht als Notlösung dargestellt, sondern als Charaktertest:
- Wer verzichtet, ist gut.
- Wer fragt, ist verdächtig.
- Wer widerspricht, ist „rückständig“.
So wird politische Kritik entwaffnet, denn wer möchte schon gegen Nachhaltigkeit sein? Gegen Umwelt? Gegen Zukunft?
Doch genau hier liegt die Falle: Nicht jede Schrumpfung ist nachhaltig, nicht jeder Rückbau ist gerecht und nicht jede Transformation ist demokratisch legitimiert.
MERCOSUR wird in diesem Kontext nicht diskutiert, sondern durchgewunken. Wer Zweifel äußert, gilt als protektionistisch, national, altmodisch. Das Etikett ersetzt das Argument.
Demokratie ohne Wahl: Wenn Alternativen verschwinden
Ein weiterer zentraler Gedanke meines Buches ist die Frage der Legitimation. Nicht juristisch – sondern demokratisch.
Wann wurde eigentlich darüber abgestimmt,
- ob Europa seine Ernährungssouveränität aufgeben soll?
- ob Bauernhöfe geopfert werden dürfen?
- ob Importabhängigkeit ein Fortschritt ist?
Die Antwort ist schlicht: nie.
Degrowth wird nicht gewählt. Es wird exekutiert.
In kleinen Schritten, in Einzelmaßnahmen, in Abkommen, Richtlinien, Förderkulissen. Immer technisch. Immer alternativlos. Immer gut gemeint. Und genau deshalb ist MERCOSUR so gefährlich, denn es ist kein isoliertes Handelsabkommen. Es ist ein Strukturbaustein in einem größeren Umbau – einem Umbau, der nicht offen debattiert, sondern verwaltet wird.
Zwischenfazit
Was als Freihandel verkauft wird, ist in Wahrheit:
- eine Umverteilung von Produktionsmacht,
- eine Schwächung regionaler Strukturen,
- eine ideologisch motivierte Schrumpfung realer Wirtschaft.
Und genau hier schließt sich der Kreis zu meinem Buch: „Der grüne Kommunismus“ ist keine Polemik, sondern eine Systembeschreibung.
MERCOSUR ist kein Ausrutscher – sondern ein Symptom.
Die Abrechnung
Man sollte endlich aufhören, dieses Projekt zu beschönigen.
MERCOSUR ist kein Betriebsunfall, kein notwendiges Übel, kein bedauerlicher Kompromiss. Es ist ein politisches Statement!
Ein Statement gegen regionale Selbstversorgung, gegen bäuerliche Eigenständigkeit, gegen wirtschaftliche Resilienz und vor allem: gegen das Prinzip Verantwortung.
Denn Verantwortung hieße, die Folgen zu tragen, doch genau das geschieht nicht.
Die Politik unterschreibt – der Bauer schließt.
Die Minister reisen weiter – der Hof wird verkauft.
Die Kommentatoren schreiben von Chancen – der Stall bleibt leer.
Man hat der Bevölkerung jahrelang eingeredet, Wachstum sei schädlich, Produktion unmoralisch, Landwirtschaft ein Problemfall. Nun liefert man die Lösung gleich mit: Importieren statt erzeugen. Kontrollieren statt vertrauen. Regulieren statt ermöglichen.
Das nennt man dann Fortschritt.
Doch Fortschritt, der zerstört, ohne zu ersetzen, ist keiner.
Transformation, die nur abbaut, ist Verarmung mit moralischem Etikett und Nachhaltigkeit, die Versorgungssicherheit opfert, ist nichts weiter als verantwortungsloser Idealismus.
Die Moral dieses Abkommens ist so einfach wie brutal:
Wer seine Grundlagen aufgibt, verliert seine Freiheit!
Nicht über Nacht und auch nicht mit Panzern, sondern ganz leise, per Vertrag, per Richtlinie und leider auch per Importquote.
Meine lieben treuen Leser,
dieser Artikel ist kein Aufruf zur Nostalgie.
Es ist ein Aufruf zur Nüchternheit.
Niemand verlangt die Rückkehr zur Forke, aber sehr wohl das Recht, zu fragen, wem diese Politik nützt – und wem sie schadet.
Wer heute den Bauern opfert, wird morgen erklären, warum regionale Versorgung „leider nicht mehr wirtschaftlich“ sei.
Wer heute Importabhängigkeit bejubelt, wird morgen von Solidarität sprechen, wenn Lieferketten reißen.
Und wer heute Kritik moralisch diskreditiert, wird morgen überrascht tun, wenn Vertrauen verloren geht.
Demokratie lebt nicht von Haltung, denn sie lebt von Alternativen. Und genau diese Alternativen werden gerade systematisch beseitigt – unter dem Deckmantel des Guten.
Wenn dieses Essay eines leisten soll, dann dies:
Nicht überzeugen, sondern wachhalten. Denn nichts ist gefährlicher als eine Politik, die glaubt, sie sei zu moralisch, um sich erklären zu müssen.
Bitte werden oder bleiben Sie gesund, denn das ist das höchste Gut das wir pflegen sollten!!!
Herzlichst
Ihr Alfred-Walter von Staufen
– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Abbildungen:
- Alfred-Walter von Staufen
Quellenverzeichnis:
- Die Zeit: EU-Mercosur-Abkommen – Unterzeichnung und Exporterwartungen (Jan. 2026)
- Frankfurter Allgemeine Zeitung: Deutschland profitiert am meisten vom Mercosur-Abkommen (Jan. 2026)
- org: Environmental and social impacts of the EU-Mercosur Agreement
- EU-Kommission: Trade Policy Review – Mercosur
- OECD: Agricultural Policy Monitoring and Evaluation
- Wissenschaftliche Dienste des Bundestages: Ernährungssouveränität und Handel
- Diverse agrarökonomische Studien zu Importpreisen, Wettbewerbsverzerrung und Betriebsaufgaben in der EU
(Hinweis: Alle Quellen dienen der Einordnung, nicht der politischen Wertung.)
Quellen: PublicDomain/A. W. von Staufen am 15.01.2026




apollo-news.net/berlin-gibt-im-kampf-gegen-rechts-hundertmal-so-viel-aus-wie-fr-prvention-von-linksextremismus/
……………………………….
mypatriotsnetwork.com/edward-snowden-files-expose-child-trafficker-erika-kirk-as-charlies-handler/
……………………………..
onenewspage.com/n/World/1ztdom2t9v/What-Will-They-Do-Nuke-the-US.htm
………………………………
winterwatch.net/2026/01/the-new-world-order-egregore/