Metaverse: Rückzug oder Überwachung?

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Das Wort „Metaverse“ geisterte bereits seit einiger Zeit durch Panels, Produktvorstellungen und Tech-Kolumnen. Und doch bleibt immer noch ein unsicheres Gefühl zurück: Man redet viel, aber selten über dasselbe. Inzwischen zeichnet sich zumindest eines ab. Das Metaverse gibt es nicht. Es gibt viele virtuelle Räume, die lose miteinander verbunden sind. 

Sie werden unterschiedlich genutzt, mal sind sie ambitioniert, mal überraschend simpel. Manche wachsen weiter. Andere wirken, als hätten sie ihren Höhepunkt bereits hinter sich.  

Welche Plattformen werden genutzt?

Viele denken bei Metaverse an virtuelle Reisen, Treffen mit anderen oder Konzerte. Was wird heute tatsächlich genutzt? Das Metaverse besteht aus vielen 3D-Räumen und ist daher keine einheitliche Plattform.

Einige Beispiele:

  • VRChat ist ein sozialer Treffpunkt in 3D, der schon seit Jahren Nutzer anzieht, die eigene Räume und Begegnungen gestalten. Besonders beliebt ist die offene, von der Community geformte Struktur, die stark von kreativen Nutzerideen lebt. Die Plattform wächst und gedeiht, auch wenn sich der Markt verändert.

  • Roblox wird nur selten direkt als Metaverse bezeichnet. Die Plattform zeigt jedoch sehr gut, wozu eine große virtuelle Umgebung heute fähig ist. Millionen Nutzer spielen und erstellen gleichzeitig Inhalte. Diese Interaktionen halten die Plattform mit ihren täglich enormen Nutzerzahlen relevant.

  • Decentraland und The Sandbox existieren ebenfalls noch, allerdings mit deutlich kleineren aktiven Communitys als zuvor. Sie sind mittlerweile stärker auf NFTs, virtuelle Events und digitale Inhalte spezialisiert.

  • Meta Horizon Worlds, das als großes Metaverse-Zukunftsprojekt von Meta (früher Facebook) angepriesen wurde, ist nicht wirklich zum Massenphänomen geworden. Die Nutzerzahlen bleiben trotz laufender Updates begrenzt. Meta kürzt Ressourcen sowie das Budget für große Metaverse-Initiativen sogar um 30 %.

Rückzug mit Regeln

Das Metaverse ist wie ein Rückzugsraum. Hier kann man den Alltag für einen Moment hinter sich lassen. Das kann schon stimmen, zumindest teilweise. Virtuelle Konzerte in Fortnite, kleine Kunstausstellungen oder gemeinsame Treffen in VR-Räumen ermöglichen Erlebnisse, die offline kaum möglich wären. Auch Unternehmen entwickeln dort ihre eigenen virtuellen Standorte.

Virtuelle Räume sind vor allem bei Gamern bekannt. Ein gutes Beispiel sind Online-Casinos, wie man sie bei casinos ohne lizenz in deutschland findet. Ein Live-Dealer begleitet einen an den virtuellen Casino-Tisch und man kann sogar mit den Mitspielern kommunizieren. Gleichzeitig sind viele Räume alles andere als neutral. 

Jede Bewegung folgt technischen Regeln. Wie nah Avatare sich kommen dürfen, welche Gesten funktionieren, was gespeichert wird und was nicht. Alles wird bereits vorab festgelegt. Freiheit entsteht hier eher durch das Fehlen von Regeln.

Daten, die einiges verraten 

Ein Punkt, der immer wieder kritisiert wird, ist die Datenerfassung. Immersive Plattformen sammeln andere Informationen als klassische Netzwerke. Es geht um die Blickrichtungen, Bewegungsmuster und Reaktionszeiten. Ohne das läuft VR kaum. Was passiert langfristig mit diesen Daten?

Es sieht so aus, als ob offene Plattformen wie VRChat sie vor allem für Stabilität und Moderation nutzen. Bei großen Konzernen wie Meta sieht das anders aus. Dort fließen Daten stärker in Analysen, Produktentwicklungen oder personalisierte Inhalte ein. Nicht alles davon wird transparent kommuniziert.

Hier verschwimmt die Grenze. Überwachung entsteht nicht unbedingt durch Technik, sondern durch Betreiber und fehlende Einblicke.

Wer setzt die Regeln?

Auffällig ist, dass viele Metaverse-Räume ohne ihre Nutzer kaum existieren würden. In offenen Welten bilden sich eigene Umgangsformen. Manche Räume gelten als freundlich, andere als rau. Wer sich schlecht benimmt, wird gemieden oder schlicht gesperrt. Nutzer sind nicht nur Gäste, sondern auch Mitgestalter. Gleichzeitig bleibt eine Abhängigkeit bestehen. Server, Updates, Zugänge – all das liegt in der Hand der Betreiber. 

Weniger Hype, mehr Alltag

Der Hype um das Metaverse ist vorbei. Budgets wurden gekürzt, Pläne geändert und Prioritäten verschoben. Auch Meta hat seine Pläne für das Metaverse angepasst. Doch nicht alles ist verschwunden. Entwickler, Kreative und Communitys nutzen nach wie vor virtuelle Räume. Pragmatisch und zweckorientiert. Sie treffen sich dort, um Ideen auszutauschen oder Neues auszuprobieren.

Flucht oder Beobachtung?

Ob das Metaverse als Rückzugsraum oder als kontrollierte Umgebung wahrgenommen wird, hängt von seiner Nutzung ab. Wichtiger als die Technik selbst ist die zugrunde liegende Struktur. Wer hat die Plattform, wer legt die Regeln fest und wie transparent ist der Umgang mit Daten? Heute ist der Hype vorbei und das Metaverse ist greifbarer geworden. 

Man nutzt es, wo es sinnvoll ist, und verzichtet ansonsten darauf. Es ist kein Ersatz für die reale Welt, sondern ein Werkzeug. 

Quellen: PublicDomain am 21.01.2026

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