
Gedanken sind kraftvolle Instrumente, die nach Meinung von Wissenschaftlern Einfluss auf das gesamte Leben haben, sogar bis über den Tod hinaus. Viele Forscher sind sogar der Überzeugung, dass wir mit unseren Gedanken die Realität erschaffen.
Sich die Realität nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen zu erschaffen, ist ein uralter Menschheitstraum. Gelingt das wirklich, oder ist das nur Wunschdenken? Von Frank Schwede
Unser Gehirn ist es, das die Realität erschafft. Davon sind mittlerweile immer mehr Forscher überzeugt. Schon Autobauer Henry Ford hat erkannt, dass das eigene Denken und die inneren Bilder Einfluss auf die Realität haben. Treffend formuliert sagte er:
„Ob du glaubst, du schaffst es, oder ob du glaubst, du schaffst es nicht: Du wirst in jedem Fall recht behalten.“
Schon lange ist bekannt, dass jeder Gedanke, den wir denken, das Potential hat, sich zu einem Glaubensmuster zu entwickeln. Gedankenbilder entstehen durch Erziehung und durch tägliche Erfahrungen und Interaktionen mit unserer Umwelt.
Im Laufe eines Lebens formen sich die Gedanken und führen zu festen Überzeugungen und Mustern, die das Leben maßgeblich beeinflussen. Mehrfach schon ist in Experimenten bewiesen worden, dass wir auf diese Weise unser Realität erschaffen.
Auch in unzähligen Biographien erfolgreicher Menschen ist immer wieder davon die Rede, dass ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs der feste Glaube an sich selbst und seinen Erfolg ist.
In positiven inneren Bildern haben sich erfolgreiche Menschen ihren Erfolg bis ins kleinste Detail vorgestellt und ihn visualisiert. Auf den ersten Blick klingt das nach esoterischem Geschwafel, doch schon Sokrates wusste:
„Das Geheimnis der Veränderung besteht darin, Deine ganze Energie darauf zu konzentrieren. Neues aufzubauen, statt Altes zu bekämpfen.“
Auch das Resonanzgesetz bestätigt, dass Menschen mit der Kraft ihrer Gedanken aktiv das Umfeld schaffen können, in dem sie leben wollen und dadurch ihre Zukunft selbst gestalten können. (Sprachmagie: Das Geheimnis)
Die russische Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky ging, wie später auch viele andere Verfechter des Resonanzgesetzes, von der Theorie aus, dass unsere Gedanken Schwingungen erzeugen.
Diese Schwingungen übertragen sich auf unsere Umwelt. Ganz egal, ob Gefühle, Ängste, Sorgen oder Wünsche. Es spielt dabei noch nicht einmal eine Rolle, ob sich Menschen dieser Tatsache bewusst sind.
Gedanken erschaffen Realität
Daraus folgt der Schluss: Ist sich jemand der Kraft seiner Gedanken bewusst, kann er sein Leben und seine Umwelt nach seinen eigenen Vorstellungen und Wünschen gestalten.
Um den Zusammenhang besser verstehen zu können, ist es zunächst wichtig zu klären, was Gedanken überhaupt sind. Aus neurologischer Sicht betrachtet, ist ein Gedanke zunächst nichts anderes als das Ergebnis eines elektrischen Impulses zwischen unzähligen Hirnzellen.
Obwohl die Forschung mittlerweile sehr viel Kenntnis über die biochemischen Prozesse hat, die der Reizweiterleitung zwischen den Synapsen der Nervenzellen zugrunde liegen, ist es bis heute Rätsel, wie aus den unzähligen elektrischen Impulsen ein zusammenhängender Eindruck entsteht.
In einem Satz formuliert, ist ein Gedanken nichts anderes als ein Konstrukt unseres Gehirns. Wie aber kann ein Gedanke, den ich vielleicht schon längere Zeit mit mir herumtrage, sich manifestieren und zur Realität werden?
Unser Gehirn erzeugt unentwegt Projektionen, die wir für real halten und die wir durch Wiederholung verfestigen. Daraus entsteht am Ende eine subjektive Normalität – und irgendwann wird diese selbst erzeugte Wirklichkeit zur Routine.
In diesem Zusammenhang fällt oft auch der Begriff selbst erfüllende Prophezeiung, wo es darum geht, dass jemand der Überzeugung ist, dass durch bestimmte Verhaltensmuster, die eigene Überzeugung zur Wirklichkeit wird.
Selbst erfüllende Prophezeiungen sind oft das Resultat aus negativen Erfahrungen in bestimmten Situationen, etwa nach einer nicht bestandene Prüfung, dass jemand beim zweiten Anlauf mit dem Gedanken in die Prüfung geht, sie auch beim zweiten Mal nicht zu bestehen.
Wichtig ist zu verstehen, dass die Überzeugung ein inneres Bild ist, das in der Regel mit bestimmten Verhaltensmustern verknüpft ist. Das Aufgeben von Verhaltensmustern ist nicht selten mit einem großen Energieaufwand verbunden, den unser Unterbewusstsein gern vermeiden möchte.
Deshalb wird das Unterbewusstsein alles tun, dass wir unser Verhalten nicht ändern, dass wir dieses innere Bild bewahren und den Gedanken, egal ob positiv oder negativ, Wirklichkeit werden lassen.
Das heißt auf unser Beispiel bezogen, wenn ich die Prüfung schon beim ersten Mal nicht bestanden habe, warum sollte ich sie beim zweiten Mal schaffen, dabei ist aber weniger der Gedanke, die Prüfung nicht zu bestehen.
Schuld am möglichen Scheitern, sondern ehr der dadurch entstandene Stressfaktor, der zu einer inneren Blockade führt, die es unmöglich macht, das Erlernte aus dem Gedächtnis abzurufen.
Auch der Wünsche sind Grenze gesetzt
Der Realisierbarkeit unserer Gedanken in Form von Wünschen ist natürlich Grenzen gesetzt. Beispielsweise wenn ich beim Ausfüllen meines Lottoscheins mir vorstelle, dass genau die angekreuzten Zahlen gezogen werden, dann liegt die Wahrscheinlichkeit bei „Eins zu einer Million“, dass diese gezogen werden.
Die Quantenphysik legt nahe, dass Realität nicht objektiv existiert, sondern durch Beobachtung und Bewusstsein entsteht, was die Idee stützt, dass Gedanken, als Form von Energie und Bewusstsein, unsere Realität aktiv mitgestalten können, indem sie Frequenzen erzeugen, die sich anziehen und unser Erleben formen.
Obwohl die Makrowelt stabil erscheint, deuten quantenphysikalische Prinzipien darauf hin, dass Bewusstsein eine fundamentale Rolle spielt und unser Denken Materie beeinflusst, wie auch in der Biophysik und von Pionieren wie Nils Bohr angedeutet wurde.
2015 erschien im renommierten Wissenschaftsmagazin Nature ein Artikel, in dem es heißt:
„Gemäß einer bekannten Theorie der Quantenphysik, ändert sich das Verhalten eines Teilchens, je nachdem, ob es einem Beobachter unterliegt oder nicht. Sie stellt im Grunde dar, dass Realität eine Art von Illusion ist und nur dann existiert, wenn wir hinsehen. Auf Quantenebene existiert so lange keine Realität, bis wir sie beobachten.“
Das heißt, dass sich jedes Mal, wenn wir unsere Aufmerksamkeit, ob bewusst oder unbewusst, beobachtend auf etwas richten, sich durch diesen Vorgang ein Schöpfungsprozess ereignet.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass die Dauer und selbstverständlich auch die Intensität darüber entscheidet, in welcher Stärke sich der Schöpfungsprozess entwickelt.
Das heißt, ein flüchtiger Gedanke reicht nicht aus, er hinterlässt nur geringfügige Spuren, wohingegen ein ausgeprägtes Gedankenbild die Realitätsdeutlichkeit entsprechend erhöht.
Dazu schreibt der Biophysiker Dieter Broers in seinem Buch Gedanken erschaffen Realität: Die Gesetze des Bewusstsein:
„Das bedeutet für uns, dass wir uns unsere eigene Realität erschaffen können, eine Welt, die unseren bewusst gewählten Vorstellungen entspricht. Das setzt allerdings voraus, dass wir uns über unsere Schöpfungen bewusst sind und unsere Gedanken besser kontrollieren müssen.
„Im Sinne unseres evolutionären Auftrags sollten wir darauf achten, dass unsere Manifestationen aus Freude entstehen.“
Der Gedanke bleibt über den Tod erhalten
Dazu gehört im Wesentlichen auch das positive Denken. Das Gesetz der Anziehung besagt: Wer positiv denkt, dem wird Positives widerfahren. Man zieht immer das im Leben an, worauf man seine Aufmerksamkeit lenkt.
Zugegeben: Positiv denken, ist manchmal nicht so leicht, wie es klingt – und in der Tat hat positives Denken hat auch seine Grenzen.
Redet sich beispielsweise jemand, der Schwierigkeiten im Job hat, ein, das wird schon, aber jeden Tag aufs Neue erlebt er genau das Gegenteil, fühlt er sich jeden Tag schlechter anstatt besser. Die Rede ist in diesem Fall von toxischer Positivität.
Das heißt, dass notorische Pessimisten in Wahrheit oft gar keine Pessimisten sind, sondern Realisten, die die Dinge so sind, wie sie sind. Klar ist, dass die Dinge nicht schöner werden, auch wenn wir sie uns schön reden.
Kaum bekannt ist, dass unsere Gedanken und Glaubensmuster auch nach unserem physischen Tod erhalten bleiben. Wenn wir unser Leben lang einem bestimmten Glaubensmuster gefolgt sind und es gefestigt haben, könnte es nach Meinung von Quantenphysikern in eine Art kollektivem Bewusstsein oder in den Erinnerungen der Menschen, die wir zurückgelassen haben, weiterexistieren.
Diese Erkenntnis bedeutet nach Meinung von Forschern, dass die Art und Weise, wie wir unser Leben führen, nicht nur für uns selbst wichtig ist, sondern auch für die, die, die nach uns kommen.
Forschungen aus der Quantenphysik haben gezeigt, dass Glaubensmuster, die wir in unser individuelles morphisches Feld einspeisen, auch in das universelle Feld der kosmischen Datenbank integriert werden und sowohl positive als auch negative Gedanken könnten ihre Wirkung über den Tod hinaus zeigen.
Das zeigt, wie wichtig es ist, dass wir sorgsam mit unseren Gedanken umgehen sollten, da jeder Gedanke, den wir denken, sich zu einem Glaubensmuster entwickeln kann, der im morphischen Feld bewegt und das gesamte Kollektiv beeinflussen kann.
Quellen: PublicDomain/Frank Schwede für PRAVDA TV am 12.01.2026














