Warum vergeht die Zeit so schnell und früher so langsam … ?

Die Frage: Warum vergeht die Zeit so schnell? Das ist eine berechtigte Frage. Denn jene, die sich noch recht gut an ihre Kindheit erinnern können, erinnern sich auch daran, dass die Zeit viel langsamer verging als im späteren Alter.

Warum vergeht die Zeit so schnell?

Besonders schlimm waren die Sonntagnachmittage, an denen die Zeit förmlich nur dahinkroch. Die Sekunden, Minuten und Stunden zogen sich fast unerträglich in die Länge.

Man beobachtete stundenlang Ameisen, die über den Asphalt liefen und ihre Köpfe zusammensteckten, man verfolgte jede einzelne Bewegung einer Sonnenblume, deren Sporen durch den Wind davongetragen wurden. Und wenn man dann auf eine Uhr blickte, waren nur wenige Minuten vergangen. Für einen Erwachsenen im mittleren Alter hingegen fliegen die Wochen dahin, als seien diese nur Stunden.

Nun, die gängigste Theorie ist, dass es am Alter liegt, frei nach dem Motto: Je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit. Doch stimmt das?

Man hat daraufhin Erwachsene befragt, ob sie in der Kindheit ebenfalls das Gefühl besessen hatten, die Zeit würde schneller vergehen und sie bejahten dies. Doch fragt man die Kinder der Gegenwart, erklären sie ebenfalls, dass sie das Gefühl haben, die Zeit würde wie im Fluge vergehen. Wie kommt es zu diesem eklatanten Unterschied? Was ist heutzutage anders als noch vor 50 Jahren?

Jetzt hat man eine alte analoge Uhr genommen und den Verlauf der einzelnen Sekunden mit einer Uhr aus unserer gegenwärtigen Zeit verglichen.

Manche schwören darauf, dass die Sekunden der alten analogen Uhr ein wenig langsamer vergehen. Ob das alles so stimmt, muss jeder für sich selbst einmal testen, für den Fall, dass man noch eine dieser alten analogen Uhren besitzen sollte. (Der fehlerhafte Kalender, die beschleunigte Erdrotation und die drohende Zeitverschiebung bis 2029)

Neurologie: Gehirn und Zeit

In der Neurologischen Forschung bzw. Gehirnforschung besitzt man hierzu eine ganz andere Theorie:

Als Kind labt man sich noch an all den Eindrücken, die die Welt zu bieten hat. Ameisen, Bienen, Blätter im Wind, die Sonne durch zusammengekniffene Augen beobachten, mit einer Unmenge an Spielzeug spielen, das Rascheln der Haare an der Ohrmuschel, das quietschende Geräusch von Türen oder altem Spielzeug, Schmetterlinge, die von Blume zu Blume gleiten, Fliegen, welche ihre Flügel putzen, die fliegenden Samen einer Pusteblume oder auch Wolken, die die witzigsten Tiere zu bilden scheinen.

Hierbei geht die Neurologie davon aus, dass sich das Gehirn in der Kindheit überwiegend noch im Aufnahmemodus befindet. In diesem Modus vergeht die Zeit wesentlich langsamer, als im Abspielmodus. Das Gehirn zeichnet alles in der Kindheit auf, weil es einfach neu ist.

Der Abspielmodus jedoch lässt Zeit viel schneller vergehen, weil je älter man wird, desto mehr Routinen tauchen im Leben auf und das Gehirn braucht diese Szenen nicht mehr aufzeichnen. Es ist, als würde die Prozessorleistung nicht mehr so beansprucht werden und es wird immer weniger aufgezeichnet, da alles bereits bekannt ist.

Persönliche Erfahrungen mit dem Zeitempfinden

Wenn ich mich persönlich an meine Kindheit erinnere, dann kann ich ganz bestimmt bestätigen, dass für mich die Zeit um ein Vielfaches langsamer verging. Gefühlt spielte man viele Stunden, aber wenn man auf die Uhr schaute, waren erst Minuten vergangen. Der schlimmste Tag der Woche war der Sonntag, vor allem der Nachmittag. An diesem Tag verging die Zeit so elendig langsam, dass man sich einen Vorspulknopf gewünscht hätte, der das alles mal beschleunigen würde.

Die Minuten krochen dahin, und wenn man dazu auf die Uhr blickte, vergingen die Sekunden noch langsamer. Irgendwann beschloss ich, einfach nicht mehr auf die Uhr zu sehen, denn sie verlangsamte die Zeit umso mehr. Am Abend, so nach 18 Uhr, verging die Zeit wieder ein wenig schneller, aber noch langsam genug und kaum zu vergleichen mit dem Zeitempfinden im Erwachsenenalter.

Ebenfalls waren die Sommerferien von ca. sechs Wochen manchmal so lang, dass man die Schule völlig vergaß und es nach den Ferien völlig irreal erschien, wenn man wieder in der Schule saß. Man hatte sich daran gewöhnt, ohne Schule durch das Leben zu gehen und hätte auch für die Zukunft gut darauf verzichten können.

Widersprüche mit der Zeit

Nun erinnern sich viele Erwachsene noch an die extrem langsam vergehende Zeit in der Kindheit. Sie haben den direkten Vergleich, so, wie das Zeitempfinden früher wahrgenommen wurde und wie es heute ist.

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So haben Eltern ihre Kinder befragt, in der großen Erwartung, dass sie bestätigen würden, dass für sie die Zeit ebenfalls so kriechend langsam vergehe. Doch die Antwort war in den meisten Fällen sehr überraschend: Die Kinder erklärten, dass sie das Gefühl haben, die Zeit würde so schnell dahinrasen.

Wie kommt es zu diesem Widerspruch mit der Zeit?

Offenbar nehmen die Kinder der Gegenwart die Zeit nicht mehr so kriechend wahr, sondern wesentlich schneller als man sich selbst in seiner Kindheit erinnern kann.

Was ist hier mit dem Aufnahmemodus des Gehirns? Muss es nicht mehr so viel aufzeichnen oder ist die Theorie nicht stimmig? Und worauf basiert das Zeitempfinden?

Seit den letzten Jahren sehen wir häufiger, dass die Wetter-App nicht nur die Temperatur des kommenden Tages anzeigt, sondern gleichzeitig auch, sobald der Tag kommt, die gefühlte Temperatur. Die Meteorologen haben mit der Zeit erkannt, dass die gemessene Temperatur nicht immer mit dem Temperaturempfinden gleich sein muss. Die Menschen empfinden einen Tag mit 5 Grad manchmal viel kälter und an anderen Tagen viel wärmer.

So kann man leicht nachvollziehen, dass die so genannte objektive Messung der Temperatur nicht der gefühlten Temperatur entsprechen muss. Zudem muss man auch bedenken, dass der Körper dazu in der Lage ist, sich an die Wetterbedingungen des Wohnortes anzupassen.

Menschen, die in heißen Gebieten wohnen, gewöhnen sich an das heiße Wetter und vertragen 40 Grad Hitze nach Monaten sehr gut, während Neuankömmlinge und Urlauber das Gefühl haben, sie würden in der Hitze vergehen. Fällt die Temperatur von 40 Grad auf 20 Grad, sitzen die Einheimischen mit dicker Jacke draußen. Nicht viel anders ist es mit der Anpassung des Körpers an die Kälte. Wenn man monatelang in einem Land lebt, indem es stets -10 bis -20 Grad hat, passt man sich an und fängt bei 0 Grad an zu schwitzen und läuft draußen im Shirt herum.

Frag Deine Freunde

Nicht viel anders ist es mit der Zeit. Die Uhr misst objektiv die Zeit, doch die gefühlte Zeit vergeht langsamer oder schneller in bestimmten Situationen. Eine Stunde beim Zahnarzt dauert länger als eine Stunden auf einer Party – um das einmal gegenüberzustellen. So wird die Zeit von jedem Menschen unterschiedlich wahrgenommen. Doch trotz dieser Feststellung sind nun die meisten Menschen davon überzeugt, dass die Zeit schneller verginge als noch vor 20 Jahren.

Man fragt sich: Gibt es überhaupt noch Menschen, die sagen, dass die Zeit viel zu langsam vergehe? Dies kann man einmal in seinem Bekanntenkreis erfragen. Die Antwort auf diese Frage könnte überraschend sein. Laut den Aussagen der meisten Menschen, vergeht die Zeit viel schneller als früher.

 

Welche Theorien gibt es?

So gibt es sogar einige Theorien darüber: Warum vergeht die Zeit so schnell?

  1. Die Rationalisten: Wenn man den ganzen Tag am Handy hängt, ist das kein Wunder, wenn die Zeit gefühlt viel schneller vergeht.
  2. Die Wissenschaftler: Das liegt einfach an der subjektiven Empfindung und es ist unmöglich, dass die Zeit wirklich schneller vergehen kann.
  3. Die Spirituellen Wissenschaftlicher: CERN hat mit der Erzeugung Schwarzer Löcher und dem Higgs-Teilchen herumgespielt und dadurch ist die ganze Menschheit in einer anderen alternativen Realität gelandet, in der die Zeit schneller vergeht.
  4. Die Spirituellen: Wir haben die Zeit beschleunigt, damit wir schneller zurück nach Hause gehen können, dorthin, wo wir wirklich herkommen.
  5. Die New-Agler: Die Erde hat sich in ein anderes Schwingungsfeld begeben, in dem die Frequenz angehoben wurde, deshalb vergeht die Zeit nun schneller.
  6. Die Politiker: Die Zeit wurde von der Elite beschleunigt mit Hilfe von uns unbekannten Geräten oder KI.
  7. Die Ufologen: Die Elite hat durch Alien-Reverse-Engineering hochtechnologische Geräte entwickelt, die die Zeit beschleunigen
  8. Die Konspirativen: Irgendwer hat die Zeit manipuliert. Während früher der Tag 24 Stunden hatte, so hat er heutzutage nur noch 16 Stunden. Somit hat jemand an der Matrix herumgespielt und die Zeit absichtlich beschleunigt. Vielleicht haben sogar die Reptiloiden die Matrix umprogrammiert, damit die Zeit schneller vergeht, die Menschen schneller altern und die „Überbevölkerung“ zurückgeht, indem die Menschen dann früher sterben.

Und, was denkst du, woran es liegt?

Was ist Zeit? Und was ist die Uhr wirklich?

Genau genommen hat man irgendwann einige Zahnrädchen zusammengesteckt und eine Uhr gebaut, die Zacken für Zacken etwas zählte und dies wurde dann Zeitmessung genannt. Danach folgten Rhythmen, nach denen sich jeder richtete und seinen Tag gestaltete… und auch die Nacht. In Wirklichkeit haben wir nur eine kleine Maschine gebaut, die sich rhythmisch bewegt, aber hat offenbar nicht wirklich mit der Zeit selbst zu tun.

Eine Uhr misst gar nichts „Äußeres“, das man „die Zeit“ nennen könnte. Sie ist ein periodischer Prozess, d.h. Quarzschwingung, Cäsium-Übergang, Pendel, Sanduhr, Herzschlag, Erdrotation usw., dessen Zyklen wir zählen. Das, was wir „eine Sekunde“ nennen, ist per Definition ≈ 9.192.631.770 Schwingungen eines Cäsium-133-Atoms im Grundzustand (s. Atomuhr). Und ja, als die Uhr erfunden wurde, wusste noch niemand von Atomen und Cäsium.

Eine Uhr misst also nur sich selbst – oder genauer: Wie viele Male ein bestimmter physikalischer Vorgang in ihr wiederholt wurde.

Wenn alle Uhren auf der Welt plötzlich doppelt so schnell laufen würden und wir es nicht merken, dann wäre für uns trotzdem „eine Sekunde“ vergangen, weil wir ja nur Uhren als Referenz besitzen.

Das führt zu einer ziemlich radikalen Konsequenz:

  • Entweder Zeit ist nichts anderes als das, was Uhren und andere periodische Prozesse tun, dann ist Zeit immanent, emergent, relational. Zeit existiert demnach nur, weil Veränderung existiert. (s. Aristoteles: „Zeit ist die Zahl der Bewegung hinsichtlich des Früher und Später.“)
  • Oder es gibt eine metaphysische, absolute Zeit hinter allen Uhren. In diesem Fall messen Uhren diese nie direkt, sondern nur mehr oder weniger gut.

Persönlich halte die Uhr gelegentlich für ein nützliches Koordinatensystem, aber nicht für einen Detektor von „der Zeit selbst“. Die Frage ist also an dieser Stelle: Existiert Zeit überhaupt?

Jedenfalls laut der Gemälde von Salvador Dalí sieht es gerne so aus, dass seine Uhren weich und schlaff dargestellt werden. Sie gehorchen keiner objektiven Zeit mehr, sie hängen also einfach sinnlos herum, als hätten sie sich selbst aufgegeben.

Trotzdem läuft alles weiter, die Landschaft ist weiterhin vorhanden, die Ameisen krabbeln noch immer herum und die Sonne scheint. Die Zeit „existiert“ irgendwie trotzdem, aber nicht so, wie die Uhren einem das vormachen wollen.

Dieser Artikel wurde verfasst von © Matrixblogger.de

Autor: Jonathan Dilas (Der Matrixblogger)

Quellen: PublicDomain/matrixblogger.de m 03.03.2026

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