
Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat am Samstag bei einem Treffen mit dem UN-Sondergesandten Kofi Annan Zweifel an der Wirksamkeit der politischen Bemühungen um eine Beilegung der Krise geäußert.
„Ein politischer Dialog oder politische Anstrengungen können nicht erfolgreich sein, solange bewaffnete Terroristengruppen Chaos säen und die Situation destabilisieren“, sagte Assad nach Angaben der staatlichen Agentur Sana. Dennoch unterstütze Syrien alle ehrlichen Anstrengungen, betonte er.
Der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan ist am Samstag nach Damaskus gekommen. Im Auftrag der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga will er bei der Beendigung der Gewalt vermitteln.
In Syrien dauern seit rund einem Jahr gewaltsame Proteste gegen die Regierung um Präsident Baschar al-Assad an. Laut UN-Angaben sind dabei mehr als 7500 Menschen getötet worden. Die syrischen Behörden machen die bewaffneten Extremisten für die Todesopfer verantwortlich. Vergangene Woche hat die Europäische Union den oppositionellen Syrischen Nationalrat als legitimen Repräsentanten des syrischen Volkes anerkannt.
Quelle: AFP/Ria Novosti vom 10.03.2012
