Erdbebenschwarm in Japan – Vierte Stickstoff-Panne in Folge in Fukushima – Verstrahlter Tee

Innerhalb der letzten 24 Stunden erschütterten zahlreiche Erdbeben die Küste Japans, ca. 50 bis 60km südlich von Fukushima. Auch hier in einer sehr niedrigen Tiefe, die japanische Erdbebenbehörde weist alle Erdbeben mit 20km auf, nur ein Erdbeben war in einer Tiefe von 70km.

Die Auflistung auf Basis von Daten der JMA (Japan Meteorological Agency):

  • 13.04. / 12:14 / Stärke 5.9
  • 13.04. / 12:21 / Stärke 5.9
  • 13.04. / 12:38 / Stärke 4.1
  • 13.04. / 13:09 / Stärke 4.0
  • 13.04. / 14:16 / Stärke 5.2
  • 13.04. / 14:40 / Stärke 3.4
  • 13.04. / 14:56 / Stärke 3.6
  • 13.04. / 16:58 / Stärke 4.2
  • 13.04. / 17:40 / Stärke 4.4
  • 13.04. / 18:01 / Stärke 4.1
  • 13.04. / 18:56 / Stärke 4.3
  • 14.04. / 10:50 / Stärke 4.3

Nicht nur das wiederholt die Erde in Japan bebt, nein, auch die Situation in Fukushima verschlechtert sich täglich.

Erneutes Aussetzen der Stickstoff-Einspeisung

Wie TEPCO, der Betreiber des durch eine Nuklearkatastrophe beschädigten AKW Fukushima Daiichi, am gestrigen Freitag berichtete, kam es nach 1:00 Uhr Morgens zu einem kurzzeitigen Stopp bei der Einspeisung von Stickstoff in die Reaktoren des AKW.

Es handelt sich damit bereits um den vierten Fall seit März, bei dem die Zufuhr von Stickstoff, der dazu dient, die Ansammlung von explosionsgefährdetem Wasserstoff zu verhindern, ausfiel. Im aktuellen Fall habe man gegen 10:00 Uhr ein Ersatzsystem einsetzen können, es sei zu keinen wahrnehmbaren Änderungen in der Konzentration von Wasserstoff während des temporären Stopps gekommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.

Yacón-Tee aus Miyagi stark radioaktiv belastet

Am gestrigen Donnerstag teilte die Leitung der Präfektur Miyagi, das im Yacón Tee des Herstellers  GOLDrand in der Präfektur eine Belastung mit radioaktivem Cäsium in Höhe von 17.200 Becquerel pro Kilogramm  festgestellt wurde, die somit 172 mal höher ist als der gesetzlich zugelassene Grenzwert von 100 Becquerel pro Kilogramm.

Die in der Stadt Zao angebaute Pflanze, die ursprünglich aus den Hochanden Südamerikas stammt und deren Zubereitung als Tee den Blutzuckerspiegel senken soll und bei Menschen mit Diabetes gefragt ist, war im Mai vergangenen Jahres ausgesät worden. Der Hersteller habe die Präfekturleitung nach einem freiwillig durchgeführten Test in einem Privatlabor vergangenen Monat, über die radioaktive Kontamination informiert.

Bislang sind nach Angaben von Präfektur und Hersteller bislang 1.100 Packungen über das Internet und in Läden verkauft worden. Man habe bereits freiwillig eine Rückrufaktion gestartet.

Gegenüber der Asahi Shimbun erklärte Yoji Sakai, Präsident des Unternehmens GOLDrand, man habe das Produkt testen lassen, da der Fukushima-Betreiber TEPCO erklärt hatte, der Energiekonzern werde ohne Ergebnisse von Strahlungstests keine Enschädigungszahlungen leisten. Aus Besorgnis habe er sich dann an die Präfekturleitung gewandt. Die kündigte an, man werde auch ein ähnliches Produkt eines anderen Herstellers im südlichen Teil der Präfektur testen.

Nach Angaben von Michiaki Kai, Professor für Strahlenschutz an der Universität für Pflege und Gesundheitswissenschaften besteht keine unmittelbare Gesundheitsgefahr. Nach dem Konsum sei der Tee unschädlich. Dennoch gelte es wachsam im Bezug auf Waren aus landwirtschaftlichen Produkten zu sein, die gegen September letzten Jahres geerntet wurden.

Warum sollte ein Mensch mit gesundem Verstand einen Tee konsumieren, der 172x höhere Strahlenwerte hat? Vor allem die Menschen in Japan, natürlich auch wir, werden seit März 2011 über die wahre Situation in Fukushima nicht aufgeklärt und erhöhten Strahlenwerten ausgesetzt.

Quelle: PRAVDA-TV/spreadnews.de vom 14.04.2012

Hier ein Video über Messungen der Strahlenwerte im Boden von Tokio. Diese Messwerte übersteigen die erlaubten Werte in den USA um ein Mehrfaches!

Weiterer Artikel:
Fukushima 1: Erneut Austritt von stark verstrahltem Wasser aus Kläranlage

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