Rätsel um „Atlantic Cruiser“ – Türkei durchsucht deutschen Frachter nach Waffen

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Was hat die „Atlantic Cruiser“ geladen? Der deutsche Frachter, der auf dem Weg nach Syrien war, wird jetzt in einem türkischen Hafen nach Waffen durchsucht. Zöllner, Polizisten und Diplomaten wollen das Schiff gemeinsam inspizieren.

Die „Atlantic Cruiser“ ist in den Hafen der türkischen Mittelmeerstadt Iskenderun eingelaufen. Der deutsche Frachter wird dort nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu auf mögliche Waffen an Bord untersucht.

Der SPIEGEL hatte berichtet, dass die „Atlantic Cruiser“ der Emder Reederei Bockstiegel schweres Militärgerät und Munition aus Iran nach Syrien bringen soll, mit dem das Regime des unter Druck stehenden Diktators Baschar al-Assad unterstützt werden soll. Die Emder Reederei hat nach eigenen Angaben keine Hinweise auf eine Waffenladung für Syrien.

Polizisten, Zöllner und Diplomaten planten eine gemeinsame Durchsuchung an Bord des deutschen 6200-Tonnen-Frachters, meldete Anadolu. Auch Berlin beobachtet den Fall genau. Nach Angaben aus Regierungskreisen soll bei der Entladung auch ein deutscher Beamter zugegen sein, um die Fracht zu kontrollieren.

Ende der vergangenen Woche war das Schiff vor Syrien gestoppt worden, dann war es zeitweise sogar ganz verschwunden. Der Frachter hatte mehrfach seinen Transponder ausgeschaltet, mit dem ein Schiff ein Positionierungssignal sendet. Nach SPIEGEL-Informationen wurde die Fracht durch Überläufer des syrischen Regierungsapparats bekannt und die Emder Reederei gewarnt. Statt in den syrischen Zielhafen Tartus wurde das Schiff nach Iskenderun umgeleitet, es fuhr daraufhin jedoch tagelang durch das östliche Mittelmeer, ohne einen Hafen anzusteuern.

Was ist wirklich an Bord? Der Fall ist rätselhaft. Schiffsmakler Torsten Lüddeke von der C.E.G. Bulk Chartering, die für die Befrachtung der „Atlantic Cruiser“ verantwortlich war, sagte: „Wir haben das Schiff gestoppt, nachdem wir Hinweise auf die Waffenladung erhielten.“ Der Frachter sei an die ukrainische Firma White Whale Shipping in Odessa vermietet worden. „Die haben uns als Ladung vor allem Pumpen und ähnliche Dinge deklariert“, behauptete Lüddeke, „Waffen hätten wir nie an Bord gelassen.“

Die Reederei Bockstiegel betonte, es seien keine Waffen an Bord. Sie ließ die Ladung nach eigenen Angaben von der Besatzung teilweise inspizieren. Bei der für Syrien bestimmten Ladung handele es sich „um Teile eines Thermalkraftwerks“, die von einem indischen Hersteller für das Ministerium für Elektrizität in Syrien bestimmt seien, hieß es in einer Erklärung.

Dass es sich bei der Ladung des Schiffs nicht nur um zivile Güter handelt, dafür sprechen die Angaben, die der Kapitän der „Atlantic Cruiser“ sowohl vor der Durchfahrt des Suezkanals machte, wie später noch einmal vor einem geplanten Tank-Stopp auf Zypern. Er transportiere Ladung der Gefahrgutklassen „UN 0105, 0030, 0029 und 0065“, gab er an – was Kürzel sind für Sprengstoffe und elektrische sowie andere Zündvorrichtungen.

Die EU-Staaten haben wegen der brutalen Unterdrückung der Protestbewegung verschiedene Sanktionen gegen das Assad-Regime verhängt. Dazu gehört auch ein Waffenembargo. Der Uno-Sicherheitsrat hat bislang keine Sanktionen verhängt.

Für die Bundesrepublik könnte ein Waffenfund an Bord der „Atlantic Cruiser“ unangenehme Fragen aufwerfen. Deutschland müsste die Frage beantworten, was es tut, um die Sanktionen gegen das Assad-Regime durchzusetzen. Berlin will den Fall schleunigst klären. Dafür hat das Auswärtige Amt seine Botschaften in Nikosia, Beirut und Ankara angewiesen, die Gastregierungen in die Angelegenheit einzubinden.

Quelle: dpa/Reuters/Der Spiegel vom 18.04.2012

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