Chinas soziale Netzwerke: Rauswurf bei „Falschaussage“

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Ende Mai dieses Jahres wurden strenge Regeln bei Chinas populärer Mischung aus Twitter und Facebook eingeführt. Wer sich bei Sina Weibo der staatlichen Internet-Zensur widersetzt oder Skandale führender Politiker ans Tageslicht bringt, dessen Account wird gelöscht. Sina Weibo verfügt derzeit über 300 Millionen Nutzer.

Anonyme Postings oder die Verbreitung von „Lügen“ sind bei Sina Weibo, einem der meist genutzten chinesischen Microblogging-Anbietern nicht erwünscht. Seit dem 28. Mai gibt es für jeden Nutzer eine Art Kontostand. Nach Anmeldung mit der staatlichen ID-Nummer und ihrer Telefonnummer erhalten die Nutzer vom Anbieter 100 Punkte. Wer diese Angaben nicht machen will, bekommt anfangs nur 80 Punkte gutgeschrieben. Wer aus Versehen falsche Bilder oder sonstige unwahre Inhalte streut, bekommt je nach Schwere Punkte von seinem Konto abgezogen. Auch falsche Zitate oder der Unwillen Informationen von sich preiszugeben, werden bestraft. Abzugsfähig ist es auch, wer versucht mit Sonderzeichen oder Abkürzungen Worte so zu schreiben, dass sie von den Zensurprogrammen der Regierung nicht erkannt werden können.

Ab 60 Punkten und weniger gilt der Account als minderwertig, für die Nutzer ist dies gleichbedeutend mit einer gelben Karte. Bei null Punkten verliert der User die Möglichkeit sich einzuloggen, alle Daten der Person werden beim Anbieter automatisch gelöscht. Nur wer seine Einsicht und eine Verhaltensänderung nachweisen kann, erhält Pluspunkte um das Konto wieder aufzubessern. Sina Weibo hat eine große Anzahl Mitarbeiter abgestellt, die als Kontrollteam der zumeist staatlichen Gerüchteküche fungieren. Sie sollen sicherstellen, dass sich die Anwender in ihrem Portal entsprechend der Vorgaben der Partei verhalten. Im März hatte die Regierung alle Anwender von sozialen Netzwerken aufgefordert, sich nachträglich mit Realnamen zu identifizieren. Bislang sind nur wenige Bürgerinnen und Bürger dieser Vorgabe nachgekommen. Das neue Punktesystem soll offenbar Druck aufbauen und den Vorgang beschleunigen.

Im Frühjahr 2012 war es zur Verbreitung zahlreicher skandalöser Details von führenden chinesischen Offiziellen gekommen. Einer der Skandale erreichte sogar westliche Medien. Ein führendes Mitglied des Politbüros musste aufgrund von Disziplinarverstößen zurücktreten. Die Frau von Bo Xilai steht zudem im Verdacht, einen Briten nach Streitigkeiten ermordet zu haben. Der ehemalige chinesische Spitzenpolitiker wurde mittlerweile von allen Ämtern enthoben. Nach der Verbreitung dieser Nachricht war der Blog eines Menschenrechtlers aufgrund starker DDoS-Angriffe nicht mehr zu erreichen. Wenige Tage später verloren die Verantwortlichen, die die Skandale publik gemacht haben, ihre Zugänge bei Sina Weibo. Mit dem neuen System soll es offenbar allen Usern unmöglich gemacht werden, die Führung des Staates öffentlich infrage zu stellen.

Doch die Kontrolle der User dieses Portal ist an sich nichts Neues. Im Herbst 2011 veröffentlichte ein Blogger die 8 Wege der Zensur dieses Netzwerkes. So wurden strittige Postings entweder komplett gelöscht. Noch umstrittener war es, die Postings zwar zu löschen. Für den Autor selbst waren sie aber noch sichtbar. Wer häufiger gegen die Regeln verstossen hat, wurde auf eine interne Prüfliste gesetzt, um jede Aktivität des Anwenders genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer sich vollumfänglich inklusive aller Daten angemeldet hat, wurde vor der Löschung gewarnt. Die restlichen User betraf die Löschung ohne jede Vorwarnung. Bei wiederholter Verletzung der Regeln wurde der Account entweder nur gelöscht, oder sogar bei schweren Vergehen die IP-Adresse und/oder die E-Mail-Adresse blockiert, um eine Anmeldung unter einem anderen Namen unmöglich zu machen.

Quellen: TECH IN ASIA/gulli.com vom 03.06.2012

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