Differenzen in Israels Regierung zu Iran in Medien durchgesickert

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu hat am Mittwochmorgen eine Sitzung der Sicherheitskommission abgesagt, weil vertrauliche Informationen, die in einer Sitzung am Vortag erörtert worden waren, angeblich in die Medien durchgesickert waren. Dies teilt die Kanzlei des Regierungschefs mit.

„Bald nach dem gestrigen Treffen ist etwas Ernsthaftes passiert – Besprechungsinhalte sind durchgesickert. Jemand hat das Vertrauen untergraben, das den Teilnehmern dieses Forums durch die israelischen Bürger auferlegt wurde“, sagte Netanjahu. Derjenige Teilnehmer des Treffens, der die Informationen an die Medien übergeben hat, habe „den guten Namen derjenigen angeschwärzt, die auf dem Forum anwesend waren, und keine Information verbreitet haben“, sagte der Premier.

Nach israelischen Medienberichten hat die Absage der Beratung mit einem Bericht auf der Web-Seite der Zeitung „ Jediot Achronot“ zu tun, in dem unter Berufung auf eine anonyme Quelle von Meinungsdifferenzen unter den verschiedenen Behörden bezüglich des Iran-Problems die Rede war.

Wie die Kanzlei des Premiers mitteilt, macht Netanjahu den Medien keine Vorwürfe, denn sie hätten „ihre Arbeit getan“.

„Vorzuwerfen habe ich etwas demjenigen, der das für die Sitzungen zu Israels Sicherheit so unentbehrliche Vertrauen des Kabinetts missbraucht und die Möglichkeiten für ähnliche künftige Sitzungen beeinträchtigt hat“, sagte der israelische Premier.

Quelle: Ria Novosti vom 05.09.2012

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