Sonnen-, Erdbeben- und Vulkan-Update: Die „Hotspots“ klingeln – Sonne aktiv – El Hierro, Fuego und San Cristobal mit Lebenszeichen

Die seismische Aktivität bleibt auf einem hohen Niveau, rund um die vulkanischen „Hotspots“ kracht es immer wieder, Feuerring, Mittelatlantischer Rücken, Pazifik, Indischer Ozean und Afrika sind betroffen. Die Sonne ist momentan in einem ruhigen Modus, nach zwei Sonnen-Flares vor ein paar Tagen. Der Vulkanismus zeigt sich sehr explosiv, mit zwei Eruptionen, in Nicaragua und in Guatemala.

Die schweren Beben sind ausgeblieben, bis auf vereinzelte Treffer im Südpazifik, die Mariana Insel, Bali, Philippinen und Sumatra (Hotspot – Caroline). Besonders im Fokus ist Afrika, hier sitzt der Hotspot Afar, wir verzeichnen Erschütterungen in Libyen, Sambia, Sierra Leone, Ägypten und der Arabischen See. Oregon in den USA korres-pondiert mit dem gelben Hotspot Cobb, Canary mit El Hierro.

Als Hotspots (engl.: heiße Flecken) – siehe obere Karte – werden Zentren vulkanischer Aktivität bezeichnet, die nicht direkt durch plattentektonische Prozesse verursacht werden und daher nicht an Plattenränder gebunden sind. Sie entstehen durch thermische Anomalien im (tieferen) Erdmantel und treten oftmals innerhalb von Lithosphären-platten auf.

Der Hotspot-Vulkanismus unterscheidet sich demnach von der vulkanischen Aktivität an Plattengrenzen, die mit plattentektonischen Vorgängen wie Ozeanbodenspreizung und Subduktion einher geht.

Die bekanntesten Beispiele für Hotspot-Vulkanismus sind neben den Hawaii-Inseln und Island die Eifel in Deutschland, die Galápagos-Inseln in Ecuador und der Yellowstone-Nationalpark in Wyoming.

Hier der Link zu der englischen Beschreibung der Hotspots, dort findet ihr die einzelnen Hotspots mit Koordinaten.

In der unteren Erdbeben-Liste fallen ein 5.5 in Schweden, ein 5.2 im Amazonas in Brasilien und ein 3.2 im Englischen Kanal auf.

Fukushima bleibt verschont, keine starken Erschütterungen rund um das Kernkraftwerk.

16 Sep 2012 Fukushima-ken Oki M3.9
13 Sep 2012 Fukushima-ken Oki M4.2
11 Sep 2012 Fukushima-ken Oki M4.7

Die Auflistung (x = ungelistete Tremor-Beben):

  • 09.09.

  • 5.5 Schweden (x)
  • 5.4 Türkei (x)
  • 5.7 Nordpazifik (x)
  • 5.2 Ägypten (x)
  • 5.5 Bering See (x)

  • 10.09.

  • 5.2 Kashmir, Pakistan (x)
  • 4.5 Grönland (x)
  • 11.09.

  • 5.2 Nordpazifik (x)
  • 4.9 Burma (x)
  • 4.3 Norwegische See (x)
  • 6.6 Mariana Inseln (x)
  • 12.09.

  • 5.8 4.8 Libyen (x)
  • 6.2 Kreta (x)
  • 6.3 Mariana Inseln (x)
  • 4.4 Sierra Leone (x)
  • 5.9 Tajikistan (x)
  • 2.2 Hormersdorfer Hochmoos, 50.65 N  12.87 E
  • 5.7 Pakistan (x)
  • 5.7 Macquarieinsel (x)

  • 13.09.

  • 6.7 Mariana Inseln (x)
  • 5.2 Taiwan (x)
  • 5.2 Amazonas, Brasilien (x)
  • 4.7 4.6 Franz-Josef-Land, Inselgruppe im Nordpolarmeer (x)
  • 4.5 Bering See (x)
  • 6.2 Nordpazifik (x)
  • 6.5 Süd-Bali (x)
  • 14.09.

  • 5.4 Arabische See (x)
  • 6.7 Sumatra (x)

  • 15.09.

  • 5.0 Sambia (x)
  • 3.2 Englischer Kanal
  • 5.9 Süd-Bali (x)
  • 16.09.

  • 5.7 Marshall Inseln (x)
  • 5.0 Nias, Indonesien (x)
  • 4.6 Norwegische See (x)
  • 5.5 Mindanao, Philippinen (x)
  • 17.09.

  • 4.8 Vereinigte Arabische Emirate (x)
  • 18.09.

  • 5.6 Ostsibirische See (x)
  • 5.3 Sunda, Indonesien (x)
  • 4.5 Arabische See (x)
  • 5.0 Nikobaren, Indien (x)

Sonne

Die Sonne hat vor einer Woche zwei moderate M-Flares produziert, seit dem pendelte die Sonnenaktivität im unteren Bereich zwischen C und B auf der Skala. Am heutigen Montag gab es zwei kleine C-Klasse Sonneneruptionen neuer Regionen im Osten, während 1574, 1569 und 1571 sich nach Westen drehen und magnetisch mit Beta mittelstark eingestuft werden.

Das koronale Loch 536, oberhalb Region 1571 dreht sich auf die Erde zu, es wird mit einem Anstieg im Sonnenwind gerechnet, die Auswirkungen werden wir in den kommenden 24 Stunden messen.

Neue Regionen wenden sich vom Osten der Sonnenscheibe auf die Erde zu, 1553 im Süden und 1560 im Norden, dazwischen noch eine unmarkierte und magnetisch instabile Region im Norden.

Die Aussichten auf die kommenden Tage, speziell die planetaren Konstellationen vom 20. bis 22. September, indizieren ein schweres 7+ Erdbeben im Pazifik.

In „Helio“ (Sonne) – zentrische Position treten Venus und Jupiter am 20. September, Merkur und Saturn, Venus und Ceres am 22. September in Konjunktion, sowie Merkur und Uranus in „Geo“ (Erde) – zentrische Position gegenüberliegend am 21. September.

Mehr zum Thema Sonne, Ionosphäre und Planetenpositionen hier.

Vulkane

Kamtschatkas Aktivität

Die vulkanische Aktivität war eher gering. Zunächst besuchten die „Geonauten“ von vulkane.net die Vulkane der Nordgruppe: Am Sheveluch glühte der Dom an 2 Stellen, Kizimen präsentierte eine Dampfwolke und Bezymianny (Satellitenbild oben) hatte am 1. September eine Ascheeruption, von der wir allerdings nichts sahen.

Im Süden bestiegen wir die Vulkane Mutnovsky und Gorely. Am Gorely sahen wir Dampf aufsteigen und ein Förderschlot glühte, Mutnovsky dampfte munter vor sich her.

El Hierro – auf ein Neues!

Eine Vielzahl von Erdbeben ereignen sich aktuell auf der Insel, das bisher stärkste mit 3.1 auf der Richterskala. Im Gegensatz zur letzten kleineren Aktivitätsphase im August sind die Erdbeben diesmal deutlich tiefer, mit rund 20 Kilometern etwa wieder in dem Bereich von Juni und Juli.

Der Schwarm setzte am Freitag mit 71 Erdbeben ein, 42 davon über 2.0, am  Samstag setzte sich der Schwarm fort und die Erdbebenzahl ist auf 167 ansteigend, davon 124 über 2.0. Am Sonntag kam es zu 198 Erdbeben, davon 127 kleiner als 2.0 und 70 zwischen 2.0 und 3.0.
Das Epizentrum der Erdbeben liegt diesmal mitten auf der Insel, dort wo sich die drei Bruchlinien treffen.

Neben den registrierten Beben über 1.5 lässt das Seismogramm noch auch viele weitere Beben unterhalb dieser Marke erkennen.
In den letzten Wochen hat es bei El Hierro immer wieder kleine Erdbeben gegeben. Die meisten davon in etwa 10 Kilometern Tiefe unterhalb des El Golfo.

Weltweite Übersicht:

Apoyeque (Nicaragua): Erdbebenschwarm
Grozny Group (Russland): Hohe Fumarolenaktivität
Krakatau (Indonesien): Explosive Aktivität und Lavaströme
Little Sitkin (Alaska): Andauernde seismische Aktivität
San Cristobal (Nicaragua): Eruptionen am 8. und 12. September verursachten Aschewolke und Evakuierungen
Soufriere Hills (Montserrat): Wachstum des Lavadomes, niedrige seismische Aktivität
Tangkubanparahu (Indonesien): Starker Anstieg der vulkanischen Aktivität
Fuego (Guatemala): Eruption und Lavastrom am 13. September

Andauernde Aktivität:
Batu Tara (Indonesien)
Cleveland (Alaska)
Nevado del Ruiz (Kolumbien)
Popocatépetl (Mexiko)
Tungurahua (Ecuador)

sowie die daueraktiven Vulkane:

Ambrym(Vanuatu), Ätna(Italien), Bagana(Papua-Neuguinea), Colima(Mexiko), Dukono(Indonesien), Erebus(Antarktis), Erta Ale(Äthiopien), Karymsky(Russland), Kilauea(Hawaii), Nyiragongo(DR Kongo), Ol Doinyo Lengai(Tansania), Sakura-Jima(Japan), Sangay(Ecuador), Santa Maria(Guatemala), Semeru(Indonesien), Shiveluch(Russland), Stromboli(Italien) und Yasur(Vanuatu).

Die Sonnenregionen werden inaktiv, sobald sie sich auf die Erde zu drehen, die Erdbeben wandern und weiten sich aus, ohne wirklich gefährlich werden zu wollen, Vulkane speien, spucken und blasen, doch alles halb so wild…die Erde rotiert und bleibt wandelbar… gewaltig und imposant…allumfassend und sonderbar…ein Organismus.

Quellen: PRAVDA-TV / EMSC / EarthquakeReporter / NASA / NOAA  / SolarHam / WIKIPEDIA / thebarcaroller / juskis-erdbebenvorhersage.blogspot.de / survivalangel.blog.de vom 17.09.2012

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