Status: Nachhaltig? Über den schwierigen Weg zur echten Nachhaltigkeit

Von Öko-Heuchelei und falschen Statussymbolen: Warum wir immer noch nicht nachhaltig leben – und wie man das ändern könnte.

Bio-Limo trinken, fair gehandelte Produkte kaufen, aber mit dem Auto zum Markt fahren und in den Urlaub fliegen: Die Öko-Lüge leben viele – das meint auch Volkswirt Niko Paech. Er argumentiert gegen eine ständig weiterwachsende Wirtschaft und gegen falsche Nachhaltigkeitssymbole.

Nachhaltigkeit kann auch mit wirtschaftlichem Wachstum einher gehen, sagt dagegen Wirtschaftsexpertin Claudia Kemfert: „Mit Stillstand kommen wir nicht weiter.“ Und Nachhaltigkeitsforscher Ortwin Renn schlägt vor, Statussymbole so zu gestalten, dass sie tatsächlich nicht nur gut für das eigene Ansehen, sondern auch gut für die Umwelt sind.

Mit Windkraftanlagen und Überlandleitungen die Landschaft verschandeln, um sauberen Strom zu erzeugen, damit wir noch mehr elektrische Geräte betreiben können? Völlig absurd, meint Niko Paech. Strom sparen ist die Lösung für die Zukunft – reparieren statt neu kaufen, weniger produzieren und gemeinschaftlich nutzen. Das sei echte Nachhaltigkeit.

„Wachstum ist Bewegung – mit Stillstand kommen wir nicht weiter“, sagt Wirtschaftsforscherin Claudia Kemfert. Sie verrät uns Möglichkeiten, wie sich Wachstum und Nachhaltigkeit vereinbaren lassen, ohne dass wir unseren Lebensstil radikal verändern müssen. Eine Möglichkeit für ein nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum bieten ihr zufolge neue Technologien in der Umweltbranche.

Mein Haus, mein Auto, mein Handy: Unsere Konsumhaltung schafft immer neue Produkte, diese herzustellen verbraucht Energie und das schadet der Umwelt. Der Nachhaltigkeitswissenschaftler Ortwin Renn meint, Nachhaltigkeit beginnt da, wo wir Statussymbole wählen, die nicht nur unserem Ego schmeicheln, sondern auch die Umwelt schonen.

Kein Auto, kein TV und kein Handy – ein erster eigener Schritt in die Freiheit und Nachhaltigkeit.

Linz zu den Radiobeiträgen.

Quellen: PRAVDA-TV/wissen.dradio.de vom 15.09.2012

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One thought on “Status: Nachhaltig? Über den schwierigen Weg zur echten Nachhaltigkeit

  1. „Die größte Tragödie in der Geschichte der Menschheit ist wohl die, dass die Moral von der Religion mit Beschlag belegt wurde.“

    Arthur C. Clarke

    Wer die monokausale Ursache aller Zivilisationsprobleme nicht kennt, die seit jeher von der Religion (künstliche Programmierung des kollektiv Unbewussten) aus dem Begriffsvermögen der halbwegs zivilisierten Menschheit ausgeblendet wird, kommt auf die verrücktesten Ideen. Herr Paech ist wie alle anderen, die den elementaren Erkenntnisprozess der Auferstehung noch nicht durchlaufen haben, dringend therapiebedürftig:

    http://www.deweles.de/files/behandlung_eines_privatpatienten.pdf

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