
Im Nahen Osten wird viel über Massenvernichtungswaffen geredet, aber eines wird dabei häufig verschwiegen: die Atomwaffen Israels. Ohne offiziell als „Atomwaffenstaat“ anerkannt zu sein, duldet die westliche Welt den israelischen Besitz von Atomwaffen, während sie den Erwerb von Atomwaffen durch andere Staaten verurteilt.
(Bild: Die Jericho-3 Rakete hat eine Reichweite von 3.500 bis 7.500 Kilometer und eine Nutzlast von 1.000 Hiroshima-Atombomben)
Man schätzt, dass Israel über 75 bis 200 Atomwaffen und ein hochentwickeltes Trägersystem verfügt. Damit rückt das Land auf Platz fünf in der Liste der Atomwaffenmächte, hinter Frankreich und China.
Israel hält jedoch jegliche Informationen über seine Atomwaffen streng geheim. Der letzte Mensch, der etwas darüber veröffentlichte, war Mordechai Vanunu. 1986 berichtete der Atomtechniker der britischen Presse Details über Israels Atomwaffen-programm. Er wurde wegen Spionage zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt; davon wurde er die meiste Zeit in Isolierhaft gehalten.
Im November 1999 veröffentlichte die populäre Tageszeitung „Yediot Ahronot“ Auszüge aus mehr als 1.200 Seiten von Abschriften Vanunus. Dadurch ist bekannt, dass die israelischen Atomwaffen im Negev Atomforschungszentrum bei Dimona (ach ja, der Ursprung von 3/11 und Fukushima) entwickelt und gebaut wurden. Mit Hilfe von Frankreich baute Israel dort einen Atomreaktor und eine Plutoniumherstellungsanlage.
Dimona ging 1964 in Betrieb, kurz danach begann die Wiederaufarbeitung von Plutonium. Damals, so berichtete Vanunu, war Israel im Besitz von 100 bis 200 hochentwickelten Atomwaffen. Heute dürfte die Zahl höher sein.
Quellen: PRAVDA-TV/AlJazeera/mongos-weisheiten.blogspot.ch/Pandeiasky vom 04.10.2012
