Magen-Darm-Grippewelle: Behörden rätseln weiter über Auslöser

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Die aktuellen Statistiken des Robert Koch-Instituts (RKI) belegen es: Insgesamt 8962 Fälle einer sogenannten Gastroenteritis wurden der Gesundheitsbehörde bis Montag 10 Uhr gemeldet. Damit, so heißt es seitens des RKI, handelt es sich um den bisher mit Abstand größten Ausbruch einer von Lebensmitteln ausgelösten Magen-Darm-Krankheitswelle.

Allerdings bleibt die Ursache der Erkrankungen weiterhin unklar. Nach Angaben des sächsischen Gesundheitsministeriums könnte eine mögliche Quelle das Norovirus sein. Von bisher 158 untersuchten Kindern und Küchenangestellten in Sachsen wurden demnach 69 positiv auf den Erreger getestet. Es werde davon ausgegangen, dass das Norovirus „ein Auslöser des aktuellen Geschehens ist“, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums von Montag.

„Es besteht ein Zusammenhang mit dem Lebensmittelverzehr in Betreuungs-einrichtungen und Schulen“, schreibt das RKI. Auch das sächsische Ministerium vermutet, dass verunreinigtes Essen die Virusinfektionen hervorrief. Demnach wurden über das Wochenende zwei Küchen eines Caterers geschlossen, der Essen an die betroffenen Schulen und Kitas geliefert hatte. 2880 Fälle wurden bisher in Sachsen gezählt, davon mussten einige wenige Betroffene in Krankenhäusern behandelt werden. Sechs Einrichtungen sind den Zahlen zufolge von der Infektionswelle betroffen.

Die gute Nachricht, die sich aus den RKI-Statistiken ablesen lässt: Der Ausbruch hat seinen Höhepunkt möglicherweise erreicht. So wurden in Sachsen seit Freitag keine Neuerkrankungen mehr gemeldet. Und nur vereinzelt gibt es Hinweise auf Sekundär-infektionen. Mit anderen Worten: Nur in wenigen Fällen haben Kinder den Erreger beispielsweise auf die Eltern übertragen. Allerdings könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ausgeschlossen werden, dass das Wochenende und der Schulferienbeginn in Berlin und Brandenburg auch eine Rolle für das Abebben der Erkrankungen spielen könne, heißt es seitens des RKI.

Viren, Bakterien oder Toxine?

Nach wie vor fahnden Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden nach dem Auslöser. Es ist, wie es auch schon zu Zeiten des Ehec-Ausbruchs war, eine immense Aufgabe, vor der die diagnostischen Labore stehen. Lebensmittel und Patientenproben müssen analysiert werden. Und da sowohl Bakterien (beispielsweise Salmonellen), Viren (beispielsweise Noroviren) und auch Toxine (Giftstoffe, die von Bakterien wie etwa von Staphylococcus aureus gebildet werden) als mögliche Ursachen in Betracht gezogen werden müssen, sind die zahlreichen Tests aufwendig und kosten Zeit.

Zudem müssen die Beteiligten Lebensmittelketten, Speisepläne und Vertriebswege analysieren. Nach wie vor scheint der größte gemeinsame Nenner ein Lieferant zu sein, der über regionale Küchen nahezu alle Einrichtungen in Brandenburg, Berlin und Thüringen versorgt hat. Obgleich das unter Verdacht stehende Unternehmen Sodexo sich weiterhin gegen die Vorwürfe wehrt, setzen inzwischen zahlreiche Einrichtungen auf Selbstversorgung. An Berliner Kindertagesstätten und Horten werde derzeit kein Essen von Sodexo geliefert, teilte der Unternehmenssprecher am Montag mit.

Zwar hatte die Senatsverwaltung für Bildung die Lieferungen nicht verboten, jedoch davon abgeraten, Essen von Sodexo auszugeben. Der Konzern wirft den Behörden Informationschaos vor. Es sei wenig hilfreich, dass „die Ämter in unterschiedlichen Richtungen unterwegs sind“, sagte der Sprecher in der „Berliner Morgenpost“. So habe ein Behördenmitarbeiter bereits Tomatenmark als Krankheitsquelle verkündet. Eine andere Stelle habe dies jedoch ausgeschlossen.

In Thüringen ist man jetzt dazu übergegangen, unter Auflagen zu kochen: In einer Großküche in Unterwellenborn im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt kontrolliert das Lebensmittelüberwachungsamt nun die Herstellung, zudem muss Sodexo komplett neue Waren und Rohstoffe einsetzen, wie ein Sprecher des Landratsamtes Saalfeld-Rudolstadt am Montag sagte. Proben aus dem Betrieb seien inzwischen an die Bundesbehörden übergeben worden.

Bis der Erreger eindeutig identifiziert ist, sollten Eltern und Angehörige der erkrankten Kinder sowie Mitarbeiter betroffenen Schuleinrichtungen in jedem Fall die üblichen Hygienemaßnahmen strikt einhalten: Insbesondere zählt dazu Händewaschen nach jedem Toilettenbesuch. Zudem werden für den Umgang mit Patienten Mund-Nasen-Schutz sowie Handschuhe empfohlen. Alle Oberflächen, mit denen der Erkrankte Kontakt hatte, sollten regelmäßig desinfiziert werden. Auch eine separate Toilette für den Erkrankten ist angebracht.

Quellen: dpa/dpad/SpiegelOnline vom 01.10.2012

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