Schweres 7.1 Erdbeben im Pazifischen Ozean (Bandasee)

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Am Montag um 17:53 MESZ hat sich ein 7.1 (zunächst 7.2) in 155 (170) Kilometern Tiefe ereignet, so die europäische EMSC. Australiens Geoscience Australia misst 182 Kilometer Tiefe und ein 7.3 in der Magnitude und die amerikanische USGS mit 157,7 Kilometern und ein 7.1 – eine Tsunamiwarnung wurde nicht herausgegeben.

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Die ShakeMap vom USGS gibt maximal Intensität VI bis VII an(Tiefe 157 km). Diese wird allerdings nur auf den unbewohnten Vulkaninseln Serua und Nila erreicht. Auf der nächsten besiedelten Insel hatte das Erdbeben Intensität V. Das reicht in den meisten Fällen nicht aus um Schäden zu verursachen.

Aber da das Erdbeben überraschenderweise doch eine hohe Intensität hatte, will ich einen kleinen, aber ungefährlichen Tsunami nicht mehr komplett ausschließen.
Aus Dili, der Hauptstadt von Osttimor, melden Zeugen ebenfalls Intensität V. Auch im Norden australiens war das Erdbeben spürbar. (Typisch bei Beben dieser Tiefe) Aus Darwin gibt es Zeugenberichte die Intensität IV melden.

Die Bandasee ist bekannt für regelmäßig auftretende Erdbeben. Sie ist ein Randmeer des Pazifischen Ozeans, inmitten der indonesischen Inselwelt. Sie dehnt sich etwa 1200 Kilometer von Westen nach Osten und etwa 600 Kilometer von Norden nach Süden aus. Ungefähre geographische Lage der Bandasee: 122° bis 132° östlicher Länge und 2° bis 8° südlicher Breite.

Das Tiefseebecken der Bandasee ist bis zu 5.800 Meter tief. Die tiefste Stelle liegt aber im Osten der Bandasee mit dem Webertief (7.440 Meter). Die Bandasee wird umrahmt von den Großen Sunda-Inseln im Westen, den Kleinen Sunda-Inseln im Süden, und den Molukken im Norden und Osten. Sie geht im Norden in die Molukkensee über, im Nordosten in die Seramsee, im Osten in die Arafurasee, im Süden in die Timorsee, im Südwesten in die Sawusee und im Westen in die Floressee.

Größere Inseln an den Rändern der Bandasee sind Sulawesi, Buru, Seram, Yamdena, Timor und Flores.

Hier der Blick auf die detaillierte Seite bei EMSC, wir sehen das kurz davor und schliesslich und logisch auch danach, die Region vibriert hat.

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Der Sonntag und der Montag:

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Japan spürt mit 10 Nachbeben noch die Auswirkungen von dem vergangenen 7.3 (siehe unten), ein 4.1 im Baikalsee, Bouvet Island mit 4.2 liegt nördlich der Antarktis und ein 5.6 auf den Philippinen. Am Montag folgen Laos mit einem 4.4 und drei Erschütterungen in Südamerika.

Video folgt…

Quellen: PRAVDA-TV/Wikipedia/EMSC/juskis-erdbebenvorhersage.blogspot.de vom 10.12.2012

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