
Der Katastrophenschutz hat alle lokalen Büros in den Visayas und Mindanao Regionen angewiesen vorsorgliche Evakuierungen vorzubereiten und auszuführen, nachdem Taifun „Pablo“ (Bopha) philippinisches Verantwortungsgebiet am Sonntagabend erreicht hat. Die Windgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h, die Wellen erreichen eine Höhe von 6,10 Meter.
Die Verwüstungen durch den Tropensturm Sendong im Dezember 2011 sind noch in frischer Erinnerung und die neue Wetterstörung mit Taifun „Pablo“ wird schwere Regenfälle über Nord- und Südmindanao, sowie Teilen der Visayas bringen.
Alle lokalen Regierungseinheiten für den Katastrophenschutz sind ab sofort aufgerufen mit vorsorglichen Evakuierungen in niedrig liegenden Gebieten, sowie den Bergregionen auf dem möglichen Kurs des Supertaifuns „Pablo“ zu beginnen.
Der nationale Katastrophenschutz in Camp Aguinaldo wurde in Alarmbereitschaft ROT versetzt.
Die Philippinische Marine hat vorsorglich 40 Schiffe in Bereitschaft versetzt um nötigenfalls Hilfe leisten zu können.
Sturmwarnung 1 in 18 Provinzen in den Visayas und Mindanao in Kraft, nachdem Supertaifun Pablo (Bopha) an Geschwindigkeit zugelegt hat.
In den Visayas sind folgende Gebiete betroffen: Bohol, Biliran, Camotes Islands, Southern Leyte, Leyte, Eastern Samar und Western Samar.
Folgende Provinzen in Mindanao sind betroffen: Surigao del Sur, Surigal del Norte mit Siargao Island, Dinagat Island, Agusan del Norte, Agusan del Sur, Davao Oriental, Davao del Norte mit Samal Island, Compostela Valley, Bukidnon, Misamis Oriental und Camiguin.
Update 04.12.2012:

Opferzahl des Taifuns „Pablo“ auf 80 Menschen gestiegen
Mindestens 80 Menschen sind dem Taifun „Pablo“ zum Opfer gefallen, der heute die Insel Mindanao im Süden der Philippinen heimgesucht hat. Rettungsdienste befürchten, dass die Zahl der Todesopfer steigen werde, berichtet das nationale Fernsehen. Zuvor wurden 43 Todesfälle gemeldet.
Es kam auch zu Überschwemmungen: Der Taifun geht einher mit intensiven Nieder-schlägen. Auf Verordnung der Behörden wurden aus gefährlichen Bereichen über 53.000 Einwohner in Sicherheit gebracht.
Im Lande wurden 145 Flüge abgesagt, der Fährverkehr zwischen den Inseln des Archipels ist lahmgelegt. In vielen Städten sind Schulen und Büros geschlossen.
Aufnahmen vor dem Sturm, die Preparation, der Sturm und die Bilder danach:
Satellitenaufnahmen der Route von „Pablo“ (Bopha):
Update 05.12.2012:

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„Pablo“ (Bopha) – besser vorbereitet, dennoch mindestens 238 Tote
Die Regierung und die Behörden betonen, besser auf Taifun Pablo als auf den Tropensturm Sendong vor einem Jahr, vorbereitet gewesen zu sein. Dennoch sind bislang 238 Todesopfer zu beklagen und noch Hunderte Menschen werden vermisst.
Trotzdem lobt der Katastrophenschutz NDRRMC die angeschlossenen Behörden und Einheiten. Die Regierung stimmt dem zu und betont, dass dies nicht die richtige Zeit für Schuldzuweisungen sei.
Was besser als vor einem Jahr funktionierte, war die präventive Evakuierung, die allerdings im letzten Jahr fast komplett ausfiel. Auch waren die Bewohner durch die letztjährige Katastrophe gewarnt und somit kooperativer.
Von den 238 Opfern stammen 96 aus Davao Oriental und 142 aus New Bataan im Compostela Valley. Innenminister Mar Roxas macht sich vor Ort ein Bild von der Tragödie und hatte zuvor schon ähnlich hohe Zahlen genannt.
Quellen: PRAVDA-TV / Stimme Russlands / MrViralNews / rpweather / MeteoGroupDE / philippinen.cc / philippinen-nachrichten.info vom 04.12.2012
