Papstwahl: Proteste gegen US-Kardinal – Erzbischof von Edinburgh tritt zurück

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Kaum war Roger M. Mahony in Rom gelandet, ließ er seinen Kritikern per Twitter ein paar launige Zeilen zukommen. „Irgendwer interessiert daran, deine Feinde zu lieben? Oder denen Gutes zu tun, die dich verfolgen? Wow, Jesus verlangt aber viel“, schrieb der kalifornische Kardinal, der mitbestimmen soll, wer die Nachfolge von Papst Benedikt XVI. antritt.

Von 1985 bis 2011 war Mahony (Foto rechts) Erzbischof von Los Angeles. Weil er hunderte Fälle von Kindesmisshandlung unter den Teppich kehrte, ist sein Ruf in der „Stadt der Engel“ gründlich ruiniert. Schubweise werden neue, schockierende Details des Skandals publik, und es gibt Zeitgenossen, die Mahony am liebsten im Gefängnis sähen. Als Kardinal darf er dennoch teilnehmen am Konklave zur Entscheidung über die künftige Kirchenführung – was in Amerika eine Welle von Protesten ins Rollen bringt.

Eine Initiative katholischer Laien, Catholics United, will erreichen, dass der 77-Jährige schnellstens aus Rom zurückkehrt. Es handle sich um eine „einfache Bitte“, heißt es in einer Petition, die mittlerweile über zehntausend Unterschriften trägt.

Der Name Mahony steht wie eine Chiffre für den Missbrauchsskandal, der die katholische Kirche in den USA schwer belastet. Erst am Sonntag musste der Geistliche unter Eid zu einem konkreten Fall aussagen, zur Causa Nicolas Aguilar Rivera. Der mexikanische Seelsorger soll sich 1987, während eines Aufenthalts in Los Angeles, an 26 Kindern vergangen haben. Er floh über die Grenze nach Tijuana, rechtzeitig gewarnt von einem Assistenten Mahonys.

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Vertrauliche Kirchendokumente machen deutlich, wie viel Sorgfalt der Bischof darauf verwendete, pädophile Priester zu decken. Bisweilen ließ er sie in benachbarten Bundesstaaten abtauchen, weil etwa behandelnde Therapeuten in Kalifornien verpflichtet sind, Kinderschänder der Polizei zu melden.

José Gomez, Mahonys Nachfolger im Bischofsamt, verweist nun aufs Protokoll: Seit Mahony zum Kardinal befördert wurde, genieße er sämtliche Rechte und Privilegien des Amtes. Ergo könne und müsse er auch über den nächsten Papst mitentscheiden.

Erzbischof von Edinburgh tritt zurück

Der ranghöchste Vertreter der Katholiken in Großbritannien, Kardinal Keith O’Brien, ist nach Vorwürfen „unangemessenen“ Verhaltens gegenüber jungen Priestern zurück-getreten. Er legte das Amt des Erzbischofs von St. Andrews und Edinburgh nieder, teilte das Erzbistum am Montag mit. Er werde auch nicht an der bevorstehenden Wahl des neuen Papstes teilnehmen, sagte O’Brien. Der 74-Jährige ist der einzige britische Geistliche, der dem Konklave hätte angehören sollen.

Am Sonntag waren Vorwürfe gegen O’Brien laut geworden. Drei Priester seiner schottischen Diözese und ein ehemaliger Priester hatten sich an den Vatikan gewandt. In einem Fall hatte es geheißen, der Erzbischof sei einem Priesteranwärter seines Seminars nach Abendgebeten in „unangemessener“ Weise nähergekommen. Einer der Beschwerde-führer gab an, er habe die Priesterwürde zurückgegeben, als O’Brien zum Bischof geweiht wurde.

„Der Heilige Vater hat entschieden, dass mein Rücktritt mit dem heutigen Tag wirksam wird“, teilte O’Brien in Edinburgh mit. Im März hätte er nach üblicher Praxis in der katholischen Kirche ohnehin ein Gesuch einreichen müssen, ihn von seinen Pflichten zuDer ranghöchste Vertreter der Katholiken in Großbritannien, Kardinal Keith O’Brien entbinden, weil er dann 75 Jahre alt wird. Seinen Rückzug vom Konklave begründete er damit, dass er keine Medienaufmerksamkeit in Rom auf seine Person lenken wolle. Diese sollte Papst Benedikt und dessen Nachfolger gelten.

O’Brien hatte zuletzt mit der Forderung nach Aufhebung des Zölibats für Aufsehen gesorgt. Katholische Priester sollten selbst entscheiden dürfen, ob sie heiraten wollen oder nicht. Zuvor war er als scharfer Gegner von Reformen aufgetreten, etwa als erklärter Feind der Home-Ehe.

Die drei Priester hatten sich mit ihren Vorwürfen Anfang Februar an den vatikanischen Botschafter in Großbritannien, Antonio Mennini, gewandt, der sie nach Rom weiter-reichte. Dies geschah offenbar noch bevor Benedikt XVI. am 11. Februar seinen Rücktritt bekanntgab.

Quellen: derStandard.at/dpa/handelsblatt.com vom 27.02.2013

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