Was Sie nicht wissen sollen! Terror, Revolutionen, Kriege – wer und was wirklich dahintersteckt!

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In dem zweiten Band legt der Autor nun den Fokus auf den politischen und militärischen Aspekt der „Neuen Weltordnung“.

Die USA haben die Welt mehr als einhundert Jahre lang dominiert, doch ihr Stern sinkt, und die Machthaber im Hintergrund wehren sich verbissen dagegen. Sie intervenieren zwanghaft rund um den Erdball. Doch woher stammt ihr destruktiver Einfluss auf die EU?

Eine kleine Gruppe von Psychopathen ist für die Kriege in Afghanistan, im Irak und in Syrien ebenso verantwortlich wie für den Konflikt in der Ukraine und den „Arabischen Frühling“. Afrika sowie der Nahe und Mittlere Osten versinken bereits im Chaos, das nun gesteuert auf Europa übergreift. Die Terroranschläge von Paris waren erst der Anfang!

In Europa und in den USA werden Polizei-, Gendarmerie- und Militäreinheiten aufgerüstet und für die brutale Niederschlagung von lang vorbereiteten Bürgerkriegen trainiert.

Erfahren Sie, was es wirklich mit der NATO, dem weltweiten Terrorismus, dem Konflikt in der Ukraine und dem Krieg gegen Russland auf sich hat. Was steckt wirklich hinter der „Anti-Putin-Propaganda“ des Westens, die für uns alle bald schreckliche Folgen haben könnte?

Was hat Saudi-Arabien mit alldem zu tun, und warum sind unsere europäischen Spitzenpolitiker zahnlose Marionetten?

Lesen Sie die Wahrheit darüber, wie Europa mittels TTIP und CETA kulturell und wirtschaftlich zerstört werden soll und welche gravierenden Auswirkungen diese Geheimverträge auf jeden von uns haben könnten. Nach dieser geballten Masse an brisanten und erschütternden Informationen mag sich der eine oder andere Leser in Hoffnungslosigkeit wähnen.

Doch Michael Morris zeigt auch auf, was wir tun können, um uns aus den Klauen der Geheimen Weltregierung zu befreien und Europa und die Welt wieder zu einem friedlichen Ort zu machen.

Jan van Helsing im Interview mit Michael Morris: »Ich halte die Lügen nicht mehr aus!«

Jan van Helsing: Was war Ihr Antrieb, dieses Buch zu schreiben?

Michael Morris: Ich glaube, das Geheimnis des Erfolges meines ersten Buches war, dass ich dafür brannte, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Ich habe den Lesern gut recherchierte Informationen in leicht verständlichen Worten geliefert, und ich habe die Ziele und die Hintermänner der »Neuen Weltordnung« beim Namen genannt, weil mich die Feigheit und Unterwürfigkeit der Mainstream-Presse erzürnt hat. Dasselbe gilt für mein neues Buch. Der Auslöser für dieses Buch war zum einen der Konflikt in der Ukraine, der ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland ist. Ich wollte den Falschmeldungen und den einseitigen Schuldzuweisungen etwas entgegensetzen, das auf Substanz beruht, anstatt auf Propaganda. Der zweite Beweggrund, dieses Buch zu schreiben, war, dass ich nicht wortlos zusehen will, wie Europa schleichend zum 51. Bundesstaat der USA verkommt. Es ist mir wichtig, die Wahrheit über die Geheimverträge TTIP, TISA und CETA ans Licht zu bringen.

Jan van Helsing: Genau dieses Thema kocht ja derzeit in Europa hoch, weil die Menschen spüren, dass die Politik gegen ihren Willen und zu ihrem Nachteil gemacht wird. Die Tatsache, dass der deutsche BND sich als ein Handlanger für den US-Geheimdienst NSA entpuppt, zeigt uns, wie aktuell Ihr Buch ist und wie sehr es den Zeitgeist trifft. Ich war erschüttert, als ich las, was diese Abkommen alles beinhalten.

Michael Morris: Genau das sollten Sie auch sein. Die Europäer sollten endlich erkennen, dass die EU und der Euro keine europäische Idee waren, sondern ein Konzept der USA, die 1955 mit ihrem »Aktionskomitee für die Vereinigten Staaten von Europa« damit begannen, Europa zu unterwerfen. Die USA haben die Welt im 20. Jahrhundert wirtschaftlich, politisch und militärisch dominiert, und ein Land nach dem nächsten unterworfen, weil sie davon überzeugt waren, das auserkorene Volk zu sein.

Doch das US-Imperium bricht in sich zusammen und die Machthaber schlagen wild um sich. Wenn Länder wie Russland, China, Brasilien, Indien oder der Iran den Mut haben, sich der aggressiven US-Außenpolitik zu widersetzen, dann wäre es für Europa auch langsam an der Zeit, sich zu emanzipieren. Die Geheime Weltregierung hat seit Jahrzehnten geplant, Europa und Nordamerika zu vereinen, die beiden Kontinente zu einem einzigen großen Staat mit einer einzigen Währung unter ihrer Regierung zusammenzuführen.

Diese »Vereinigten Staaten von Nordamerika und Europa« wären der nächste logische Schritt in Richtung Weltherrschaft, und sie sind für die Geldelite unverzichtbar, weil sie sonst der China-Russland-Allianz unterliegen würde. Der US-Dollar ist am Ende. Im Grunde will ihn niemand mehr benutzen. Der Euro war von vornherein eine Totgeburt und seine Existenz hängt am seidenen Faden. Die Vereinigung Europas und Nordamerikas ist die einzige Überlebenschance für die reichen angelsächsischen Familien, die alle großen Konzerne, Banken, Politiker und Medien steuern.

Jan van Helsing: Womit wir bei TTIP, CETA und TISA angelangt wären … Diese Geheimverträge werden uns als »Freihandelsabkommen« verkauft und es wird behauptet, dass sie hunderttausende neuer Arbeitsplätze schaffen würden. Was sagen Sie dazu?

Michael Morris: TTIP und CETA sind keine »Freihandelsabkommen«, sondern hinterhältige Verträge zur Abschaffung der Demokratie, der Meinungsfreiheit und der Menschenrechte. Sie werden keine Arbeitsplätze schaffen, sondern sie im großen Stil vernichten. Es handelt sich bei TTIP und CETA um geheime Verträge zwischen der EU, den USA und Kanada über die Abschaffung regionaler Parlamente, Gesetze und Verordnungen. Alle Macht soll von den Parlamenten an die internationalen, also amerikanischen Großkonzerne übertragen werden. Kein europäisches Land soll ohne deren Zustimmung mehr neue Gesetze oder Verordnungen erlassen dürfen. Unter anderem sollen die lokale Gerichtsbarkeit und Kulturförderungen abgeschafft, die Wasserversorgung privatisiert werden, und Banken sollen noch mehr Freiheiten erhalten als sie ohnehin schon haben.

Jan van Helsing: Ich war tatsächlich fassungslos über viele der Details, die Sie zu diesem Themenkomplex aufzeigen, etwa als ich gelesen habe, dass alle Verhandlungen über diese Abkommen nicht nur im Geheimen stattfanden, sondern zudem auch per Vertrag so lange vor der Öffentlichkeit verheimlicht werden sollten, bis sie unterzeichnet und umgesetzt waren.

Michael Morris: Ja, in den im Jahr 2012 begonnenen TISA-Verhandlungen, einem geheimen Abkommen über die Abschaffung von Arbeitnehmerrechten und Mindestlöhnen zwischen der EU, Nordamerika, einigen mittel- und südamerikanischen Staaten und Australien, ist festgeschrieben, dass die Öffentlichkeit über diesen Vertrag erst fünf Jahre nach dessen Inkrafttreten oder Scheitern informiert werden darf! Wer also bislang nicht an Verschwörungen glaubte, könnte hier eines Besseren belehrt werden.

Jan van Helsing: Sie beschreiben auch, dass auf europäischer Seite nur vier Personen in diese Verhandlungen eingebunden waren oder sind, und nicht nur die Bürger, sondern auch alle anderen gewählten Politiker hinters Licht geführt wurden. Woher haben Sie Ihre Informationen?

Michael Morris: Von Insidern … Ja, vier Menschen haben ohne Ermächtigung durch die europäische Bevölkerung über deren Köpfe hinweg versucht, ihre Rechte zu beschneiden und sie zu Sklaven der Großkonzerne zu machen. Einigen mutigen Menschen ist es zu verdanken, dass diese Verschwörung ans Licht kam und geheime Informationen durchsickerten. Dadurch konnten wir vorerst das Schlimmste abwenden. Bis jetzt haben bereits mehr als 1,7 Millionen Menschen die Bürgerinitiative »Stopp TTIP« unterschrieben. Dennoch ist noch lange nichts gewonnen, da die Machthaber in den USA und in Europa sich davon bislang nur wenig beeindrucken lassen. Wir haben ein wenig Zeit gewonnen, aber die Bürger werden den Druck erhöhen müssen.

Jan van Helsing: Was ist Ihr Anliegen mit diesem Buch? Was wollen Sie erreichen?

Michael Morris: Ich möchte den Menschen Informationen und Fakten liefern, die sie bislang nicht kannten. Ich möchte ihnen Zusammenhänge und Querverbindungen aufzeigen. Ich möchte sie dazu anregen, kritischer zu sein und die richtigen Fragen zu stellen.

Jan van Helsing: Wie etwa?

Michael Morris: Kann es Zufall sein, dass es gerade in Frankreich jüngst zu Terroranschlägen kam, nachdem die französische Politik immer wieder die USA kritisierte und im Geheimen mit Russland und China an einer neuen Weltwährung bastelte, die den Dollar ersetzen sollte? War es Zufall, dass Frankreich und Deutschland gegen den Willen der USA versuchten, eigenmächtig Frieden in der Ukraine zu schaffen, und wenige Tage später ausgerechnet eine deutsche Passagiermaschine in Frankreich abstürzte? Kann es so viele Zufälle wirklich geben oder steckt vielleicht doch mehr dahinter?

Jan van Helsing: Es wird die Leser kaum überraschen, dass aus Ihrer Sicht sehr viel mehr dahintersteckt. Sie decken unter anderem auf, dass Geheimdienste und die NATO jahrzehntelang an Terroroperationen beteiligt waren und letztlich auch die großen islamistischen Terrororganisationen mitgegründet haben – und sie angeblich bis heute unterstützen. Gleichzeitig behaupten sie aber, diese zu bekämpfen.

Michael Morris: Ja, Geheimdienste, der militärisch-industrielle Komplex, Großkonzerne, Banken und die Politik haben teils sehr gegenläufige Interessen – in den meisten Fällen kollidieren sie mit denen der Bevölkerung. Wir befinden uns inmitten eines weltweiten Informations- und Cyberkrieges. Es wird gelogen und manipuliert. Es werden falsche Fährten gelegt und Feindbilder aufgebaut, um von den wahren Sachverhalten abzulenken.

Jan van Helsing: Können Sie die in wenigen Worten erläutern?

Michael Morris: Die USA – und damit meine ich die »wahren Mächte« hinter der US-Politik – mussten mit ansehen, wie Europa und Russland unter Wladimir Putin immer enger zusammenwuchsen und Russland immer selbstbewusster wurde. Die Ukraine als größtes europäisches Land ist die Brücke zwischen Russland und Europa, und die Geheime Weltregierung ließ diese Brücke sprengen, um die beiden zu entzweien. Es geht dabei auch um Rohstoffe, um die Endlagerung von Atommüll in der Tschernobyl-Sperrzone, um die Machtkämpfe lokaler Oligarchen und vieles mehr.

Aber zuallererst geht es darum, Russland und Europa zu schwächen und sie gegeneinander aufzuhetzen. Das kann, wenn nötig, auch in einem erneuten großen Krieg auf europäischem Boden enden. Denn wenn es den USA gelingt, Europa und Russland zu zerstören, dann bleibt nur noch China als Gegner übrig − und einem isolierten China fühlen sich die USA gewachsen. Einer Allianz aus Russland, China und anderen Ländern wären sie militärisch und wirtschaftlich klar unterlegen.

Jan van Helsing: Wie kann es sein, dass die Politik und die Medien die Tatsachen so offensichtlich verdrehen? Hat denn tatsächlich keiner von ihnen ein Gewissen? Oder wissen sie es nicht besser?

Michael Morris: Diejenigen, die ein Gewissen haben, werden früh ausgemustert oder versauern in den hinteren Reihen. In der ersten Reihe stehen immer die folgsamen Karrieristen, die genau wissen, wann sie wegsehen oder den Mund halten müssen. Sie tun alles, um erfolgreich zu sein. Und wenn sie eines Tages doch ihr Gewissen entdecken, dann ist es oft zu spät. Vielen Politikern fehlt das Hintergrundwissen. Sie sind auf die Informationen von Beratern und Lobbyisten angewiesen, die meist eigene Interessen verfolgen.

Zudem sind die meisten Politiker eitel und machtverliebt. Sie haben oft nicht die menschliche Größe, Schwächen oder Fehler einzugestehen. Und solange die Bevölkerung sie gewähren lässt, werden sie weitermachen. Politiker sind die stolzen Offiziere der Geheimen Weltregierung und sie bestimmen über die einfachen Soldaten. Das sind jene braven Menschen, die einfach nur versuchen, wirtschaftlich über die Runden zu kommen, einen Job zu haben und ihn zu behalten. Sie können sich den Luxus einer eigenen Meinung nicht leisten – zumindest glauben sie das, weil sie vom System eingeschüchtert und abhängig gemacht wurden. Mein Anliegen ist es auch, diesen Menschen Mut zuzusprechen und sie wachzurütteln, denn wir werden das Ruder nur gemeinsam herumreißen können.

Jan van Helsing: Tatsächlich gibt es immer mehr Menschen, die nach Wahrheit streben, die echte und umfassende Informationen suchen, was ja auch zum immer größeren Erfolg alternativer Medien beiträgt. Haben Sie nicht das Gefühl, dass sich hier etwas verändert?

Michael Morris: Doch, aber mir fällt auf, dass es für ältere Menschen einfacher ist zu erkennen, wann sie hinters Licht geführt werden, weil sie den Vergleich zu früher haben. Sie erkennen, dass der größte Teil der Berichterstattung immer oberflächlicher und dümmer wird, dass es immer mehr Quantität auf Kosten der Qualität gibt. Viele junge Menschen hingegen, die mit Smartphones und Tablets aufgewachsen sind, kennen gut recherchierten Journalismus oft nicht mehr. Sie haben sich daran gewöhnt, unentwegt mit Kurznachrichten bombardiert zu werden, immer erreichbar und verfügbar zu sein. Sie sind es gewohnt, sich nur noch an der Oberfläche von Dingen aufzuhalten. Sie vermissen den Tiefgang nicht, weil sie ihn nicht kennen.

Jan van Helsing: Ist das nicht ein wenig pessimistisch?

Michael Morris: Nein, leider nicht. Ich finde es vielmehr realistisch. Lassen Sie mich Ihnen ein plastisches Beispiel für diese moderne Berichterstattung geben, weil ich es so bezeichnend für unsere Zeit finde. Vor Kurzem fand in den USA der WM-Boxkampf zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao statt. Ich hatte das Vergnügen, diesen Kampf, der in den USA nur im Bezahlfernsehen zu sehen war, in einer rund zehnköpfigen Gruppe im Haus von Freunden an der US-Ostküste anzuschauen.

Mit dabei war eine junge, intelligente und aufgeweckte Frau, die seit Kurzem für eine der größten US-Tageszeitungen tätig ist. Sie musste für deren Internetseite live von diesem Boxkampf berichten und kurze Kommentare posten. Sie hatte keine Ahnung von Boxen, starrte während des gesamten Kampfes nur auf ihren Laptop und schlug in die Tasten. Sie hat den Kampf überhaupt nicht gesehen. Ihre gesamte Berichterstattung basierte auf unseren laienhaften Kommentaren und Anfeuerungsrufen. Sie fragte ständig: »Wer, glaubt ihr, hat diese Runde gewonnen? In welcher Runde sind wir? Kann ich das so schreiben?« So ähnlich spielen sich die Berichterstattungen heute auch in den Bereichen Politik und Wirtschaft ab.

Jan van Helsing: Sie sehen das als symbolisch für den heutigen Journalismus an?

Michael Morris: Ja, denn viele Journalisten stehen unter enormem Zeitdruck. Es gibt kaum Raum für gründliche Recherche oder eigene Gedanken. Meist schreiben sie nur noch ab, was ihnen intern oder von den Presseagenturen vorgegeben wird. Kritische Äußerungen, die etwa der »Politischen Korrektheit« oder dem allgemeinen Konsens widersprechen, werden ihnen von ihren Vorgesetzten verboten. Die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, dominiert alles. Es gibt Journalisten, die gerne anders arbeiten würden, meist sind sie aber im System gefangen.

Jan van Helsing: Sie rechnen damit, dass es in naher Zukunft in Europa und den USA zu einer noch größeren Spaltung in der Gesellschaft kommt?

Michael Morris: Ja, diese Spaltung ist gewollt und wird vorangetrieben. Die Machthaber wollen Chaos, um Notstandsgesetze in Kraft setzen zu können. Sie wollen die bürgerlichen Rechte einschränken und die lückenlose Überwachung durchsetzen. Sie wissen, dass das alte System zusammenbrechen wird, und sie wissen, dass es dann ungemütlich wird. Sie haben Angst, für ihre Versäumnisse zur Rechenschaft gezogen zu werden. In den USA stehen wir kurz vor einem Bürgerkrieg, der als Rassenkampf beginnt. Hier stehen weiß dominierte Institutionen gegen eine benachteiligte schwarze Bevölkerung. Die Stimmung ist aufgeheizt.

In Europa sind die Vorbereitungen auch längst getroffen. Hier wird Hass gegen Muslime und Flüchtlinge geschürt, Deutsche werden gegen Griechen ausgespielt. Die Europäische Gendarmerietruppe und andere Spezialeinheiten trainieren seit Jahren unermüdlich den Häuserkampf und die Niederschlagung von Volksaufständen. Die Schweizer haben sich längst auf einen Bürgerkrieg in Europa, auf die Grenzsicherung und auf die Abwehr von Flüchtlingsströmen vorbereitet.

Jan van Helsing: Gibt es keine Hoffnung auf eine Besserung der Lage in Europa?

Michal Morris: Doch, Hoffnung gibt es immer, doch wir müssen unser Verhalten ändern, wir müssen selbst Verantwortung übernehmen, direkte Demokratie umsetzen. Wir dürfen uns nicht mehr länger vom Establishment einlullen und gegeneinander aufhetzen lassen. Wenn wir begreifen, dass Politiker nur unsere Angestellten sind und sie mit Nachdruck daran erinnern, dann werden sie künftig nicht mehr Konzerninteressen dienen, sondern dem Volk.

Wir müssen klare Forderungen formulieren. Werden sie nicht erfüllt, dann werden diese Politiker nicht mehr gewählt – oder schon vor Ende ihrer Amtszeit abgesetzt. Wir müssen uns besser, ausgewogener, umfassender informieren und endlich handeln. Nicht zu wählen, bestärkt Politiker in ihrem Tun. Alternativ oder ungültig zu wählen, würde sie wachrütteln. Wenn wir es wollen und uns Mühe geben, dann werden wir Europa befreien und zu neuem Glanz und Wohlstand führen können. Wir müssen nur endlich wieder die Smartphones beiseite legen und uns der realen Welt zuwenden. Dann ist alles möglich.

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Sie sprechen in Ihrem Buch von der Gefahr eines Dritten Weltkriegs. Ist diese Gefahr aus Ihrer Sicht wirklich real?

Michael Morris: Ich fürchte, sie ist sehr real und ich bin nicht der Einzige, der das so sieht. Selbst Papst Franziskus sprach vor Kurzem in Bosnien davon, dass wir uns bereits im Dritten Weltkrieg befinden. Noch erstaunlicher fand ich, dass er hinzufügte, dass dieser Krieg ganz offensichtlich von einigen Personen absichtlich geschürt und geführt wird!

Jan van Helsing: Dennoch ist der Ukraine-Konflikt, der aus Ihrer Sicht eine entscheidende Rolle für uns alle spielen wird, in den Medien nicht mehr so präsent wie noch vor einem halben Jahr.

Michael Morris: Ja, das Thema »Ukraine-Konflikt« wurde zuletzt in den Massenmedien auf sehr kleiner Flamme gekocht, aber das ändert nichts daran, dass der Konflikt zwischen Russland und dem Westen weiter eskaliert. Gerade erst haben sich die sieben großen Westmächte zum G7-Gipfel getroffen. Man hat Russland aus diesem internationalen Club ausgesperrt und setzt weiter auf Konfrontation, wissend, dass dies ins Verderben führen könnte.

Russland und China haben im Mai ein gemeinsames Flottenmanöver im Mittelmeer abgehalten, die USA haben im Rahmen der NATO im Juni ein großes Manöver in Polen und im Baltikum durchgeführt. Beide Seiten verhängen gegenseitig Einreiseverbote für Politiker und Geschäftsleute. Der Ton zwischen Russland und der EU wird zunehmend rauer, und Brüssel ist verärgert, weil die Sanktionen gegen Russland nichts gebracht haben, außer der europäischen Wirtschaft zu schaden. Das europäische Spitzenpersonal ist völlig planlos. Russen und Chinesen kaufen im Westen alles auf, und in Washington und Brüssel scheinen die Nerven blank zu liegen, auch weil die griechische Regierung der EU auf der Nase herumtanzt und alle Angst vor einem Ausscheiden der Griechen aus der EU haben.

Jan van Helsing: Was genau kaufen Russen und Chinesen im Westen denn auf, und was ist so schlimm daran?

Michael Morris: Nun, »schlimm« ist relativ. Das ist immer eine Frage der Perspektive. Reiche Chinesen kaufen seit Jahren ein westliches Unternehmen nach dem anderen auf, womit sie immer mehr Macht über die westliche Wirtschaft bekommen. Zudem kaufen sie massenweise Immobilien aller Größenordnungen, was den Markt anheizt – vor allem in den USA.

Die den Europäern von den USA aufgezwungenen Russland-Sanktionen haben zu einem Anstieg der Immobilienpreise in Europa geführt, da zahlreiche russische Millionäre und Milliardäre in Schlösser, Häuser und Wohnungen in London, Paris, Mailand, Rom, Wien, Moskau und St. Petersburg investierten. Viele Immobilien sind nun wieder stark überbewertet, und wir stehen kurz vor dem erneuten Platzen einer Immobilienblase.

Jan van Helsing: Aber waren Immobilien in den USA und in Europa durch den Crash von 2008 nicht ohnehin unterbewertet? Ist ein Preisanstieg bei Immobilien denn so schlecht?

Michael Morris: Durch den Crash von 2008 hatten zahlreiche Immobilien in den USA und in Europa deutlich an Wert verloren. Man könnte auch sagen, dass sie auf ihren eigentlich wahren Wert zurückgesetzt wurden. Viele Menschen in den unteren Einkommensbereichen wurden auf die Straße gesetzt, weil sie die Kredite für ihre überbewerteten Häuser und Wohnungen nicht mehr bedienen konnten – vor allem in den USA. Millionen zwangsversteigerter Immobilien landeten so beim obersten ein Prozent der Einkommenspyramide, das massenweise Immobilien zu niedrigen Preisen aufkaufen konnte. Nun steigt der vermeintliche Wert dieser Immobilien wieder dank der Geldschwemme und Nullzinspolitik der westlichen Notenbanken. In Irland sind die Immobilienpreise allein im letzten Jahr um 16 Prozent gestiegen. In den USA wurden noch nie in der Geschichte mehr Luxusimmobilien gebaut, noch nie mussten Menschen mehr für Miete bezahlen. Immer mehr arbeitende US-Amerikaner können sich kein Dach mehr über dem Kopf leisten. In Los Angeles leben zahlreiche Vollzeitbeschäftigte in ihren Autos, nachdem sie ihre Häuser verloren haben und sich die teuren Mietwohnungen nicht leisten können. Sie duschen morgens am Strand, steigen dann in ihren Anzug und fahren zur Arbeit.

Jan van Helsing: Aber das sind doch eher Ausnahmen, oder?

Michael Morris: Leider nein. Die Situation ist extrem kritisch. Ich beobachte sie seit Jahren aufmerksam vor Ort. In San Francisco kostet der Luxus eines eigenen Zimmers mit eigenem Bett mittlerweile 2000 US-Dollar pro Monat und mehr. Wohlgemerkt: keine Wohnung, sondern nur ein Zimmer! Um sich das leisten zu können, muss man mindestens 4000 US-Dollar verdienen, was nur den wenigsten jungen Menschen gelingt. Die meisten von ihnen müssen sich für 1000 US-Dollar monatlich mit zwei oder drei anderen arbeitenden Menschen ein Zimmer teilen, manche sogar ein Bett.

Jan van Helsing: Die Menschen müssen sich in San Francisco ein Bett teilen? Im Ernst? Das erinnert an die »Bettgeher« zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Europa!

Michael Morris: Ja, wir bewegen uns im sozialen Bereich eindeutig rückwärts. Immer mehr Menschen können sich »wohnen« nicht mehr leisten. Eine desolate 75m2-Wohnung kann in San Francisco heute schon mal 1,5 Millionen US-Dollar kosten, ein neu errichtetes Einfamilienhaus in Los Angeles auch gerne mal sechs Millionen US-Dollar oder mehr. Immobilien dienen heute nicht mehr dem Wohnen, sondern der Spekulation. Die Reichen wissen dank der Nullzinspolitik nicht mehr wohin mit ihrem Geld. Sie überbieten sich beim Bau und Kauf von Immobilien gegenseitig und treiben so die Preise hoch. Genauso stecken sie Unsummen in komplett überbewertete Aktien und treiben so die Aktienindizes nach oben.

In den US-Metropolen erleben wir einen Bauboom im Superluxussegment. In New York City werden immer mehr Wohnungen errichtet, die 50 000 US-Dollar Miete und mehr PRO MONAT kosten! Die Politik der letzten Jahre war eine Politik für die Reichen und gegen die Armen dieser Welt – zusehends auch immer mehr gegen die Mittelschicht, die sukzessive verschwindet.

Jan van Helsing: Aber bedeuten steigende Mietpreise denn nicht, dass es immer mehr reiche Menschen gibt, die sich diese Preise auch leisten können?

Michael Morris: Ja, und gleichzeitig gibt es immer mehr arme Menschen, denn der Mittelstand wird systematisch zerstört und ausgedünnt. In den USA sind zahlreiche Städte wie Chicago oder Detroit pleite, selbst die achtgrößte Wirtschaft der Welt, Kalifornien, ist seit Jahren zahlungsunfähig. Jedes Jahr schließen tausende Geschäfte. Zahlreiche Kleinstädte gleichen Geisterstädten. Immer mehr alte Menschen leben in bitterer Armut. Das Land verrottet von innen her. Dennoch geben die USA jährlich 650 Milliarden US-Dollar für ihre militärischen Aktivitäten im Ausland aus. Krieg und Rüstung sind der einzig verbliebene Motor der US-Wirtschaft und die einzige Möglichkeit, die Dominanz des US-Dollars und der US-Firmen auf dem großen globalen Markt zu erhalten. Die US-Politik hat den eigenen Laden nicht im Griff, schreibt aber allen anderen Nationen immer noch vor, was sie zu tun haben. Dieses Kolonialherren-Denken beruht immer noch auf der »Manifest Destiny« des 19. Jahrhunderts, also der Überzeugung, dass die USA – genauer die weiße US-Oberschicht – den göttlichen Auftrag zur Expansion hätten. Sie sind davon überzeugt, wie die Engländer vor ihnen, dass sie die Krone der Schöpfung seien und alle anderen sich unterzuordnen hätten. Wenn sie das nicht tun, dann werden sie entfernt.

Jan van Helsing: Sie beschreiben in Ihrem neuen Buch ausführlich die Hintergründe dieses Denkens und beleuchten genau die Entwicklung der USA hin zur Supermacht. Besonders interessant fand ich dabei die zwei Kapitel über Panama, das im Grunde von den USA geschaffen wurde, und worüber wir Europäer so gut wie nichts wissen.

Michael Morris: Ja, ich denke, dass es für uns Europäer sehr wichtig wäre, die Geschichte der USA und die Denkmuster der Mächtigen in dem Land besser zu verstehen, denn Europa wird nach wie vor von den USA regiert und scheint momentan mit in den Abgrund gezogen zu werden.

Im Jahr 1903 war Panama eine Provinz Kolumbiens, in der es den Wunsch nach Unabhängigkeit gab. Die US-Geheimdienste halfen den Separatisten beim Putsch gegen die Regierung und setzten daraufhin im neu geschaffenen Staat Panama eine Regierung ein, die den USA die Hoheit über den Panamakanal zusicherte. Diese Intervention war so simpel und erfolgreich, dass sie künftig zu einer Blaupause für die US-Außenpolitik wurde. Seitdem intervenieren die USA in jedem Land, das für sie strategisch von Vorteil ist. Sie haben rund um den Globus Militärbasen errichtet, Regierungen gestürzt und neue eingesetzt und sie haben den Zerfall des Ostblocks mit verursacht.

Sie haben während den 1980er-Jahren gemeinsam mit den Saudis die Mudschaheddin in ihrem Kampf gegen die Russen unterstützt, haben al-Qaida mit aufgebaut, haben ein Land nach dem anderen unterworfen, doch nun haben sie offenbar die Kontrolle über all das verloren, wie der Islamische Staat oder der Krieg in Syrien beweisen. Zudem zerbricht die USA von innen. Die konservativen Machthaber im Hintergrund scheinen das aber nicht wahrhaben zu wollen. Viele von ihnen scheinen völlig weltfremd zu sein und sich selbst komplett zu überschätzen. Anstatt ihre eigenen Fehler einzugestehen, bauen sie immer wieder neue Feindbilder auf, um das Volk abzulenken. Doch mit Wladimir Putin könnten sie sich doch übernommen haben.

Jan van Helsing: Was genau meinen Sie, wenn Sie davon sprechen, dass die USA von innen her zerfallen? Wie muss man sich das konkret vorstellen? Meinen Sie die Proteste und Rassenunruhen?

Michael Morris: Auch, aber in den USA sind heute offiziell mehr als zwei Millionen Jugendliche und junge Menschen obdachlos. Dazu kommen mehrere Millionen älterer Obdachloser. Durch die steigenden Mietpreise werden es täglich mehr. Viele dieser jungen Menschen ziehen in kleinen Gruppen durchs Land. Sie vagabundieren, sind desillusioniert, wütend und nehmen oft harte Drogen, um sich zu betäuben. Sie stehlen und brechen ein, um über die Runden zu kommen. Sie bleiben so lange an einem Ort, bis sie von der lokalen Exekutive vertrieben werden und weiterziehen müssen. Sie prägen mittlerweile das Stadtbild vieler US-Kleinstädte. Die meisten dieser obdachlosen Jugendlichen sind weiß. Sie gehören der ehemaligen weißen Mittelschicht an, die konstant ausgedünnt wird. Sie sind von der privilegierten Oberschicht ausgestoßen worden und konkurrieren nun mit anderen Randgruppen der Gesellschaft um die Brotkrumen am Rande der Straße. Damit sind Unruhen vorprogrammiert.

Ein großer Teil der afroamerikanischen Familien in den USA ist zerrüttet, viele schwarze Familienväter sitzen im Gefängnis – oft wegen lächerlich kleiner Vergehen. Schwarze und Hispanics wurden jahrzehntelang von einer weiß dominierten Exekutive benachteiligt, schikaniert, weggesperrt oder getötet. Es ist wie im Lied »Zehn kleine Negerlein«. Täglich werden in den USA »zwei kleine Negerlein« von Polizisten erschossen und kaum jemand kümmert sich darum. Niemand glaubt in den USA mehr daran, dass die Polizei zum Schutz der Bevölkerung da sei. Die Polizei ist dank zahlreicher absurder Gesetze und Verordnungen zum Feind des Volkes geworden. Die Polizei darf Bargeld, das sie bei Fahrzeugkontrollen findet, beschlagnahmen und frei darüber verfügen; sie darf »Verdächtige« jederzeit ohne Beweise oder Gerichtsverfahren einsperren. Gewaltexzesse und Mord durch die Polizei sind an der Tagesordnung. Noch können die wütenden Massen mittels sozialer Medien und Ablenkungsmanöver von den Vierteln der Reichen ferngehalten werden. Aber nicht mehr lange.

Jan van Helsing: Sie gehen von Unruhen aus?

Michael Morris: Oh ja, und ich weiß, wie sie aussehen können. Ich habe 1992 die Riots (Aufstände) nach dem Fall Rodney King miterlebt. Ich war dabei, als das Land für Tage im Ausnahmezustand war, das öffentliche Leben stillstand und ganze Stadtviertel in vielen Großstädten brannten. Das war nicht schön. Und es kann jederzeit wieder passieren. Und diesmal ist die soziale Kluft zwischen arm und reich noch viel größer. Also ist die Gefahr groß, dass die Regierung, wenn es brenzlig wird, ein großes Ablenkungsmanöver startet und einen Krieg im Außen anzettelt. Ein äußerer Feind ist das effektivste Mittel, um ein gespaltenes Volk wieder zu einen – zumindest für kurze Zeit.

Jan van Helsing: Der Ausdruck »zehn kleine Negerlein« ist aber politisch gar nicht mehr korrekt, so etwas darf man doch heute nicht mehr sagen. Schon gar nicht in den USA.

Michael Morris: Ja, ist es nicht interessant, dass diese heuchlerische »political correctness« aus den USA kommt, aus einem Land, das alle Bürgerrechte mit Füßen tritt und Freund und Feind ausspioniert? Und ist es nicht bemerkenswert, dass genau jene Heuchelei in Europa so Einzug gehalten hat?

Im Jahr 2008 wurde in Paris der europäische »Rat für Toleranz und Versöhnung« geschaffen, ein Gremium gespickt mit hochkarätigen und einflussreichen aktuellen oder ehemaligen europäischen Spitzenpolitikern, christlichen, muslimischen und jüdischen Vertretern, deren Aufgabe es ist, auszuarbeiten, wie man die Europäer zur »Toleranz« umerziehen kann. Das ist die moderne Form der Gedankenpolizei, vor der George Orwell bereits 1949 warnte.

Wie der Papst feststellte, befinden wir uns bereits im Dritten Weltkrieg. Dieser Krieg wird in unseren Breiten vorerst vorwiegend auf geistiger Ebene geführt, aber das ist nur die Vorbereitung für einen militärischen Krieg. Wir werden immer stumpfer und brutaler gemacht. Wir dürfen vieles nicht mehr sagen, nicht aussprechen, nicht einmal mehr denken, aber wir führen mehr Kriege als je zuvor, zerstören ein Land nach dem anderen. Der Wettbewerb innerhalb westlicher Firmen nimmt immer mehr zu, wird immer brutaler, aber nach außen tun wir so, als wären wir alle lieb, offen und tolerant. Diese Gesellschaft ist zutiefst verlogen.

Das Lied »Zehn kleine Negerlein« stammt aus den 1860er-Jahren und legt Zeugnis ab über den Rassenhass und die Arroganz einer reichen, weißen US-Finanzaristokratie. Ursprünglich hieß das Kinderlied »Zehn kleine Indianerlein«, und es sollte kleinen Kindern spielerisch vermitteln, dass die nordamerikanischen Ureinwohner dumm und nutzlos waren. US-Präsident Andrew Jackson hatte 1830 den Indian Removal Act unterzeichnet, ein Gesetz zur Zwangsumsiedlung der Ureinwohner. Man zerstörte ihre Werte und Traditionen systematisch, da man sie als primitiv und dümmlich ansah.

Nachdem man die »Indianerlein« in den USA innerhalb weniger Jahrzehnte nahezu ausgerottet hatte, ließ man fortan die »Negerlein« im Lied auftauchen, also jene schwarze Bevölkerung, die aus ihrer ursprünglichen Heimat geraubt worden war und nun als Sklaven auf den Plantagen der weißen Oberschicht schuftete. Indianerinnen wurden in den USA übrigens bis in die 1970er-Jahre hinein zwangssterilisiert und Schwarze durften ebenso lange nicht wählen. Heute sterilisiert die weiße US-Elite mittels ihrer Gutmenschenstiftungen im ganz großen Stil Afrikanerinnen – oft ohne deren Wissen und gegen deren Willen. Millionen Schwarze dürfen in den USA immer noch nicht wählen, weil sie im Gefängnis sitzen, wo sie kein Wahlrecht haben. Eine unliebsame Gruppe nach der anderen wird aus dem Verkehr gezogen. …

Jan van Helsing: Und nun geht es der weißen Mittelklasse an den Kragen? Sie gehen in Ihrem Buch auch auf das Problem der Überbevölkerung ein, das ebenfalls ein Lieblingsthema reicher, weißer Angelsachsen zu sein scheint. Worin besteht der Zusammenhang?

Michael Morris: Darin, dass das Establishment, die oberen Zehntausend, Angst vor der Masse von Menschen hat, die immer ärmer wird und sich eines Tages erheben könnte. Dafür werden Vorbereitungen getroffen. Den Mob zu dezimieren bedeutet, das Risiko für die herrschende Klasse zu minimieren.

Jan van Helsing: Das klingt so grausam und unmenschlich, dass die meisten Menschen sich weigern, solche Aussagen zu glauben.

Michael Morris: Ja, ich weiß, genau das macht es den Machthabern so einfach. Doch in der Upperclass sprechen zahlreiche führende Persönlichkeiten ganz offen davon, dass sie zwischen 30 Prozent und 90 Prozent der Weltbevölkerung auslöschen wollen. Offiziell begründen sie das damit, dass zu viele Menschen dem Planeten und dem Ökosystem schaden, doch in Wahrheit kümmert sie die Natur herzlich wenig.

Man muss begreifen, dass die meisten Menschen, die heute den Erdball bevölkern, in den Augen der Oberschicht nutzlos sind. Man braucht sie nicht mehr, denn anders als früher kann die meiste Arbeit heute von Maschinen und Computern erledigt werden. Zudem ist unser Finanzsystem am Ende und man weiß nicht mehr, wie man all die Arbeitslosen, Veteranen und Rentner noch länger bezahlen soll. Rund 50 Millionen US-Amerikaner leben von Essensmarken, und diese sozialen Programme werden nach und nach gekürzt, weil man das Geld lieber in Kriege und Rüstung steckt.

Man hat längst begonnen, diese »nutzlosen Esser« beiseitezuschaffen. Wie bei den »zehn kleinen Negerlein« verschwindet eines nach dem anderen und keiner vermisst es. Sowohl in den USA als auch in Europa verschwinden jedes Jahr etwa je eine Million Menschen spurlos. Die meisten von ihnen sind Kinder und Jugendliche. In jedem US-Supermarkt oder Einkaufszentrum hängen dutzende Bilder verschwundener Kinder oder Teenager.

Jan van Helsing: Ich muss gestehen, dass ich das eines der erschütterndsten Themen in Ihrem Buch fand. Mir war bis dahin nicht klar, dass jedes Jahr rund zwei Millionen Menschen spurlos verschwinden und die Polizei sich darum nicht kümmert. Das ist wirklich unvorstellbar. Das ist mehr als die Einwohnerzahlen von Hamburg oder Wien.

Michael Morris: Ja, das ist unvorstellbar, aber wahr. Die Polizei hat Besseres zu tun, sie muss die Reichen beschützen, nicht nur in den USA. Dasselbe spielt sich in etwas kleinerem Rahmen auch in Europa ab. Man sollte nicht vergessen, dass in weiten Teilen Europas mehr als die Hälfte aller Jugendlichen arbeitslos ist. Bislang konnten viele von ihnen von ihren Familien aufgefangen werden, aber auch denen geht langsam das Geld aus, da immer mehr Familien aus dem Mittelstand nach unten abrutschen.

Es wird bald krachen in Europa. Doch bevor es der Upperclass an den Kragen geht, wird sie versuchen, einen Krieg gegen Russland anzuzetteln. Alle Vorbereitungen dafür sind getroffen. Ein Krieg war für Politiker in Bedrängnis schon oft die Ultima Ratio. Zudem würde er das Problem der Überbevölkerung ein wenig eindämmen. Ich glaube nicht, dass all die Aufrüstung, die gerade in Europa stattfindet, nur Drohgebärde ist.

Jan van Helsing: Denken Sie wirklich, dass die Elite einen großen Krieg zulassen würde? Hat sie nicht selbst viel dabei zu verlieren? Deutschland und Österreich haben beide Weltkriege gegen Russland verloren. Sie beschreiben im Buch, dass sie auch den nächsten verlieren würden. Würden sich die oberen Zehntausend also wirklich darauf einlassen?

Michael Morris: Sie haben es bereits immer und immer wieder getan. Für sie ist vorgesorgt, mit Bunkern und abgelegenen Anwesen. Es gibt in den westlichen Führungsebenen doch weder Moral noch Anstand oder Weitblick. Gier, Angst und Selbstüberschätzung sind die treibenden Kräfte. Im Jahr 1950 verdienten Manager das 30-Fache von Arbeitern, heute ist es das 500-Fache. Diesen Umstand hat der US-Milliardär Nick Hanauer bereits im Juli 2014 offen angeprangert, und er hat vor Aufständen gewarnt. Irgendwann wird der Bogen überspannt sein.

Doch statt gegenzusteuern, bauen jene, die unsere Politiker steuern, die Exekutive zu einem Schutzwall gegen die Bevölkerung auf. Wer gegen diese unmenschlichen Zustände angeht, wird als »Terrorist« eingestuft. Dabei geht der Terror zunehmend vom Staat aus. Das Pentagon verschenkte in den Jahren 2013 und 2014 mehr als 600 Radpanzer an lokale US-amerikanische Polizei-Stationen. Diese sogenannten MRAP-Fahrzeuge bewahren Insassen vor der Wirkung von Minen, Sprengfallen und vor direktem Beschuss von Panzerabwehrwaffen. In den USA wird die Polizei also zu einer Armee ausgebaut, die sich für einen brutalen Bürgerkrieg rüstet!

Jan van Helsing: Aber Europa ist anders. Die USA sind immer in allem extremer.

Michael Morris: Nicht wirklich. Dasselbe passiert in Europa. Im italienischen Vicenza halten die europäische Gendarmerie-Truppe und die sogenannten »Stabilisierungseinheiten« mehrerer EU-Staaten regelmäßig Anti-Terror-Übungen ab. Dort werden Spezialeinheiten aus ganz Europa im Häuserkampf und in den Techniken der »zivilen Konfliktlösungsstrategie« geschult. Nahe der französischen Kleinstadt Sissonne trainieren Deutsche und Franzosen in einer riesigen Übungsstadt gemeinsam, wie man Aufstände unterdrückt und Aufständische ausschaltet.

Jan van Helsing: Wo bleibt der Hoffnungsschimmer? Es ist Sommer, die Menschen wollen mit einem positiven Gefühl in den Urlaub fahren. Was können Sie ihnen sagen?

Michael Morris: Wenn Sie Spaß haben wollen, lesen Sie bloß nicht mein neues Buch! Genießen Sie das Leben in vollen Zügen, grillen Sie, gehen Sie schwimmen, lachen Sie und tun sie so, als wäre alles gut.

Nein, im Ernst – ich glaube, man kann sein Umfeld realistisch und kritisch beurteilen und sich dementsprechend verhalten, ohne deshalb gleich in Depressionen zu verfallen. Wir leben in schwierigen und gefährlichen Zeiten, umso wichtiger ist es, wach und aufmerksam zu sein. Wir sollten keine Angst vor einem Krieg haben, wir sollten ihn einfach nur verhindern. Es gibt bereits zu viel Angst auf diesem Planeten. Es gibt immer Licht und Schatten, gut und böse. Wichtig ist nur, dass wir versuchen, ein Gleichgewicht zu halten und das Dunkle nicht zu mächtig werden zu lassen. Wir müssen der Wahrheit ins Auge sehen. Die Gefahr eines Dritten Weltkrieges ist sehr real, ebenso wie die Möglichkeit, dass die Bevölkerung sich erhebt und entschlossen ein Ende der Kriegshetze fordert. Danach kann sie wieder grillen und schwimmen und Spaß haben. …

Jan van Helsing: In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und allen Lesern einen schönen, ausgelassenen und friedlichen Sommer. Und vielen Dank für das Interview.

Literatur:

Was Sie nicht wissen sollen! Band 2: Terror, Revolutionen, Kriege – wer und was wirklich dahintersteckt! von Michael Morris

Countdown Weltkrieg 3.0 von Stephan Berndt

Was Sie nicht wissen sollen!: Einigen wenigen Familien gehört die gesamte westliche Welt und nun wollen sie den Rest! von Michael Morris

Die Wahrheit über das Attentat auf Charlie Hebdo von Gerhard Wisnewski

Quellen: amadeus-verlag.de/info.kopp-verlag.de vom 19.06.2015

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