Und sie tun es doch: Wie deutsche Behörden mit UFOs umgehen (Videos)

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Laut den Sprechern der Bundesregierung und des Verteidigungsministeriums spielen UFOs in der Politik Deutschlands keine Rolle. Außerdem seien weder Akten noch Behörden zu dem Thema bekannt. Dies ist falsch.

UFOs…hier nicht bekannt!

Die Politik des Mauerns in Bezug auf das Thema UFOs ist nichts Neues. So antwortete der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble im Mai 2008 auf die Frage eines Wählers: “Eine Behörde oder Institution auf Bundesebene, die vermeintliche Sichtungen von Unbekannten Flugobjekten, sog. UFOs, erfasst bzw. auswertet sowie Projekte, wie die von Ihnen beschriebenen, sind hier nicht bekannt.“ Dabei lässt sich aus Schäubles eigentümlich anmutender Formulierung: “ sind hier nicht bekannt“ eventuell herauslesen, dass selbst wenn es bundesdeutsche UFO-Akten gäbe, diese möglicherweise in die Zuständigkeit des Innenministeriums fallen würden. Solche Akten hätten demnach auch gänzlich anderen Sperrfristen und Geheimhaltungsstufen.

Parlamentarische Anfragen

Der Bundestagsabgeordnete Hartfrid Wolff (FDP) erkundigte sich im Mai 2008 bei der Bundesregierung: “Wie viele Sichtungen so genannter Ufos bzw. Außerirdischer in Deutschland hat die Bundesregierung seit dem Jahr 2000 registriert, und beabsichtigt die Bundesregierung, nachdem die britische und die französische Regierungen ihre Akten über Ufo-Sichtungen veröffentlicht haben, ebenfalls ihre Akten zu Sichtungen von Ufos oder Außerirdischen in Deutschland zu veröffentlichen?“

Die Antwort der Regierung fiel erneut nüchtern aus: “Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse über Sichtungen so genannter Ufos bzw. Außerirdischer in Deutschland vor. Demgemäß sind auch keine Akten über Ufo-Sichtungen vorhanden, die für eine Veröffentlichung in Betracht kämen.“

Auch der Bundestagsabgeordnete Peter Hettlich (Bündnis 90/Die Grünen) fragte im Juni 2009: “Wie hoch schätzt die Bundesregierung die Wahrscheinlichkeit der Existenz intelligenter extraterrestrischer Lebewesen ein, und für wie hoch hält sie die Wahrscheinlichkeit, dass Außerirdische auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland landen?“

Die Antwort erstaunt nur wenig: “Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse vor, die eine zuverlässige Einschätzung der Wahrscheinlichkeit extraterrestrischen Lebens erlauben würden. Eine Landung Außerirdischer auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland hält die Bundesregierung nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für ausgeschlossen.“

Bereits die Stasi erforschte UFOs

Dass UFOs für bundesdeutsche Stellen noch nie von Interesse gewesen sein sollen, darf bezweifelt werden. Schließlich interessierte sich auch die Staatssicherheit, der Geheimdienst der ehemaligen DDR, für die seltsamen Flugobjekte – einige Akten dazu sind seit Jahren bekannt.

Einschätzung der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages

Eine Art Wendepunkt ereignete sich jedoch im Jahr 2009, nachdem Robert Fleischer von Exopolitik Deutschland von einer nichtöffentlichen Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags berichtete. In diesem Dokument wird die Vermutung aufgestellt, dass die Bundesregierung sich inoffiziell doch mit UFOs beschäftigen könnte:

“Die Aussage, dass ‚der Bundesregierung … keine Erkenntnisse vorliegen, die eine zuverlässige Einschätzung der Wahrscheinlichkeit extraterrestrischen Lebens erlauben würden (und) eine Landung Außerirdischer auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland … nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für ausgeschlossen (hält)‘, besagt nichts darüber, ob in der Vergangenheit nicht doch entsprechende Untersuchungen gemacht wurden.

Die Tatsache, dass sowohl Grossbritannien als auch Frankreich sich mit der Fragestellung nach der Existenz von UFOs und ausserirdischen Lebensformen beschäftigten und dies nach vorheriger Geheimhaltung – in den letzten Jahren sogar via Internet veröffentlicht haben, legt die Vermutung nahe, dass sich auch deutsche Behörden oder Ministerien mit dieser Fragestellung befasst haben bzw. befassen.“

Dabei führen die Autoren der Ausarbeitung aus, dass Regierungen UFO-Berichte gerade zu Zeiten des Kalten Krieges aus Angst vor gegnerischen Spionage- oder Kampfflugzeugen dokumentierten und untersuchten. Demgemäß stellen sie fest:

“Die tatsächliche oder vermeintliche Entwicklung neuer Fluggeräte, Spionagesatelliten u.ä. durch den militärischen Gegner könnte auch in der Bundesrepublik Deutschland in der Vergangenheit genügend Anlass geboten haben, sich mit solchen Fragestellungen zu befassen.“

Der Kampf um die Veröffentlichung dieser Ausarbeitung wurde erst kürzlich vor dem Bundesverwaltungsgericht entschieden.

UFO-Meldungen gehen an das NLFZ

Auf Länderebene ist das Vorgehen im Fall einer UFO-Sichtung nicht eindeutig geregelt. Regelmäßig führen UFO-Sichtungen zu Polizeieinsätzen, die auch durch die örtlichen Beamten protokolliert werden. Diese Verfahrensweise beschrieb der Pressesprecher des LKA Niedersachsen, Frank Federau, in einer TV-Dokumentation:

“Jedes uns gemeldete Ereignis wird von uns genauestens überprüft. Das heißt, wir schicken einen Streifenwagen hin, und der wird versuchen, dieses Phänomen zu ergründen (…) Es wird auf jeden Fall immer ein Vermerk für unsere Akten gefertigt.“

Solche Akten werden aber wohl nur im Einzelfall an Landes- oder gar Bundesbehörden übergeben. Sie sind demnach am wahrscheinlichsten bei regionalen Polizeidirektionen zu suchen, möglicherweise auch abgeheftet unter anderen Bezeichnungen wie „herausragende Himmelserscheinung“, „besonderes Himmelsereignis“ oder „unbekanntes Himmelsphänomen“.

In diesem Zusammenhang stellte die die Deutschsprachige Gesellschaft für UFO-Forschung e.V. (DEGUFO) Ende 2011 eine Anfrage an alle Landesinnenministerien: Welche Behörde nimmt Berichte über seltsame Himmelserscheinungen von Polizei und Militär entgegen? Darauf antwortete das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen: “Für Abwehr von Gefahren aus dem Luftraum sei das Nationale Lage- und Führungszentrum „Sicherheit im Luftraum“ (NLFZ) verantwortlich.“ In diesem Zentrum kontrollieren deutsche Soldaten, Beamte der Bundespolizei, der Deutschen Flugsicherung sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gemeinsam den Luftraum. Meldungen über seltsame Himmelserscheinungen würden demnach von der Polizei unmittelbar an das NLFZ weiter geleitet.

Auf Anfrage eines Journalisten bestätigte ein Sprecher des Bundesministeriums für Verteidigung nur inoffiziell, dass UFO-Meldungen an das NLFZ übermittelt werden. Doch diese Meldungen würden beim Lagezentrum für Sicherheit im Luftraum nicht etwa untersucht, sondern unverzüglich vernichtet. Eine bemerkenswerte, wenngleich nicht ganz glaubwürdige Aussage. Laut Auskunft des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste in Nordrhein-Westfalen sei die Übermittlung von luftsicherheitsrelevanten Meldungen an das NLFZ eigens in einer „Bund-Länder-Vereinbarung“ geregelt. Weitere Details zum Inhalt dieser Vereinbarung könne man jedoch „leider nicht zur Verfügung stellen“.

UFO-Akten des Bundesnachrichtendienstes

Dem Herausgeber von “grenzwissenschaft-aktuell.de” (GreWi), Andreas Müller, gelang es Anfang 2014, Einsicht in eine noch bis zum Jahr 2021 gesperrte UFO-Akte des Bundesnachrichtendienstes (BND) zu erhalten. Die Akten bestehen aus 67 Seiten, die auf Mikrofilm vorliegen. Unter dem Titel “DDR Grenzsperranlagen an der IDG – UFO” werden auf den Seiten 0177 bis 0244 zahlreiche Vorfälle von Sichtungen „unbekannter Flugobjekte im Grenzgebiet der DDR” sowie deren Dokumentation, Untersuchung und Schlussfolgerungen beschrieben. Die Akten, die inzwischen auch Exopolitik Deutschland vorliegen, beweisen eindeutig, dass der BND jahrelang UFO-Forschung betrieb – ganz im Gegensatz zur offiziellen Position der Bundesregierung zum Thema UFOs.

Fazit: Regierungssprecher Seibert liegt falsch

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass die von Regierungssprecher Steffen Seibert und dem Sprecher des Verteidigungsministeriums Michel Henjes jüngst auf dem Tag der Offenen Tür der Bundespressekonferenz getroffenen Aussagen nach Prüfung der Faktenlage nicht haltbar sind.

Fakt ist: Auch bundesdeutsche Stellen haben sich jahrelang im Geheimen mit UFOs beschäftigt. Das genaue Ausmaß ihrer Tätigkeit werden wir erst erfahren, wenn auch die Bundeswehr ihre Akten freigibt.

Wie Recherchen von Exopolitik Deutschland belegen, haben sich weltweit mindestens 21 Länder im Geheimen mit UFOs beschäftigt:

21 Länder haben sich mit UFOs beschäftigt

1. Argentinien: Im Juni 2011 stellte die argentinische Luftwaffe ihre neu eingerichtete „Kommission zur Untersuchung von Luftraumphänomenen“ (CEFAE) vor.  Die neue Luftwaffenabteilung soll „zum Auftrag der Luftwaffe beitragen, die Sicherheit im Luftraum zu gewährleisten“.  Zur Einreichung von UFO-Sichtungsberichten stellt die Luftwaffe auf ihrer offiziellen Webseite einen eigenen Fragebogen zum Download bereit. (Quelle)

2. Australien: Bereits 1979 begann die australische Luftwaffe mit der schrittweisen Veröffentlichung von ehemals geheimen UFO-Akten, zunächst gegenüber UFO-Forschern, später über das australische Nationalarchiv. Die freigegebenen Geheimakten stammen von verschiedensten luftsicherheitsrelevanten Behörden und belegen, dass australische Stellen sich von 1950-1980 mit mehr als 1700 UFO-Fällen beschäftigt haben. (Quelle)

3. Belgien: Im Jahr 1990 übertrug die belgische Luftwaffe die Untersuchung von UFO-Meldungen an die zivile UFO-Forschungsgesellschaft SOBEPS (inzwischen „COBEPS“). (Quelle)   Grund war eine von November 1989 bis Mai 1990 andauernde Welle von UFO-Sichtungen über ganz Belgien, über die der damalige Stabschef der Luftwaffe in zahlreichen Medien informierte. Ob darüber hinaus UFO-Akten an die Öffentlichkeit gelangten, ist nicht bekannt.

4. Brasilien: Seit Jahren veröffentlicht die brasilianische Luftwaffe immer wieder ehemals geheime UFO-Akten. Sie umfassen bislang den Zeitraum 1952 bis 2000. (Quelle) Die brasilianische Luftwaffe führte im August 2010 zudem eine transparente Verfahrensweise zur Regulierung, Erfassung und Handhabung von „Materialien im Zusammenhang mit unidentifizierten Flugobjekten“ ein und veröffentlichte diese im brasilianischen Amtsblatt „Diário Oficial da União“.  (Quelle) Im April 2013 wurde zudem eine Kooperation mit zivilen UFO-Forschern vereinbart.

5. Chile: Das „Untersuchungskomitee für anomale Luftphänomene“ (CEFAA) sammelt und erforscht UFO-Berichte im Auftrag der zivilen Luftfahrtbehörde DGAC, die der Luftwaffe untersteht. (Quelle) CEFAA wurde im Oktober 1997 gegründet, nachdem UFOs verstärkt in der Nähe von Flughäfen gesichtet worden waren. Im November 2010 veröffentlichte CEFAA Ausschnitte aus dem Funkkontakt zwischen zivilen Piloten und Fluglotsen, um UFO-Eingriffe in den Luftverkehr beispielhaft zu dokumentieren. (Quelle)

6. Dänemark: Das taktische Kommando der Luftwaffe stellte 2009 rund 300 Seiten UFO-Akten aus den Jahren 1978 bis 2002 ins Internet. Bei der Veröffentlichung künftiger durch die Bevölkerung gemeldeter UFO-Sichtung kooperiert die Luftwaffe mit der zivilen UFO-Forschungsorganisation SUFOI. (Quelle)

7. Ecuador: Im April 2005 autorisierte der Präsident Rafael Corrêa die „Ecuadorianische Kommission für die Untersuchung des UFO-Phänomens“ (CEIFO) zur offiziellen Erforschung von UFO-Vorfällen. (Quelle) Dazu interviewte die aus Zivilisten und Militärs gebildete Kommission bislang 44 Militärpiloten über ihre Sichtungen und begann im März 2008, diese Informationen auf YouTube zu veröffentlichen. (Quelle) Zeitgleich wurden zahlreiche Fotos, Videos und Berichte freigegeben.

8. Finnland: Von 1933 bis 1979 führte das finnische Militär UFO-Untersuchungen durch und erstellte darüber Akten. Das Nationalarchiv von Finnland gab im Jahr 2009 rund 300 UFO-Akten an private Forscher frei, die in einem Buch veröffentlicht wurden. (Quelle) Forscher der UFO-finnischen Organisation FUFORA gehen davon aus, dass ein erheblicher Teil der militärischen UFO-Akten noch der Geheimhaltung unterliegt. (Quelle)

9. Frankreich: Seit März 2007 hat die französische militärisch-zivile Raumfahrtagentur CNES durch ihre für UFOs zuständige Behörde GEIPAN mehr als 1100 detaillierte Falluntersuchungen freigegeben. Die ehemals geheimen Dokumente stammen aus den Jahren 1963 bis 2013. Monatlich werden weitere Akten freigegeben, rund 1000 Fälle warten noch auf ihre Veröffentlichung. In 22% der untersuchten Fälle konnte selbst auf Grundlage vollständiger Daten keine konventionelle Erklärung gefunden werden. Von den gemeldeten Sichtungen waren 9% mit Eindeutigkeit und 28% mit Wahrscheinlichkeit identifizierbar. 41% der Fälle konnten auf Grund mangelnder Daten nicht identifiziert werden. (Quelle)

10. Großbritannien: Von Mai 2008 bis Juni 2013 veröffentlichte das britische Verteidigungsministerium insgesamt zehn Tranchen UFO-Akten über das britische Nationalarchiv. Die Akten enthalten Berichte von Zivilisten, Militärs, Polizisten und Piloten seit den 1950er Jahren. (Quelle) Auch das britische Verteidigungsministerium stellt auf seiner Webseite Sichtungsberichte zum Download bereit. (Quelle) In beispielloser Offenheit präsentierte das britische Nationalarchiv im Juni 2013 sogar eine eigens entwickelte iPhone-App, mit deren Hilfe interessierte Bürger knapp 5000 Sichtungsberichte der letzten 25 Jahre anschauen können. (Quelle)

11. Irland: Im September 2007 erhielt die Zeitung Irish Times durch das Informationsfreiheitsgesetz UFO-Akten vom Militär. Die Dokumente enthalten UFO-Fälle aus den Jahren 1947 bis 1984. Nach Angaben des irischen Verteidigungsministeriums wurden die Akten seitdem nicht mehr fortgeführt. Die Dokumente sind nicht zum Download verfügbar. (Quelle)

12. Italien: Seit 1978 dokumentiert und überwacht die „Abteilung Allgemeine Sicherheit“ der italienischen Luftwaffe UFO-Sichtungen und stellt die Untersuchungsberichte auf der Webseite des italienischen Verteidigungsministeriums zum Download bereit. Bislang sind UFO-Akten aus den Jahren 2001 – 2009 veröffentlicht; ältere Fälle werden derzeit zur Veröffentlichung vorbereitet. (Quelle)

13. Kanada: Im Oktober 2007 veröffentlichte das kanadische Nationalarchiv insgesamt rund 9500 UFO-Akten aus den Jahren 1947 bis Anfang 1980. Ob seit 1980 weitere Akten hinzukamen, ist nicht bekannt. (Quelle)

14. Mexiko: Im Mai 2004 veröffentlichte die mexikanische Luftwaffe den Videofilm einer Infrarotkamera, die unidentifizierte Objekte von einer Militärmaschine aus gefilmt hatte. (Quelle)

15. Neuseeland: Im Dezember 2010 veröffentlichte das neuseeländische Nationalarchiv rund 2500 Seiten ehemals geheimer UFO-Akten. Die Militärakten umfassen den Zeitraum von 1952-2009 und dokumentieren ein lang anhaltendes Interesse der Luftwaffe für das Phänomen. (Quelle)

16. Peru: Im November 2001 gründete die peruanische Luftwaffe das „Forschungsbüro für anomale Luftphänomene“ (OIFAA). Aus verwaltungstechnischen Gründen lagen die Untersuchungstätigkeiten dieser Behörde seit mindestens 2006 brach. Doch im Oktober 2013 eröffnete die „Direktion für Luftraumbelange“ (DINAE) der Luftwaffe die Behörde erneut. Nunmehr wird die nun in „DIFAA“ („Untersuchungsabteilung für anomale Phänomene im Luftraum“) unbenannte Militärbehörde bei der Falluntersuchung von zivilen Experten wie Astronomen, Soziologen und sogar Archäologen unterstützt. (Quelle 1, Quelle 2)

17. Schweden: 1987 übergab das schwedische Militär den nicht-geheimen Teil seiner UFO-Akten an das privat geführte Archiv für UFO-Forschung, eine 1980 gegründete gemeinnützige Stiftung in Norrköping. (Quelle) Das schwedische Militär trägt laut Aussage des Archivleiters eigenständig neue UFO-Sichtungen in die Datenbank des UFO-Archivs ein. Der schwedische Staat fördert das UFO-Archiv indirekt durch Übernahme der Kosten für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

18. Spanien: Von 1992 bis 1999 veröffentlichte das spanische Verteidigungsministerium tranchenweise seine ehemals geheimen UFO-Akten aus den Jahren 1968-1999. Die Dokumente sind im Historischen Archiv der Luftwaffe in Villaviciosa de Odón (Madrid) frei für die Öffentlichkeit zugänglich und enthalten Sichtungsberichte ziviler und militärischer Piloten sowie administrative UFO-Unterlagen. (Quelle 1, Quelle 2)

19. Ukraine: Im Dezember 2009 veröffentlichte der Ukrainische Ufologische Verband (UFODOS) Berichte, Fotos und Unterlagen über UFOs aus mehreren Jahrzehnten. Die Informationen stammen vom Hydrometeorologischen Zentrum der ukrainischen Luftwaffe sowie zivilen UFO-Organisationen. (Quelle)

20. Uruguay: Bereits im August 1979 gründete die Luftwaffe einen von Zivilisten und Militärs besetzten „Ausschuss für den Empfang und die Untersuchung von UFO-Berichten“ (C.R.I.D.O.V.N.I.). (Quelle) Im Juni 2009 gewährte die Luftwaffe Uruguays der Zeitung El País einen Blick in ihre ehemals geheimen UFO-Akten. Seit 1947 hatte die Luftwaffe UFO-Fälle untersucht. 2200 Sichtungen wurden seitdem gemeldet. Für 40 Fälle haben die Experten keine konventionelle Erklärung. (Quelle) Die Akten wurden unserer Kenntnis nach bislang nicht im Internet veröffentlicht.

21. USA: Von 1947 bis 1969 führte die US-Luftwaffe im Projekt Blue Book UFO-Forschung durch. Für insgesamt 701 der untersuchten Fälle konnten die Wissenschaftler keine Erklärung finden. Dennoch wurde die offizielle UFO-Forschung der Luftwaffe nach Erscheinen des Condon Report im Dezember 1969 eingestellt. (Quelle)

Literatur:

Verschlusssache UFOs

Dimensionen. Begegnungen mit Außerirdischen von unserem eigenen Planeten von Jacques Vallee

UFOs und Atomwaffen von Robert L. Hastings

UFOs – Generäle, Piloten und Regierungsvertreter brechen ihr Schweigen von Leslie Kean

Geheimdossier UFOs: Die Akten der Schweizer Luftwaffe von Luc Bürgin

Quellen: PublicDomain/exopolitik.org vom 14.09.2015

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2 comments on “Und sie tun es doch: Wie deutsche Behörden mit UFOs umgehen (Videos)

  1. Spekulation:
    vielleicht lässt sich der scheinbar abweichende Umgang mit den UFO Akten der Bundesregierung, im Vergleich zu vielen anderen Ländern der Welt, damit erklären, dass der Kontakt zu den Außerirdischen seit den 1930ern in gleicher Weise noch immer Bestand hat. Eine Veröffentlichung dieser Akten hätte somit etwas sehr anrüchiges.

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