Riesen, Zwerge & Co. – Traumwesen, Märchengestalten und prähistorische Spezies

Die Riesen der Vorzeit. Handelt es sich bei den Göttern, Gnomen und Giganten der Sagenwelt nur um zu schmenhaften Mythenbildern gewordene Produkte menschlicher Phantasie und unseres Unterbewusstseins, oder gibt es für sie einen viel handfesteren Hintergrund?

Wie real war unsere Märchenwelt? Viele alte Mythen, Sagen, Märchen und Legenden, die uns aus den verschiedenen frühen Kulturkreisen überliefert sind, wissen von seltsamen, nicht- oder halbmenschlichen Wesen zu berichten.

Diese Geschöpfe, die meist abseits menschlicher Siedlungen in der Wildnis, in Höhlen oder unterirdischen Gängen hausen sollten, wurden häufig als feindselig, manchmal auch als freundlich, in aller Regel jedoch als völlig fremdartig dargestellt.

Außerdem wurden ihnen zumeist übermenschliche Kenntnisse und Fähigkeiten zugeschrieben, die uns diese Kreaturen noch geheimnisvoller erscheinen lassen.

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Für unser landläufiges Weltbild und seine Protagonisten kommt in aller Regel nur eine einzige Interpretation und Umgehensweise in Frage: Bei Riesen, Zwergen, Elfen & Co handelt es sich selbstredend um Ausgeburten der menschlichen Phantasie, respektive um archetypische Produkte unseres ‚Unterbewußtseins‘.

Auch für die meisten Menschheits-Geschichtsforscher, zumindest für Anhänger des Mainstreams, ist von vornherein klar, dass solche „Fabelwesen“ allenfalls einen brauchbaren Forschungsgegenstand für die Literaturkunde oder die Psychologie abgeben.

Aber manchmal ist eine ‚Zigarre‘ eben nur eine Zigarre, und ein ‚Riese‘ schlichtweg ein Riese. Aus dem Blickwinkel vieler Alternativ-Historiker und Atlantisforscher erscheint jedenfalls die „krypto-anthropologische“ Fragestellung mehr als nahe liegend, ob die Überlieferungen von der Existenz entsprechender Lebensformen auf Tatsachen beruhen könnten.

Ist es denn grundsätzlich möglich, dass von prädiluvialen bis in prä- und protohistorische Zeiten hinein noch kleinere Populationen von Vertretern anderer humanoider Rassen als dem Homo sapiens sapiens mit unseren Vorfahren koexistiert haben?

Gab es möglicherweise in ferner Vergangenheit auch nichtmenschliche, primhistorische Zivilisationen auf diesem Planeten, die ebenso wie viele frühe Hochkulturen der Menschheit durch gewaltige Naturkatastrophen oder andere Umstände völlig ausgelöscht wurden?

Und last but not least: Wie entstanden, ihre Existenz vorausgesetzt, diese anderen Spezies und Kulturen, bzw. woher stammten sie? (Verbotene Archäologie: Die Riesen von Tiahuanaco – Funde gigantischer Werkzeuge und ihre Konsequenzen)

Wer waren die Zwerge und Riesen der Vorzeit?

In Nordafrika und Innerasien, wo sich heute die größten Wüsten der Erde ausbreiten, wohnten vor mehr als 12 000 Jahren – als diese Gebiete noch grüne Landschaften mit Wäldern und Sümpfen waren – viele kleine gelbhäutige Menschen, die von Jagd, Fischfang und gesammelten Pflanzen, Beeren und Wurzeln lebten. Sie haben die Felsmalerei begonnen; ihre Toten bestatteten sie in Gräbern, die zum Schutz mit eisenhaltiger Erde, rotem Ocker, ausgelegt waren; sie sangen die ersten Lieder und formten die früheste Sprache, die auch außerhalb ihrer Sippe oder ihres Stammes verstanden wurde.

Diese Menschen, die Ähnlichkeit mit Mongolen haben und von deren Rasse sich sogar heute noch Überreste finden – die Buschmänner in der Kalahari-Wüste in Südafrika -, diese Menschen haben im Ansatz die Grundlagen der menschlichen Kultur gelegt. Ihre Ansiedlungen in China verraten eine friedliche Lebenseinstellung und Gemeinschaftsdenken. Überbewirtschaftung und geologische Veränderungen haben die Wohngebiete der kleinen intelligenten Leute zur Wüste gemacht.

An den Rändern von Gobi und Taklamakan liegen Ruinenstädte, die als älteste der Menschheit gelten können. Balch in Nordafghanistan wird nicht ganz zu Unrecht die ‚Mutter der Städte‘ genann; schwach klingt ihr Name noch wie Burg oder Polis. Ihre Ihre Mauern waren gewaltig; ihre Reste sind Berge aus Lehmziegeln und Steinen. Im benachbarten Grenzland am Kophet-Gebirge wurden alte Zivilisationen ausgegraben, darunter Anau, die von Henoch gegründete Stadt.

Wie die Wüsten Innerasiens war auch die Sahara dicht bewohnt von diesem Menschenschlag. Großgewachsene Viehhirten mit unermeßlichen Rinderherden verdrängten ihn an die Randgebiete und in die hohen Gebirge. Sein Wild starb aus im Laufe der Jahrtausende, bis auf die Gazellen, die es noch heute in der Sahara gibt und denen nachts noch immer einige kleinwüchsige zarte Männer folgen, welche in vertieften Hütten wohnen und mit Pfeil und Bogen und spitzähnlichem Hund ihren Lebensunterhalt erjagen.

Doch von der Anwesenheit dieses einst so zahlreichen Volkes fehlt jede Spur. Wirklich jede Spur? Was der Wind und die Erdbeben unkenntlich machten, läßt sich manchmal aus großer Höhe noch erkennen. Steigt man auf einen einzelnen Berg in einer Wüste, dann staunt man über die Muster, die in die flache Haut des unten ausgebreiteten Landes eintätowiert sind: Wege, Versammlungsplätze und Ortschaften sind da zu sehen, getreu in die Erdkruste eingeschrieben wie in ein Buch.

(Spuren prähistorischer Besiedlung der Sahara sind häufig nur von erhöhten Aussichts-Plätzen oder aus dem Flugzeug zu erkennen)

Ein anderes Buch, das der menschlichen Erinnerung, hat ebenso treu die vergangenen Epochen unseres Daseins bewahrt: die Sagen und Märchen, die Lieder und die Sprachen; das kulturelle Erbe. Es sind die Erzählungen von den Zwergen, die sich auf jene Vorzeit beziehen, deren Spuren nur aus großer Höhe sichtbar werden. Einen entsprechend großen Abstand brauchen wir auch zum Verständnis der Zwergenmärchen; dann sehen wir, wie genau diese Erinnerung alles aufbewahrt hat.

Die deutsche Überlieferung kennt viele verschiedene Zwergengeschlechter, deren Namen wohl alle alte Stammesnamen wiedergeben: Wichtl und Schratten, Alben und Putten, Kobolde und ‚die kleinen Leutchen‘. Die Alben oder Elfen sind noch am ehesten historisch zu fassen (Albion = England). Sie wurden von Königen regiert und bewachten die Flußübergänge.

Sie sind verwandt mit den Nixen und dem Flußgott Nhong oder Nöck; von daher hat der Neckar seinen Namen und Odin seinen Beinamen als Fährmann: Hnikarr. Es wird immer berichtet, daß sie Tanz und Musik liebten. Ihre Kleidung war der rote Umhang mit spitzer Kapuze; ähnlich dem nordafrikanischen Burnus.

Die Zwerge lebten unterirdisch und kannten alle Bodenschätze, besonders Gold und Edelsteine. Der Eigenname Berber geht auf sie zurück, denn sie waren Handwerker und Bergleute; Barbara war ihre Schutzgöttin. Sie vertrugen sich gut mit Menschen; oft ist das Wort für Zwerg mit dem Wort Kind verwandt, etwa im Spanischen: Enano = Zwerg, Niño = Kind, ebenso auch unsere Wörter Puck und Putte mit den älteren Wörtern für Sohn, Poika und Putr. Mischehen mit Menschen kamen vor, es wird auch oft erzählt, daß die Zwerge kleine Kinder des Menschengeschlechts stahlen oder gegen ein eigenes austauschten (Wechselbalg). Sicher waren sie sehr tolerant, denn es gibt drei Gruppen von Elben: Lichte (= weiße), Dunkle (= braune) und Schwarze.

(Alt-ägyptische Tanz-Zwerge, die mit Schnur-Zügen bewegt werden konnten. Diese Elfenbeinfiguren (Höhe ca. 7,8 cm) wurden 1934 bei Ausgrabungen in Lisht entdeckt und stehen heute im Metropolitan Museum of Art, New York)

In der Spätzeit waren sie tagscheu, bezeichnend für ein verdrängtes Volk, fürchteten das Eisen und waren schließlich nur noch als ‚unerlöste‘ Einzelgänger anzutreffen. Ihre Kultur ging vielerorts in die der Riesen über, ohne daß ein starker Bruch bemerkbar wäre. Die Gemeinsamkeiten zwischen beiden sind deutlich, es kommt sogar vor, daß die Eigennamen gleich sind: Tuareg, die blauen Berber des Hoggar, und Sverige (= Schweden) sind beides Spielformen des Wortes Zwerg, bedeuten aber in ihrer eigenen Überlieferung soviel wie Riesen. Die deutschen Wörter Hotz oder Hutzl bezeichnend abwechselnd Riesen oder Zwerge, wobei kein Unterschied im Wort erkennbar wäre. In Indien heißen sie Chodscha und vereinigen beide Grundzüge: Sie sind großgewachsen, haben lange Schädel, eine gelbe Haut und leicht geschlitzte Augen.

Eines der östlichen Mittelgebirge in Mitteleuropa heißt Riesengebirge. Dort lebte als Einzelgänger ein Riese, heißt es in unzähligen Sagen: Rübezahl, der Herr der Berge. Er hauste auf den Höhen, besonders auf der Schneekoppe, berichten die Märchen und erheben den Anspruch auf Wahrhaftigkeit, als sei er jetzt noch dort anzutreffen.

Die meisten Mythen der Weltliteratur erzählen von den Riesen; stets sind sie Bewohner hoher Gebirge: Chumbaba, der Riese im Gilgamesch-Epos, bewohnte den Libanon, dort wo die Zedern stehen. Nach dem Riesen Atlas sind die drei Gebirgsbarrieren Nordafrikas benannt. Und das andere große Zederngebirge, der Hindukusch in Asien, ist Aufenthalt vieler Riesengeschlechter: der Golim, Kafiren und Peri. Um den Ätna in Sizilien und den Vesuv im Apennin wüteten die Lästrigonen und Zyklopen, „furchtbare Monster“, wie es in der Odyssee heißt.

Wenn wir annehmen, daß mit ‚Riesen‘ eine schon lange vor dem Menschen lebende Gattung gemeint ist, dann wird verständlich, warum sie gerade in den Gebirgen überlebt haben. Hier konnten Sintfluten und Erdbeben, ziehende Völkerscharen und andere Plagen ihnen wenig anhaben. Fast ungestört haben sie die Zeit überdauert. Die Gebirgsbewohner sind meist einsam, und der Riese ist nach allem, was wir aus den Sagen von ihm wissen, kein geselliges Wesen. Wenn drei Riesen zusammenkommen, ist das schon viel. Homer schildert diese Merkmale sehr bildhaft im neunten Gesang der Odyssee:

„Sie wohnten alle auf den Häuptern hoher Gebirge, in ausgehöhlten Felsen, und jeder richtet nach Willkür seine Kinder und Weiber und kümmert sich nicht um den anderen. Dort ist weder Gesetz noch öffentliche Versammlung“ (IX, 113 – 115, 112). Sie pflanzen und säen nicht, denn der Boden gibt Korn und Früchte, selbst Trauben, reichlich und gut. Das gilt aber wohl nur für diese Gegend um den Vesuv, wo die Zyklopen wohnten. Im Gegensatz zu anderen Riesen waren sie des Schiffbaus unkundig und hielten große Schafherden.

Wie die übrigen Riesen waren sie ungastlich und sogar Menschenfresser. In manchen Sprachen ist das Wort für Riese gleichbedeutend mit Menschenfresser, wie im Türkischen: Yamyam (das ist Ymir, der Riesenvater in der Edda, und Yama, Herrscher der Unterwelt bei den Hindus). Vielleicht glaubten die Riesen, sich durch das Verzehren ihrer Feinde deren überragende Intelligenz anzueignen, denn Riesen werden häufig als dumm hingestellt. Ihr Geruchssinn muß außerordentlich entwickelt gewesen sein, denn es heißt stets: „Ich rieche, rieche Menschenfleisch!“

Aber nicht alle Riesen waren gleich, im Gegenteil; die einzelnen Stämme waren stärker voneinander verschieden als die Völker der Menschen. Das liegt wohl daran, daß sie viel eher entstanden sind. Die Menschen, als der zuletzt entsprossene Zweig der Hominiden, sind auch die am geringsten differenzierten. Die Sagen beschreiben die Riesen als unmenschlich, näher den Tieren, doch stammt in den meisten Fällen der Mensch von den Riesen ab: Die griechische Genealogie führt auf Chronos, den Urriesen zurück, und in der Edda heißen wir Menschen „Bürs Geborene“, doch Bür ist ein Riese.

In einfachen Sprachen gibt es jeweils nur ein Wort für Riese, das dann einem Eigennamen gleichkommt. In den Gebirgen ist dieser Name manchmal gleichzeitig der des Ahnherrn der betreffenden Bevölkerungsgruppe. In anderen Fällen ist er gleichbedeutend mit Räuber (zum Beispiel Amhar in Nordafrika). Gemeinsam ist allen Riesen die besondere Körpergröße, wie ja auch unser deutsches Wort schon besagt, das von „wriesen“ = wachsen kommt. In alten Namen ist der Reibelaut am Anfang noch erhalten: Friesen, Preußen und Prasun (letztere im Hindukusch). Jedenfalls beziehen sich diese Wörter stets auf sehr große Lebewesen; wir sagen ‚gigantisch‘, wenn wir etwas besonders Großes meinen, sogar im übertragenen Sinne.

Manchmal ist die Körpergröße eines Riesen genau angegeben: Goliath, ein Golim, war „6 Ellen und eine Handbreit hoch'“, das heißt etwa drei Meter groß. Er lebte in geschichtlicher Zeit und war vielleicht schon ein Zwerg im Vergleich zu seinen Vorfahren. Denn die echten Riesen waren noch dreimal so groß: „Im 9. Jahre maß (er) 9 Ellen die Breite und 9 Klafter hoch war das Haupt“ (Odyssee XI, 311 – 312). Diese Homerischen Angaben sind nicht ernst zu nehmen; echt daran ist nur die übertrieben häufige Anwendung der Zahl 9, die vor der atlantischen Kulturausbreitung bei den meisten Riesenvölkern als heilige Zahl galt (Riesen und Giganten: Neue Rätsel um das Volk Goliaths).

(Goliath, der biblische Riese aus dem Geschlecht der Golim, soll etwa drei Meter groß gewesen sein)

Auch in Indien wird die 9 auf die Körperlänge bezogen, denn hier heißen die Riesen „Nau Gaza Baba“ = „Neun Schritte langer Vater“. Ihre Gräber (in Asien wie in Nordafrika und Europa) sind neun Schritte lang und drei Schritte breit, das macht insgesamt 24 Schritte, die durch 24 Steine markiert sind. Ein solches Grab fand ich im Dolmengebiet von Beira in Portugal, ein ganz ähnliches nördlich von Agadir am Atlantik, ein weiteres in Harappa am Indus, ein viertes ist das Grab des Riesen Battal in der Türkei. Das literarische Beispiel hierfür ist das Grab des Riesen Og zu Basan, den die Israeliter auf ihrem Weg ins gelobte Land erschlugen und dessen sechzig feste Städte sie einnahmen (5. Moses, 3, 11): „Denn allein der König Og von Basan war noch übrig von den Riesen. Sein eisernes Bett steht in Rabbat-Ammon, neun Ellen (= 4 Meter) lang und vier Ellen (= 1,80 Meter) breit.“

Og mag ein allgemeiner Name sein; im Französischen heißt Ogre Riese, und auf Irland kommt der Name Oc im Zusammenhang mit den großen Gräbern vor. Der sogenannte Ort Rabbat-Ammon ist das heutige Amman, die Hauptstadt von Ostjordanien. Das Bett war aus Eisen, ein Zeichen für die kulturelle Überlegenheit der Riesen, denn Eisen war damals, im 13. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, noch (oder wieder) weitgehend unbekannt. In Goliaths (Abb. 5) Zeit, etwa 300 Jahre später, kam das Eisen als Waffe in Gebrauch. Goliath trug Helm und Schuppenpanzer, dazu einen Spieß als Waffe.

Aus den Berichten über die Kämpfe Davids mit den Philistern geht hervor, daß Riesen, vor allem Raphas Söhne, das sind die Rephaim (auf Deutsch Reifriesen), das Eisen als neue Waffe einführten (2. Samuel, 21, 15-22 u.a.). In diesem Text wird auch ein Riese erwähnt, der sechs Finger an seinen Händen und sechs Zehen an seinen Füßen hatte, das sind 24 an der Zahl. Dasselbe Merkmal hat man mir im Hindukusch und in Nepal von den Riesen berichtet; in China gilt dies als Zeichen von edler Abkunft und in Arabien habe ich es als Familienmerkmal gesehen.

Eine andere Eigenart, die im Märchen vorkommt, ist ebenfalls glaubwürdig: Es heißt, daß bei den Riesen auch die Väter ihre Kinder stillen – oder säugen, wie der Märchenerzähler sich ausdrückt: Nun hat ja auch beim Menschen der Mann zwei Brustwarzen, woraus zu schließen ist, daß zumindest von der Natur die Anlage zum Stillen geschaffen ist. Versuche haben ergeben, daß die männliche Brust tatsächlich Milch erzeugt, genau wie die weibliche, wenn sie durch Hormone und Ansaugen angeregt wird.

 

Der Hormonstoß, der bei der Mutter die die Milchentwicklung auslöst, erfolgt bei der Geburt; vielleicht liegt der Sinn des ‚Männerkindbettes‘ unter anderem darin, diesen Stoß zur Nährbereitschaft auszulösen. Heute ist diese Sitte, bei der der Vater die Geburt simulierend nachvollzieht, noch bei primitiven Völkern und bei ‚Riesennachfahren‘ (zum Beispiel in Albanien) erhalten.

Beim Lesen der interessanten Reisetagebücher Alexander von Humboldts, „Reise in die Aequinoktial-Gegenden des Neuen Kontinents“ (1889), stieß ich auf folgende Notiz des berühmten Gelehrten (Band 1, S. 230): In Südamerika, in Arenas bei Cumano, traf er einen Weißen, der seinen Sohn nach dem Tode der Mutter mit eigener Milch großgezogen hatte. Der Mann hatte bis dahin nicht gemerkt, daß er Milch gab, doch nun stillte er sein Kind fünf Monate lang täglich zwei- bis dreimal. Von Humboldt schreibt dazu, daß dies gar nicht so selten sei, auch die Schafböcke gäben Milch, worüber er aus Griechenland, Deutschland und Korsika wusste, und daß Männer stillen könnten, wäre auch bei den Russen bekannt, bei den Südvölkern jedoch seltener.

(Alexander von Humboldt berichtet in seinen Reisetagebüchern von einem Mann, der sein Kind nach dem Tod seiner Frau selber stillte – wie es auch die Riesen getan haben sollen)

Aus der Renaissance zitiert er gleich drei berühmte Beispiele. Selbst Aristoteles habe darüber schon berichtet (Historia Animalium Lib. III, Cap. 20). Wenn ein so kritischer Wissenschaftler wie A. v. Humboldt keine Bedenken sieht, die Stillfähigkeit der Männerbrust anzunehmen, dürfen auch wir die aus den Märchen zunächst so unglaublich klingende Nachricht als Tatsache hinnehmen.

Die Riesen galten als Erbauer von Straßen und Brücken, ja sie werden allgemein als die Schöpfer der Landschaft hingestellt. Das ist sicher richtig, denn ihre Tätigkeit, sei es hinsichtlich der Bewässerung oder der Abholzung, der Erzgewinnung oder der Feldereinebnung, hat die Landschaft entscheidend geprägt. Auch im Rheinland gibt es eine entsprechende Sage: Hier haben die Riesen das Rheinische Schiefergebirge durchbrochen, um dem Rhein, der vorher einen großen See gebildet hatte, einen Abfluß zu verschaffen. (Nachzulesen bei P. Weitershagen, „Das große Sagenbuch vom Rhein“, Köln 1963)

Allen Mythen vom Ur-Riesen – von Amerika über Europa bis nach China – ist ein eigenartiges Thema gemeinsam: In der Urzeit wurde der Vater aller Riesen zerstückelt, und aus den einzelnen Teilen hat sich die heutige Landschaft gebildet. Für mich steht fest, daß die früheren Erzähler dieser Mythen den realen Hintergrund verstanden haben, nämlich, daß einst das von den Ur-Riesen geschaffene Land („ihr Leib“) durch eine Katastrophe in viele Stücke zerteilt wurde, wodurch die jetzige Form des Landes entstand. Weiterhin nehme ich an, daß dieses Wissen nicht nachträgliche Schlußfolgerung der späteren Generationen, sondern Augenzeugenbericht und somit Überlieferung derjenigen ist, die die Katastrophe überlebt haben (Riesen im prähistorischen Nordamerika).

Die ältesten Riesen sind die völlig mythifizierten Gestalten der Engel und Dschinne (Geister), an die in allen Religionen geglaubt wird. Einige Eigennamen sind bekannt: die Cherubim mit dem blanken Schwert, und die Serafim, die besonders in Spanien verehrt werden; vielleicht kommt ihr Name von Scherif = edel, adlig. Die vier Erzengel sind allgemeine Tradition der drei monotheistischen Religionen: Michael, der als Beschützer und Ritter von erstaunlicher Kraft geschildert wird; Gabriel, der Überbringer froher Botschaften; Raffael, der Schutzheilige der Stadt Cordoba, der lenkt und schenkt (wie Garcia Lorca sagte). Und der vierte gar ist unbekannt; es ist Azra(f)il, der Todesengel.

Vielleicht sind in diesen vier Namen mit ihren Aufgaben die vier Beamtenstände des riesischen Staates erhalten, nämlich Michael für die Verteidigung, Gabriel fürs Fernmeldewesen, Raffael als Schatzmeister und Azra(f)il als Scharfrichter. Zwei der vier Namen sind direkt riesischen Ursprungs, wenn man die Endung -el abstreicht: Gabri ist Gibor und Raffa ist der Reifriese. Auch Michael gehört dazu. Seine bildliche Form gleicht dem Drachentöter Georg, dessen Name in der Umgebung von Tortosa (Katalonien) vorkommt. In Lanz im Baskenland gibt es einen Riesen „Mihel Otxin“, dessen Verfolgung, Gefangennahme, Verurteilung und Hinrichtung gleich einem Karneval gefeiert wird.

(Die monotheistischen Religionen mythifizierten die Cherubim. Im Christentum wurden geflügelte „Erzengel“, wie Michael (Bild), aus ihnen)

Vielleicht haben die Angeln, die in der Eisenzeit Dänemark und England besiedelten, ihren Namen von den „Angeles“, wie die Engel in Spanien heißen. Reste ihrer Sprache haben sich noch bis vor kurzem in der Schweiz erhalten: Das Matten-Englisch in der Unterstadt von Bern, das keiner der übrigen mitteleuropäischen Sprachen vergleichbar sei. Die in Westfrankreich häufigen Ortsnamen Anglès und Anglais zeigen an, daß die Angeln einst auch hier gewohnt haben. Mehrere ihrer Städte sind mit Bergwerken und Metallverarbeitung verbunden.

Das Volk der Angeln entsprachen in der Bibel die Anakim, die gefürchteten Bewohner der Berge des Gelobten Landes (4. Moses 13, 32): „Das Land, dadurch wir gegangen sind“, berichten die Kundschafter Josuas, „frißt seine Einwohner, und alles Volk, das wir darin sahen, sind Leute von großer Länge (33). Wir sahen auch Riesen daselbst, Enaks Kinder von den Riesen…“

Auf Spanisch heißt Riese Granadero, das hängt mit grande = groß zusammen. Ein spanischer Grande ist ein Edelmann. La Grana (= die Riesin) ist häufiger Eigenname von Gebirgszügen in Andalusien, besonders auffällig ist die Zusammensetzung „Mühle der Riesin“ für Ruinen, die einmal Wassermühlen waren. Der Grande ist namensgleich mit dem Riesen Grendel in der Edda, der ein Meerriese war und die Küsten heimsuchte und verwüstete. Man spürt bei dieser Erzählung die Furcht vor der überlegenen Flotte der Atlanter.

(Der Meeresriese Grendel (Chronos?) als mythisiertes Schreckgespenst und Menschenfresser)

Als Stammesnamen der Riesen werden Giganten und Titanen am häufigsten genannt. Es gibt hier eine ganze Anzahl von Gebirgen, die nach diesen beiden Riesen heißen. Das Wort Gigantes hängt zusammen mit „Gentes“ = Leute, früher bedeutete es Adlige. Gentiles ist ein anderes Wort für Heiden (womit ja ursprünglich die Atlanter und ihre Kultur gemeint waren). Die verkürzten Namen Geantes und Antes sind an den Küsten von Portugal bis zu den Balearen anzutreffen. Die Antes hießen bei den Germanen Ansen oder Asen, bei den Griechen entspricht ihnen der Name Antaios. Der Name der Wenden (Brandenburg) und ihrer versunkenen Stadt Vineta, auch der Name Venedig kommen daher.

Mit Giganten hängt die französische Form Jayant zusammen, ebenso das spanische Jayan und berberisch Zayan. Die Griechen sagten Jonier und wir sagen Hünen. In der Bibel werden sie Chiun genannt und im Rg-Veda Anu. Kunoy hießen die Bewohner eines Trojas, während die germanische Form Wanen lautet. Und noch weitere Namen gehören hierzu: Wir sagen Genie und meinen einen außergewöhnlichen Geist; genial sind die Steinbauten in Stonehenge und die Pyramiden von Gizeh, genial die Arbeiten zur Be- und Entwässerung der großen Flußtäler Nil und Ebro.

Dieses Wort Genie bezeichnet eine Klasse von Menschen, ein besonderes Volk. Auch das Wort Ingenieur kommt daher. Salomon stellte die Genien an zum Bau des Tempels; Bibel und Koran berichten ausführlich darüber. Diese Bauleute waren die Knechte Hirams, des Königs von Tyros, Atlanter also. Im Koran entspricht den Genien das Wort Dschinn und (Plural) Dschenun. Daß die in Sure 34, Vers 12 genannten „Teufel und Dschinne“ tatsächlich Menschen sind, geht aus Sure 38, Verse 37 und 38 hervor: Hier heißen dieselben Bauleute Salomons „alle Bauleute und Taucher und andere, die in Ketten lagen“. Eine maghrebinische Sage nennt die Fürsten der Steinschneider Samir und erzählt, daß die Steine ganz glatt gesägt wurden, ohne Hammer und Meißel oder andere Metallwerkzeuge; das ist allgemein das Kennzeichen der Großsteinbauten.

 

Bei uns sind die Hünen für ihre Steingräber berühmt; außerdem waren sie die ersten, die Eisen verwendeten. Einige Fundstätten der beginnenden Eisenkultur sind mit ihren Namen verbunden: Hunsbury in Ostengland und Chun-Castle im Westen der Insel, ferner Heunenberg in Süddeutschland. Durch die Verwendung von Eisenwaffen wurden sie noch einmal mächtig. Die Hunnen gründeten sich auf diese Tradition.

Zwei andere Riesenvölker, die uns aus der Edda bekannt sind, sind die Thursar und ihre nächsten Verwandten, die Yotnar. Diese beiden waren sich auch zugleich die größten Feinde. Die Yotnar oder Jüten entsprechen den Titanen. In Schweden heißen sie Jätte und ihre Gräber Jättebetten. In England sagte man Eoton, auch der Name Eaton kommt daher. In Kleinasien gründeten sie eine mächtige Stadt, Hattusas, mit feiner Kultur und straffer Regierung; später übernahmen die Hethiter das Reich. Während sie in der Bibel Chetas heißen, sind es im Rg-Veda die Jadu, die zusammen mit den Anu genannt werden. In Peru heißen die Riesen Chachu.

Der wichtigste Riesenname in Spanien ist der des Thursen. Das Wort ist das gleiche wie Atlas, denn A ist der Artikel, l und r sind wandelbare Laute, und das th wurde vor dem Konsonant zu t, also A-th-r-s ergab die griechische Form Atlas und die germanische Form Thurs. Die Thursen waren Steinriesen, das heißt, sie gelten als Erbauer der großen Steinbauten wie die Hünen und Jüten. Außerdem haben sie die Runenschrift geschaffen, wie aus der Edda hervorgeht.

Die Kolonien der Thursen im Ostmittelmeer tragen ihre Namen: Tyros, Tyrins und Tarsus. Auch der Name Trojas, der der Ilias zufolge von dem Dardaniden Tros herkommt, ist von Thurs abgeleitet, wie seine hethitische Form Tarvisa anzeigt. Die Nachfahren der Thursen am Atlantik hießen bei den Griechen und Lateinern Turdetaner und Turduler; auch der Eigenname ihrer Hauptstadt, Tartessos, kommt natürlich daher. Ferner sind zwei Hafenstädte an der Atlantikküste nach dem heiligen Thurs benannt, nämlich San Turce in der Biskaya und Santo Tirso bei Porto. Nördlich des Ebrolandes am Pyrenäenhang heißt ein Ort Playa San Tirs, woraus zu schließen ist, daß hier einst ein See war. Meine geologische Beobachtung der Umgebung des Ortes (bei Seo de Urgel) bestätigte die Vermutung.

Aus der Fülle der Riesennamen will ich nur noch die beiden ältesten Geschlechter auswählen: Der Vater der Riesen hieß Ymir, steht in der Edda, und gerade dieser Name wird mit geringer Abwandlung für Spanien gebraucht; hier heißt er der „hundweise Hymir“. Eine andalusische Adelsfamilie trägt den sehr ähnlichen Namen Amaya. Die Chinesen bezeichnen noch heute alle Menschen, die wie wir Europäer „rothäutig“ und blond aussehen, als Amoy (= rote Riesen)!

(Europa auf dem Stier in einer phönizischen Abbildung)

Das andere Geschlecht sind die Gomer, deren Name mancherorts einfach „Riesen“ bedeutet. Im Ossetischen, das ist eine dem Altiranischen verwandte Sprache des Kaukasus, lautet das Wort für Riese „Gumeri“. Dort im Kaukasus vermutet man die Heimat der Kimmerier, deren Name auf die altgermanischen Kimbern überging, Nachfahren von Riesen wie die Teutonen. Auch in den alten Dichtungen kommt der Name vor, als Chumbaba im Gilgamesch-Mythos und Choemba-Karna in der Bhagavad-Gita. Auch die Khmer-Dynastie von Kambodscha und dieser Landesname deuten auf die Gomer, ebenso die in chinesischen Quellen erwähnten Riesen Kam-Mior. Ptolemäus kennt ein wildes Volk in Osteuropa, die Komar; dieselben heißen bei Arrian „Chomar“. Es sind wohl die zurückgebliebenen Nachfahren des ehemaligen Stammvolkes.

Ähnlich wie Gomer lautet der Name dieses Geschlechts in Spanien: Gomez ist einer der häufigsten Familiennamen. In Portugal gibt es die Stadt Coimbra und das Tal von Cambra. Der im iberischen Bereich häufige Ortsname Guimar, der selbst auf den Kanarischen Inseln vorkommt, dürfte die älteste Form sein. Eine Insel des Archipels heißt Gomera.

Auch in Nordafrika kommt der Name mehrmals vor; bekannt sind die Ghomara, die blonden „Riesen“ unter den Berbern an der Nordküste. Ein uraltes Grab und Heiligtum am Atlantik heißt nach dem „Gumri“. Selbst die Zigeuner rühmen sich dieser Ahnen: Eine ihrer edelsten Familien trägt den Namen Camborio.

Auf den Britischen Inseln ist der Gomer sehr häufig vertreten. In Wales liegen die Cambrischen Berge und die Grafschaft Montgomery. Hoch im Norden am Ende des Golfstroms, so schreibt Homer, liegt das Land der Kimmerier. An der Südküste von Wales ist der Name Og häufig und auch der seines Volkes, Gymbern. Aber auch Amman und natürlich Teifi, Tydfil und Devil. Dort gibt es die Sage vom Riesen Rhita, den Arthurs Soldaten erschlugen und in einem Steinhaus beisetzten. Einige Ortsnamen klingen spanisch: Cardif, Rhondda.

Das Land südöstlich von Bristol ist besonders reich an riesischen Steinbauten (Langgräber und Dolmen). Wir finden sogar Abbildungen von Riesen; die bekannteste ist die Umrißzeichnung eines nackten Riesen mit Keule bei Cerne Abbas. Dieses gewaltig große Bild ist in seiner ganzen Art so primitiv – der aufrechte Penis und die aspektivische Ansicht -, daß man sich wahrhaftig in die Zeit der Riesen versetzt fühlt.

(Eines der Stadttore der kleinasiatischen Metropole von Hattusas, nach U. Topper eine Gründung des Riesenstammes der ‚Titanen‘, den ‚Yotnar‘ der Edda)

Um das Bild unverzerrt zu sehen, müßte man einen höheren Standpunkt einnehmen, also etwa von einem Hubschrauber aus, oder nehmen wir mal an, ich wäre dreimal so groß…, dann erschiene uns auch die Ritzung des Bildes in den Kreidefelsen nicht mehr so erstaunlich. Wenn die Erbauer von Stonehenge und Avebury auch so groß waren, wird das Problem merklich vergeistigt: Nicht die Bewegung und Errichtung der mächtigen Steinblöcke ist das Bewundernswerte, sondern die Genauigkeit und vielseitige Anwendungsform sowie die Ästhetik dieses steinernen Kalenders.

Daß die Cro-Magnon-Menschen ganz allgemein größer waren als wir, vor allem bedeutend größer als ihre nächsten Verwandten, deutet wohl auf Riesen hin, doch ergab die Auswertung der Skelette nur etwa 2 bis 2½ Meter Körpergröße. Ob es tatsächlich 9 Meter lange Riesen gab, wie ich vorhin aus den Sagen herauslas, scheint schwer beweisbar zu sein. Nur vereinzelt fand man Skelette von ungeheuer großen Menschen (Giganthropus), in Ostasien, besonders auf Java, aber auch in Peru. Darum muß ich hier noch einmal betonen, daß die Riesen sehr lange lebten und nie in großer Zahl auftraten. Es gab also nur wenige Individuen, und die Möglichkeit, Gebeine zu finden, dürfte sehr gering sein.

In Almuñecar, an der Mittelmeerküste von Grenada, fand man Ende des 17. Jahrhunderts ein Felsengrab, in dem ein gigantisches Skelett lag, mit Krone, Lanze Schwert und zwei Goldringen. Entsprechend der damaligen Vorstellung glaubte man, einen „Herkules“ vor sich zu haben. (Beschrieben in dem […] Buch von Geronimus de la Concepcion.

Die Art der Bewaffnung erinnert sofort an die „argarischen“ Grabstelen, die etwa 4000 Jahre alt sind. Auch andere Schriftsteller des 17.Jahrhunderts erzählen uns von gigantischen Knochen, die in Grabhöhlen gefunden wurden, wie etwa M. Gallego Lusitano in der „Gigantomachia“; er wußte von solchen Funden auf Gibraltar, den Balearen und selbst in Kanaan. Auf der Kanareninsel Hierro wurde mir das gleiche berichtet.

Bis zur wissenschaftlichen Anerkennung des „Giganthropus“ wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Einwandfrei erwiesen ist nur, daß der Mensch seit dem ausklingenden Mittelalter ständig größer wird. Zuerst bemerkte man die Zunahme kaum, doch in den letzten drei Generationen ist das Wachstum offensichtlich geworden: Die Väter schauen zu ihren Söhnen auf. Ob dieses Größenwachstum die gleichen Ursachen hat wie die Entstehung der Riesen vor Jahrtausenden, kann heute noch niemand sagen. Der Zusammenhang zwischen Hochkultur – oder man könnte auch sagen: Überzivilisation – und besonderer Körpergröße ist zumindest auffällig (Verbotene Archäologie: Die gefälschten Riesen).

(Der Riese von Cerne Abbas versetzt uns bei seinem Anblick in archaische Zeiten zurück)

Eine gewissenhafte Auswertung aller Überlieferungen, die sich auf Riesen beziehen, würde sicher dazu beitragen, manches heutige Problem besser verstehen zu lernen. Es ist ja gar nicht so lange her, daß die letzten Riesen besiegt wurden. In der Beschreibung der Fünfkönigs-Schlacht (Genesis 14) und im Epos von Gilgamesch sind Feldzüge zur Ausrottung der Riesen geschildert. Auf den Bergen um Jerusalem lebten noch achthundert Jahre später die Anakim, die erst von den Truppen Josuas vernichtet wurden.

Auch in Spanien erinnerte man sich an die Vertreibung der Riesen: Bei den Volksfesten am Tage der werden Riesenfiguren in feierlich-fröhlichem Umzug durch die Straßen getragen. Sie zeigen einen weißen König mit dreigezackter Krone und eine schwarze Königin, „La Reina Mora“.

Sicher ist die Sitte viel älter als eine Achsenzeit und bezieht sich nicht erst auf die Wiedergewinnung der Städte aus maurischer Hand; Mohren sind hier – wie ich schon zeigte – einfach die „Urbewohner“ des Landes. Der Sieg über die Riesen war in Spanien ein Ereignis, an das man sich immer froh erinnerte.

Literatur:

Steinzeit-Astronauten: Felsbildrätsel der Alpenwelt von Reinhard Habeck

REBELLION DER ASTRONAUTENWÄCHTER. Gefallene Göttersöhne, die Sintflut und versunkene Ur-Kulturen von Lars A. Fischinger

Das verschollene Wissen der Vorzeit: Neue Betrachtungen zu einer verbotenen Archäologie von Kreisberg. Glenn (2011) Gebundene Ausgabe

Quellen: PublicDomain/atlantisforschung.de am 20.04.2017

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Wissenschaftler gefeuert nach Entdeckung von 4000 Jahre alten Dinosaurier-Gewebe

Taucher finden vor Sizilien mythisches Metall aus Atlantis

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Atlantis im Mittelmeer: Warum versank Atlit Yam? (Video)

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Der Cheops-Pyramiden-Skandal (Videos)

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Der Trank der mexikanischen Pyramidenbauer

Historische Karte sorgt für Sensation: Entdeckte Marco Polo Amerika 200 Jahre früher? (Video)

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Der kultivierte Wilde: Germanen-Fitness aus dem Wald

Die Pyramiden, Mythos Osiris und die Freimaurer (Videos)

Maya: Zu Besuch in den Höhlen der Toten (Video)

Das Geheimnis der Heilung: Wie altes Wissen die Medizin verändert (Videos)

Weden – Chronik der Asen (Video)

Archäologie: Riesiges Maya-Relief in Guatemala entdeckt

Slawisch-Arische Weden: Chronik der Asen (Video)

Synkretismus: Astrologie in der Bibel (Videos)

Weltbilderschütterung: Die richtige Entzifferung der Hieroglyphenschriften (Video-Vortrag)

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Slawisch-Arische-Veden: Santia Veden von Perun (Videos)

Liebe

Video: Die geheime Geschichte der Menschheit (neu synchronisiert – langsamer gesprochen)

Seltsame Landkarten und weltbewegende Fehler

Voynich-Manuskript: Die geheimnisvollste Handschrift der Welt (Videos)

Steht die älteste Pyramide der Welt in Indonesien? (Videos)

Klaus Hoffmann: Weil Du nicht bist wie alle andern (Videos)

Erdbahnparameter und Permafrost verursachten Serie von globalen Hitzeschocks – “Weltkarte des Piri Reis” mit eisfreier Antarktis

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USA: Was war das für ein “Pyramiden-Ding am Himmel” über Oregon? (Videos)

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Teotihuacán: Archäologen finden hunderte “Gold”-Kugeln unter Pyramide des Quetzalcoatl (Video)

Die Pyramide von Austerlitz: ‘Pharao’ Napoleon, Prinz Bernhard und die Bilderberger (Videos)

Der Ursprung des “ISON ist ein UFO”-Schwindels (Video)

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One thought on “Riesen, Zwerge & Co. – Traumwesen, Märchengestalten und prähistorische Spezies

  1. Antikythera— antiken Vorzeit Computer;wahrscheinlich war die Technologie damals sogar besser als heute ;da ja viele meinen die Technologie von heute ist sowas von klasse ,einzigartig, und sowas von Fortschrittlich …ähm ja bitte weiter träumen 🙂

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