Aufgedeckt: Nahrungsmittelindustrie profitiert vom Gluten-Geschäft

Immer mehr Menschen meiden Gluten. Massenmedien und die Nahrungsmittelindustrie machen aber auch daraus ein Millionengeschäft. Der Umsatz mit „glutenfreien Industrieprodukten“ stieg auf fast 100 Millionen Euro.

Experten wissen schon lange, dass Gluten ungesund ist und krank machen kann. In den USA wurde kürzlich gezeigt, dass die Behauptung, lediglich sogenannte „Zöliakie“-Erkrankte auf Gluten verzichten müssten oder sollten, falsch ist. Vielmehr gibt es zahlreiche Glutenempfindlichkeiten, die sich nicht auf diese diagnostizierte Zöliakie zurückführen lassen.

Deshalb ist Aufklärung über Gluten und die richtige glutenfreie Ernährung gerade angesichts der Industrie-Berichterstattung und der Verharmlosung wichtig.

Zudem lässt die EU immer noch zu, dass Lebensmittel, die maximal 20 Milligramm Gluten / KG enthalten, als „glutenfrei“ bezeichnet werden können. Dies ermöglicht erst das Geschäft der Nahrungsmittelindustrie.

Wir beleuchten daher die Fakten.

Gluten lauert in vielen Fertiggerichten

Gluten ist in vielen Getreiden als natürliches Kleber-Eiweiß enthalten. Beim Backen von Brot und Kuchen sorgt es dafür, dass der Teig nach dem Backen in seiner Form zusammengehalten und locker wird. Es setzt sich aus den Eiweißen Gliadin und Glutenin zusammen und entsteht erst durch die Verbindung mit Feuchtigkeit.

Gluten ist beispielsweise in Weizen, Roggen, Dinkel, Hafer und Gerste vorhanden. Nicht nur in Brot, Nudeln, Kuchen oder Pizza ist Gluten enthalten – es wird mittlerweile auch vielen Fertiggerichten wie zum Beispiel Suppen, Soßen, Kartoffelpüree, Puddingpulver, Instant-Getränken, Gewürzmischungen oder Fleischkonserven beigemischt.

Ursache für viele Erkrankungen

Gluten spielt eine wichtige Rolle in der Ernährung der Menschheit. Die meisten Menschen können Gluten normalerweise relativ gut verdauen. Zugleich gilt es aber als Ursache einer Reihe von Krankheiten, Darmentzündungen und Allergien bis hin zu Multipler Sklerose. Denn Gluten kann die Durchlässigkeit der natürlichen Darmbarriere erhöhen, was bedeutet, dass die Darmwände durchlässiger werden.

Das Eiweiß Gliadin ist gegen Verdauungsenzyme resistent und kann so durch die Darmwände in den Blutkreislauf und die Körpergewebe gelangen. Es interagiert mit dem Lymphgewebe und kann dann Entzündungsreaktionen hervorrufen, welche zu unterschiedlichen Krankheiten wie Diabetes, Multiple Sklerose oder Arthritis führen können.

Bei manchen Menschen liegt eine Zöliakie vor, eine echte Glutenunverträglichkeit. Bei diesen Menschen kommt es zu einer Autoimmunreaktion. Die Dünndarmhaut wird angegriffen und löst sich mit der Zeit auf. Als medizinische Symptome werden Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Schlaflosigkeit und Depressionen genannt.

Die Mehrzahl der Symptome entsteht dann aufgrund von Mangelerscheinungen, da infolge der geschädigten Dünndarmschleimhaut viele Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe nicht mehr ausreichend aufgenommen werden können (Tod durch Brot: Die dunkle Seite des Weizens).

 

Immer mehr Menschen leiden an Gluten-Unverträglichkeit

Neben der Zöliakie tritt aber immer häufiger eine Glutensensitivität auf. Der Betroffene leidet häufig unter ähnlichen Symptomen wie bei der Zöliakie, z. B. dem Reizdarmsyndrom oder Morbus Crohn. Denn immer mehr Menschen leider unter dem schwer verdaulichen Gluten, das vor allem im Weizen vorhanden ist.

Das Gluten kann durch die Verdauung nicht vollständig zerlegt werden und übrig bleiben unvollständig verdaute Gluten-Bruchstücke. Diese Bruchstücke sind Peptide. Sie können je nach Beschaffenheit der Darmschleimhaut diese passieren und gelangen so in die Blutbahn.

Gluten-Peptide verursachen im Körper eine ähnliche Wirkung wie Endorphine. Endorphine sind körpereigene Hormone, die z. B. das Glücksempfinden oder das Hungergefühl steuern. Daher nennt man die Weizen-Peptide auch Opioide. Opioide haben schmerzlindernde, beruhigende und psychotrope Eigenschaften auf den Menschen und können daher auch zu Abhängigkeit und Sucht führen.

Zudem können Weizen-Peptide allergische Reaktionen auslösen, die sich dann in Schwellungen und Entzündungen äußern. Es wird aber schwierig die Entzündungen oder Schwellungen festzustellen, wenn sie im Darm oder im Gehirn stattfinden, da sie dort nicht sofort offensichtlich und spürbar sind. Deswegen werden Unverträglichkeiten oft sehr lange nicht als solche bemerkt.

Reaktionen im Gehirn machen sich oft durch ein benommenes oder vernebeltes Gefühl bemerkbar, Darmentzündungen zunächst durch leichte Verdauungsbeschwerden oder ein Gefühl der chronischen Müdigkeit.

Moderner Weizen ist denaturiert

Weizen ist heutzutage das am meisten verwendete Getreide in Backwaren. Der heutige Weizen hat jedoch nicht mehr viel mit dem Weizen von vor 50 Jahren zu tun. Denn er ist kein Naturprodukt mehr, sondern wurde durch viele Züchtungen und genetische Veränderungen denaturiert.

Dies hat dazu geführt, dass Weizen heute zu 50 % aus Gluten besteht. Noch vor 50 Jahren jedoch betrug der Glutenanteil im Weizen nur 5 %. Denn je mehr von dem Klebereiweiß in Backwaren enthalten ist, desto einfacher sind die Produkte in Massen herzustellen und zu vermarkten. Zudem werden viele chemische Stoffe zugesetzt, um die Haltbarkeit und den Geschmack zu beeinflussen.

Gesundheitliche Auswirkungen von modernem Weizen

Das menschliche Verdauungssystem kommt aber mit diesem hohen Glutenanteil nicht mehr zurecht. Der Weizen steht zudem im Verdacht, für eine ganze Reihe anderer Zivilisationskrankheiten verantwortlich zu sein, wie Diabetes, Depressionen, Demenz, Parkinson, Darmkrankheiten, Herz-Kreislauferkrankungen oder Verfettung.

Denn ein zu hoher Verzehr von Weizenprodukten führt zur Einlagerung von Fett am Bauch und in den Organen des Bauchraums, wie z. B. Leber und Nieren. Bauchfett produziert aber Hormone, die Entzündungsprozesse im Fettgewebe hervorrufen, Insulinresistenz fördern und das Sättigungsgefühl beeinträchtigen.

Weizen treibt zudem den Blutzuckerspiegel in die Höhe und fördert so das Heißhungergefühl und die Entstehung von Diabetes.

 

Wenn Sie an diesen Symptomen leiden, könnte dies ein Hinweis auf eine Glutenunverträglichkeit von Weizen sein:

Erhöhte Blutzuckerwerte

Hautausschlag, Hautunreinheiten, Akne

Depressionen, Angstzustände, chronische Müdigkeit

Verdauungsstörungen

Demenz

Wenn der Verdacht einer Glutenunverträglichkeit besteht, können Sie auf Produkte zurückgreifen, in deren Mehlen kein Gluten enthalten ist:

Mais

Quinoa

Hirse

Reis

Amarant

Lein

Buchweizen

Kartoffeln

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Diese Aufzählung der Lebensmittel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll lediglich zur Sensibilisierung dienen, um zu verdeutlichen das Weizen bzw. Gluten in vielen Nahrungsmitteln vorkommen kann.

Eine umfangreiche Liste über glutenfreie Lebensmittel gibt die Deutsche Zöliakiegesellschaft DZG regelmäßig an ihre Mitglieder heraus. Dort finden Sie auch die neuesten Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschungen auf diesem Gebiet.

Grundsätzlich sollte man davon ausgehen können das sämtliche Nahrungsmittel in ihrer Rohform (ausser den bereits genannten Getreidearten) kein Gluten enthalten und dies erst bei einer  weitern Verarbeitung zugefügt wird (Zucker und Gluten – Feinde eines gesunden Darms).

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Literatur:

Codex Humanus – Das Buch der Menschlichkeit

Natürliches Entgiften: Freiheit für Körper, Geist und Seele von Alexandra Stross

Der Darm denkt mit: Wie Bakterien, Pilze und Allergien das Nervensystem beeinflussen von Klaus-Dietrich Runow

Es geht um Ihren Darm: Darmpflege: Der Schlüssel zur ewigen Gesundheit von Jean C Alix

Quellen: PublicDomain/watergate.tv/glutenfrei.dszw.de am 01.09.2017

Weitere Artikel:

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