Drohende Manie: Verarbeitetes Fleisch fördert psychische Erkrankungen

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Schon seit längerer Zeit ist bekannt, dass der Konsum von verarbeitetem Fleisch nicht zuträglich für die menschliche Gesundheit ist. Forscher fanden jetzt heraus, dass der Verzehr von verarbeitetem Fleisch auch psychische Erkrankungen begünstigt.

Die Wissenschaftler der Johns Hopkins University stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass der Konsum von verarbeitetem Fleisch zu manischen Episoden führen kann. Die Experten veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in dem englischsprachigen Fachblatt „Molecular Psychiatry“.

Die Studie untersuchte mehr als 1.000 Freiwillige, einschließlich Personen mit psychischen Störungen. Dabei stellten die Mediziner fest, dass verarbeitetes Fleisch konsumierende Menschen dreieinhalb Mal häufiger wegen Manie ein Krankenhaus aufsuchen mussten (Tiere als Ware: Hennen-Qual für das Horror-Ei (Video)).

Bei auftretenden manischen Episoden werden die Betroffenen hyperaktiv, euphorisch und haben oft Schlafprobleme. Sie selbst emppfinden sich meist nicht als krank, sondern als besonder leistungsstark.

Betroffen von solchen manischen Episoden sind etwa eine oder zwei Personen von 100 Menschen, sagen die Experten. Die Hollywood-Schauspielerin Carrie Fisher (Star Wars) litt beispielsweise unter manischen Episoden, bevor sie im Jahr 2016 verstarb.

Sogenannte manische Episoden sind Teil einer bipolaren Störung, die früher als manische Depression bezeichnet wurde. Das Essen von verarbeitetem Fleisch scheint das Risiko einer manischen Episode zu erhöhen.

Nitrate, welche als Konservierungsmittel für Fleisch verwendet werden, beeinflussen das Gehirn und die Darmbakterien von Menschen. Und bei Menschen mit einer bipolarer Störung konnte Stickoxid in höheren Konzentrationen im Blut festgestellt werden, erklären die Wissenschaftler (USA: Stadt will vor Stromausfall warnen und ruft Zombie-Alarm aus).

Zukünftige Untersuchungen über diese Assoziation könnten zu Interventionen bei der Ernährung führen, um das Risiko von manischen Episoden bei Menschen mit einer bipolaren Störung zu verringern, betont Studienautor Dr. Robert Yolken von der Johns Hopkins University. Dies betreffe auch Menschen, welche besonders anfällig für manische Episoden sind.

Um die Wirkung von Nitraten zu testen, fügten die US-Forscher die Nitrate der Nahrung von Ratten hinzu, welche bereits nach wenigen Wochen Anzeichen von Manie zeigten. In der Studie am Menschen befragten die Forscher der Johns Hopkins University die Teilnehmenden, ob sie getrocknetes, verarbeitetes Fleisch konsumieren.

Die Probanden mussten Auskunft über ihren Verzehr von sogenannten Meat Sticks oder Jerky aus Truthahn und Dörrfleisch sowie den Prosciutto- und Salami-Konsum geben. Salami und Prosciutto konnten dabei nicht mit Manie in Verbindung gebracht werden.

Sogenannte Meat Sticks und Jerky sind beliebte Snacks in den USA, mit hohem Gehalt an Nitraten. Zudem werden Nitrate auch als Konservierungsmittel in manchen Würstchen verwendet und können in Speck und Burgern enthalten sein.

Nitrate veränderten die Darmbakterien von Ratten und wurden eindeutig mit psychischen Problemen in Verbindung gebracht, berichten die Forscher. Es folgte der Beweis, dass wenn Menschen mit bipolarer Störung Probiotika einnehmen, sie seltener stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden mussten, berichten die Wissenschaftler weiter (Die Fleischpanscher: „Wir machen aus Scheiße Gold“ (Video)).

  Medizinskandal Krebs

Es ist klar, dass Manie ein komplexer neuropsychiatrischer Zustand ist und dass genetische Vulnerabilitäten und Umweltfaktoren wahrscheinlich am Auftreten und der Schwere der bipolaren Störung und der damit verbundenen manischen Episoden beteiligt sind, erläutert Studienautorin Seva Khambadkone von der Johns Hopkins University.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass nitriertes Pökelfleisch ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von Manie sein könnte, fügt die Expertin hinzu.

Es wurde eine Reihe von verschiedenen Expositionen im Bezug auf die Ernährung untersucht und das geräucherte Fleisch war wirklich herausragend, erklärt Dr. Yolken weiter. Zudem erhöhe verarbeitetes Fleisch bekanntermaßen auch das Risiko für Darmkrebs.

Literatur:

Das Schweinesystem: Wie Tiere gequält, Bauern in den Ruin getrieben und Verbraucher getäuscht werden

Codex Humanus – Das Buch der Menschlichkeit

Artgerecht ist nur die Freiheit: Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen

Harte Kost: Wie unser Essen produziert wird – Auf der Suche nach Lösungen für die Ernährung der Welt

Quellen: PublicDomain/heilpraxisnet.de am 21.07.2018

Weitere Artikel:

Tiere als Ware: Hennen-Qual für das Horror-Ei (Video)

Die Fleischpanscher: „Wir machen aus Scheiße Gold“ (Video)

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