Mit Bio-Lebensmitteln länger leben!

Dass Bio-Lebensmittel gesünder als konventionelle Nahrungsmittel sind, wird immer wieder bestritten. Das merkt man schon an der Diskussion um das Pestizid Glyphosat. Auch der Rückgang der Insekten bei uns lässt aufhorchen.

Vor Jahren war es noch lustig, wenn man die Chinesen in Obstbäumen sitzen sah, um die Blüten zu bestäuben, weil die Bienen und andere Insekten, die das üblicherweise übernehmen, fehlen.

Dass dies auch bei uns zunehmend der Fall ist, kann man nicht mehr lustig finden. Dabei ist das nur logisch: Pestizide sind nun mal dazu da, die sogenannten „Schädlinge“ zu töten, damit sie keine Ernteausfälle verursachen.

Die einsamen Mahner sind gar nicht so allein

Umweltschutzgruppen wie Greenpeace oder die Ernährungshüter von „foodwatch“ weisen schon seit langer Zeit, wenn nicht Jahrzehnte, auf die Rückstandsproblematik von Pestiziden etc. hin. Liest man Derartiges in der Presse, werden Behörden und Industrie nicht müde, die Unbedenklichkeit des Verzehrs der schadstoffhaltigen Lebensmittel zu betonen.

„Keine akute Gesundheitsgefahr“, heißt es fast immer. Keine akute? Dann muss man aber wohl Dauerschäden befürchten? So gut wie immer wird darauf hingewiesen, dass die Proben ja nur selten über den Grenzwerten liegen. Wer aber legt diese fest? Tierversuche gehören hier dazu.

Dass diese oft genug nicht auf den Menschen übertragbar sind, hat sich immer wieder gezeigt. Nicht umsonst werden sogar Medikamente immer mal wieder vom Markt genommen. Dazu kommt, dass ein Summengrenzwert fehlt, der alle Schadstoffe umfasst.

Aber nun wurde erneut die Betriebserlaubnis für Glyphosat verlängert. Gerade so, also ob es die Warnungen von Greenpeace, Ökotest und foodwatch nicht gäbe (71 Prozent der Bio-Lebensmittel ohne Pestizid-Rückstände).

175 Studien zeigten es schon vor langer Zeit

Dr. Alberta Velimirov vom Ludwig-Boltzmann-Institut in Österreich und der Risikoforscher Werner Müller wiesen schon vor mehr als einem Jahrzehnt daraufhin: „Produkte, wie man sie im Supermarkt, im Gemüsegeschäft kauft, wurden niemals hinsichtlich gesundheitlicher Risiken untersucht“.

Sie prüften 175 Studien, in welchen konventionelle und Bio-Lebensmittel verglichen wurden. Diverse Institutionen führten ebenfalls Studien zur Bewertung von Lebensmitteln aus unterschiedlichen Produktionsverfahren durch.

Sie fanden heraus, dass der Konsum von Bio-Lebensmitteln weniger Hautprobleme und Allergien bedeutet. Schwedische Forscher zeigten zum Beispiel folgendes: werden zu menschlichen Krebszellkulturen biologische Erdbeerextrakte hinzugefügt, so kommt es zu einer effektiveren Hemmung des Zellwachstums als mit Auszügen konventionell erzeugter Früchte.

Aber es gibt auch Studien, die zeigten, dass man vor allem Vitamin C zumeist mehr in Bio-Lebensmitteln findet. Die Ursache dafür sieht man im Kunstdünger, der infolge des gesteigerten Wachstums der Pflanzen einen Verdünnungseffekt verursacht. Dieser bewirkt geringere Vitamin C-Gehalte und entsprechend höhere Werte für Bio-Lebensmittel, die nicht auf diese Weise gedüngt werden.

Dazu kommt, dass man beim Bio-Anbau Wert auf regionalen Anbau und auf Saisonware legt. Dass dies wiederum den Pflanzen mehr Zeit gibt, Vitamine zu bilden, ist leicht nachzuvollziehen. Auch eine Ernährung mit Früchten, die zur jeweiligen Zeit reifen und die nicht lange und aus weit entfernten Gegenden importiert werden müssen, wirkt sich positiv auf den Vitamingehalt aus.

Aber auch höhere Vitamin E und Provitamin A-Gehalte fand man in Bio-Milch. Dies wurde nicht nur für die wertvollen Vitamine herausgefunden. Für Mineralstoffe wie Eisen und Zink gilt Ähnliches. Sie sind in höherer Konzentration in Bio-Lebensmitteln vertreten.

Man führt dies auf die größere Wurzelaktivität und den möglicherweise größeren Bodenvorrat daran zurück. Dagegen entdeckte man weniger gesundheitsschädliches Cadmium, Nitrat und zumeist auch Natrium in Bio-Lebensmitteln (Selbstversorgermilch vs. Industriemilch).

Sekundäre Pflanzenstoffe

Unter sekundären Pflanzenstoffen können sich die Wenigsten etwas vorstellen. Sie sind auch noch nicht vollständig erforscht. Man weiß jedoch, dass die meisten eine krebsvorbeugende Wirkung haben und sie – mit Ausnahme von Milch – nur in Pflanzen vorkommen. Bei Bio-Gemüse und –Obst besteht zusätzlich die Tendenz zu einem höheren Gehalt (um 10 – 50 %) an ihnen (Kann Bio uns alle satt machen? Wie ein weltweiter Umstieg auf Bioanbau die Welt ernähren könnte).

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Tatsächlich fand man mehr von diesen wertvollen Substanzen in Bio-Obst und zum Teil auch in Bio-Gemüse. Das liegt mit daran, dass man von Biopflanzen die Schale nicht entfernen muss (keine Pestizide, Schalenbehandlungsmittel….).

Allein schon deshalb erhält man weit mehr sekundäre Pflanzenstoffe, da sich viele in und unterhalb von Schalen befinden. Eine Apfelschale enthält z B. 100mal so viele Flavonoide (typische sekundäre Pflanzenstoffe) wie die restliche Frucht.

Artgerechte Tierhaltung nützt den Tieren und wir haben auch etwas davon!

Dass Massentierhaltung nicht nur für die Tiere eine Qual bedeutet, sondern auch uns mit deutlichen Antibiotikaresistenzen versorgt, sollte sich inzwischen ebenfalls herumgesprochen haben. Biobauern halten ihre Tiere in der Regel artgerechter. Dies hält die Tiere gesund, stärkt ihr Immunsystem, ihre Belastbarkeit und fördert ihre Fruchtbarkeit.

Sicherlich kann man nicht davon ausgehen, dass konventionelles Fleisch gesundheitsschädliche Rückstände enthält. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist höher als in Bio-Fleisch. Wer das nicht glauben will, sei auf entsprechende Testzeitschriften verwiesen, die diese Waren immer wieder untersuchen.

Dazu kommt ein höherer Gehalt an wertvollen Omega-3-Fettsäuren aufgrund von Weidehaltung und Grasfutter. Diese wertvollen Fettsäuren erreichen bei Bio-Fleisch zum Teil Werte von Fisch, der nicht nur deshalb als gesund gilt.

Es ist schon seit Jahren bewiesen: Bio ist gesünder!

Die geschilderten gesundheitlichen Vorteile sind sicher wertvoll. Nur: sie reichten nicht aus, um behaupten zu dürfen, dass Bio-Lebensmittel gesünder sind. Aber genau das ist inzwischen bewiesen: Dies zeigte eine vierjährige Studie, die 12 Millionen (!) Britische Pfund gekostet hatte und die von der Europäischen Union gefördert wurde.

Sie lesen richtig: ausgerechnet die Institution finanzierte die Studie, die nicht müde wird, Pestizide zuzulassen. Es handelte sich um das bis zu diesem Zeitpunkt größte Forschungsprojekt, welches die Vorteile von ökologischem Landbau und Biolebensmitteln aufzeigen sollte (Teufelskreis Nahrung: Wenn durch gezielte Ausbeutung von Tier und Natur Lebensmittel krank machen (Videos)).

Tatsächlich zeigte die Studie „Quality Low Input Food“ (QLIF), dass Bio-Obst und -Gemüse über 40 % mehr Antioxidantien aufweisen als konventionelles Obst und Gemüse.

Noch krasser als in Obst und Gemüse fanden die Wissenschaftler den Gehalt von Antioxidantien in der Milch. Stammte sie von biologisch gehaltenen Kühen, so enthielt sie 90 % mehr Antioxidantien und gesunde Fettsäuren. Aufgrund dieser Ergebnisse behauptete die Sunday Times sogar, dass der Genuss von Bio-Lebensmitteln das Leben verlängern kann!

Für die Studie wurde auf ökologischen und nicht-ökologischen Anbauflächen in ganz Europa Vieh aufgezogen. Außerdem baute man Obst und Gemüse wie Kohl, Salat, Karotten, Kartoffeln und Weizen an. Anschließend haben die Forscher Faktoren wie Geschmack und Nährwert verglichen.

In Großbritannien darf man sogar mit „Bio = gesünder“ werben!

Bio-Lebensmittel sind gesünder als konventionelle!

Literatur:

Die unsichtbare Kraft in Lebensmitteln, BIO und NICHTBIO im Vergleich

Codex Humanus – Das Buch der Menschlichkeit

Die Wegwerfkuh: Wie unsere Landwirtschaft Tiere verheizt, Bauern ruiniert, Ressourcen verschwendet und was wir dagegen tun können

Code of Survival – Die Geschichte vom Ende der Gentechnik (tlw. OmU)

Quellen: PublicDomain/symptome.ch am 03.08.2018

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