Rätselhaftes Metallfragment am Djatlow-Pass gefunden

Ein seltsamer Fund am berüchtigten russischen Djatlow-Pass könnte helfen, das Rätsel um den Tod von neun Wanderer aufzuklären, die dort 1959 unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen und bis heute für viele Spekulationen sorgt.

Im Ural gelegen, kam das abgelegene Gebiet in der Wildnis nach einem Zwischenfall von 1959, bei dem eine neunköpfige Wandergruppe unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, in die Schlagzeilen. Trotz einer zeitnahen Untersuchung durch russische Behörden und anschließender jahrzehntelanger Studien von unabhängigen Forschern, ist die Ursache des seltsamen Ereignisses nie vollständig aufgeklärt worden.

Ein Fund durch einen Touristen, der den Djatlow-Pass besuchte, könnte jedoch einen Durchbruch in dem Fall darstellen und das Rätsel endlich lösen. Wie Sputnik France schreibt, soll der nicht namentlich genannte Tourist auf ein seltsames Metallteil gestoßen sein, als er 2008 die Gegend besuchte.

Bemerkenswert ist, dass der Fund erst jetzt öffentlich gemacht wurde, nachdem eine Expedition den Weg zu der Stelle unternahm, wo es gefunden wurde. Man wollte das Objekt erst selbst vor Ort sehen und es zur näheren Untersuchung mitnehmen.

Die russischen Forscher sagen, dass das rätselhafte Metallfragment, das etwa 90 Zentimeter lang und 90 Zentimeter breit ist, das Bruchstück einer Interkontinentalrakete sein könnte. Das würde jedoch die Frage aufwerfen, wie es sein kann, dass ein mögliches Beweisstück zu dem Vorfall am Djatlow-Pass dort fast sechzig Jahre lang unentdeckt bleiben konnte – da man doch seinerzeit die ganze Gegend gründlich durchsucht haben will.

Vielleicht kann eine zukünftige Analyse des Metalls es ermöglichen, es eindeutig zu identifizieren und es einem bestimmten Zeitfenster zuzuordnen, um festzustellen, ob es nun in Bezug zu dem Djatlow-Pass-Zwischenfall steht oder nicht.

Sollte tatsächlich nachgewiesen werden, dass das Metall von einer Rakete stammt, die zum Todeszeitpunkt der Wanderer benutzt oder getestet wurde, würde dies den langjährigen Verdacht erhärten, dass sie Opfer einer geheimen Sowjet-Waffe wurden.

Der Djatlow-Pass-Vorfall

Im Jahre 1959 machte sich eine zehnköpfige russische Studentengruppe zu einer Expedition auf, die von ihrem Studiengenossen Igor Dyatlov geleitet wurde und zu dem Berg Otorte im Ural führen sollte. Lediglich einer kam wieder lebend zurück, weil er die Gruppe aus gesundheitlicher Probleme frühzeitig verlassen musste, die anderen sieben Männer und zwei Frauen fanden in der eisigen Wildnis einen grausamen und mysteriösen Tod.

Die Studenten waren am 27. Januar in dem kleinen Dorf Vishay, am Fuße der Berge, gestartet und beabsichtigten, am 12. Februar dorthin wieder zurückzukommen. Als ihre Rückkehr überfällig wurde und es keinerlei Lebenszeichen von ihrem Verbleib gab, wurde am 20. Februar eine Vermisstenanzeige aufgegeben und ein Suchtrupp zusammengestellt.

Er bestand aus Studentenkollegen der Verschollenen, Polizei und dem Militär und gemeinsam wurde mit Unterstützung von Hubschraubern und Flugzeugen das gesamte Gebiet abgesucht, in denen die Studenten gemäß ihrer geplanten Route unterwegs gewesen waren.

Am 26. Februar fanden die Suchtrupps schließlich das verlassene Lager der Gruppe am Hang des Berges Kholat Syakhl. Die Zelte wiesen Beschädigungen auf und die Studenten schienen ihr Lager fluchtartig verlassen zu haben, denn ihre gesamte Ausrüstung befand sich noch dort. Der Suchtrupp konnte in etwa einem Kilometer Entfernung die Leichen von Georgyi Krivonischenko und Yuri Doroshenko im Schnee entdecken.

Seltsamerweise trugen sie trotz Temperaturen um die Minus 30 Grad nur ihre Unterwäsche an ihrem Körper und es machte den Eindruck, als wenn sie in Panik aus dem Zelt und um ihr Leben gelaufen wären. Offensichtlich hatten sie noch versucht, auf eine Kiefer zu klettern, um Schutz zu suchen, denn die Bäume wiesen entsprechende Spuren auf.

Etwa 300 Meter von diesen Kiefern entfernt fand man den Leichnam von Igor Djatlow, nach weiteren 480 m den von Rustem Slobodin und schließlich 630 m weiter den leblosen Körper von Zinaida Kolmogorova, allesamt ebenfalls nur sehr spärlich bekleidet. Erst am 4. Mai konnte man dann auch die Leichen der vier anderen Mitglieder bergen, die unter einer rund vier Meter dicken Schneedecke 75 m weiter im Tal begraben lagen.

Sie hatten zwar etwas mehr Bekleidung an ihren Leibern, sie bestand aber offenbar aus Stofffetzen und Kleidungsstücke der anderen Toten. Alle Leichen wiesen schwere Verletzungen auf, einem Studenten hatte man zudem die Augen entfernt und einer Studentin die Zunge.

Doch was war den neuen Studenten zugestoßen? Warum verließen sie fast unbekleidet ihre Zelte und flüchteten in die todbringende Kälte? Warum wurden ihre Körper derartig verstümmelt?

Nun, die staatlichen Behörden verdächtigten zuerst das Volk der Mansen, dass in der Nähe lebt und dessen heiliges Gebiet die Studenten betreten hatten, doch man konnte ihnen nichts beweisen und sie selber bestritten so ein Massaker angerichtet zu haben. Schließlich wurde der Fall von der Sowjet-Regierung nach nur vierwöchiger Untersuchung für abgeschlossen erklärt und gilt seither als ungelöstes Rätsel.

© Fernando Calvo für Terra-Mystica.Jimdo.com am 26.08.2018

Literatur:

Devil`s Pass

Djatlow-Pass: Ural-Forscher findet Erdmuster im Unglücksgebiet – Lichtkugeln und mehr Mysterien (Videos)

Begegnung mit dem Unfassbaren: Die Wahrheit wird greifbar

Das Geheimnis der schwarzen Dreiecke: Warum die Wahrheit so schwer ist

Yeti oder geheimer Militärversuch? Das Unglück am Djatlow-Pass (Videos)

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