US-Raketentest mit Sprengkraft – Russland ergreift Maßnahmen

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USA erproben erstmals seit Ausstieg aus INF-Vertrag landgestützte Mittelstreckenrakete. Moskau und Beijing warnen vor militärischer Eskalation.

Keine drei Wochen nach ihrem Ausstieg aus dem INF-Vertrag haben die Vereinigten Staaten ihre erste landgestützte Mittelstreckenwaffe getestet. Wie ein Pentagon-Sprecher bestätigte, feuerten die US-Streitkräfte bereits am Sonntag einen »Tomahawk«-Marschflugkörper von ihrem Testgelände auf der Pazifikinsel San Nicolas vor der Küste Kaliforniens ab.

Die Waffe sei in einer Entfernung von über 500 Kilometern im Ziel eingeschlagen, hieß es. Das Geschoss wäre damit nach dem INF-Vertrag verboten gewesen, der Produktion, Erprobung und Besitz landgestützter Raketen mit Reichweiten von 500 bis 5.500 Kilometern untersagte.

Für November hat das Pentagon seinen nächsten Test angekündigt. Erprobt werden soll dann ein Flugkörper mit einer Reichweite von über 3.000 Kilometern.

Bemerkenswert ist nicht nur das hohe Tempo, das die Trump-Administration bei der Arbeit an neuen Mittelstreckenwaffen vorlegt. Das Pentagon hatte bereits Ende 2017 erste Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten dafür gestartet und im März dieses Jahres bestätigt, man steige nun in die Produktion einzelner Komponenten ein.

Aufschlussreich ist auch, dass die US-Streitkräfte für den aktuellen Test eine Abschussrampe des Modells ­Mk-41 benutzt haben. Dabei handelt es sich um exakt dasselbe Modell, das in den NATO-Raketenabwehrstellungen in Rumänien und Polen verwendet wird. Moskau hatte stets darauf verwiesen, dass die ­Mk-41-Rampen nicht nur Abwehrraketen, sondern auch »Tomahawk«-Marschflugkörper abschießen können und dass ihre Stationierung daher den INF-Vertrag bricht.

Dies hat Washington nun mit dem aktuellen Test faktisch selbst bewiesen. Im Pentagon heißt es dazu, dies treffe nicht zu; die Mk-41 in Osteuropa arbeiteten mit einem anderen »System«. Gemeint ist offenbar die spezifische Software. Diese ist freilich, wie Militärexperten seit je bestätigen, ohne weiteres austauschbar (Nato-Bericht schätzt Wahrscheinlichkeit von Krieg gegen Russland ein).

Russland und China reagierten auf den US-Waffentest mit scharfer Kritik. Washington treibe eine »Eskalation der militärischen Spannungen« voran, urteilte der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums warnte gleichfalls, der Schritt zeige, dass die Trump-Administration eine Politik der Konfrontation treibe und offenbar einen neuen Rüstungswettlauf anstrebe.

Aus Moskau hieß es, man werde jetzt systematisch die Arbeit an neuen, landgestützten Hyperschall-Mittelstreckenraketen vorantreiben. Weltweit schürte der Test Sorgen vor einem neuen globalen Wettrüsten – und das womöglich mit einer nuklearen Komponente.

Zwar behauptet die US-Regierung, man arbeite derzeit nur an Mittelstreckenwaffen mit konventionellen Sprengköpfen. Allerdings ist bekannt, dass derartige Raketen ohne größere Schwierigkeiten auf nukleare Sprengköpfe umgerüstet werden können (Kampf um die „Weltinsel“: USA müssen gegen Russland und China gleichzeitig Krieg führen).

Während unklar ist, ob Washington seine künftigen Mittelstreckenwaffen auch in Europa aufstellen will, dringt die Trump-Administration bereits energisch auf ihre Stationierung in der Asien-Pazifik-Region. US-Verteidigungsminister Mark Esper hat das kürzlich explizit bestätigt.

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Im Gespräch sind unter anderem Australien und Südkorea. Während beide Länder sich einer Debatte darüber noch verweigern, stünde einer Stationierung auf den Aleuten vor Alaska und auf den US-Militärstützpunkten Guam im Pazifischen sowie Diego Garcia im Indischen Ozean nichts im Weg.

Esper hat zudem den Aufbau weiterer US-Militärbasen im »Indo-Pazifik« angeregt. Zentrum des künftigen Wettrüstens wäre damit nicht Europa, sondern die Großregion rings um China.

Russland ergreift Maßnahmen gegen militärische Bedrohung aus dem Westen

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu wies laut RIA Nowosti am Mittwoch in Moskau darauf hin, dass die militärische und politische Lage an der russischen Westgrenze »angespannt« bleibe:

»Die Situation wird durch die Verstärkung der militärischen Anwesenheit der NATO in Osteuropa charakterisiert, durch die Aufstellung von US-Raketenabwehrsystemen in Polen und Rumänien sowie durch die Ausweitung der militärischen Zusammenarbeit der Allianz mit Finnland und Schweden.« Moskau verwirkliche einen Komplex von Maßnahmen »zur Neutralisierung der entstandenen Bedrohungen«.

Nichts deutet darauf hin, dass die Bundesregierung das militärische Abenteuer in Osteuropa beenden will. Sie signalisiert eher das Gegenteil:

Am Mittwoch erklärte z. B. Regierungssprecher Steffen Seibert, das Kabinett stehe dem Vorstoß von US-Präsident Donald Trump, Russland wieder in den Kreis der »G 8« aufzunehmen, äußerst zurückhaltend gegenüber (Russland vs. Kriegstreiber: An welchen Irren sollen sie sich wenden – der (vielleicht letzte) Triumph des Bösen).

Trump hatte argumentiert: »Viel, worüber wir reden, hat mit Russland zu tun.«

Literatur:

Codex Humanus – Das Buch der Menschlichkeit

Weltverschwörung: Wer sind die wahren Herrscher der Erde?

Geboren in die Lüge: Unternehmen Weltverschwörung

Quellen: PublicDomain/jungewelt.de am 21.08.2019

About aikos2309

One thought on “US-Raketentest mit Sprengkraft – Russland ergreift Maßnahmen

  1. Tja… Und alle Gutmenschen schwingen im Einklang mit dem Klimaschutz – Hype… Haupsache auch noch Vegan, ach all das Leid der armen Tiere, sowas aber auch! Dann noch die “bösen” Nazis überall… Und keinem wird gewahr, was das hier eigendlich für uns alle auf diesem Planeten bedeutet!

    Unglaublich, wie blöd die Massen tatsächlich sind…

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